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aktualisiert am 21. Apr 2011 16:03Online-Dating

Tipps für den ersten Flirt

Text:
  • Doris Huber
Bild:
  • Thinkstock Kollektion

Der grosse Vorteil der virtuellen Internetwelt, nämlich die Anonymität, ist zugleich eine Gefahr: Jeder kann sich so darstellen, wie er möchte. Folgen Sie beim Online-Flirten darum einigen Regeln.

Während man im direkten Kontakt seinen Eindruck mit akustischen und visuellen Eindrücken laufend ergänzen, auch korrigieren kann, ist man im Internet aufs Wort reduziert. Deshalb: Gehen Sie die Sache entspannt und nicht mit zu grossen Erwartungen an. Und seien Sie ehrlich in Ihrem Auftritt: Stehen Sie zum gelebten Leben. Jedes Schummeln beim Alter, beim Gewicht kommt spätestens beim ersten Treffen ans Licht.

Wenn Sie sich fürs Internetsuchen entscheiden, schnuppern Sie am besten zuerst kostenlos auf ein paar Plattformen. Finden Sie heraus, welche Site Ihnen gefällt, auf welcher Sie sich gut zurecht finden, wo Sie passende Personen finden, auch geografisch. Richten Sie auch eine Frage an den Helpdesk der Site, um herauszufinden, wie gut der Kundendienst funktioniert. Schliessen Sie eine Bezahl-Mitgliedschaft erst ab, wenn Ihnen die Site zusagt. Beschränken Sie sich dabei auf ein, zwei Plattformen – zu unübersichtlich und aufwändig wird sonst das Bewirtschaften aller Vorschläge und Rückmeldungen.

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Einstieg

  • Kommunizieren Sie unbedingt über eine separate E-Mail-Adresse, die keine Rückschlüsse auf Ihren richtigen Namen zulässt.
  • Wer in der Masse gefunden werden will, muss auffallen. Erstellen Sie Ihr Profil sorgfältig und individuell, aber bleiben Sie ehrlich. Zeigen Sie Ihren Text einer Vertrauensperson; das gibt Ihnen Distanz zu Ihrer Selbstdarstellung.
  • Ohne Foto ist die Chance auf Kontakt gering. Wählen Sie ein möglichst aktuelles, aber gut gemachtes Foto – nicht bloss ein Handy-Bild. Zwei Fotos in unterschiedlichen Situationen können zwei Facetten von Ihnen zeigen. Besprechen Sie auch die Fotoauswahl mit einer Person Ihres Vertrauens – selbst kann man eigene Bilder manchmal schlecht beurteilen.
  • Verschicken Sie Personen Ihrer Wahl keine Serienmails, sondern lesen Sie aus den Profilen das Individuelle, Persönliche heraus und gehen Sie bei Ihrer Kontaktaufnahme darauf ein.
  • Seien Sie nicht zu vertrauensselig. Achten Sie auf Seltsames, Widersprüchliches. Auch Rüpelhaftes muss man sich nicht gefallen lassen. Beenden Sie den Kontakt, wenn Ihnen nicht mehr wohl ist – und seien Sie froh, dass Sie das schon in dieser Phase bemerken konnten.
  • Schützen Sie Ihre Anonymität. Gehen Sie ganz bewusst mit Angaben zu Ihrem Namen, Wohnort, Beruf, Arbeitgeber um, denn mit Hilfe elektronischer Suchmöglichkeiten (Telefonverzeichnisse, Google, Facebook usw.) lassen sich Identitäten verblüffend rasch herausfinden.
  • Mit der Art, wie Sie kommunizieren, vermitteln Sie ein Bild von sich. Seien sie deshalb zum Beispiel auch vorsichtig mit Intimitäten: Überlegen Sie, ob Sie das auch sagen würden, wenn Sie sich gegenüber sässen.
  • Senden Sie nie Geld im Voraus (z.B. für Reisetickets).
  • Telefonieren Sie nicht auf erhöht kostenpflichtige Nummern (0901er und 0906er Nummern).

Erstes Treffen

  • Lassen Sie sich Zeit, das Gegenüber kennen zu lernen. Vereinbaren Sie erst ein Treffen, wenn Sie wirklich Vertrauen gefasst haben.
  • Telefonieren Sie vor einem ersten Treffen. Damit können Sie die Stimme und Offenheit im Mündlichen testen.
  • Klären Sie für sich und gegenseitig im Voraus Ihre Erwartungen, um Enttäuschungen zu vermindern.
  • Selbstverständlich lassen Sie sich nicht zu Hause abholen. Vielmehr wählen Sie einen neutralen Ort – ein Café, ein Restaurant, wo Sie sich unter Umständen auch bald wieder verabschieden können. Fühlen Sie sich nicht in falscher Weise verpflichtet, etwas weiterzuführen, das Ihnen gegen den Strich geht.
  • Auch bei einem Treffen können Sie anonym bleiben, bis Sie das Gefühl haben, der Kontakt habe Zukunft.
  • Halten Sie das erste Treffen eher kurz. Seien Sie offen, ohne bereits Ihr halbes Leben zu erzählen. Allzu Privates ist tabu – man weiss ja noch nicht, ob man sich wieder sieht.
  • Vielleicht ist Ihnen wohler, wenn Sie einen „Schutzengel“ engagieren? Dann weihen Sie eine Freundin oder einen Freund ein und lassen sich von dieser Vertrauensperson zwischendurch anrufen. Sie können auch einen Code vereinbaren, bei dem die Freundin weiss, ob alles in Ordnung ist oder ob sie „zufällig“ vorbeischauen soll.
  • Und schliesslich: Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn aus dem Kontakt nichts wird. Es ist wie im wirklichen Leben: Der Funke muss springen.

Vertragliches

Lesen Sie vor Vertragsabschluss die Allgemeinen Geschäftsbedingungen durch, insbesondere die Kündigungsmöglichkeiten.

Für Plattformen, die gestützt auf ein Persönlichkeitsprofil Partnervorschläge zuschicken, gelten die Bestimmungen zum Partnervermittlungsvertrag im Obligationenrecht (Artikel 406a bis 406h). Das bedeutet insbesondere: Man hat nach Vertragsabschluss ein Widerrufsrecht von 7 Tagen. Und man kann den Vertrag jederzeit kündigen.

Viele Partnersuchende stolpern über die automatische Vertragsverlängerung. Um das zu verhindern, kann man rasch nach Vertragsabschluss gleich wieder kündigen. Ohnehin haben sich – laut einer Umfrage von Parship – mehr als zwei Drittel der Paare, die sich auf dieser Site gefunden haben, in den ersten drei Mitgliedschaftsmonaten kennen gelernt.

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