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Prix Courage 2002
Frischer Wind in der Jury
Drei Persönlichkeiten stossen neu zur Jury des Prix Courage: die SP-Nationalrätin Jacqueline Fehr, der Eishockey-Nationaltrainer Ralph Krueger und die Musikerin Dodo Hug.
Die Schweiz braucht mutige Menschen und Taten – und der Beobachter zollt ihnen den gebührenden Respekt: mit der Verleihung des Prix Courage. Eine entscheidende Rolle bei der Wahl des Preisträgers spielt die Jury – denn nur ein mutiges und unabhängiges Wahlgremium gewährleistet einen mutigen und unabhängigen Entscheid
Bekannte Gesichter stossen neu zur Jury des Prix Courage. Frisch dabei ist die Winterthurer SP-Nationalrätin Jacqueline Fehr. Beharrlich und engagiert kämpft die 38-Jährige für eine soziale Familienpolitik und die Gleichstellung von Mann und Frau. In der Frühjahrssession in Lugano brachte die zweifache Mutter im Parlament ein Impulsprogramm für Krippen, Horte und Tagesschulen durch – und sie kämpft an vorderster Front für eine griffige Mutterschaftsversicherung.
Ebenfalls neu in der Jury ist der Eishockey-Nationalcoach Ralph Krueger. Der charismatische Deutschkanadier führte die Schweizer Eishockeyaner innert kurzer Zeit zu ungeahnten Höhenflügen. Im Herbst 1997 übernahm Krueger den Posten des Nationaltrainers – und prompt erreichte sein Team an der Weltmeisterschaft im Frühjahr 1998 den vierten Rang. Doch auch abseits des Eisfelds macht der 41-Jährige mit seiner motivierenden und positiven Lebenseinstellung von sich reden.
Das dritte neue Jurymitglied heisst Dodo Hug. Die 51-Jährige ist Sängerin, Musikerin, Schauspielerin und Komödiantin in einem. Mit ihrer quirligen Stilvielfalt sorgt Dodo Hug immer wieder für frische Farbtupfer in der Schweizer Kulturszene. Ihre Eigenkreationen, meistens mit sehr viel Witz gespickt, sind sprachliche wie musikalische Leckerbissen. Dodo Hug wurde mit dem «Salzburger Stier» und dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet.
Die drei neuen Jurymitglieder ersetzen die Schriftstellerin Eveline Hasler, die Rechtsanwältin Agnes Dormann und die Direktorin des Zürcher Flughafengefängnisses, Barbara Ludwig: Sie verlassen die Jury wegen beruflicher Veränderungen oder längerer Landesabwesenheit.
Die drei Neuen werden im nächsten Jahr für einen fundierten und mutigen Juryentscheid sorgen – zusammen mit den vier anderen Mitgliedern: dem Jurypräsidenten und alt Bundesrat Otto Stich, dem Beobachter-Verleger Matthias Hagemann, dem ehemaligen Beobachter-Redaktor Hans Caprez und Myrtha Welti, Generalsekretärin der Bergier-Kommission.
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© Beobachter Ausgabe 14 vom 06. Jul 2001 - Alle Rechte vorbehalten


