Beobachter-Fall: Erfolg bei Kampf um Lohn
Ein Haus wird verkauft. Der Hauswart Hansruedy Müller verliert deshalb seine Stelle. Um den ausstehenden Lohn muss er kämpfen – und hat dank dem Beobachter Erfolg.
«Solange es die Gesundheit erlaubt, mache ich den Hauswart gern der Kontakt zu den Mietern ist mir wichtig», sagt der 69-jährige Hansruedy Müller (Bild). In seinem Wohnblock arbeitet Müller schon seit 35 Jahren nebenamtlich als Hauswart. Seit 1999 hat er dieses Amt auch für ein anderes Haus an derselben Strasse.
Im Juni letzten Jahres erfuhr Müller überraschend, dass diese Liegenschaft verkauft worden war: «In der Zeitung las ich das Mietinserat für zwei Wohnungen im Haus. Meine Hauswartstelle war gleich mit ausgeschrieben.» Er wandte sich deswegen an den neuen Besitzer. Dieser wimmelte ihn ab. «Ich wollte meine dreimonatige Kündigungsfrist geltend machen; immerhin ging es um 1800 Franken Lohn.» Aber weder der alte noch der neue Besitzer waren bereit, für die drei Löhne aufzukommen.
Seine Tochter schlug ihm vor, sich an den Beobachter zu wenden. Mit dessen Beratung hat Müller den juristisch richtigen Weg eingeschlagen und Erfolg gehabt: Der neue Besitzer hat anstandslos bezahlt. Der Hauswart freut sich: «Ich habe nicht mehr damit gerechnet, dass ich das Geld je erhalte.» Einen Teil davon gab er seiner Tochter als Dank für die Hilfe, den Rest spart er für Unvorhergesehenes «vielleicht für Ferien».
© Beobachter Ausgabe 9 vom 03. Mai 2002 - Alle Rechte vorbehalten















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