Handykosten
Roaming-Sperre nützte nichts
- Text:
- Martin Müller
- Bild:
- Jupiterimages
Internetverbindungen mit dem Handy können ganz schön ins Geld gehen – auch ungewollte und besonders im Ausland: Wer nach den Ferien keine teure Überraschung erleben will, sollte Vorkehrungen treffen.

Um einem Preisschock nach dem Urlaub vorzubeugen, sollte man unterwegs aufs mobile Surfen verzichten.
Mit dem Handy im Internet surfen, die E-Mails checken, eine Routenbeschreibung herunterladen oder einen Restauranttipp finden – das ist ein teurer Spass. Im Ausland sind diese Datenübertragungstarife der Mobilfunkbetreiber noch um ein Vielfaches höher. Viele Mobiltelefonbenützer reisen arglos in die Ferien und finden nach ihrer Rückkehr Handy-Rechnungen über mehrere tausend Franken im Briefkasten.
Diese Kostenfalle wollte Adrian Michel aus Oberrieden ZH vermeiden. Darum kehrte er alles Machbare vor: Sein Handy vom Typ Nokia 6210 Navigator stellte er so ein, dass im Ausland keine Internetverbindungen möglich sein sollten. Und als nach dem Grenzübertritt eine «Roaming-Warnung» auf dem Display erschien, ihn auf die teuren Gebühren aufmerksam machte und fragte, ob er eine Internetverbindung herstellen wolle, drückte Michel auf «Nein». Dennoch tauchten auf seiner Monatsrechnung Dutzende von Ausland-Internetverbindungen auf. Zwar jeweils nur mit 22 Rappen berechnet, aber gesamthaft immerhin zehn Franken. Offenbar kosteten bereits diese Roaming-Warnungen, da sie via Internet an Michels Handy verschickt wurden.
Als Michel reklamierte, argumentierte sein Handybetreiber Orange mit «einem technischen Problem». Immerhin: Der strittige Betrag wurde ihm gutgeschrieben. Sein Tipp: Wer den Internetzugang seines Handys sperrt, sollte gleichzeitig in den Einstellungen auch die Roaming-Warnungen deaktivieren. Auf Nummer sicher geht, wer zudem seinen Netzbetreiber schriftlich informiert, dass er im Ausland keinen Internetzugang will.
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© Beobachter Online 09. Jun 2009 - Alle Rechte vorbehalten
