Hand-Email: Zum Mailen brauchts kein WAP

Text:
  • Markus Koch
Ausgabe:
9/00

Für den mobilen Zugang ins Internet benötigt man nicht unbedingt ein WAP-Handy. Auch mit herkömmlichen Mobiltelefonen lässt sich eine persönliche Mailbox bestens verwalten. So wirds gemacht.

Neue Produkte müssen verkauft werden – am besten indem man ihre Vorteile gegenüber der alten Technik propagiert. Das Verkaufsargument für die neue Handytechnologie Wireless Application Protocol (WAP) heisst «Internetfähigkeit» – vor allem die Möglichkeit, mobil eine Internet-Mailbox zu verwalten. Was viele nicht wissen: Auch mit ihrem «alten» Gerät können sie E-Mail-Dienste nutzen. Die Netzbetreiber bieten die Möglichkeit, E-Mails per SMS zu versenden und zu empfangen.

Um eine Mail zu verschicken, muss man nur die E-Mail-Adresse des Empfängers vor die Nachricht setzen und als Kurzmitteilung an die dafür bestimmte Telefonnummer des Netzbetreibers schicken (Swisscom 555, Diax 999, Orange +41796402990). Ein paar Sekunden später ist die Nachricht übermittelt.

Etwas komplizierter ist das Lesen von Mails. Diese Funktion muss zuerst unter Angabe der Zugangsinformationen für die Mailbox freigeschaltet werden. Bei der Swisscom geht das leicht per SMS, indem man eine Mitteilung im Format «C "benutzername" "passwort" "mailserver"» an die Nummer 36245 schickt. Nach der Bestätigung kann die Mailbox durch eine Mitteilung mit dem Befehl «New» an dieselbe Nummer bedient werden.

Bei Diax ist das Anmeldeprozedere komplizierter: Ohne die lange Bedienungsanleitung im Netz wäre man hilflos verloren. Dafür stehen nützliche Optionen zum Filtern und zum Umleiten von Mails zur Verfügung. Orange bietet (noch) keine Funktionen zum Lesen von Mails an.

Natürlich sind die E-Mail-Funktionen von SMS-Handys limitiert. Lange Texte können nicht verschickt werden, das Schreiben auf der Tastatur ist mühsam, und es ist nicht billig: Pro

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