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Prix Courage 1999

Wer macht das Rennen?

Text:
  • Urs Rauber
Ausgabe:
19/99

Am 25. September um 21 Uhr werden die Würfel fallen: Dann verkündet alt Bundesrat und Jurypräsident Otto Stich im Lichthof der Universität Zürich, wer den diesjährigen Prix Courage des Beobachters gewinnt.

Ich fühlte eine enorme Spannung und Nervosität an diesem Abend. Die Umgebung, die vielen Leute, all das war ich nicht gewohnt. Aber dann bei der Bekanntgabe – das war unglaublich. Eine riesige Freude. Man vergisst alles um sich herum.» Angela Ohno, zusammen mit Hanspeter Heise Preisträgerin des Prix Courage 1997, erinnert sich lebhaft an die denkwürdige Preisverleihung im Zürcher Kongresshaus.

 

So wie der Polizeibeamtin Angela Ohno wird es auch dieses Jahr den fünf Nominierten und ihren Angehörigen ergehen. Ob Oscar-Verleihung oder Miss-Schweiz-Wahl: Wer sich dem gestrengen Urteil einer Jury stellt, steht im Rampenlicht und unter grossem Erwartungsdruck. Das wissen selbst Prominente wie der Zürcher Rechtsanwalt Sigi Feigel, der für den Prix Courage 1998 nominiert war. «Ich habe gezittert», lacht er heute. «Nein, im Ernst, das nicht gerade. Aber am Schluss hat es mich schon etwas gepackt.»

 

Obwohl Feigel nicht mit einer Auszeichnung rechnete – «denn alle anderen haben den Preis ja mehr verdient als ich» –, gesteht er: «Insgeheim kamen mir schon Gedanken wie Es wäre schön, wenn….» Aber als Jurypräsident Otto Stich den Namen der Gewinnerin Ruth Ramstein verkündete, war Sigi Feigel der Erste, der ihr gratulierte. Ein fairer Verlierer – wie auch die übrigen drei Mitbewerber.

 

Wer wird dieses Jahr gewinnen? Diego Barberis, Reto Cantieni, Catherine Giauque, Paul Spirig, Werner Zumbrunn? Für den verstorbenen Paul Spirig werden Angehörige an der Preisverleihung anwesend sein. Gegen 21 Uhr, wenn alt Bundesrat Otto Stich aufs Podium steigt, wird auch die Spannung steigen.

 

Angela Ohno kennt kein Rezept gegen das Lampenfieber. Sie weiss bloss: «Man muss sich selber sein und das Ganze nehmen, wie es kommt.» Sie selbst hat einen Massstab gesetzt, als sie sich nach der Bekanntgabe des Preisgewinns mit bewegenden Worten ans Publikum wandte. «Vieles, was mich in den Monaten davor beschäftigt hatte, ist einfach herausgesprudelt. Ich habe meine Gefühle sprechen lassen.»

 

Viele Gäste aus Politik, Medien, Wirtschaft und Kultur werden auch dieses Jahr mitfiebern, wenn Jurypräsident Otto Stich verkünden darf, wem der mit 25'000 Franken dotierte Preis und die Piatti-Skulptur zugesprochen werden. Neben zahlreichen anderen Prominenten werden im Saal auch zwei andere Gewinner anwesend sein: die beiden Spitzenreiter im Beobachter-Parlamentsrating, Nationalrätin Ursula Hafner (SP) und Hugo Fasel (CSP). Mit dabei sind auch die fünf ausgelosten Beobachter-Leserinnen und -Leser mit Begleitung: Thomas Furger, Rene Hügli, Heidy Meng, Susanne Stettler und Markus Rütti.

 

Die feierliche Preisverleihung findet diesmal im Lichthof der Universität Zürich statt. Sie steht unter dem Thema «Mut der grossen Denker – Freiheit des Wortes». Als der Prix Courage 1997 ins Leben gerufen wurde, stand der Anlass im Zeichen des 70-jährigen Bestehens des Beobachters. Ein Jahr später – in der ehemaligen ABB-Giesserei in Zürich-Oerlikon – hiess das Motto «Mut am Arbeitsplatz».

 

Diesmal will Dekorateurin Gerda Müller in ihrer kühnen Art den altehrwürdigen Innenhof der Zürcher Uni in eine visionäre Denkfabrik verwandeln. Zum Gelingen des Abends werden ferner zwei junge Sängerinnen, Jessy und Mariye, und andere Künstler beitragen. Durch den Abend führt TV-Moderator Röbi Koller.

 

Als Überraschungsgast wird schliesslich eine sehr bekannte Schweizer Persönlichkeit auftreten, über die nur so viel verraten sei: Ihr Name ist zurzeit auf vielen Plakatwänden zu lesen.

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© Beobachter Ausgabe 19 vom 17. Sep 1999 - Alle Rechte vorbehalten

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    Seit 1997 verleiht der Beobachter den Prix Courage, den Preis für ausserordentliche, mutige Taten.

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