• Anzeige:

  • Papa steht seinen Mann

    Von der Kunst, Vater zu sein und Mannsbild zu bleiben

  • Erziehungs-Beratung

    Haben Sie Fragen zum Umgang mit Kindern?

    Beratungs-Hotline für Beobachter-Mitglieder:


    043 444 54 08

    (Mo-Fr 9 bis 13 Uhr)


  • Erziehung

    Expertentipps zum
    Umgang mit Kindern
    und Jugendlichen

    zum Dossier


  • Haustier-Test

    Welches Tier passt zu mir? Machen Sie den Test:

    zum Test

  • «Vaterfreuden»

    Erziehung, Familie
    und Partnerschaft aus Männersicht.

    zum Dossier

  • Meistgelesene Artikel

    1. Strafrecht
      Was heisst «lebenslänglich»?
    2. Das System Sozialhilfe
      Problemfall Sozialhilfe
    3. Mietwohnung
      Mein Nachbar zahlt weniger
    4. Fallpauschalen
      Mit Sonden und Fesseln
    5. Schulden
      Pfändung - was heisst das?
  • Motivierte Kinder

    Tipps und Ideen zum Spielen, Lernen und Zusammenleben

  • Anzeige:

Badeunfälle

Ein Risiko für Kleine wie Grosse

Text:
  • Daniel Burkolter
Ausgabe:
14/08

Kleinkinder kennen keine Gefahren und sind besonders gefährdet, beim Baden zu ertrinken. Ähnlich hoch ist die Todesrate aber auch bei Knaben im Teenageralter.

Mit der Badesaison sind leider immer auch Nachrichten über gravierende Unfälle im kühlen Nass verbunden. Ertrinken ist bei Kindern weit oben auf der Liste der unfallbedingten Todesfälle. Im letzten Jahr starben in Schweizer Gewässern sieben Kinder. Das grösste Risiko trifft naturgemäss Kinder im Krabbelalter, weil sie keine Gefahr kennen und nicht vor dem Wasser zurückscheuen.

Mit einigen Massnahmen und Verhaltensregeln kann das Ertrinkungsrisiko gesenkt werden. Am wichtigsten ist dabei die kontinuierliche Überwachung durch Erwachsene. Je jünger ein Kind, umso stärker muss man Vorsicht walten lassen. Ältere Geschwister als Aufsichtspersonen einzuspannen ist nicht zu empfehlen. Auch Schwimmflügel und andere Schwimmhilfen sind keine Sicherheitsgarantie. Wer zu Hause einen Pool hat, sollte diesen am besten einzäunen, damit Kleinkinder nicht aus Versehen hineinfallen können.

Alkohol spielt eine unheilvolle Rolle

Eltern können das Ertrinkungsrisiko ausserdem markant senken, indem sie dafür sorgen, dass ihre Kinder schwimmen lernen; gleichzeitig ist zu empfehlen, dass Erwachsene Reanimationstechniken lernen, um im Ernstfall korrekt Erste Hilfe leisten zu können.

Ähnlich hoch wie für Kleinkinder ist das Ertrinkungsrisiko laut Untersuchungen für Knaben im Teenageralter - schlicht und einfach, weil sie die eigenen Fähigkeiten überschätzen und mitunter grosse Risiken eingehen: Halsbrecherische Sprünge ins Wasser beispielsweise oder zu lange Schwimmstrecken bergen enorme Gefahren. Auch der Alkohol beginnt in diesem Alter zunehmend eine Rolle zu spielen. Er kann sich schnell tödlich auswirken; Betrunkene sind im Wasser ähnlich hilflos wie Kleinkinder. Jedes Gewässer wird mit Alkohol gefährlicher, aber insbesondere Fliessgewässer haben es in sich.

Eine seit Generationen überlieferte Regel, die helfen soll, Badeunfälle zu vermeiden, können Eltern jedoch getrost ignorieren: Der Volksmund besagt, dass man unmittelbar nach dem Essen nicht schwimmen gehen soll - das verursache Magenkrämpfe und könne gefährlich sein. Doch das ist so nicht korrekt. Zwar wird man nach einer Mahlzeit etwas müde und träge. Der Grund dafür ist aber lediglich, dass vermehrt Blut in den Darmtrakt gepumpt wird, um die Verdauung zu unterstützen. Daraus ergibt sich aber keine besondere Gefahr beim Schwimmen. Man muss die Kleinen also an einem heissen Sommertag nicht mühsam zwei Stunden lang vertrösten, bevor sie wieder ins kühle Nass springen dürfen.

Anzeige:

© Beobachter Ausgabe 14 vom 09. Jul 2008 - Alle Rechte vorbehalten

created by snowflake productions gmbh