Extra «Gesund durch den Winter»: Editorial
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«Sicher ist es nicht gerade bequem, bei Wind und Wetter draussen aktiv zu sein. Auch wenn man sich müde und abgekämpft fühlt, verspürt man in aller Regel keine grosse Lust, noch körperliche Anstrengungen auf sich zu nehmen. Deshalb haben sich viele daran gewöhnt, in den eigenen vier Wänden zu bleiben. Aber warum nicht das Stimmungstief mit einem Spaziergang überwinden?» Die Frage stammt nicht von einem verbissenen Antreiber, sondern von meinem fürsorglichen Fitness-Coach. Eigentlich brauche ich ihn gar nicht, denn grundsätzlich bin ich ein Bewegungsmensch. Doch in den letzten Wochen (oder sind es eher Monate?) war ich so schlapp wie seit Jahren nicht mehr. Und jetzt im Winter braucht es noch mehr Überwindung, sich aufzuraffen.
Das alles kommt Ihnen bekannt vor? Mit gutem Grund: In den kurzen, oft nebligen oder verhangenen Wintertagen ist es schwer, ein paar Sonnenstrahlen zu erhaschen. Der Körper reagiert prompt: Bekommt er nicht genug Licht, stellt er sich auf eine Schlummerphase ein – man fühlt sich schlapp und lustlos.
Deshalb ist es auch im Winter ratsam, sich regelmässig zu bewegen, denn Bewegung hellt die Stimmung auf und kann Depressionen vorbeugen. In der Folge steigen Selbstwertgefühl und Stresstoleranz. Belegt ist ausserdem: Wer sich bewegt, verhält sich auch sonst gesundheitsbewusster.
Das sind gewichtige Gründe, der Winterform ein Beobachter-Extra zu widmen. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren Körper mit ausgewogener Ernährung auf Trab halten und wie Sie sich verpacken sollten, wenn Sie Ihr Fitnessprogramm draussen absolvieren möchten. Weiter erhalten Sie Tipps, wie Sie dem «inneren Schweinehund» auch in den eigenen vier Wänden Beine machen und wie Sie die Muskeln spielen lassen. Wem dies alles nach zu viel Schweiss riecht, wählt ein Element, in dem man auf einen Schlag nur noch einen Bruchteil seines Gewichts wiegt: das Wasser. Kaum etwas anderes entspannt so wohlig und trainiert Muskeln und Kreislauf derart wirksam.
Apropos Gewicht verlieren: Viel Luft schnappen und Licht tanken heisst die Schlankheitsformel für den Winter. Wer trotzdem ein paar Pfunde ansetzt, braucht sich nicht zu grämen: Ein Plus von ein bis zwei Kilo über die dunkle Jahreszeit ist völlig normal. Und die fetttriefenden Weihnachts- und Neujahrstage? «Echtes Übergewicht hat sich noch niemand zwischen Weihnachten und Neujahr angefuttert», gibt der deutsche Ernährungspsychologe Volker Pudel zu bedenken, «aber zwischen Neujahr und Weihnachten.» PS: Wenn Sie meinen Fitness-Coach ebenfalls beanspruchen möchten – hier seine Adresse: www.aktiv-online.ch.
© Beobachter Ausgabe 25 vom 08. Dez 2000 - Alle Rechte vorbehalten









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