Lehrlinge
Frust in der Lehre - was tun?
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- Andreas Klammt
- und Thinkstock Kollektion
Dem Chef das Bett machen? Mit dem Pudel der Chefin Gassi gehen? Lehrlinge erleben so manches. Tipps, wie es dennoch nicht zum Lehrabbruch kommt.
Niko* verlor im ersten Lehrjahr die Stelle. Doch darüber redet er nicht gern. Der grossgewachsene Schlaks rutscht auf dem Stuhl herum und weicht Fragen aus. Seine dunkelblauen Augen auf das Bierglas gerichtet, sagt der 19-Jährige nur knapp: «Das ist Vergangenheit.»
Er hatte einen Riesenmist gebaut: Geld geklaut. Dem Rausschmiss folgten einige Monate Arbeitslosigkeit, bis er ein Praktikum und den Wiedereinstieg fand. Diesmal in einer kleineren Firma. «Ich wollte die Lehrstelle unbedingt.» So erleichtert er war, mit seiner Ausbildung weitermachen zu können, so schnell begannen neue Probleme. Der Lehrmeister kontrollierte jede noch so banale Arbeit, sogar wenn er bloss etwas kopieren musste. Auch am Ende des dritten Lehrjahrs darf Niko nichts selbständig machen. «Der Lehrmeister wirft mir vor, ich würde schludrig arbeiten.» Vom Lohn hat er ihm 150 Franken abgezogen. Das Arbeitsrecht verbietet das klar.
Als es während der Finanzkrise nur wenige Aufträge gab, war der Chef oft schlecht gelaunt. «Das hat er an mir ausgelassen, hat mich beschimpft und jeden meiner Fehler kommentiert», sagt Niko. Er wehrte sich nicht – nicht mehr. «Ich habe im zweiten Lehrjahr mit den Eltern und dem Lehrlingsamt versucht, die Situation zu verbessern. Doch es hat nichts genützt.» Jetzt will Niko nur noch eines: die Lehre zu Ende bringen, irgendwie. Aus Sorge, er könnte auch seine zweite Lehrstelle verlieren, hat er dem Chef sogar bei dessen privatem Umzug geholfen, und einmal musste er während der Arbeitszeit gar die Bettwäsche wechseln gehen. Rechtlich ist das unzulässig: Lehrlinge müssen keine Arbeiten verrichten, die nicht mit ihrer Ausbildung zusammenhängen.
Niko ist ein extremes Beispiel – Probleme in der Lehre haben jedoch viele. Rund zwei Drittel der Jugendlichen in der Schweiz beginnen nach der obligatorischen Schulzeit eine Berufsausbildung. Dann teilen sie sich plötzlich Werkstatt und Büro mit Erwachsenen, statt mit Gleichaltrigen die Schulbank zu drücken. Dieser Wechsel fällt häufig schwer. Bis zu 20 Prozent der Lehrverträge werden wieder aufgelöst – in Branchen wie Gastgewerbe und Detailhandel deutlich mehr als zum Beispiel bei kaufmännischen Ausbildungen. Meist wird die Lehrstelle oder der Beruf gewechselt, nur wenige brechen die Ausbildung ganz ab.
Was ist zu tun, damit es mit der Lehre klappt? «Das Wichtigste ist, dass Lehrling und Betrieb zusammenpassen», sagt Andrea Ruckstuhl, Leiter des Ressorts Jugend beim Kaufmännischen Verband Schweiz. «Und es braucht Raum zum Reden.»
Bei Ruckstuhl treffen häufig Mails mit Fragen ein: Muss ich mit dem Hund der Chefin Gassi gehen? Darf mich der Lehrmeister einkaufen schicken? Darf er mir vorschreiben, wann ich in die Ferien muss? Der Fachmann merkt oft schnell, dass dahinter persönliche Probleme stecken. «Gerade in kleinen und mittelgrossen Betrieben sind die Lehrlinge zwischenmenschlichen Spannungen ausgeliefert.» Dort fehlt es an Möglichkeiten, die Abteilung zu wechseln, wenn es mit einem Vorgesetzten nicht klappt. Ein klassisches Beispiel ist gemäss Ruckstuhl, dass der Lehrling unterfordert ist oder nur die Archivarbeit machen muss. «Macht der Lehrling nicht, was der Chef verlangt, gibt es Probleme. Macht er es, fühlt er sich ausgenutzt.»
Laut Ruckstuhl werden Fairness- und Anstandsgrenzen häufig überschritten – von beiden Seiten. So beginnt die Abwärtsspirale: Der Lehrling verliert die Motivation, der Lehrmeister wirft ihm Faulheit vor. Es kommt zum Streit. Erst wenn die Situation völlig verfahren ist, wird die Aufsichtsstelle, das Berufsbildungsamt, eingeschaltet. «Oft wäre es besser, wenn das Amt bereits bei kleineren Konflikten involviert würde.»
Damit es gar nicht erst so weit kommt, empfiehlt der Experte eine institutionalisierte Form des Austausches, zum Beispiel einen wöchentlichen Rückblick am Freitag oder eine Standortbestimmung alle zwei Monate. Das fördere das gegenseitige Verständnis. «Ohne diese Möglichkeit fällt es Jugendlichen oft schwer, Dinge zu benennen.» Das hat mit dem Alter zu tun – Erfahrung, Wissen und Taktik fehlen. Damit vergibt man sich einiges, denn Lehrlinge haben es auch in den eigenen Händen, durch richtiges Verhalten und gute Kommunikation dafür zu sorgen, dass es nicht zum Eklat kommt (siehe nachfolgende Hinweise).
Auf der anderen Seite muss der Ausbildungsbetrieb nicht nur die gesetzlichen Vorgaben kennen, sondern sich bewusst sein, dass ein Lehrling Betreuung braucht. «Man muss sorgfältig klären, wer im Betrieb das nötige Fachwissen dafür hat und die Verantwortung übernimmt», sagt Ruckstuhl. Der Betrieb müsse sich hinterfragen, weshalb er Lehrlinge ausbilde. «Lehrlinge sind weder billige Arbeitskräfte, noch brauchen sie besondere Wohltätigkeit», sagt er. Trotzdem benötigten sie mehr Betreuung als gestandene Berufsleute: «Tagsüber müssen sie erwachsen sein, aber in der Freizeit sind sie noch Teenager.»
Ich komme in ein bestehendes Team mit Erwachsenen. Sie kennen einander, mich aber nicht. Ich bin neu – und nicht die Nummer eins.
Der Umgangston ist manchmal rau, offensichtlich mögen sich nicht alle leiden.
Gib dir Zeit, dich an die neue Situation zu gewöhnen und deinen Platz im Team zu finden. Sei nicht überempfindlich und beziehe nicht alles auf dich, wenn es mal laut wird. Denk daran: Du bist hier, um etwas zu lernen. Die anderen sind nicht in erster Linie deine Kumpels, sondern deine Arbeitskollegen.
- Gib dein Bestes: Beobachte, sei aufmerksam und fleissig und leiste so deinen Teil für ein gutes Betriebsklima.
- Such dir Ansprechpartner, die auf der gleichen Wellenlänge sind – das erleichtert es herauszufinden, wie der Betrieb «funktioniert».
- Frag nach, wenn dir etwas nicht klar ist – und das lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.
- Achte auf deine Umgangsformen, sei freundlich und korrekt zu allen.
Ich habe ein dumpfes Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt.
Mir ist langweilig. Ich mache nur Routinearbeiten, immer dasselbe. Ich erhalte keine Ausbildung und Förderung, fühle mich als billige Arbeitskraft missbraucht. Der Chef kritisiert meine fehlende Motivation.
Ich bin überfordert. Mir wird nichts erklärt. Ich fühle mich fehl am Platz und denke mir, dass mich die anderen als hoffnungslosen Fall ansehen.
Rede mit Freunden und den Eltern. Warte nicht zu lange damit.
- Überleg dir, was gut ist in deiner Lehre und was sich ändern muss.
- Wo liegt das Problem: Im Zwischenmenschlichen? Oder geht es um die Arbeit als solche?
- Schreibe Vorschläge auf, wie die Situation verbessert werden könnte. Was muss der Betrieb dazu beitragen? Und vor allem: Was kannst du dazu beitragen?
Sprich mit deiner direkten Bezugsperson im Lehrbetrieb.
- Es ist wichtig, dass du die Hierarchie im Betrieb einhältst. Wende dich deshalb nicht gleich an den obersten Chef, sondern zuerst an deinen Lehrlingsbetreuer.
- Überfalle ihn nicht – vielleicht ist er mit dem Kopf gerade an einem ganz anderen Ort. Besser ist, einen Termin für das Gespräch zu vereinbaren und kurz zu umreissen, worum es geht. Das gibt auch dir selber Zeit, dich auf das Gespräch vorzubereiten.
- Falls du wütend bist: Warte lieber noch einen Tag, bevor du das Gespräch suchst – allzu viele Emotionen sind schädlich für das gegenseitige Verständnis.
Meine Situation hat sich nicht verändert. Im Gegenteil: Der Lehrmeister meckert ständig an mir herum. Was auch immer schiefläuft im Betrieb – ich soll an allem schuld sein.
Wende dich ans kantonale Berufsbildungsamt
- Schildere möglichst sachlich und anhand von konkreten Vorkommnissen deine Situation.
- Lass dich informieren, welche rechtlichen Grundlagen es gibt, sich zu wehren.
Rede mit dem Chef
- Wenn der Austausch mit deinem direkten Betreuer nichts gebracht hat, musst du in der internen Hierarchie eine Stufe höher: Jetzt ist der Chef dein Ansprechpartner.
- Du kannst zum Gespräch jemanden vom Berufsbildungsamt und, falls du noch nicht volljährig bist, deine Eltern beiziehen.
- Nimm Bezug auf die Abmachungen, die du zuvor mit dem Lehrlingsbetreuer getroffen hast.
Es hilft alles nichts. So kann es nicht mehr weitergehen: Nachts kann ich nicht mehr schlafen, und im Job bin ich total unmotiviert. Der Lehrmeister schikaniert mich und wird auch laut dabei.
Du überlegst dir, zu kündigen
- Schmeiss die Lehre nicht vorschnell hin, denn ein sauberer Abgang ist wichtig, damit du nicht belastet in die Zukunft gehst.
- Informiere dich auf dem Stellenmarkt: Findest du einen anderen Job? Oder einen anderen Betrieb, um die Lehre abzuschliessen?
- Sei ehrlich mit dir: War deine Berufswahl richtig? Oder solltest du dir eine andere Richtung überlegen?
- Informiere dich über Kündigungsfristen und sonstige Modalitäten. Und erledige deine Arbeit bis zum letzten Tag so gut wie möglich.
Dir wird gekündigt
- Stell sicher, dass die Kündigung nicht missbräuchlich ist (zum Beispiel wegen eines Konflikts) oder während einer Sperrfrist (zum Beispiel Krankheit) ausgesprochen wurde.
- Eine fristlose Kündigung ist grundsätzlich nur unter bestimmten Umständen möglich, zum Beispiel wenn der Lehrling gestohlen hat.
- Fall nicht gleich mit der Tür ins Haus: Beginne mit dem, was dir gefällt in der Ausbildung. Erst dann solltest du zum Problem kommen.
- Rede immer nur von dir – Ich-Botschaften kommen besser an als Vorwürfe.
- Bleib ruhig und anständig. Droh nicht gleich mit deinen Rechten, sondern versuche sachlich zu erklären, was dich stört.
- Mach Verbesserungsvorschläge – je konkreter, desto besser.
- Versuche mit deinem Lehrlingsbetreuer konkret abzumachen, was sich verändern soll und bis wann. Vereinbare auf diesen Zeitpunkt hin ein weiteres Gespräch, um Bilanz zu ziehen.
Umfassende Informationen zum Thema Lehre bietet die Beobachter-Beratungsplattform HelpOnline: www.helponline.ch/...
Verzeichnis der kantonalen Berufsbildungsämter und Berufsberatungen: www.adressen.sdbb.ch
Portal zu Berufswahlfragen: www.berufsberatung.ch
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© Beobachter Online 30. Jul 2010 - Alle Rechte vorbehalten
Lehrlinge
Frust in der Lehre - was tun?
Dem Chef das Bett machen? Mit dem Pudel der Chefin Gassi gehen? Lehrlinge erleben so manches. Tipps, wie es dennoch nicht zum Lehrabbruch kommt.
Puff in der Stifti: So findest du aus der Krise
Niko* verlor im ersten Lehrjahr die Stelle. Doch darüber redet er nicht gern. Der grossgewachsene Schlaks rutscht auf dem Stuhl herum und weicht Fragen aus. Seine dunkelblauen Augen auf das Bierglas gerichtet, sagt der 19-Jährige nur knapp: «Das ist Vergangenheit.»
Er hatte einen Riesenmist gebaut: Geld geklaut. Dem Rausschmiss folgten einige Monate Arbeitslosigkeit, bis er ein Praktikum und den Wiedereinstieg fand. Diesmal in einer kleineren Firma. «Ich wollte die Lehrstelle unbedingt.» So erleichtert er war, mit seiner Ausbildung weitermachen zu können, so schnell begannen neue Probleme. Der Lehrmeister kontrollierte jede noch so banale Arbeit, sogar wenn er bloss etwas kopieren musste. Auch am Ende des dritten Lehrjahrs darf Niko nichts selbständig machen. «Der Lehrmeister wirft mir vor, ich würde schludrig arbeiten.» Vom Lohn hat er ihm 150 Franken abgezogen. Das Arbeitsrecht verbietet das klar.
Jeder fünfte Lehrvertrag wird gekündigt
Als es während der Finanzkrise nur wenige Aufträge gab, war der Chef oft schlecht gelaunt. «Das hat er an mir ausgelassen, hat mich beschimpft und jeden meiner Fehler kommentiert», sagt Niko. Er wehrte sich nicht – nicht mehr. «Ich habe im zweiten Lehrjahr mit den Eltern und dem Lehrlingsamt versucht, die Situation zu verbessern. Doch es hat nichts genützt.» Jetzt will Niko nur noch eines: die Lehre zu Ende bringen, irgendwie. Aus Sorge, er könnte auch seine zweite Lehrstelle verlieren, hat er dem Chef sogar bei dessen privatem Umzug geholfen, und einmal musste er während der Arbeitszeit gar die Bettwäsche wechseln gehen. Rechtlich ist das unzulässig: Lehrlinge müssen keine Arbeiten verrichten, die nicht mit ihrer Ausbildung zusammenhängen.
Niko ist ein extremes Beispiel – Probleme in der Lehre haben jedoch viele. Rund zwei Drittel der Jugendlichen in der Schweiz beginnen nach der obligatorischen Schulzeit eine Berufsausbildung. Dann teilen sie sich plötzlich Werkstatt und Büro mit Erwachsenen, statt mit Gleichaltrigen die Schulbank zu drücken. Dieser Wechsel fällt häufig schwer. Bis zu 20 Prozent der Lehrverträge werden wieder aufgelöst – in Branchen wie Gastgewerbe und Detailhandel deutlich mehr als zum Beispiel bei kaufmännischen Ausbildungen. Meist wird die Lehrstelle oder der Beruf gewechselt, nur wenige brechen die Ausbildung ganz ab.
Was ist zu tun, damit es mit der Lehre klappt? «Das Wichtigste ist, dass Lehrling und Betrieb zusammenpassen», sagt Andrea Ruckstuhl, Leiter des Ressorts Jugend beim Kaufmännischen Verband Schweiz. «Und es braucht Raum zum Reden.»
Bei Ruckstuhl treffen häufig Mails mit Fragen ein: Muss ich mit dem Hund der Chefin Gassi gehen? Darf mich der Lehrmeister einkaufen schicken? Darf er mir vorschreiben, wann ich in die Ferien muss? Der Fachmann merkt oft schnell, dass dahinter persönliche Probleme stecken. «Gerade in kleinen und mittelgrossen Betrieben sind die Lehrlinge zwischenmenschlichen Spannungen ausgeliefert.» Dort fehlt es an Möglichkeiten, die Abteilung zu wechseln, wenn es mit einem Vorgesetzten nicht klappt. Ein klassisches Beispiel ist gemäss Ruckstuhl, dass der Lehrling unterfordert ist oder nur die Archivarbeit machen muss. «Macht der Lehrling nicht, was der Chef verlangt, gibt es Probleme. Macht er es, fühlt er sich ausgenutzt.»
Laut Ruckstuhl werden Fairness- und Anstandsgrenzen häufig überschritten – von beiden Seiten. So beginnt die Abwärtsspirale: Der Lehrling verliert die Motivation, der Lehrmeister wirft ihm Faulheit vor. Es kommt zum Streit. Erst wenn die Situation völlig verfahren ist, wird die Aufsichtsstelle, das Berufsbildungsamt, eingeschaltet. «Oft wäre es besser, wenn das Amt bereits bei kleineren Konflikten involviert würde.»
Den Lehrlingen fehlt Wissen und Taktik
Damit es gar nicht erst so weit kommt, empfiehlt der Experte eine institutionalisierte Form des Austausches, zum Beispiel einen wöchentlichen Rückblick am Freitag oder eine Standortbestimmung alle zwei Monate. Das fördere das gegenseitige Verständnis. «Ohne diese Möglichkeit fällt es Jugendlichen oft schwer, Dinge zu benennen.» Das hat mit dem Alter zu tun – Erfahrung, Wissen und Taktik fehlen. Damit vergibt man sich einiges, denn Lehrlinge haben es auch in den eigenen Händen, durch richtiges Verhalten und gute Kommunikation dafür zu sorgen, dass es nicht zum Eklat kommt (siehe nachfolgende Hinweise).
Auf der anderen Seite muss der Ausbildungsbetrieb nicht nur die gesetzlichen Vorgaben kennen, sondern sich bewusst sein, dass ein Lehrling Betreuung braucht. «Man muss sorgfältig klären, wer im Betrieb das nötige Fachwissen dafür hat und die Verantwortung übernimmt», sagt Ruckstuhl. Der Betrieb müsse sich hinterfragen, weshalb er Lehrlinge ausbilde. «Lehrlinge sind weder billige Arbeitskräfte, noch brauchen sie besondere Wohltätigkeit», sagt er. Trotzdem benötigten sie mehr Betreuung als gestandene Berufsleute: «Tagsüber müssen sie erwachsen sein, aber in der Freizeit sind sie noch Teenager.»
So findest du aus der Krise
«Alles ist neu hier»
Ich komme in ein bestehendes Team mit Erwachsenen. Sie kennen einander, mich aber nicht. Ich bin neu – und nicht die Nummer eins.
Der Umgangston ist manchmal rau, offensichtlich mögen sich nicht alle leiden.
Gib dir Zeit, dich an die neue Situation zu gewöhnen und deinen Platz im Team zu finden. Sei nicht überempfindlich und beziehe nicht alles auf dich, wenn es mal laut wird. Denk daran: Du bist hier, um etwas zu lernen. Die anderen sind nicht in erster Linie deine Kumpels, sondern deine Arbeitskollegen.
«Ich merke, dass es kriselt»
Ich habe ein dumpfes Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt.
Mir ist langweilig. Ich mache nur Routinearbeiten, immer dasselbe. Ich erhalte keine Ausbildung und Förderung, fühle mich als billige Arbeitskraft missbraucht. Der Chef kritisiert meine fehlende Motivation.
Ich bin überfordert. Mir wird nichts erklärt. Ich fühle mich fehl am Platz und denke mir, dass mich die anderen als hoffnungslosen Fall ansehen.
Rede mit Freunden und den Eltern. Warte nicht zu lange damit.
Sprich mit deiner direkten Bezugsperson im Lehrbetrieb.
«Die Fronten verhärten sich»
Meine Situation hat sich nicht verändert. Im Gegenteil: Der Lehrmeister meckert ständig an mir herum. Was auch immer schiefläuft im Betrieb – ich soll an allem schuld sein.
Wende dich ans kantonale Berufsbildungsamt
Rede mit dem Chef
«Es geht nicht mehr»
Es hilft alles nichts. So kann es nicht mehr weitergehen: Nachts kann ich nicht mehr schlafen, und im Job bin ich total unmotiviert. Der Lehrmeister schikaniert mich und wird auch laut dabei.
Du überlegst dir, zu kündigen
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