Beobachter-Aktion
Ferien trotz leerer Kasse
Auch wer nur wenig Geld hat, soll Ferien machen können. Dafür sorgen die Schweizer Reisekasse Reka und der Beobachter.

Während die einen darüber rätseln, ob sie die Familienferien auf Sardinien oder in Florida verbringen sollen, streichen andere ihre Urlaubspläne ganz von der Wunschliste. Gemäss einer Untersuchung der Universität St. Gallen verzichtet inzwischen ein Siebtel der Menschen in der Schweiz auf Reisen oder Urlaub, weil das Geld fehlt. «Es sind längst nicht nur jene mit tiefen Einkommen», sagt Ursina Kasper Hartmann, Budgetberaterin in der Zürcher Frauenzentrale.
«Können wir uns Ferien noch leisten?», wird sie immer öfter gefragt. «Bei einem Familieneinkommen von 7000 Franken netto und durchschnittlichen Lebenskosten darf das Ferienbudget zwischen 2000 und 4000 Franken im Jahr liegen», sagt Ursina Kasper Hartmann – und warnt davor, sich selbst zu betrügen, indem man Ausgaben für Ausflüge, Souvenirs oder zusätzliche Mahlzeiten ausblendet. Auch rät sie davon ab, sich zu verschulden, um in die Ferien gehen zu können: «Wer Geld ausleiht oder einen Kredit aufnimmt für den Urlaub, lädt sich mehr Stress auf, als er in der kurzen Auszeit abbauen kann.»
Und was, wenn das Einkommen so tief ist, dass an Ferien eigentlich gar nicht zu denken ist? Dann können vielleicht der Beobachter und die Schweizer Reisekasse Reka helfen: Sie bieten Familien mit beschränktem Budget eine oder zwei Ferienwochen für nur 100 Franken an. Das Angebot gilt für Frühlings-, Sommer- oder Herbstferien in einer der rund 1300 Reka-Wohnungen in der Schweiz. Zudem übernimmt die Reka-Ferienhilfe die Reisekosten. Im vergangenen Jahr kamen über 1000 Familien mit mehr als 2000 Kindern in den Genuss der Aktion – ein grosser Teil davon allein erziehende Mütter und Väter. Damit auch diese vom Alltagsstress entlastet werden, können sie für 105 Franken pro Woche eine Begleitperson mitnehmen.
So sind Sie mit dabei
Das sind die Voraussetzungen, damit Sie von der Beobachter-Ferienaktion profitieren können:
Sie haben mindestens ein Kind und wohnen seit zwei Jahren in der Schweiz.
Sie verbrachten 2003 und 2004 keinen Urlaub mit der Reka-Ferienhilfe.
Das gesamte Jahreseinkommen darf nach Abzug von AHV und Pensionskassenbeitrag bei einer Zwei-Eltern-Familie maximal 50000 Franken betragen; bei Alleinerziehenden sind es maximal 45000 Franken. Ab dem zweiten Kind erhöht sich der Betrag um 4000 Franken pro Kind.
Alle Einkünfte müssen belegt werden.
Auch Vermögen wird berücksichtigt.
Falls Sie diese Bedingungen erfüllen, können Sie sich mit dem unten stehenden Talon anmelden. Sie erhalten dann ein Formular, aus dem ersichtlich ist, welche Unterlagen Sie einreichen müssen. Ihre Anmeldung und alle Angaben werden selbstverständlich vertraulich behandelt.
Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular finden Sie auch im Internet unter www.reka.ch («Soziale Reka»). Dort gibt es weitere Angebote für allein erziehende Mütter («Mama hat Vortritt!») und Väter («Hallo Pa!»).
© Beobachter Ausgabe 5 vom 03. Mär 2005 - Alle Rechte vorbehalten
