Lighthouse: Bericht mit Beigeschmack
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Wie der Zürcher Regierungsrat auf Anfrage von Kantonsrätin Ruth Gurny (SP) Anfang April mitteilte, seien bei der Überprüfung der Vorwürfe über verschwundene Spenden beim Zürcher Lighthouse (LH) «keine Unregelmässigkeiten ausgemacht» und «keine Hinweise auf rechtswidriges Verhalten» gefunden worden. Für LH-Präsident Hans-Peter Portmann sind damit alle erhobenen Vorwürfe «definitiv entkräftet».
Immerhin räumt Portmann frühere «organisatorische Schwächen» und «Kommunikationsprobleme» beim Lighthouse ein. Indirekt entlastet er auch den früheren Leiter Andreas Baumann, der die Vorwürfe erhoben hatte: «Zum damaligen Zeitpunkt waren die Bedenken des ehemaligen Geschäftsführers und dessen Anzeige an die Stiftungsaufsicht nachvollziehbar.»
Baumann selbst betont gegenüber dem Beobachter, dass er der pauschalen «Reinwaschung» nicht zustimme, da die kantonale Stiftungsaufsicht verschiedene Vorwürfe nicht geprüft habe.
Schlechte Figur beim vorläufigen Abschluss der Lighthouse-Affäre machen in der Tat die Zürcher Stiftungsaufsicht und ihre Leiterin Karin Somma. Sie müssen sich eine schleppende Behandlung von Baumanns Vorwürfen, eine unverhüllte Parteinahme für die zu untersuchende Stiftung und ein unprofessionelles Medienverhalten vorwerfen lassen. Dies lässt auch bei Aussenstehenden einen schalen Nachgeschmack zurück.
© Beobachter Ausgabe 9 vom 27. Apr 2001 - Alle Rechte vorbehalten









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