Pressefoto Award
Geprellte Sieger
Zum zehnten Mal fand im April der Schweizer Pressefoto Award statt - und einmal mehr werden Gewinner um ihr Preisgeld geprellt.
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Gesamtsieger Michael Hagedorn hat bislang keinen Rappen der versprochenen 10’000 Franken Preisgeld des Schweizer Pressefoto Award gesehen, und auch der Zweit- und die Drittplatzierte warten noch auf Geld. Der Beobachter hatte berichtet, dass bereits am Award 2003 Gewinne nicht ausbezahlt worden waren (siehe Artikel zum Thema «Pressefoto-Award: Dieser Preis ist gar nicht heiss»).
Organisator Ulrich Tanner war bis Redaktionsschluss für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Gegenüber Betroffenen liess er im April verlauten, das Preisgeld sei durch die Sponsoren Esso und Betandwin zugesichert und gedeckt - er warte nur noch auf die Überweisung.
Bertrand Cornaz, Pressesprecher von Esso Schweiz, weiss hingegen nichts von einer zugesicherten Deckung der Preisgelder: «Der Betrag galt dem Event allgemein und wurde bereits überwiesen.» Nicole Aebi, Studienleiterin für Pressefotografie am Medienausbildungszentrum in Luzern, schüttelt den Kopf über den fragwürdigen Wettbewerb: «Ich rate allen ab, daran teilzunehmen. Der Award hat null Stellenwert in der Branche.»
© Beobachter Ausgabe 17 vom 16. Aug 2006 - Alle Rechte vorbehalten















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