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Volksmusikerin

Melanie Oesch

Text:
  • Judith Wyder
Bild:
  • Michael Handelmann
Ausgabe:
1/12

Einen gewissen Stolz spürt die 24-jährige Melanie Oesch, wenn junge Leute zu ihr ­sagen, dass Volksmusik überhaupt nicht ihr Ding sei, aber das Konzert von «Oesch’s die Dritten» ihnen trotzdem gefallen habe. Der Grund: Sie hätten gespürt, wie die Oeschs zu dem stehen würden, was sie machten.

Beobachter: Beobachter: Sie sind schon früh auf der Bühne gestanden, Ihren ersten öffentlichen TV-Auftritt hatten Sie mit zehn. Welche Bedeutung haben die Bühne und das Berühmtsein für Sie?
Melanie Oesch: Ich habe die Musik nicht gewählt, um berühmt zu werden, sondern weil mir das Musizieren in die Wiege gelegt wurde. Es gibt nichts Schöneres für mich, als auf der Bühne zu stehen und zu singen. Früher bin ich mit dem Leben im Scheinwerferlicht allerdings nicht immer gut klargekommen. Ich dachte, ich müsste immer gut drauf sein, und habe mich so unter Druck gesetzt.

Beobachter: Können Sie heute besser damit umgehen?
Melanie Oesch: Ja. Die Leute sollen mich akzeptieren, so wie ich bin – und wenn nicht, ist das nicht mein, sondern ihr Problem. Ich habe auch gelernt, Nein zu sagen, und ich weiss heute, was ein gesundes Mass ist für mich. Gleichzeitig fällen wir die Entscheidungen über die wichtigen Dinge als Familie immer noch gemeinsam.

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© Beobachter Ausgabe 1 vom 03. Jan 2012 - Alle Rechte vorbehalten

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