15 patientenfreundliche Beobachter-Kriterien zur Bewertung von Ärzten
Der Kostenboom bei den Krankenkassenprämien liesse sich stoppen – durch die Lösung des Vertragszwangs zwischen Ärzten und Kassen. Der Beobachter schlägt 15 Kriterien zur Qualitätskontrolle von Ärzten vor.
Nebenartikel
Artikel zum Thema
Die Aufhebung des Vertragszwangs zwischen den Krankenkassen und den Ärzten ist derzeit eines der heissesten Eisen im Gesundheitswesen. Zwar rechnen alle Beteiligten damit, dass der Zwang früher oder später zumindest gelockert wird, doch niemand will sich die Finger verbrennen: Manche Patienten fürchten, ihr langjähriger Arzt könnte von der Krankenkasse schon bald auf die schwarze Liste gesetzt werden. Andere sehen eine heikle Machtballung bei den Krankenkassen.
Der Beobachter hat dies zum Anlass genommen, um einen Katalog von Kriterien zu erarbeiten, nach denen Ärzte und Ärztinnen beurteilt werden könnten und sollten. Die Krankenkassen würden dann nur noch mit geprüften und für gut befundenen Ärztinnen und Ärzten Verträge abschliessen.
Die Qualitätskriterien beschränken sich auf die für Patientinnen und Patienten besonders relevanten und überprüfbaren Bereiche. Beobachter-Gesundheitsexperte Urs Zanoni hat die Kriterien namhaften Expertinnen und Experten unterbreitet:
- Manfred Langenegger, beim Bundesamt für Sozialversicherungen verantwortlich für das Qualitätsmanagement in der Krankenversicherung
- Julian Schilling, Qualitätsbeauftragter beim Krankenkassenkonkordat und Qualitätsforscher am Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich
- Felix Huber, leitender Arzt des Medix-Ärzteverbunds
- Marianne Tille, Generalsekretärin der Fédération Romande des Consommateurs
- Beat Künzi, Arzt, seit Jahren für die Qualitätssicherung in der Medizin tätig
© Beobachter Ausgabe 25 vom 08. Dez 2000 - Alle Rechte vorbehalten









Sozialhilfe
Die Sozialhilfe ist unter Druck – und letztes Auffangnetz: Betroffene erzählen