Beobachter-Fall: Rettungsring für Alfaring-Opfer
Ein Reiseleiterdiplom im Fernkurs: Myriam Frey liess sich durch grossartige Versprechen der Alfaring AG zu einem Vertrag verleiten. Dank dem Beobachter konnte die Frau im letzten Moment aussteigen.

«Reiseleiter: Machen Sie den Traum wahr.» So warb die Alfaring AG in Zürich im Zeitungsinserat und versprach: «Unser moderner Fernkurs führt Sie neben Ihrer jetzigen Tätigkeit ohne Vorkenntnisse direkt zum Reiseleiterdiplom.» Myriam Frey (Bild) fühlte sich angesprochen und unterzeichnete den Vertrag. Kostenpunkt: 24 mal 394 Franken total also fast 9500 Franken.
Nach Erhalt der ersten Kursunterlagen meldeten sich Zweifel über die Qualität des Kurses. Nicht unbegründet: Beat Knecht vom Schweizerischen Reisebüro-Verband erachtet es als «sehr gewagt», eine Reiseleiterausbildung als Fernkurs anzubieten. Nur im Direktunterricht könne das nötige Wissen gut vermittelt werden.
Myriam Frey kündigte den Vertrag. Gleichwohl verlangte Alfaring gut 4300 Franken. Als Myriam Frey dann auch noch Mahnungen erhielt, wandte sie sich an das Beobachter-Beratungszentrum: «Muss ich diesen Betrag wirklich zahlen?»
Nein. Beim Fernkursvertrag handelte es sich um einen ungültigen Abzahlungsvertrag, weil er gesetzliche Vorschriften nicht einhielt. Der Beobachter intervenierte bei Alfaring und erreichte, dass Myriam Frey nicht mehr mit ungerechtfertigten Geldforderungen belästigt wurde.
© Beobachter Ausgabe 14 vom 07. Jul 2000 - Alle Rechte vorbehalten









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