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Skirennfahrerin

Lara Gut

Text:
  • Judith Wyder
Bild:
  • Paolo Foschini
Ausgabe:
1/12

Von Lara Gut heisst es, sie habe das lauteste und fröhlichste Lachen im Skizirkus. Doch es wird ihr auch unterstellt, ihr Strahlen bisweilen zu sparsam einzusetzen, gar eine Zicke zu sein. Solche Kritik jedoch prallt an ihr ab. «Zicke?», konterte die 20-Jährige die Frage des Journalisten. «Ich bin eher eine Wildsau.»

Beobachter: Die Begeisterung war riesig, als Sie an der WM 2009 als jüngste Medaillengewinnerin zweimal aufs Podest rasten. Hat sich Ihr Leben damals schlagartig verändert?
Lara Gut: Nein, eigentlich ist es schon früher losgegangen. Nachdem ich bereits als 15-Jährige im Weltcup-Team mitgefahren war und Siege gefeiert hatte, erlebte ich jedes Jahr von neuem etwas Unglaubliches.

Beobachter: Nervt der Rummel um Ihre Person oder schmeichelt er Ihnen?
Lara Gut: Ich habe mich daran gewöhnt – und ich weiss schon gar nicht mehr, wie das Leben ohne Rummel um meine Person aussehen würde. Es gibt Tage, da freue ich mich, wenn ich erkannt werde und nette Worte höre. Und es gibt Tage, da wünschte ich mir, dass ich beim Flanieren nicht beobachtet würde, einfach meine Ruhe hätte.

Beobachter: Halten Sie Ihren Kopf gerne als Vorbild hin?
Lara Gut: Ehrlich gesagt: Ich bin immer noch am Lernen und muss selber mit so vielen Dingen klarkommen in meinem Leben. Ich kann mich nicht noch um andere kümmern und Verantwortung als Vorbild übernehmen.

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© Beobachter Ausgabe 1 vom 03. Jan 2012 - Alle Rechte vorbehalten

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