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Prix Courage 2000

Der Countdown läuft

Text:
  • Fredi Lüthin
Ausgabe:
19/00

In ein paar Tagen ist es so weit: Am 23. September steht fest, wer den diesjährigen Prix Courage des Beobachters bekommt. Die Preisverleihung erfolgt an einem ganz speziellen Ort – mitten im Hauptbahnhof Zürich.

Der Mann hat Tränen im Gesicht. «Dies ist ein sehr emotionaler Moment für mich», sagt er, «ich bin sehr gerührt.» Die anwesenden Gäste sind es auch, dann setzt tosender Applaus ein. Wir schreiben den 25. September 1999, der Tessiner Diego Barberis hat soeben den Prix Courage gewonnen – für eine Tat, die wahrhaft Mut erforderte: Barberis rettete zwei kleine Mädchen aus einem lichterloh brennenden Auto.

 

Der vom Beobachter ins Leben gerufene Prix Courage ist ein Preis für Menschen, die sich durch besondere Zivilcourage und Mut auszeichnen. Eine gute Sache, findet selbst Viktor Giacobbo, der sonst ja gern alle und alles durch den Kakao zieht: «Es gibt so viele überflüssige Preisverleihungen. Der Prix Courage ist da eine wohltuende Ausnahme.»

 

Prominente Gästeschar

Klar, dass Giacobbo auch dieses Jahr wieder unter den Gästen zu finden ist, zusammen mit viel Prominenz aus Politik, Medien, Wirtschaft und Kultur. Mit dabei sind auch fünf Beobachter-Leserinnen und -Leser: Claudine Müller, Heidi Bilang, Adolf Kamber, Ursula Müller und Magdalena von Reding. Sie haben an der Wahl der fünf Endkandidatinnen und -kandidaten teilgenommen und wurden unter den Tausenden von Einsendungen ausgelost. Klar, dass sie an der Preisvergabe besonders mitfiebern werden, ob es ihr persönlicher Favorit schafft.

 

Die Jury unter der Leitung von alt Bundesrat Otto Stich hat eine sehr schwierige Aufgabe. Soll der Preis an den kämpferischen Theologen Herbert Haag gehen? Oder doch eher an die Lebensretterin Cornelia Walser? Wäre nicht die Sektenkritikerin Odette Jaccard die richtige Preisträgerin, genauso wie die unerschrockene Verena Karrer, die in Somalia kranken Menschen hilft? Beide könnten die 25'000 Franken Preisgeld bestimmt sehr gut gebrauchen. Oder beeindruckt am Ende die KPT-Belegschaft mit ihrer mutigen Streikaktion die Jury am meisten?

 

Wir werden es erst am 23. September erfahren, und zwar Punkt 21 Uhr. Dieses Jahr ist allerdings alles ein bisschen anders, denn die Galafeier findet im Hauptbahnhof Zürich statt. Fernsehmoderator Röbi Koller wird deshalb nicht nur die 400 geladenen Gäste begrüssen, sondern gleich auch noch die Passanten in der grossen Bahnhofshalle. Sie können die Preisverleihung nämlich via Grossbildschirm direkt vor Ort verfolgen. Und kommen damit auch in den Genuss eines tollen Unterhaltungsprogramms. Ausserdem werden sie – so viel sei hier bereits verraten – in den Anlass mit einbezogen.

 

Live dabei sein können auch die Internet-User, halt einfach ohne Grossleinwand. Und wer weder im Hauptbahnhof stehen noch vor dem Computer sitzen will, schaut am besten die Spätnachrichten am Fernsehen. Oder hört Radio. Oder liest eine der Sonntagszeitungen. Rundherum wird vom Prix Courage die Rede sein, denn der vom Beobachter verliehene Preis ist mittlerweile ein nationales Medienereignis. Schön, dass Menschen mit viel Zivilcourage auf diesem Weg viel Echo bekommen – sie haben es verdient.

 

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© Beobachter Ausgabe 19 vom 13. Sep 2000 - Alle Rechte vorbehalten

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    Prix Courage


    Seit 1997 verleiht der Beobachter den Prix Courage, den Preis für ausserordentliche, mutige Taten.

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