Betrugsfall Hauser

Definitiv schuldig

Text:
  • Gian Signorell
Ausgabe:
4/09

Der Beobachter hatte den Fall publik gemacht: Das Rorschacher Treuhänderpaar Rita und Ernst Hauser hat rund 13 Millionen Franken veruntreut. Betroffen sind viele hundert Geschädigte.

Fall Hauser: Der Beobachter musste 2004 etliche Details einschwärzen.

Die Betrügereien flogen auf, das Kreisgericht Rheintal ver­urteilte Rita Hauser zu sechs­einhalb, ihren Ehemann zu drei Jahren Gefängnis. Das Kantonsgericht St. Gallen reduzierte die Strafen. Die sich gänzlich unschuldig gebenden Hausers legten Rekurs ein und erlitten nun vor Bundesgericht Schiffbruch. Das Gericht wies ihre Beschwerde vollumfänglich ab.

Damit sind Hausers rechtskräftig wegen Anlagebetrug und Geldwäscherei verurteilt. Rita Hauser zusätzlich wegen zweimaligen versuchten Prozess­betrugs, weil sie probiert hatte, in Zivilprozessen die Beweislage mit gefälschten Dokumenten zu ihren Gunsten zu wenden. Das hindert die beiden aber nicht daran, in einem Interview in den «Bodensee Nachrichten» zu verkünden: «Wir haben nichts Unrechtes getan, schulden niemandem etwas, eher das Gegenteil ist der Fall.»

Das Bundesgericht hat den Fall zur Neufestsetzung der Strafen ans Kantonsgericht St. Gallen zurückgewiesen. Gut möglich, dass die Richter die Uneinsichtigkeit der 68-jährigen Treuhänderin und ihres 72-jährigen Ehemanns strafverschärfend würdigen werden.

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© Beobachter Ausgabe 4 vom 18. Feb 2009 - Alle Rechte vorbehalten

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