Haustiere
«Ratatouille» macht Lust auf Ratten
Rémy, die Ratte, die im US-amerikanischen Trickfilm «Ratatouille» die Hauptrolle spielt, ist beim jungen Publikum äusserst beliebt. Das freut zum einen die Filmemacher und Kinobetreiber, aber von der kindlichen Begeisterung können auch Tierhandlungen profitieren.
Denn offenbar animiert Rémy Kinder weniger zum Kochen als dazu, sich eine Ratte als Haustier zu wünschen. Laut dem Schweizer Tierschutz (STS) sind die Verkaufszahlen in der Branche markant gestiegen. Und: «Wir gehen davon aus, dass die Rattenkäufe noch zunehmen werden», sagte Mark Rissi, Leiter der Pressestelle des STS, gegenüber der «Neuen Luzerner Zeitung».
Gleichzeitig aber warnt die Organisation vor Spontankäufen. Um Ratten artgerecht zu halten, sei ein grosser Aufwand nötig, zudem würden viele Zuchttiere bereits nach ein bis zwei Jahren an Krankheiten wie Krebs sterben. Und noch etwas spricht gegen einen unüberlegten Kauf: Eine Ratte allein wird nicht glücklich. Experten raten dazu, gleich zwei oder drei Tiere zu kaufen.
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© Beobachter Ausgabe 25 vom 05. Dez 2007 - Alle Rechte vorbehalten
