Fokus: Zement fürs Klischee
Bereits seit 20 Jahren vermarktet Verkehrsdirektor Hanspeter Danuser St. Moritz als weltweit höchst gelegenes Luxuspflaster. Sein neuster Schachzug: In einer Pressemitteilung behauptet er, St. Moritz stelle als Absteige für den Jet-Set selbst so berühmte Plätze wie London, New York, St-Tropez, Rom, Monte Carlo, Capri, Paris oder die Karibik in den Schatten. Auch dort würden die Reichsten der Welt zwar im Lauf des Jahres einen Stopp einlegen, doch nur in St. Moritz gäbe sich die Jeunesse dorée gleich zweimal die Ehre: zuerst über Silvester und nach einer «Überbrückung» in Acapulco dann wieder im Februar. Zweck dieser Medieninformation: «Kluge Werber halten das Klischee hoch.» Damit wäre auch geklärt, warum Verkehrsdirektor Danuser auf jede Auslandsreise sein Alphorn mitschleppt.
© Beobachter Ausgabe 25 vom 08. Dez 2000 - Alle Rechte vorbehalten









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