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Prix Courage 2003
Publikumspreis geht an Marcus Levy und Albert Pfister
- Text:
- Balz Hosang
Ausgezeichnet werden zwei Männer, die ihr Leben riskierten, um Leben zu retten.
Stefan Zweig hat sie «Sternstunden» genannt, jene entscheidenden Momente im Leben, wo wir zwischen Gewöhnlichkeit und Grösse, zwischen Feigheit und Mut wählen können – oder müssen. Der Entscheid zu Grösse und Mut ist riskant. Er beinhaltet auch die Gefahr des Scheiterns.
Wir können sie uns nicht aussuchen, die Sternstunden, unsere Entscheidungssituationen. Sie ereilen uns in Bagdad, im Behindertenheim, im Postauto. Und sie lassen uns eine ganz perfide Wahl: Wir können wegschauen, weghören, weggehen – und niemand wird uns dies zum Vorwurf machen. Oder wir können das Risiko wählen und handeln.
Zehn Beispiele beherzten Handelns hat die Beobachter-Redaktion ausgewählt. Unsere Leserinnen und Leser haben dann entschieden: Für sie gabs die grösste Sternstunde im dichten Nebel, in einem Unwetter – in der Schlammlawine von Schlans. Der Publikumspreis geht an Marcus Levy und Albert Pfister.
Ausgezeichnet werden zwei Männer, die ihr Leben riskierten, um Leben zu retten. Der eine flog seinen Helikopter trotz dichtem Nebel; das ist auch bei guter Ortskenntnis ein waghalsiges Unterfangen. Der andere liess sich mit einem Seil an diesem Heli anbinden, um so die von Schlammmassen Eingeschlossenen zu bergen. Drei Menschen wurden gerettet.
Der Beobachter ehrt im Auftrag seiner Leserinnen und Leser Marcus Levy und Albert Pfister für ihren ungewöhnlichen Mut, für ihr entschlossenes Handeln. Der mit 10'000 Franken dotierte Publikumspreis soll ein helles Licht auf diese «Sternstunde von Schlans» werfen.
Herzliche Gratulation!
Laudatio von Balz Hosang, Chefredaktor Beobachter
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