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Prix Courage
Helden verändern sich
Für Prix-Courage-Gewinner Lukas Klauser sind Menschen, die Straftäter betreuen und bewachen, besonders mutig.
Lukas Klauser hat letztes Jahr gemeinsam mit seinem ehemaligen Arbeitskollegen Philip Lechner den Jurypreis des Prix Courage erhalten. Die beiden hatten sich gegen gefährliche Schludrigkeit im Umgang mit Asbest am eidgenössischen Forschungsinstitut PSI gewehrt - und dabei den Job verloren. Es habe zwar Mut gebraucht, sich gegen die Vorgesetzten zu behaupten, als Held habe er sich aber nie gefühlt, sagt der 23-Jährige. So stellt sich die Frage: Wie sieht sein Heldenbild aus?
«Wie bei den meisten Menschen haben sich auch meine Helden im Laufe des Lebens verändert. Als Kind fand ich mit übermenschlichen Kräften ausgestattete Comic-Helden wie Batman oder Spider-Man unglaublich toll. Später habe ich mich realistischeren Idolen zugewandt. Ich war schon als Kind ein Langer, mass mit acht Jahren bereits einen Meter 60. Es lag deshalb nahe, dass ich Basketball zu spielen begann. So wurde der amerikanische Basketballprofi Michael Jordan mein Vorbild. Was mir aber immer schon imponiert hat und auch heute noch Eindruck macht, sind die Menschen, die in Gefängnissen Straftäter bewachen und betreuen. Diese Vollzugsbeamten haben es teilweise mit sehr gefährlichen Menschen, ja sogar mit Mördern zu tun. Ich stelle mir vor, dass diese Arbeit trotz allen Sicherheitsmassnahmen viel Mut braucht.»
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© Beobachter Ausgabe 10 vom 09. Mai 2007 - Alle Rechte vorbehalten


