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Pandemien

Wie Erreger um die Welt reisen

Text:
  • Ruth Jahn
Bild:
  • Thinkstock Kollektion
Ausgabe:
22/09

In einer globalisierten Welt steigt die Gefahr von Pandemien – wie bei der Schweinegrippe. Warum immer neue Infektionskrankheiten entstehen und wie die Gesundheitsbehörden sie einzudämmen versuchen.

Wie Erreger um die Welt reisen

Die globalisierten Märkte und die Reisetätigkeit lassen Virenansteckungen schnell zu Pandemien anwachsen.

Unsere vernetzte Welt macht es Krankheitserregern leicht. In wenigen Stunden reisen sie um die ganze Welt. Der rege Flugverkehr mit zwei Milliarden Flugpassagieren jährlich, Megametropolen mit Millionen Menschen auf engstem Raum, eine globalisierte Landwirtschaft sowie Tier- und Fleischtransporte über Grenzen und Kontinente hinweg machen es möglich. Auch der Klimawandel unterstützt Viren und Bakterien bei ihrer Verbreitung: Die Erwärmung der Erdatmosphäre ­erschliesst subtropischen Keimen auch gemässigte Zonen als Lebensraum.

Menschen dringen heute ausserdem in bislang unbewohnte Winkel der Urwälder vor – und kommen so erstmals in Kontakt mit andersgearteten Krankheitserregern. Erregern, die dem menschlichen Immunsystem fremd sind und gegen die wir zunächst einmal machtlos sind.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) registriert seit den sechziger Jahren jedes Jahr die Entstehung von ein bis zwei neuen ansteckenden Krankheiten. Neben neuen Influenzatypen, also Grippe-Erregern, tauchen immer wieder neue krank machende Erreger auf (siehe nachfolgende Box Globale Seuchen: Wie gefährlich sind die neuen Krankheiten?»). Sie tragen klingende Namen wie Nipah-Virus, Westnil-Virus, Ebola-Virus oder Lassa-Virus. Gemäss Experten sei diese Entwicklung ein Novum in der Geschichte – und besorgniserregend, wie sie betonen.

Zwar ist es bisher keinem Erreger gelungen, die Menschheit auszurotten. Ausserdem sind die meisten Mikroorganismen uns sogar nützlich – wie die friedlichen Darm- oder Hautbewohner, von denen wir immerhin zwei Kilogramm mit uns herumtragen. Beruhigend ist auch die Tatsache, dass die meisten Seuchen für uns Menschen glimpflich ausgehen, von schweren Grippepandemien abgesehen.

Denn Krankheitserreger haben kein Interesse daran, ihren Wirt zu vernichten. Am besten verbreitet sich ein Erreger, wenn er seinen Wirt möglichst lange am Leben lässt und dieser in Kontakt mit seinesgleichen bleibt. Denn damit ist auch gleich die Verbreitung des Keims sichergestellt. Zumindest gilt dies für den Hauptwirt des Krankheitserregers. Und der ist bei auf den Menschen adaptierten Grippe-Erregern der Mensch. Bei der Schweine- oder der Vogelgrippe sind wir Menschen derzeit nur Nebenwirte. Hier fehlt uns somit die Sonderstellung der Spezies, der eine Schonung zuteil wird. Grippeepidemien oder auch -pandemien, die man daran erkennt, dass sie um den ganzen Erdball ziehen, sind seit dem 18. Jahrhundert verbrieft. Was nicht ausschliesst, dass es sie schon früher gab.

Eine neue Grippepandemie steht der Menschheit gegenwärtig durchschnittlich alle 30 Jahre bevor, wie die WHO errechnet hat. Die verheerendste Pandemie bislang war die Spanische Grippe von 1918. Ihr Erreger war – wie bei der Schweinegrippe – eine Variante des H1N1-Grippevirus, der aber unmittelbar von einem Vogelgrippevirus abstammte. Die Pandemie, die unter anderem Spanien heimsuchte, raffte innert wenigen Monaten zwischen 20 und 75 Millionen Menschen dahin.

Allein in Europa waren 20 Millionen Tote zu beklagen. Aber auch in Amerika, Japan und Indien wütete die Seuche. Insgesamt wurden 500 Millionen Menschen infiziert, was einem Drittel der damaligen Weltbevölkerung entsprach.

Tragischerweise starben damals vor allem jüngere, bis zu diesem Zeitpunkt gesunde Menschen mit gut funktionierendem Immunsystem – an Schüttelfrösten und blutigen Lungenentzündungen. Über die Gründe wird noch immer spekuliert: Vielleicht hatten damals ältere Menschen bereits Kontakt mit ähnlichen Viren gehabt und waren somit zumindest teilweise immun gegen den Erreger. Oder aber das Virus hat das gut funktionierende Immunsystem der Jüngeren zu einer Überreaktion verleitet, bei dem gesunde Zellen im Körper in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Der Erste Weltkrieg leistete der Seuche Vorschub: Viele Soldaten hatten sich in den Schützengräben oder Truppenunterkünften infiziert und lebten unter prekären hygienischen Bedingungen. Auch die Unterernährung in den Kriegsjahren machte die Bevölkerung anfälliger für Infektionen. Möglicherweise starben manche Grippekranke nicht an den Grippeviren selber, sondern an bakteriellen Sekundärinfektionen, die heute mit Antibiotika behandelt werden könnten.

Auch 1957 und 1968 kam es zu Grippepandemien, die sich aber weniger katastrophal auswirkten als die Spanische Grippe. Die Asiatische Grippe von 1957 forderte weltweit zwei Millionen Grippetote, zunächst Kinder, dann auch ältere Menschen. Die letzte Pandemie vor der derzeitigen Schweinegrippe war die Hongkong-Grippe, die sich 1968 weltweit verbreitete. Vor allem ältere Leute erkrankten, eine Million Menschen starben.

In den Jahren 1996 und 2003 trat das Vogelgrippevirus (H5N1) auf. Seitdem sind mehr als 250 Menschen daran gestorben, die meisten davon in Asien. Die Krankheit verläuft zwar viel schwerer als bisher die Schweinegrippe (H1N1), doch wird sie meist nur bei engem Kontakt zwischen infiziertem Geflügel und dem Menschen übertragen, und nur äusserst selten von Mensch zu Mensch.

Der Entstehungsort nahezu aller neuartigen Grippeviren ist Asien, insbesondere China, wo die Haltung von Vögeln und Schweinen in engem Kontakt mit dem Menschen üblich ist. Eine Situation, die das Entstehen neuer Influenzavarianten begünstigt, weil es möglich wird, dass zwei verschiedene Viren gleichzeitig ein und dasselbe Lebewesen befallen. Am häufigsten ist dieses «lebende Reaktionsgefäss» das Schwein. Auch die Schweinegrippe könnte in einem Schwein entstanden sein: Das Virus ist eine Kombination aus zwei verschiedenen Schweinegrippeviren, einem Geflügelgrippevirus und einem Menschengrippevirus.

In Zeiten der Vogelgrippe sorgten sich Expertinnen und Experten, ob das Virus durch Niesen oder Husten von Mensch zu Mensch übertragen werden könnte, ohne dabei an Aggressivität einzubüssen. Bei der Schweinegrippe stellt sich das Problem umgekehrt: Hier lautet die zentrale Frage, ob ein Virus, dass derart leicht übertragbar und nicht nur auf asiatische Hinterhöfe beschränkt ist, plötzlich so virulent werden könnte, dass Menschen rund um den Globus mit Mundschutz in den Bus steigen müssen.

Die weltweite Ausbreitung der Schweinegrippe verfolgen die Epidemiologen mit Sorge: Die Krankheit verlief zwar in der ersten Welle der Erkrankungen eher mild. Aber verschiedene Bevölkerungsgruppen erkranken anscheinend eher und schwerer als andere – und manchmal sterben Betroffene auch daran. Es sind dies vor allem Kinder und jüngere Menschen, Schwangere, Mangelernährte sowie Menschen mit chronischen Krankheiten wie Asthma und anderen Lungenleiden, aber auch Personen mit Diabetes, Herzkreislauferkrankungen und Übergewicht. Da solche Krankheiten heute weit verbreitet sind und auch Kinder schon von Asthma oder Diabetes betroffen sein können, drohe die Pandemie eine andere Dimension zu erhalten, schrieb die WHO Ende August in einer Mitteilung zur Schweinegrippe. «Bei der Grippe geht es nie um die Frage, ob eine nächste Pandemie kommen wird. Sondern darum, wann die nächste kommt und wie schlimm sie sein wird», sagt der Impfexperte Robert Steffen von der Universität Zürich (siehe Artikel zum Thema «Jedes Grippevirus hat Pandemiepotential»). Auch Patrick Mathys, der beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Grippepandemievorbereitung leitet, betont: «Die extrem rasche Ausbreitung des Virus lässt wenig Vorbereitungszeit. Taucht ein Virus auf, das resistent ist gegen antivirale Medikamente, und steht gleichzeitig noch keine Impfung zur Verfügung, stehen wir vor einem immensen Problem.»

Nur noch auf die Schweinegrippe zu fokussieren wäre aber die falsche Strategie. «Wir müssen immer alle Grippestämme, die gerade zirkulieren, im Auge behalten», sagt Impfexperte Steffen. Die Impfstoffproduktion gegen die saisonalen Grippeviren dürfe nicht einfach zugunsten der Schweinegrippeviren gestoppt werden. Theoretisch kann eine gewöhnliche saisonale Grippe, die Vogelgrippe oder eine ihrer nicht weniger wandlungsfähigen Verwandten gefährlicher werden als die aktuelle Schweinegrippe.

Bis ein neuer Impfstoff zur Verfügung steht, braucht es allerdings rund fünf Monate Zeit – zu viel Zeit, während der sich das Virus ungehindert ausbreiten kann.

Deshalb wird weltweit fieberhaft versucht, die Produktionskapazitäten mit modernen Herstellungsmethoden zu beschleunigen: weg vom umständlichen Züchten der Grippeimpfstoffe in Hühnereiern, hin zur Produktion in Zellkulturen. Ausserdem suchen Grundlagenforscher nach neuen antiviralen Medikamenten. Auch die Vision eines zukünftigen Grippeimpfstoffs, der stabile Strukturen der Viren angreift und somit nicht jedes Jahr neu zusammengestellt werden muss, ist noch nicht vom Tisch. Bis die Forschung aber so weit ist, ist die wirksamste Vorsorge bei Pandemien nach wie vor die Überwachung.

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Saisonale Grippevirenstämme registriert die WHO seit Jahrzehnten in einem Frühwarnnetz. Die Weltgesundheitsorganisation koordiniert gemeinsam mit den Behörden die Bedingungen für eine Zulassung neuer Impfstoffe und überwacht allfällige Resistenzen gegen Grippemedikamente. Auch bezüglich Schweinegrippe laufen die Fäden bei der WHO zusammen: Die meisten Länder der Weltgemeinschaft, darunter auch die Schweiz, haben sich verpflichtet, alle wichtigen Daten zur Schweinegrippe-Pandemie sofort zu übermitteln. Auch mit der EU steht das BAG wöchentlich in Kontakt, «denn Erreger kennen keine Landesgrenzen», sagt Grippe-Experte Patrick Mathys.

Heute sei die Schweiz eines der am besten vorbereiteten Länder weltweit – was auch die WHO bestätigt. Wichtigste Bausteine der Schweizer Pandemievorsorge sind gemäss Mathys die Beschaffung von Impfstoff und Medikamenten sowie der sogenannte nationale Pandemieplan, der die Abläufe und Zuständigkeiten vor und während der Grippewellen regelt. Auch alle Kantone haben weitere Strategie- und Massnahmenpapiere erarbeitet. Gemeinsam wird festgelegt, welche Fälle mit welchen Fristen zentral gemeldet werden müssen und welche Therapie die Patienten und deren Kontaktpersonen erhalten sollen. Dem BAG ist die Sensibilisierung der Bevölkerung wichtig; sie rechtfertige den grossen Informationsaufwand. «Unser Ziel ist, dass die Menschen selber abschätzen können, ob sie sich gegen das H1N1-Schweinegrippevirus impfen lassen wollen oder nicht», sagt Mathys.

Der Bund hat Impfstoff bestellt, der ausreicht, um 80 Prozent der Bevölkerung gegen das Schweinegrippevirus (H1N1) zu impfen. «Wir gehen nicht davon aus, dass sich 100 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer impfen lassen möchten. Und einen Impfzwang wird es nicht geben», erklärt Mathys. Man setzt auf die Selbstverantwortung der Bevölkerung.

Grippeviren: Gefährliche Verwandlungskünstler

Grippeviren sind stachelige Eiweisskügelchen von gerade mal einem Zehntausendstel Millimeter Grösse. Gefährlich macht sie ihre Wandlungsfähigkeit: Sie wechseln ihr Stachelkleid ständig. Unser Immunsystem, das uns vor den Eindringlingen schützen soll, wird so ausgetrickst, weil es die Viren nicht mehr erkennt. Eine erste Variante dieses Erscheinungswandels läuft kontinuierlich ab. Er führt unter anderem dazu, dass gegen die saisonalen Grippeepidemien jährlich neue Impfstoffe entwickelt werden müssen, die mit den gerade zirkulierenden Virusvarianten übereinstimmen.

Eine zweite Variante der Verwandlung erfolgt sprunghaft, indem verschiedene Grippeviren untereinander Erbgut austauschen.

Nicht selten entstehen so neue Kombinationen der «Stacheln» des Virus: Jeweils eine der 16 bekannten Varianten des Hämagglutinin (H) sowie eine der neun Neuraminidase-Varianten (N) werden auf der Hülle des Virus neu zusammengemischt. Viren können so theoretisch aggressiver werden und einen schwereren Ver-lauf auslösen, besser übertragbar werden oder auf neue Wirte überspringen: etwa von Enten auf Schweine oder vom Tier auf den Menschen.

 

Globale Seuchen: Wie gefährlich sind die neuen Krankheiten?

Die Welt wird immer wieder von verheerenden Seuchen wie Aids, Ebola und Sars heimgesucht. Oft gelingt es, den neuartigen Krankheiten Einhalt zu gebieten. Doch die nächste Seuche kommt bestimmt.

Die verhängnisvolle Beziehung von Mensch und Erreger begann vor rund 10'000 Jahren, als der Mensch sesshaft wurde. Er holte sich nicht nur Wölfe, Hühner und Pferde ins Haus, sondern auch deren Krankheitskeime. Die ersten Zoonosen entstanden – Seuchen, die vom Tier auf den Menschen überspringen oder zwischen Tier und Mensch hin und her pendeln. Die schlimmsten Krankheiten der Menschheitsgeschichte waren fast alle Zoonosen – von der Pest über Fleckfieber (Thyphus), Pocken, Masern, Ruhr bis zur Tuberkulose. Auch heute plagen die Welt ehemalige Tierseuchen: neben der Grippe etwa die Tollwut und seit einigen Jahren neue, bislang unbekannte Krankheiten wie Aids, Sars oder Ebola.n entzieht, harzt. Doch nun wird, was bislang unmöglich schien – eine Impfung gegen Aids –, denkbar: Kürzlich fanden Forscher bei einem Afrikaner Antikörper gegen HIV, die viele Virenstämme neutralisieren – und als Ausgangspunkt für einen Impfstoff dienen könnten.


Die Welt in Schrecken versetzten auch die Ebola-Ausbrüche im Kongo Mitte der neunziger Jahre. Das Virus führt zu einer Fiebererkrankung mit inneren Blutungen, die für mehr als jeden Zweiten tödlich verläuft. Auch dieses Virus kam aus dem afrikanischen Urwald und war dort bereits seit Jahrzehnten bekannt. Der Hauptwirt des Ebola-Erregers ist für einmal nicht ein Affe, sondern ein anderes Säugetier: der Flughund. Obwohl sich das Ebolafieber nur symptomatisch behandeln lässt, konnten die Ausbrüche dank Quarantäne- und Hygienemassnahmen jeweils schnell gestoppt werden.

Auch mit Sars, dem Schweren Akuten Respiratorischen Syndrom, tauchte 2002 eine bisher unbekannte Infektionskrankheit mit dem Potential zur weltumspannenden Seuche auf. Die Sars-Epidemie, die in der chinesischen Provinz Guangdong ihren Anfang nahm und von einem Hongkonger Hotel aus in die halbe Welt getragen wurde, forderte fast 1000 Tote. Man bekam das für die Lungenkrankheit verantwortlich gemachte Corona-Virus jedoch rechtzeitig in den Griff. Abgesehen von den tragischen Todesfällen war Sars auch eine Erfolgsgeschichte der Pandemievorsorge: Das Beispiel zeigt, dass die Welt neuartigen Infektionskrankheiten nicht schutzlos ausgeliefert ist und dass selbst Seuchen, für die es weder Impfstoff noch Therapien gibt, ausgemerzt werden können.

Global gesehen heissen die drei verheerendsten Infektionskrankheiten nach wie vor Aids, Tuberkulose und Malaria. Die drei Seuchen kosten jedes Jahr sechs Millionen Menschenleben. Doch Aids, Ebola und Sars waren wohl noch nicht alles. Es wäre naiv anzunehmen, dass es künftig keine weiteren neuartigen, ähnlich gefährlichen Krankheiten geben würde, hiess es letztes Jahr in einem Bericht der WHO.

Sorge bereiten Medizinern auch Problembakterien, die nicht mehr auf das Antibiotikum der ersten Wahl ansprechen, weil sie gegen das Medikament resistent geworden sind. Zu diesen Bakterien zählen der Spitalkeim Staphylokokkus aureus, der Lungenentzündungen auslöst, oder Tuberkulosebakterien, die gleich mehreren Antibiotika trotzen.

 

Infektionskrankheiten fordern jährlich Millionen von Menschen­leben


Weltweite Seuchen Tuberkulose, Malaria und Aids sind die gefährlichsten ­Infektionskrankheiten. Mit der Schweinegrippe ist ein neuer Erreger aufgetaucht, der die ­Gesundheitsbehörden in Atem hält.

Zusammenstellung: Tatjana Stocker; Infografik: Daniel Röttele

Tuberkulose

Weltweit geht man von rund 1,6 Millionen Todesfällen aus. In jenen Teilen der Welt, wo die HIV-Infektionsrate hoch ist, hat auch die Tuberkulose wieder zugelegt. In der Schweiz erkranken daran jedes Jahr rund 500 Menschen, meist Immigranten.

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Malaria

Gemäss Weltgesundheitsorganisation sterben jedes Jahr eine Million Menschen an den Folgen der Malaria. Am stärksten betroffen sind Indien und Afrika, dort vor allem die Länder der südlichen Sahara. Die Schweiz zählt rund 200 Fälle pro Jahr.

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Aids

Aids: Seit den frühen achtziger Jahren hat sich die Krankheit zu einer weltweiten Epidemie mit mehr als 40 Millionen Aidskranken und HIV-Infizierten entwickelt. In der Schweiz sind über 25 000 Menschen mit dem HI-Virus infiziert oder an Aids erkrankt.

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Schweinegrippe

Experten gehen davon aus, dass sich der H1N1-Virus ­in der kalten Jahreszeit in Europa stark ausbreiten wird. Derzeit rüsten sich die Staaten für eine Pandemie. In der Schweiz wurden bis Anfang Oktober über 1240 Schweinegrippefälle registriert.

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© Beobachter Ausgabe 22 vom 29. Okt 2009 - Alle Rechte vorbehalten

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