Scientology: Falsche Stelle für Jobsuche
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Es wird immer enger auf dem Arbeitsmarkt. Im Januar stieg die Zahl der Arbeitslosen auf 130000 das entspricht einer Zunahme von sieben Prozent gegenüber dem Vormonat.
Krisen sind gute Zeiten für Gruppen, die simple Lösungen anbieten. Ausgerechnet Scientology, die sich selber als Kirche bezeichnet, will Arbeitslosen neue Perspektiven eröffnen. «Wir haben eine interessante Arbeitsstelle für Sie!», ködert die Sekte Stellenlose per Flugblatt.
Wer darauf hereinfällt, kann eine böse Überraschung erleben. Denn laut Scientology-Sprecher Jürg Stettler werden «ehrenamtliche Mitarbeiter und aktive Vereinsmitglieder» gesucht. Lohn gibt es nicht, allenfalls «ein kleines Entgelt».
«Bereits in früheren Jahren erweckten die Scientologen den Eindruck, wirtschaftliche Krisen auszunutzen, um neue Mitglieder zu rekrutieren», stellt Georg Otto Schmid von der Evangelischen Informationsstelle Kirchen, Sekten, Religionen fest. Als Entschädigung für die Mitarbeit dürfe man allenfalls an den «umstrittenen Kursen zur Persönlichkeitsbildung» teilnehmen. «Stellensuchende wollen jedoch einen seriösen Job finden», sagt der Sektenberater, «und nicht Fronarbeit leisten.»
© Beobachter Ausgabe 5 vom 07. Mär 2003 - Alle Rechte vorbehalten















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