«Recht + Freiheit»: Recht aufdringlicher Verleger
Der Herausgeber der Zeitschrift «Recht + Freiheit» greift bei der Anwerbung neuer Leserschaft zu rauen Methoden.
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Beharrlich bedient werden auch Leute, die das rechtslastige Blatt gar nicht wollen.
Monatelang mit der unerwünschten Post belästigt wurde etwa Hans- Ulrich Wanzenried aus Zürich. Die eintrudelnden Hefte schickte er jeweils postwendend zurück. Indlekofer empfand dieses Verhalten als «sehr, sehr merkwürdig»: Wie könne Wanzenried denn wissen, dass er die Zeitschrift nicht wolle, wenn er sie doch gar nicht lese?, fragte der Verleger und schickte dem Zürcher ein weiteres Exemplar zu wohlwollend als «Geschenk» deklariert.
Nun hatte Wanzenried die Nase voll. «Zum letzten Mal, verschonen Sie mich mit Ihrem Schrott», schrieb er Indlekofer. Dieser reagierte prompt diesmal in schärferem Ton: «Muss dir mitteilen, der Schrott ist in deinem Grind, besuche dringend einen Psychiater.»
«Recht + Freiheit setzt sich für die freie Meinungsäusserung ein», schreibt Indlekofer, der 1997 wegen Rassendiskriminierung verurteilt wurde, auf der Homepage seiner Zeitschrift. Dieser Grundsatz scheint bei der Akquisition von Neuleserinnen und -lesern nicht zu gelten. Gegenüber dem Beobachter hingegen macht Indlekofer von der Meinungsfreiheit konsequent Gebrauch: Er schweigt.
© Beobachter Ausgabe 5 vom 07. Mär 2003 - Alle Rechte vorbehalten









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