Internet-Gemeinschaften So viele neue Freunde

Nie war es so einfach, Kontakte zu knüpfen: Immer mehr Menschen registrieren sich in sozialen Netzwerken im Internet. Aus Spass - oder um etwas für die Karriere zu tun. Die Netzwerke werden unsere Beziehungen nachhaltig verändern.

Donnerstagabend, Happy-Hour-Zeit, im angesagten «Vertigo» im Zürcher Niederdorf wird gefeiert. Gemischtes Publikum, rund 150 Leute. Der Club ist chic. Einrichtung, Wände und Boden sind in Weiss gehalten. Lounge-Musik dringt aus den Lautsprechern, der Kellner an der Bar blickt kühl, im riesigen Aquarium dahinter schweben Koi-Fische durchs Wasser - wie es scheint, selbst sie betont gelassen. Wer sich aber umsieht, merkt: Das ist kein gewöhnlicher Clubabend. Die Stimmung ist herzlicher, der Umgang der Leute miteinander ungezwungener. Hier feiert die Xing-Gruppe «Zurich Afterwork».

Xing ist keine fernöstliche Sekte, sondern ein soziales Netzwerk im Web. In sozialen Netzwerken präsentieren sich die Mitglieder mit eigenem Profil und können viele Funktionen zur Vernetzung, Kontaktpflege oder Kommunikation mit anderen Mitgliedern nutzen. Speziell an Xing: Es ist das im deutschsprachigen Raum grösste berufliche Netzwerk. Weltweit hat Xing rund 6,5 Millionen Mitglieder.

Portrait

Die Xing-Moderatorin

Name: Françoise Leutwyler
Beruf: Director Compensation & Benefits
Alter: 36
Community: Xing
Kontakte: 393
«Xing bietet mir die Möglichkeit, nach einem ersten Kennenlernen Business- und Privat-Kontakte herzustellen und zu pflegen, die sonst vielleicht nicht weiterverfolgt würden.»

Die Gruppengründerin

Name: Julia Schlüter
Beruf: Associate Director Technical Product
Alter: 34
Community: Xing
Kontakte: 685
«Ich bin bei Xing, weil ich alte Kontakte rund um den Globus erhalten kann und es mir ermöglicht, vor Ort interessante neue Kontakte zu knüpfen.»

 

Alle können alle kennen

Zu ihnen gehören Julia Schlüter (34) und Françoise Leutwyler (36). Die beiden sind die Moderatorinnen der Gruppe «Zurich Afterwork», Schlüter gehört auch zum Gründungsteam. Die Gruppe trifft sich jeden zweiten Donnerstagabend in einem anderen Club. Im Januar startete die Gruppe mit 30 Mitgliedern, im Februar hatte sie schon 150 Anmeldungen. Aktuell liegt die Mitgliederzahl bei rund 2200. Etienne, 34, IT-Consultant und seit Mai «Afterwork»-Mitglied, schätzt die Transparenz in der Gruppe: «Das ist einzigartig! Ich kann auf Xing jederzeit die Profile mit Interessen und Lebensläufen der Leute ansehen.» Das sei eine neue Qualität des Zusammentreffens, weil sich dieser Transparenz alle bewusst seien. «Herkommen und bei einem Glas Wein interessante Menschen kennenlernen. ‹Zurich Afterwork› ist eine entspannte Gruppe auf hohem Niveau», sagt Ralf (44), Anforderungsingenieur.
<>Businessorientierte Plattformen wie Xing oder das amerikanische, mit rund 28 Millionen Mitgliedern deutlich grössere Pendant LinkedIn gehören zu den Gewinnern der Finanzkrise. LinkedIn meldete jüngst eine Verdoppelung der Neuanmeldungen aus der Finanzbranche. Viele Banker hoffen offenbar, mit einer Mitgliedschaft ihre Karrierechancen zu bewahren. Xing-Gründer Lars Hinrichs sagt: «Wir profitieren von der Krise. Wenn Unsicherheit herrscht, schaut man sich im Umfeld noch aktiver nach Jobs, Aufträgen, Mitarbeitern und Geschäftspartnern um.»

Der rege Zuspruch bei Xing und LinkedIn ist nur ein Teil des Booms. Soziale Netzwerke generell «verzeichnen nicht nur den höchsten Zuwachs unter den Web-2.0-Anwendungen, auch die Integration privater Online-Netzwerke in den Alltag der Nutzer schreitet voran», hält die neuste Onlinestudie von ARD und ZDF fest.

Portrait

 

Der Facebook-Star

Name: Pascal Schümperli Beruf: Student Alter: 19Community: Facebook, Small World Freunde: 907 (Facebook) «Das Geniale an Facebook ist, dass ich damit jederzeit mit meinen Freunden auf der ganzen Welt kommunizieren kann - auf Deutsch, Englisch und Russisch.»

 


Als Web 2.0 gelten Internetseiten, bei denen Nutzer ohne technisches Vorwissen eigene Beiträge publizieren, Beiträge anderer kommentieren, sich virtuell vernetzen oder in Foren präsentieren können. Die Beliebtheit der Netzwerke ist so gross geworden, dass einzelne Arbeitgeber wie etwa die UBS oder das Agrochemie-Unternehmen Syngenta dazu übergegangen sind, entsprechende Seiten für ihre Mitarbeiter zu sperren. Die Bank, so die offizielle Begründung der UBS, fürchte das Risiko, dass jemand unter Vortäuschung falscher Identität an vertrauliche Daten gelange.

Sieben Empfehlungen des eidgenössischen Datenschutzbeauftragten an die Benutzer von sozialen Netzwerken

1. Vorsicht bei der Veröffentlichung Ihrer Daten und anderer persönlicher Informationen (etwa politische Überzeugungen). Benutzen Sie Pseudonyme.

2. Fragen Sie sich vor Veröffentlichung immer, ob Sie in einem künftigen Bewerbungsgespräch mit diesen Daten konfrontiert werden möchten.

3. Respektieren Sie die Privatsphäre Dritter, veröffentlichen Sie weder deren Personendaten, noch beschriften Sie Fotos mit deren Namen.

4. Informieren Sie sich über die Anbieter des Portals. Hat der Dienst ein Datenschutz- oder Datensicherheits-Gütesiegel?

5. Wählen Sie in Ihrem Profil datenschutzkonforme Optionen. Geben Sie Ihre Informationen und Fotos nur für einen beschränkten Personenkreis frei.

6. Benutzen Sie verschiedene Passwörter für verschiedene Dienste.

7. Behalten Sie die Internetaktivitäten Ihrer Kinder im Auge.

900 Freunde bei Facebook

«Pascal is now friend with Daria D.», «Sascha C. isch i de bibliothek igschlafe... Het nur no mathi vorlesig», «Nicole C. is attending Champagne Night», «Karolina N. 2 more days and...MOSCOW» - was sich liest wie die unbeholfenen Sprachversuche eines schlecht programmierten Textgenerators ist ein Ausschnitt aus den Facebook-Netzwerk-Meldungen von Pascal Schümperli. Der 19-Jährige ist nicht irgendein Facebook-Nutzer, sondern der Schweizer «Facebook-Superstar». Diesen Titel zumindest hat ihm «20 Minuten Online» verliehen, denn sein Facebook-Profil zählt mehr als 900 Freunde. «Ich kenne sie alle persönlich», sagt Schümperli. Seine Freunde leben verstreut über die ganze Welt. Mittels Facebook hält er mit ihnen Kontakt. Nur eine Person weigert sich, Facebook beizutreten: seine Freundin. Sie wohnt in Moskau. Mit ihr kommuniziert Schümperli ganz klassisch via E-Mail und Telefon.

Facebook ist sozusagen die Spassversion von Xing. Hier geht es nicht ums Geschäft, sondern ums Vergnügen. Ähnlich wie auf Xing können Nutzer sich auf ihrer persönlichen Profilseite vorstellen. Dazu aber bietet die Plattform die Möglichkeit, Fotos oder Videos hochzuladen und Notizen zu veröffentlichen. Besucher des Profils können auf einer Pinnwand öffentlich sichtbare Nachrichten hinterlassen. Ausserdem gibt es eine Funktion zum Planen von Veranstaltungen. Das klingt eigentlich nicht sehr spektakulär.

Dies schon eher: Der Wert des Unternehmens Facebook wird auf mindestens vier Milliarden Dollar geschätzt. Der Softwaregigant Microsoft hat vor einem Jahr für 1,6 Prozent des Unternehmens 240 Millionen Dollar bezahlt. Vor rund zwei Monaten vermeldete ein Manager des Unternehmens: «Wir haben gerade die Marke von 100 Millionen Facebook-Nutzern erreicht.» Seither sind es schon wieder zehn Millionen mehr. Mehr als eine Million sind es bereits in der Schweiz. Das sind gute Nachrichten für Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Zuckerberg trägt am liebsten T-Shirts und Outdoor-Jacke. Anzüge besorgt ihm seine Kommunikationsverantwortliche Debbie Frost. Kein Wunder: Zuckerberg ist erst 24. Das macht ihn zum jüngsten Milliardär der Welt.

Selbstdarstellung als soziales Bedürfnis

«Freundschaft» ist in den Netzgemeinschaften nur einen Mausklick weit entfernt. Die Plattformen der sozialen Netzwerke haben einen hohen Bequemlichkeitsfaktor. Die Software schlägt dem registrierten Nutzer Personen vor, die er zu seinen Freunden machen könnte. Nachrichten von Freunden aus dem eigenen Netzwerk werden beim Einloggen automatisch aktualisiert und eingeblendet.

Portrait

 

Die Hingerissene

Name: Simone Engimann Beruf: Grundstufenlehrerin Alter: 31 Community: Facebook Kontakte: 98 «Ich bin bei Facebook, weil ich damit leicht Partys organisieren und neue Bekanntschaften machen kann.»

 


Simone Engimann, 31, ist seit den Sommerferien auf Facebook dabei - und «total angefressen». Die Lehrerin hatte sich «mehr aus Neugier und Jux» angemeldet. Jetzt loggt sie sich jeden Morgen zwischen 6 und 7 Uhr ein, schaut nach der Arbeit nochmals rein und ein letztes Mal spätabends. Sie tauscht sich mit Freunden aus, organisiert Partys, stellt Bilder online und ergötzt sich an den Babyfotos ihrer Freunde. «Auf Facebook ist es ganz leicht, Leute wiederzufinden, die man seit der Schulzeit aus den Augen verloren hat.» Einen alten Schulkollegen hat sie in Amsterdam aufgespürt - und die Herbstferien gleich für einen Besuch genutzt.

Die Plattform finanziert sich über die Werbung, die Registrierung ist kostenlos, es gilt das Jekami-Prinzip: Jeder kann mitmachen - sofern er über einen internetfähigen Computer verfügt. Auch Promis tun mit: Die ehemalige Vize-Miss-Schweiz Xenia Tchoumitcheva hat ein Profil, der «Blick»-Chef Bernhard Weissberg und die Jung-Nationalräte Lukas Reimann, Natalie Rickli und Bastien Girod. Selbst Ueli Haldimann, Chefredaktor des Schweizer Fernsehens, sucht auf Facebook nach Freunden. Allerdings mit wenig Erfolg: Obwohl seit Januar dabei, hat er erst deren sieben.

Wozu nutzen Sie soziale Netzwerke im Internet?

Finden von Bekannten, Freunden
60,9%
Personalrekrutierung
48,2%
Geschäftskontakte aufbauen, pflegen
34,1%
Neue Bekanntschaften machen
33,7%
Sehen, wie sich die Leute präsentieren
14,3%
Partnersuche
13,8%

Quelle: Studie «Web 2.0 in der Schweiz», Juni 2008;
Infografik: Beobachter/dr


«Für alle Nutzer faszinierend an solchen sozialen Netzwerken ist die Möglichkeit, sich zu zeigen, gesehen zu werden und andere zu sehen. Das gilt für Jugendliche und Erwachsene», sagt der Basler Medienwissenschaftler Jörg Astheimer. Selbstdarstellung sei ein soziales Bedürfnis, ebenso die Möglichkeit, Informationen über das Gegenüber zu haben, zu wissen, mit wem man es zu tun hat. Astheimer arbeitet an einem Nationalfonds-Projekt mit, das die Bildkommunikation in Online-Netzwerken untersucht. Er will wissen, wie sich Jugendliche in den Netzgemeinschaften darstellen. «Facebook erinnert auf den ersten Blick an traditionelle Freundschaftsbücher von Jugendlichen. Anders als bei den analogen Vorbildern besteht der Reiz von Online-Netzwerken darin, dass sich die Mitglieder einer Teilöffentlichkeit zeigen, ihr Profil ständig erneuern können und Rückmeldungen ihrer Freunde erhalten.»

Achtung Elefantengedächtnis

Die Möglichkeit der Selbstdarstellung birgt auch ein Risiko. «Vor allem bei Kindern und Jugendlichen stellen wir fest, dass deren Medienkompetenz gering ausgeprägt ist und der Umgang mit eigenen und fremden privaten Informationen unbedarft stattfindet», sagt Astheimer. Der Datenschutzbeauftragte Hanspeter Thür hat vor kurzem einen Bericht über soziale Netzwerke verfasst und warnt vor dem Elefantengedächtnis des Internets. «Das Internet kennt kein Vergessen», heisst es im Bericht. Benutzerprofile könnten von anderen Usern heruntergeladen und gespeichert werden. Das mache eine Löschung des Ursprungsprofils quasi nutzlos. Es bestehe die Gefahr, «dass die Daten anders eingesetzt werden, als ursprünglich beabsichtigt. Ausserhalb des sozialen Netzwerks bekanntgemacht, können sie der betroffenen Person erheblich schaden.»

Wenig Schmeichelhaftes punkto Datensicherheit ergab auch eine Studie des deutschen Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie (SIT). Das Institut hatte den Privatsphärenschutz von sozialen Netzwerkplattformen geprüft und kam zum Schluss: «Keiner der getesteten Dienste konnte überzeugen.» Die meisten guten Bewertungen erhielt Facebook. Die Forscher lobten die umfangreichen Funktionen und Konfigurationsmöglichkeiten des Privatsphärenschutzes. Bei Xing wurde unter anderem das Fehlen einer Anonymisierungsfunktion bemängelt.

Xing-Gründer Lars Hinrichs kann mit dieser Kritik nicht viel anfangen. «Man ist ja gerade auf Xing, um gefunden zu werden.» Für ihn ist - natürlich - klar: Erfolg im Geschäftsleben ohne Mitgliedschaft in einer Online-Gemeinschaft wird immer weniger möglich sein: «Wer nicht online ist, hat verloren.» Laut Hinrichs hat «eine Globalisierung auf der Individualebene» stattgefunden. Die Menschen sind weniger ortsgebunden, die Verweildauer in einem Unternehmen ist deutlich kürzer als noch vor 50 Jahren, und der Bekanntenkreis erstreckt sich über die ganze Welt. Deshalb brauche es ein Instrument, mit dem Kontakte gepflegt werden können.

Immigranten und Eingeborene

Aber ist das Sammeln von Freunden in sozialen Netzwerken im Internet nicht einfach eine Ersatzhandlung für tiefer gehende Sozialbeziehungen? Die Antworten der Experten sind ehrlich: Man weiss es noch nicht. Allerdings haben Studien gezeigt, dass, wer viel über das Internet kommuniziert, sich auch oft mit Leuten im realen Raum trifft.


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Der Senior

Name: Richard Dähler Beruf: Japanologe Alter: 75 Community: Facebook Freunde: 13 «Ich bin bei Facebook, weil ich mich über diese Plattform mit meinen ehemaligen Studienkollegen in einem Interessenskreis austauschen kann.»

 


Wer bei diesen Aussagen skeptisch bleibt, ist wahrscheinlich ein «Digital Immigrant». Den Ausdruck prägte der Internetspezialist und Buchautor Marc Prensky. Digital Immigrants sind Leute, die vor dem digitalen Zeitalter geboren sind, sich aber für die neuen Technologien interessieren, diese benutzen und sogar von ihnen begeistert sind. Typisch für den Umgang dieser Leute mit den neuen Technologien etwa ist, dass sie eine E-Mail ausdrucken, um sie zu lesen, oder dass sie Leute physisch vor den Bildschirm holen, um ihnen eine spannende Internetseite zu zeigen. Das eindeutigste Erkennungszeichen eines Digital Immigrants aber, so schreibt Prensky mit boshaftem Humor, sei der Telefonanruf: «Hast du meine E-Mail bekommen?»

Den Digital Immigrants stehen die «Digital Natives» gegenüber, die Generation, die nach 1992 geboren und mit Computern, Handys, MP3-Playern und Digitalkameras aufgewachsen ist. Diese Generation ist - so die Meinung vieler Experten - völlig verschieden von ihren Vorgängern. «Anders als die meisten Digital Immigrants verbringen Digital Natives einen Grossteil ihres Lebens online, wobei sie allerdings gar nicht zwischen online und offline unterscheiden», schreibt Uni-Dozent Gasser in seinem soeben erschienenen Buch «Generation Internet». Für diese Generation, so Gasser, sind Computer, Handy und PDA die wichtigsten Mittler für Verbindungen von Mensch zu Mensch. So haben sie ein rund um die Uhr verfügbares Netzwerk geschaffen, das Mensch und Technik in einem nie dagewesenen Mass miteinander verschmelzen lässt und die zwischenmenschlichen Beziehungen radikal verändert.

«Uns Digital Immigrants fehlt das Verständnis für diese Art von Freundschaft», sagt Peter Heinzmann, Professor an der Hochschule für Technik in Rapperswil. «Ein jüngerer Kollege erzählte am Mittagstisch über seine Bekannte in einer so vertrauten Art und Weise, dass ich dachte, die beiden würden sich regelmässig treffen. Nur durch Zufall kam heraus, dass die Bekannte in England wohnt und die beiden sich noch nie gesehen haben.»

Vor zwei Wochen organisierte Heinzmann eine Veranstaltung mit dem Titel «Digital Geborene, digitale Immigranten und Computergamer: ein Zwiegespräch». Ein Fazit der Veranstaltung: Mit den Digital Immigrants und den Digital Natives treffen in Familien, Schulen und in der Wirtschaft immer häufiger völlig unterschiedliche Welten und Auffassungen aufeinander. Darauf muss die Gesellschaft reagieren. «Ausbildung und Wirtschaft sollten diesen Generationenunterschieden unbedingt mehr Beachtung schenken», so Heinzmann.

Die Industrie arbeitet derweil an einer Vereinheitlichung der Software. Künftig soll es möglich werden, sich mit derselben Internet-Identität, dem Avatar, bei möglichst vielen Plattformen einzuloggen, auf Ebay und Amazon, aber auch auf Xing oder Facebook. Schöne neue Welt! Etwas Futuristisches haftet auch der Meldung des «Guardian» von Ende September an: Die britische Tageszeitung berichtet online, dass der Geheimdienst MI6 auf Facebook neue Mitarbeiter sucht. «Die Rückmeldungen waren vielversprechend», wird ein Sprecher zitiert. Nie war es so einfach, Spion zu werden! Futuristisch? Der Verdacht beginnt zu nagen: Futuristisch klingt das wohl nur - für digitale Immigranten.

Text:
  • Gian Signorell
  •  und Tatjana Stocker
29. Oktober 2008, Beobachter 22/2008