Olympia-Kandidatur: «Sicherheitsbremse eingebaut»
Die Austragung der Olympischen Winterspiele 2010 werde den Kanton Bern nicht mehr als 22,5 Millionen Franken kosten, ist Dres von Weissenfluh vom Kandidaturkomitee überzeugt.
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Beobachter: Herr von Weissenfluh, wo fanden die Olympischen Winterspiele 1992 statt?
Dres von Weissenfluh: Uff, gute Frage. Keine Ahnung.
Beobachter: In Albertville. Einen besonders nachhaltigen Eindruck scheinen die Spiele bei Ihnen ja nicht hinterlassen zu haben. Aber vielleicht erinnern Sie sich noch, dass nach den Spielen 1992 mehrere Gemeinden vor dem Konkurs standen. Wollen Sie den Kanton Bern in ein ähnliches Debakel stürzen?
von Weissenfluh: Nein, das ist ausgeschlossen. Die Ausgangslage ist ganz anders. Albertville wollte mit den Olympischen Spielen die ganze Region neu strukturieren, mit einem Strassennetz, mit einer Infrastruktur. Das Internationale Olympische Komitee hat solchen Ansinnen mittlerweile mit neuen Regeln einen Riegel geschoben.
Beobachter: Sie verlangen von Stadt und Kanton Bern finanzielle Zusagen. Die Gegner der Volksabstimmung vom 22. September kritisieren, dass das Geld nie und nimmer ausreichen wird.
von Weissenfluh:
In der Vorlage steht: «Der Kanton Bern beteiligt sich mit maximal 7,5 Millionen Franken.» Dazu kommen 15 Millionen für den Bau einer neuen Eishalle. Aber wir haben eine Sicherheitsbremse eingebaut: Wenn die Privatwirtschaft die Mittel nicht aufbringt, kann nicht der Kanton einspringen, weil er höchstens 7,5 Prozent des Aktienkapitals zeichnen darf.
Beobachter: Salt Lake City musste Hunderte von Millionen für die Sicherheit ausgeben. Das sind Kosten, die letztlich die öffentliche Hand tragen muss.
von Weissenfluh:
Wir schätzen diese Kosten auf etwa 40 Millionen Franken. Die Aufteilung ist noch offen und Gegenstand der laufenden Verhandlungen. Einen Teil der Kosten wird das Organisationskomitee übernehmen. Den Rest werden sich Bund, Kanton und die Austragungsorte teilen.
Beobachter: Womit die öffentliche Hand eben doch mehr beisteuert als die 22,5 Millionen, die der Kanton Bern tragen soll.
von Weissenfluh:
Das ist in der Abstimmungsbotschaft aber offen dargelegt.
© Beobachter Ausgabe 18 vom 06. Sep 2002 - Alle Rechte vorbehalten









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