• Natur, Umwelt, Ökologie: faszinierende Reportagen, Neues aus der Wissenschaft sowie Tipps für einen nachhaltigen Lebensstil

    Da will ich hin

  • Ausflüge

    Das Gute liegt so nah: bewährte Ausflugsziele, Anregungen und Tipps für einen gelungenen Kurztrip

    Dossier

  • Schöne Ferien!

    Alles, was Reisende wissen sollten, damit der Urlaub unvergesslich wird – im besten Sinne.

    zum Dossier

  • Baum-Quiz

    Erkennen Sie die häufigsten Waldbäume der Schweiz?

  • Meistgelesene Artikel

    1. Das System Sozialhilfe
      Problemfall Sozialhilfe
    2. Fallpauschalen
      Mit Sonden und Fesseln
    3. Kreditkartenbetrug
      Dreiste Schurken am Apparat
    4. Traumatisierung
      Das Leiden der Adoptierten
    5. Artenschutz
      Bienensterben wird immer dramatischer
  • Anzeige:

Ausflug

Immer dem Wasser entlang

Text:
  • Daniel Benz
Bild:
  • Yannick Andrea
Ausgabe:
16/11

Im Bündner Albulatal kommt man sich mitunter wie in einer riesigen Modelleisenbahnlandschaft vor. Und es hat Wasser, viel Wasser.

Ausflug: Immer dem Wasser entlang

In der «Hexenküche der Natur»: Der Wasserweg Ansaina im Albulatal lädt immer wieder zum Innehalten und Staunen ein.

Ein roter Zug, der über einen Viadukt rattert, um dann im Tunnel zu verschwinden. Ein Bahnhof im Chaletstil mit «bluemete Trögli». Grüne Matten und weisse Bergspitzen, Kühe und Kirchtürme. Man wähnt sich hier, im Bündner Albulatal zwischen Alvaneu und Filisur, wie in einer überdimensionierten Modelleisenbahnwelt.

Anzufügen wäre dieser Umgebungsbeschreibung noch: Es hat Wasser hier, viel Wasser. Sprudelnd im Flussbett der Albula, schäumend im Tobel der Landwasser und des Schaftobelbachs. Diesen Gewässern ent­lang führt der Wasserweg Ansaina, ein sieben Kilometer langer Erlebnispfad mit Start und Ziel beim Thermalbad von Alvaneu.

Der Wasserweg ist Teil des Entwicklungsprojekts Ansaina (romanisch für «Zeichen»), das sich für einen naturnahen Tourismus im Albulatal einsetzt. Ein Ausrufezeichen für eine Region, die allzu oft – aber völlig zu Unrecht – nur durchfahren wird. Wer den abwechslungsreichen Rundgang durch Wälder, über Bergwiesen und auf hölzernen Stegen abwandert, wird an zehn thematischen Stationen rund um die emotionsbehaftete Materie Wasser zum Innehalten und Staunen eingeladen. Und zum Schmecken: Das Wasser der Eisenquelle etwa, das eine rostrote Spur durch den Waldboden legt, hinterlässt im Gaumen ein so starkes Metallaroma, dass man fast an seiner angeblich heilenden Wirkung zweifelt. Auch der Halt bei der Schwefelquelle spricht die Sinne ziemlich unverblümt an – die frische Bergluft durchmischt sich unvermittelt mit einer fauligen Duftwolke. Der Wanderer sei hier in der «Hexenküche der Natur» angelangt, steht im Faltprospekt. Stimmt genau.

Anreise: Mit der Rhätischen Bahn von Chur nach Tiefencastel, von dort Postauto nach Alvaneu Bad. Auto: ab Chur via Lenzerheide Richtung Davos/Albulapass bis Alvaneu Bad.

Rundweg: Start/Ziel am Ende des Parkplatzes. Rund 7 Kilometer lange Route ohne grössere Steigungen. Dauer: etwa 2 Stunden. Prospekt mit Plan an der Badkasse.

Verpflegung: Hofläden mit Frischprodukten auf der Ranch Farsox (www.ranch-farsox.ch) und dem Biohof La Sorts (www.lasorts.ch).

Infos: Thermalbad (www.bad-alvaneu.ch), 18-Loch-Golfplatz (www.golf-alvaneu.ch), Naturpark Ela (www.parc-ela.ch)

Anzeige:

  • Kommentar Formular

© Beobachter Ausgabe 16 vom 04. Aug 2011 - Alle Rechte vorbehalten

created by snowflake productions gmbh