Prix Courage 2011
Ganz schön mutig
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- 19/11
Vier Jurassier haben den diesjährigen Jurypreis des Prix Courage gewonnen.
Der Publikumspreis ging an zwei Lebensretter aus dem Wallis.
Vor Freude versagte Michèle Christe die Stimme, als sie aus den Händen von Jurypräsident Franz Hohler den mit 25'000 Franken dotierten Jurypreis des Prix Courage entgegennehmen durfte. «Ich bin sehr, sehr gerührt», sagte sie mit Tränen in den Augen. Franz Hohler würdigte ihre Leistung, jene ihres Schwagers Jean-Marc sowie jene Raoul Challets und Bernard Hengys. Die vier Jurassier aus Vendlincourt haben verhindert, dass mit dem Bau einer Autoteststrecke wertvolles Landwirtschaftsland zerstört wird. Im Dorf wurden die vier bisweilen nicht mehr gegrüsst, in Vereinen waren sie nicht mehr erwünscht. Dennoch führten sie den Kampf bis vor Bundesgericht, wo sie obsiegten. «Wir gratulieren den mutigen vier aus Vendlincourt», sagte Jurypräsident Franz Hohler am vergangenen Freitagabend vor den rund 350 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur. «Wir
sehen die Preisvergabe nicht zuletzt als
Ermutigung für Menschen an, sich dort
zusammenzutun und gemeinsam zu wehren, wo sie ihre Werte bedroht sehen.»
Prominentester Gast an der 14. Ausgabe des Prix Courage des Beobachters war Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf. «Am Prix Courage stehen besondere Menschen im Mittelpunkt. Wer Mut zeigt, macht Mut. Ich habe sehr grossen Respekt vor den Nominierten», sagte sie in ihrer Ansprache im festlich geschmückten Studio 1 des Schweizer Fernsehens.
Beobachter-Chefredaktor Andres Büchi würdigte die Gewinner des mit 10'000 Franken dotierten Publikumspreises: Helikopterpilot Daniel Aufdenblatten und Bergretter Richard Lehner. Auf sie war ein Grossteil der Beobachter-Leserstimmen gefallen. Die beiden hatten bei einem Helikopter-Rettungseinsatz auf 7000 Metern am Annapurna in Nepal drei Alpinisten vor dem sicheren Tod gerettet. «Helden werden nicht geboren, sie erwachsen aus Situationen», so Büchi. Mit ihrer hochprofessionellen Berufsauffassung, ihrem Einsatzwillen und ihrer Bescheidenheit seien Daniel Aufdenblatten und Richard Lehner ein Beispiel für Integrität, Mut und Menschlichkeit. «Das sorgte für Anerkennung weit über unsere Landesgrenzen hinaus.»
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© Beobachter Ausgabe 19 vom 15. Sep 2011 - Alle Rechte vorbehalten
Prix Courage 2011
Ganz schön mutig
Vier Jurassier haben den diesjährigen Jurypreis des Prix Courage gewonnen. Der Publikumspreis ging an zwei Lebensretter aus dem Wallis.
Prix Courage 2011: Ganz schön mutig
Die Freude ist gross: Die Bergretter Richard Lehner und Daniel Aufdenblatten erhielten den Publikumspreis zugesprochen, der Jurypreis ging an Bernard Hengy, Michèle Christe (von links nach rechts, hintere Reihe) Raoul Challet und Jean-Marc Christe (vorne rechts).
prix09
«Wer Mut zeigt, macht Mut»: Moderator Röbi Koller, Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf
Prix04
«Das Zusammenleben profitiert, wenn ganz viele Zivilcourage zeigen»: Röbi Koller, Radio- und Fernsehdirektor Rudolf Matter
Prix03
Ralph Büchi von Axel Springer, Werber Dominique von Matt
prix05
Grosse Gala im Studio 1 des Schweizer Fernsehens: Beobachter-Verlagsleiter Roland Wahrenberger
Prix06
Niccel und Emil Steinberger
Prix07
«Sich gemeinsam wehren»: Franz Hohler, Präsident der Prix-Courage-Jury
prix08
Beobachter-Chefredaktor Andres Büchi
prix02
Auch der Humor kam nicht zu kurz: Komiker Ueli Bichsel
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Richard Lehner und Daniel Aufdenblatten: «Eine wunderbare Anerkennung»
(Ausgabe: 19/11)
Vor Freude versagte Michèle Christe die Stimme, als sie aus den Händen von Jurypräsident Franz Hohler den mit 25'000 Franken dotierten Jurypreis des Prix Courage entgegennehmen durfte. «Ich bin sehr, sehr gerührt», sagte sie mit Tränen in den Augen. Franz Hohler würdigte ihre Leistung, jene ihres Schwagers Jean-Marc sowie jene Raoul Challets und Bernard Hengys. Die vier Jurassier aus Vendlincourt haben verhindert, dass mit dem Bau einer Autoteststrecke wertvolles Landwirtschaftsland zerstört wird. Im Dorf wurden die vier bisweilen nicht mehr gegrüsst, in Vereinen waren sie nicht mehr erwünscht. Dennoch führten sie den Kampf bis vor Bundesgericht, wo sie obsiegten. «Wir gratulieren den mutigen vier aus Vendlincourt», sagte Jurypräsident Franz Hohler am vergangenen Freitagabend vor den rund 350 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur. «Wir sehen die Preisvergabe nicht zuletzt als Ermutigung für Menschen an, sich dort zusammenzutun und gemeinsam zu wehren, wo sie ihre Werte bedroht sehen.»
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Widmer-Schlumpf: «Grossen Respekt»
Prominentester Gast an der 14. Ausgabe des Prix Courage des Beobachters war Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf. «Am Prix Courage stehen besondere Menschen im Mittelpunkt. Wer Mut zeigt, macht Mut. Ich habe sehr grossen Respekt vor den Nominierten», sagte sie in ihrer Ansprache im festlich geschmückten Studio 1 des Schweizer Fernsehens.
Beobachter-Chefredaktor Andres Büchi würdigte die Gewinner des mit 10'000 Franken dotierten Publikumspreises: Helikopterpilot Daniel Aufdenblatten und Bergretter Richard Lehner. Auf sie war ein Grossteil der Beobachter-Leserstimmen gefallen. Die beiden hatten bei einem Helikopter-Rettungseinsatz auf 7000 Metern am Annapurna in Nepal drei Alpinisten vor dem sicheren Tod gerettet. «Helden werden nicht geboren, sie erwachsen aus Situationen», so Büchi. Mit ihrer hochprofessionellen Berufsauffassung, ihrem Einsatzwillen und ihrer Bescheidenheit seien Daniel Aufdenblatten und Richard Lehner ein Beispiel für Integrität, Mut und Menschlichkeit. «Das sorgte für Anerkennung weit über unsere Landesgrenzen hinaus.»
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