Surftrip: Der Krankheit ins Auge sehen
Krankheiten machen vielen Menschen Angst – Kranken genauso wie Gesunden. Diese Angst wird auf verschiedenste Weise verarbeitet, um das, was einem bedrohlich oder ungeheuerlich erscheint, erträglich zu machen: Die Krankheit wird zum Beispiel verleugnet. Oder sie wird – einer Teufelsaustreibung gleich – um jeden Preis bekämpft. Eine Haltung, die durch die Schulmedizin oft noch bestärkt wird. Doch es gibt auch andere Wege, wie mein «Surftrip» zeigt:
- Man kann der Krankheit direkt ins Antlitz sehen. Doch Vorsicht: Diese Site ist nichts für sensible Gemüter!
- Man kann mit ihr als «Möchtegern-Arzt» oder als verhinderter Pathologe spielen.
- Man kann die Krankheit auch verstehen lernen – zum Beispiel durch Betrachtung von historischen und religiösen Aspekten.
Die Beschäftigung mit den eigenen Abwehrmechanismen ist eine wichtige Voraussetzung, um eine Krankheit zu verarbeiten. Dazu gehört unbedingt, die eigenen Ängste zu überwinden. Es ist nicht möglich, die Abwehrhaltung einer Krankheit gegenüber aufzugeben, ohne sich in irgendeiner Form mit Ängsten, Schmerz und Wut beschäftigt zu haben. Das ist ein Reifungsprozess, den jede kranke Person – mitsamt den Angehörigen – und jeder gesundheitsorientierte Arzt durchmachen sollte.
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Über Thomas Walser:
Dr. Walser ist Arzt der Allgemeinmedizin in Zürich. Er selbst sieht sich als «sanften Schulmediziner» und Geburtshelfer oder Ankitzler von Selbstheilungsenergien (v.a. mittels klassischer Homöopathie, Psychotherapie und Rolfing). Mehr über ihn erfahren Sie auf seiner vielbesuchten Website www.dr-walser.ch.
© Beobachter Ausgabe 24 vom 24. Nov 2000 - Alle Rechte vorbehalten









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