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Prix Courage 1999
Der Sieger heisst Diego Barberis
Der Beobachter hat am 25. September den mit 25'000 Franken dotierten Prix Courage an Diego Barberis verliehen. Der 49-jährige Tessiner Garagist hatte zwei Kindern das Leben gerettet.

Der Sieger: Diego Barberis
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An einer Veranstaltung im Lichthof der Universität Zürich überreichte Jurypräsident Otto Stich am Samstagabend den Prix Courage an Diego Barberis. Der 49-jährige Garagist aus Vira Gambarogno TI hatte im August letzten Jahres zwei Kinder aus einem brennenden Unfallauto herausgeholt. Stich würdigte den Preisträger, der mehr als nur ein «Ritter der Strasse» sei.
Vorher hatte Mathias Hagemann, Verleger der Basler Mediengruppe, den 400 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur den Mut des verstorbenen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Ignatz Bubis, in Erinnerung gerufen. Und die zahlreich anwesenden Parlamentarierinnen und Parlamentarier aufgefordert, sich entschieden gegen die Einführung «verhängnisvoller Elemente der Medienkontrolle» und die Einrichtung eines «Medienrats» durch den Staat zu wehren: «Beweisen Sie Courage, halten Sie die Pressefreiheit hoch und unterstützen Sie diesen Vorstoss nicht.»
Der Prix Courage ist mit 25'000 Franken dotiert und wurde am 25. September zum dritten Mal verliehen. Letztes Jahr ging die Auszeichnung an die Schulpflegerin Ruth Ramstein aus Möriken AG, die gegen die sexuelle Belästigung von Schulkindern und das Schweigen in ihrem Dorf gekämpft hatte. 1997 wurden der Zürcher Beamte Hanspeter Heise und seine Assistentin Angela Ohno ausgezeichnet, die den Zürcher Klärschlammskandal aufgedeckt und ihren Job riskiert hatten.
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© Beobachter Ausgabe 20 vom 01. Okt 1999 - Alle Rechte vorbehalten


