Jugendgewalt: Chronologie der jüngsten Attacken
27. April, Frauenfeld
Zwischen dem Kulturzentrum Eisenwerk und dem Bahnhof Frauenfeld kommt es zu einer Auseinandersetzung. Zwei Jugendliche, die ein Ska-Konzert besucht haben und sich auf dem Weg zum Bahnhof befinden, werden von Unbekannten zusammengeschlagen und liegen gelassen. Dem einen rettet nur eine Notoperation das Leben. Ob der 15-Jährige je wieder vollständig gesund wird, ist unklar.
11. Mai, Bern
Sieben junge Männer drei von ihnen unter 18 Jahren schlagen in der Berner Innenstadt zwei Männer zusammen. Das eine Opfer, ein 40-jähriger Historiker, erleidet schwerste Kopfverletzungen und fällt ins Koma.
1. Juni, Yverdon
Vier Jugendliche entreissen einem 18-Jährigen einen CD-Player. Er zeigt sie an. Sie rächen sich und gehen mit Steinen auf ihn los. Als er am Boden liegt, wird er erstochen. Die Passanten eilen vorbei.
14. Juni, Vauderens
Ein 16-Jähriger lächelt die Freundin eines Bekannten etwas zu lange an. Dieser, 19, zieht ein Messer und verletzt ihn tödlich.
14. Juni, Bern
Eine 20-köpfige Bande (geschätztes Alter: 14 bis 17 Jahre) überfällt eine Gruppe junger Leute im Eichholz an der Aare. Die Angreifer lassen auch nicht von ihren Opfern ab, als diese längst am Boden liegen. Eines der Opfer erleidet eine Gehirnerschütterung. Einem anderen wird das Nasenbein gebrochen.
15. Juni, Basel
Ein 13-Jähriger wird im Freibad Bachgraben in Basel von fünf Jugendlichen zu Boden gerissen und gewürgt wegen seiner neuen Badehose.
16. Juni, Genf
Zwei Jugendliche geraten wegen einer Mütze in Streit. Der 17-Jährige rammt dem 19-Jährigen ein Messer in die Herzgegend. Dieser wird schwer verletzt.
20. Juni, Romanshorn
Zwei Jugendliche bedrohen zwei weitere mit einem Messer. Sie nehmen ihnen Handys und Portemonnaies weg und zwingen eines der Opfer, am Bankomaten das Konto zu räumen.
20. Juni, Romanshorn
Einen 18-Jährigen erwischt es auf dem Weg zur Seeparty. «Plötzlich tauchten etwa zehn junge Leute auf. Ohne Vorwarnung rissen sie mich brutal vom Velo. Erst nachdem ich ihnen mein Portemonnaie gegeben hatte, liessen sie mich gehen.»
20. Juni, Biel
Zwei Skater werden von einer zehnköpfigen Bande angegriffen und verletzt.
21. Juni, Zug
Eine Gruppe von Jugendlichen greift mehrere junge Männer grundlos an. Einem Opfer brechen sie die Nase. Vermutlich dieselbe Gruppe bedroht wenig später in Baar zwei Männer. Die Opfer können fliehen.
27. Juni, Niederglatt
Kurz nach 16 Uhr wird in der S-Bahn Richtung Bülach ein 17-Jähriger ohnmächtig geschlagen und ausgeraubt. Die Täter werden vom Opfer als 15- bis 17-jährige «slawische Hip-Hopper» beschrieben.
28. Juni, Dietikon
Ein 17-jähriger Bursche wird in der Nacht auf Sonntag kurz vor halb zwölf ausgeraubt: Die Bande stösst ihn so lange herum, bis er verängstigt sein Geld hergibt.
28. Juni, Dietikon
Auf dem Maag-Areal werden zwei Burschen (16 und 19 Jahre alt) ausgeraubt. Die Täter sind zwischen 18- und 20-jährig und sprechen gebrochenes Deutsch.
© Beobachter Ausgabe 15 vom 24. Jul 2003 - Alle Rechte vorbehalten











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