Imperial Der Vergleich

In seiner Ausgabe vom 27. Juni 1997 sowie in der parallelen «TAFGeld»-Sendung des Schweizer Fernsehens kritisierte der Beobachter das von der österreichischen Finanzgruppe Imperial angebotene Anlageprodukt Realwertbeteiligung und initiierte eine Interessengemeinschaft von schliesslich rund 200 Anlegern. Diese strebten eine vorzeitige Auflösung ihrer Anlageverträge an, gegebenenfalls auf dem Prozessweg. Imperial leitete ihrerseits wegen der Veröffentlichungen straf- und zivilrechtliche Verfahren gegen den Beobachter ein. Im Rahmen eines Gesamtvergleichs vereinbarten die Parteien neben Rückzahlungen der Realwertbeteiligung an die Mitglieder der Beobachter-Interessengemeinschaft, dass die Imperial zu kritischen Fragen des Beobachters öffentlich Stellung nehmen kann.

Die Imperial-Finanzgruppe ist seit mehr als 25 Jahren im Kapitalanlagebereich tätig, zählt etwa 55'000 Kunden und hat ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund zwei Milliarden Franken. Die Gesellschaft will weiterhin die Anlage in Immobilien fördern, weil diese langfristig als krisenfest und ertragreich gelte sowie zur persönlichen Alterssicherung besonders geeignet sei. Für ein entsprechendes Aktien-Anlageprodukt stehe man im Gespräch mit der Eidgenössischen Bankenkommission.

04. August 2000, Beobachter 16/2000