Stellensuche
Initiative gefragt
- Text:
- Fred Frohofer
- Bild:
- Thinkstock Kollektion
Wer sich geschickt im verdeckten Arbeitsmarkt bewegt, kann seine Chancen auf eine neue Stelle deutlich steigern – mit gut organisierten Initiativbewerbungen.
Jobsuchende bewegen sich auf einem harten Terrain. Auf ein Stellenangebot hin landen oft über hundert Bewerbungen auf den Pulten der Personalverantwortlichen.
Doch es gibt nicht nur den offiziellen Arbeitsmarkt, wo Stellen in Inseraten ausgeschrieben werden, sondern auch einen verdeckten: Viele Unternehmen schreiben die spannendsten Jobs erst dann aus, wenn sie intern niemanden für die offene Stelle finden – oder externe Anfragen und Abwerbungsversuche bei anderen Firmen keinen Erfolg haben. Dieses verborgene Angebot erschliesst sich nur Insidern – oder Leuten, denen es gelingt, mit Initiativbewerbungen auf sich aufmerksam zu machen.
Präzise Anfragen bringen viel
Wer sich nicht auf eine konkrete Stellenausschreibung bewirbt, muss präzis darlegen, was er oder sie kann und will – sonst wird die Bewerbung prompt retourniert (siehe «Bewerbungen: Fünf Schritte zur neuen Stelle»). Wer zum Beispiel nur nach einer «neuen Herausforderung im kaufmännischen Umfeld» sucht, formuliert die Bewerbung zu schwammig und dürfte kaum zum Ziel kommen.
Nicht allgemein formulieren
Erfolgsaussichten haben nur Bewerbungen von Leuten, die sehr gezielt recherchiert haben, die Geschäftsfelder des Unternehmens kennen und konkret vorschlagen, wie sie tätig werden könnten. Solche Initiativbewerbungen haben denn auch die besten Chancen, auf den Tischen der Verantwortlichen zu landen – selbst wenn ein Betrieb nicht aktiv nach neuen Arbeitskräften sucht.
Bewerbungen: Fünf Schritte zur neuen Stelle
Ihr Profil
Was haben Sie beruflich bisher getan? Was besonders gern und gut? Zeugnisse geben wichtige Hinweise. Fragen Sie aber auch ehemalige Mitarbeiter, Freunde und Kollegen, wie diese Sie bei der Arbeit einschätzen.
Ihr Ziel
Bewerben Sie sich für eine konkrete Tätigkeit. Wenn Sie nicht wissen, in welchem Umfeld Sie tätig sein wollen oder können, dann besuchen Sie am besten eine Laufbahnberatung. Alternativ können Sie sich auch von der öffentlichen Berufsberatung beraten lassen.
Ihr Betätigungsfeld
Suchen Sie gezielt. Hilfreich sind Adresslisten von Branchenverbänden, Wirtschaftsnachrichten sowie Ihr Umfeld. Informieren Sie sich über Betriebe, die für Sie in Frage kommen. Verlangen Sie beim Zuständigen für Öffentlichkeitsarbeit eine Dokumentation oder besuchen Sie die Homepage der Firma. Oft finden sich dort auch Namen von Ansprechpersonen.
Ihr erster Kontakt
Ein Anruf kann aufschlussreich sein, und sei es nur, um zu erfragen, wer für Stellenbesetzungen zuständig ist. Sie können sich auch gleich mit dieser Person verbinden lassen und sich erkundigen, wie Ihre Chancen stehen. Werden Sie nicht abgewiesen, dürfte Ihre Bewerbung wohlwollend geprüft werden. Beziehen Sie sich im Begleitschreiben auf das Telefonat.
Ihre Bewerbung
Richten Sie Ihre Bewerbung an die zuständige Person. Halten Sie sich kurz. Schreiben Sie, weshalb Sie gern in der betreffenden Firma arbeiten möchten. Im Lebenslauf sollte alles Relevante über Ihre Bildung und Ihre Tätigkeiten stehen. Weitere Unterlagen brauchen Sie nicht zu schicken. Vermerken Sie aber im Begleitbrief, dass Sie Zeugnisse bei Interesse nachliefern werden.
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© Beobachter Online 18. Apr 2012 - Alle Rechte vorbehalten









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Nach einem Unfall oder einer schweren Krankheit fällt der Wiedereinstieg ins Berufsleben oft schwer.