Luxusuhren: Gefälschte Ware im Internet

Text:
  • Nina Santner
Ausgabe:
7/00

Noch verkaufen Hersteller von Luxusuhren nicht übers Internet – zum Vorteil von dubiosen Zwischenhändlern.

K aufen Sie keine Uhren übers Internet!», warnt die Firma Omega auf ihrer Homepage. Bei Ebel und Breitling finden sich ähnliche Hinweise. Grund für die Alarmstimmung: Die Hersteller von Luxusuhren sind bislang nicht ins E-Commerce-Geschäft eingestiegen. «Wir sind noch nicht reif dafür», sagt Daniel Strom, Direktor von Omega Schweiz. Ausserdem setzen die Hersteller nach wie vor auf ihr Händlernetz.

Doch die Konkurrenz schläft nicht – unautorisierte Anbieter sind in die Lücke gesprungen. Auf über 300 Internetseiten verkaufen zum Teil fragwürdige Zwischenhändler Luxusuhren sämtlicher Marken – mit Rabatten bis zu 35 Prozent. Darunter befinden sich Occasionen, aber auch Fälschungen und Uhren vom Graumarkt.

Auch was den Service betrifft, erleben viele Käufer ihr blaues Wunder. Denn die Garantiebedingungen vieler virtueller Uhrenhändler sind unbefriedigend – und manche geben gar keine Garantie. Zudem können die Internetverkäufer oft auch nicht alles liefern, was sie versprechen. Vor allem neue Modelle sind schwer erhältlich.

Das ärgert die Kundinnen und Kunden – und beschert den Luxusmarken beträchtliche Imageprobleme. Höchste Zeit also für die Luxusuhrenhersteller, etwas dagegen zu unternehmen. Am besten, indem sie selber ins Online-Geschäft einsteigen.

© Beobachter Ausgabe 7 vom 31. Mär 2000 - Alle Rechte vorbehalten

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