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Prix Courage 2009
Kandidat Damiano Saitta
Eigentlich will Damiano Saitta an diesem schönen Junitag mit seinen Kollegen ein bisschen chillen. Ein idealer Ort dafür ist das idyllische Plätzchen bei der Einmündung der Siggern in die Aare im solothurnischen Flumenthal. Doch als der 14-Jährige aus Riedholz sein Badetuch auslegen will, hört er Hilferufe: «Mami! Mami!»
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Saitta rennt auf die Brücke über der Siggern. Er sieht, wie eine Frau versucht, ein Mädchen aus dem Fluss zu retten. Die Strömung hat das Kind in die Aare hinausgerissen, als es im knietiefen Wasser spielte. Doch die Mutter gerät selber in Not und muss ihre Tochter loslassen, diese treibt den Fluss hinab.
«Immer wieder tauchte ihr Kopf unter», erinnert sich Damiano Saitta. Er alarmiert die Polizei, rennt los und springt in die Aare. Mit ein paar kräftigen Schwimmzügen gelangt er zum Mädchen: «Sie hat sich sofort an mich geklammert», sagt der Untergymnasiast, der viel Sport treibt. Es gelingt ihm, mit dem Kind ans Ufer zu schwimmen. Dort nimmt die überglückliche Mutter ihre zehnjährige Tochter in die Arme und bedankt sich bei dem jungen Retter. Kurz darauf trifft die Polizei ein.
«Ich kann doch nicht zuschauen»
Ohne die beherzte Tat des jungen Burschen wäre das Mädchen sehr wahrscheinlich ertrunken. Der Retter hat zum Dank einen lieben Brief des Mädchens erhalten sowie einen Geschenkgutschein. War sich Damiano Saitto nicht bewusst, dass eine solche Rettung gefährlich ist? «Ich habe mir das nicht überlegt», sagt er. Es spielt für den Burschen aber auch keine Rolle: «Ich würde es wieder machen, ich kann doch nicht zuschauen, wie jemand ertrinkt.»
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© Beobachter Ausgabe 17 vom 19. Aug 2009 - Alle Rechte vorbehalten



