• Natur, Umwelt, Ökologie: faszinierende Reportagen, Neues aus der Wissenschaft sowie Tipps für einen nachhaltigen Lebensstil

    Da will ich hin

  • Ausflüge

    Das Gute liegt so nah: bewährte Ausflugsziele, Anregungen und Tipps für einen gelungenen Kurztrip

    Dossier

  • Schöne Ferien!

    Alles, was Reisende wissen sollten, damit der Urlaub unvergesslich wird – im besten Sinne.

    zum Dossier

  • Baum-Quiz

    Erkennen Sie die häufigsten Waldbäume der Schweiz?

  • Meistgelesene Artikel

    1. Das System Sozialhilfe
      Problemfall Sozialhilfe
    2. Fallpauschalen
      Mit Sonden und Fesseln
    3. Kreditkartenbetrug
      Dreiste Schurken am Apparat
    4. Unternehmen
      Steuern hinterziehen leicht gemacht
    5. Milliarden-Pleite
      Der Schlossherr vor Gericht
  • Anzeige:

Schollenriet

Wo die Sumpfschrecke singt

Text:
  • Daniel Benz
Bild:
  • Pro Riet
Ausgabe:
19/10

Das Schollenriet weist heute eine erstaunliche Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten auf; ein acht Kilometer langer Rundweg mit 13 Infostationen lädt dazu ein, das Flachmoor und einstige Torfabbaugebiet zu erkunden.

Viele Pflanzen- und Tierarten – und keine Autos: das Flachmoor im St. Galler Rheintal

Torfstechen? Das ist doch etwas aus einer anderen Zeit. Stimmt – und doch nicht ganz: Im St. Galler Rheintal, einer der bedeutendsten Abbauregionen der Schweiz, wurde bis in die achtziger Jahre der bäuerliche Handtorfstich zur Gewinnung von Brenntorf betrieben. Und die Torffabrik bei Altstätten stellte erst kurz vor der Jahrtausendwende den Betrieb ein.

Nun ist die Schollenmühle wiederauferstanden: Auf Initiative des lokalen Vereins Pro Riet wurde der verwinkelte Bau, der ab 1918 errichtet wurde, wieder auf Vordermann gebracht. Die alte Fabrik dient nun als Informationszentrum für Besucher des Naturschutzgebiets Bannriet-Spitzmäder. Einblickfenster in Produktions- und Lagerhallen sowie originale Ausstellungsstücke ermöglichen es, den damaligen Verarbeitungsprozess nachzuvollziehen.

Das neue Leben in der alten Mühle wertet auch das umliegende Naturschutzgebiet auf. Zu Recht: Dank diversen ökologischen Massnahmen weist das 53 Hektaren grosse Schollenriet heute eine erstaunliche Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten auf, darunter Exklusivitäten wie die Sumpfschrecke. Am besten erkunden lässt sich das Flachmoor und einstige Torfabbaugebiet auf einem acht Kilometer langen Rundweg mit 13 Infostationen.

Klicken Sie auf die Grafik, um sie vergrössert anzuzeigen.

Lage: Das Schollenriet befindet sich in der St. Galler Rheinebene zwischen Altstätten, Montlingen und Kriessern. Start- und Zielort des Rundwegs ist der Bahnhof Altstätten.

Anreise: Für das ganze Gebiet gilt ein Fahrverbot für Motorfahrzeuge, es empfiehlt sich die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr oder mit dem Velo. Autoparkplätze am Rand des Schutzgebiets sind signalisiert.

Öffnungszeiten: jederzeit offen, Eintritt frei

Velotour: Der Besuch des Riets lässt sich kom­binieren mit der Rheintaltour von Sargans nach Altstätten (49 km, flach). Velovermietung am Bahnhof Sargans (Reservation: www.rent-a-bike.ch). Sehenswürdigkeiten: ­his­torisches Städtchen Werdenberg, Kristallhöhle Kobelwald (www.kristallhoehle.ch).

Verpflegung: schöne Landbeizen in den ­Reben des Rheintaler Höhenwegs, etwa die Bernecker Maienhalde (www.maienhalde.ch) oder das Schloss Weinstein ob Marbach (www.schlossweinstein.ch)

Weitere Infos: www.pro-riet.ch

Anzeige:

  • Kommentar Formular

© Beobachter Ausgabe 19 vom 16. Sep 2010 - Alle Rechte vorbehalten

created by snowflake productions gmbh