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Skateline in Graubünden

Glatte Fahrt durch den Wald

Text:
  • Andrea Freiermuth
Bild:
  • Andrea Badrutt/Savognin Tourismus
Ausgabe:
4/11

Mit den Schlittschuhen durch die verschneiten Wälder: Drei Kilometer lang ist die Eisbahn von Bad Alvaneu nach Surava.

Skateline in Graubünden: Glatte Fahrt durch den Wald

Muss der Helm wirklich sein? Das bisschen Schlittschuhfahren ist doch nicht gefährlich! Auf der Skateline Albula dreht man zwar keine simplen Runden im Kreis, sondern fährt auf einem vereisten Wanderweg durch den Winterwald. Die Vorsichtsmassnahmen scheinen trotzdem übertrieben: Knie- und Armschoner werden empfohlen, der Helm ist obligatorisch, Ausnahmen gibt es keine, auch nicht für ehemalige Eisprinzessinnen, Eishockeyspieler und Eisdiscoqueens.

Doch schon kurz nach dem Start in Alvaneu Bad ahnt man, warum der Helm hier Pflicht ist. Irgendwie fühlt sich das alles ganz anders an als damals auf der Eisbahn. Schneller, viel schneller. Das Gefälle ist fürs Auge zwar kaum sichtbar, doch es reicht, um immer mehr an Fahrt zu gewinnen. Das ist eher Bobbahn als Wanderroute – der Weg ist entsprechend schmal, und die Bäume kommen gefährlich nahe. Wo ist die rettende Bande? Wie war das mit dem Bremsen schon wieder? Und überhaupt: Kommt da vorne etwa eine Kurve? Der Hochmut wankt, die Knie werden weich und die Augen immer grösser.

Autsch! Immerhin weiss man nach dem ersten Sturz wieder, wie das mit dem Bremsen garantiert funktioniert: Im Zweifelsfall setzt man sich einfach hin. Das ist zwar nicht sehr elegant, dafür aber sehr effektiv: von gefühlten 100 im Nu auf 0. Zudem bleibt auf dem Hosenboden Zeit, die schöne Winterlandschaft zu bewundern: die Sahnehäubchen auf den Tannenbäumen, der Raureif an den Sträuchern am Fluss, die Tierspuren im Schneeweiss und die Eiszapfen an den Felswänden.

Bis ins drei Kilometer entfernte Surava wird es noch ein paar Stopps auf dem Hinterteil geben. Macht nichts. Stolz und Ehre sind längst gebrochen und die einstigen Stars der Eisdisco mittlerweile ganz froh um den Kopfschutz – für die zweite Runde montieren sie gar die fakultativen Knie- und Armschoner.

Anreise: Mit der Rhätischen Bahn bis Tiefencastel, dann mit dem Postauto nach Surava

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 9 bis 12.30 Uhr und 17.30 bis 21 Uhr. Sonntag nur vormittags. Bis Mitte März offen. Bei unsicherem Wetter: Telefon 079 457 37 04

Kosten: Eine Fahrt für Kinder 5 Franken, ­Erwachsene 8 Franken (inklusive Shuttlebus). Helm und Schoner 5 Franken, Schlittschuhe 5 Franken

Kulinarisches: Beim Ausgangspunkt oder im Gasthaus Post, Telefon 081 681 13 30. ­ www.skateline.ch

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© Beobachter Ausgabe 4 vom 17. Feb 2011 - Alle Rechte vorbehalten

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