Pflegeeltern werden
Wir wollen ein Pflegekind. Wie gehen wir vor?
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- Jupiterimages Stock-Kollektion
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- 22/09
Frage: Unsere Kinder sind schon grösser und werden wohl bald ausfliegen. Wir haben viel Platz im Haus und überlegen uns, ein Pflegekind aufzunehmen. Welche Voraussetzungen braucht es da? Wohin wenden wir uns? Wo gibt es Unterstützung?
Wenden Sie sich an eine Platzierungsorganisation wie Tipiti, Espoir, eine der Pflegekinder-Aktionen oder direkt an Ihre Wohngemeinde. Der Vorteil einer Pflegekinder- Platzierungsorganisation: Sie können einen Vorbereitungskurs besuchen, und Sie werden von Anfang an begleitet.
Man wird Ihre Eignung als Pflegeeltern prüfen. Eigene Kinder sind kein Nachteil, sondern vielfach erwünscht. Pflegeeltern dürfen jedoch insgesamt höchstens vier Kinder betreuen. Der Entscheid für ein Pflegekind muss von der ganzen Familie mitgetragen werden. Für gewisse Pflegeverhältnisse wird zudem eine pädagogische oder psychologische Ausbildung verlangt. Haben Sie und Ihre Kinder einen natürlichen Altersabstand zum Pflegekind, sind Sie gesund und belastbar, flexibel, tolerant und geduldig und verfügen Sie über ein unterstützendes Netz (Familie, Freunde, Nachbarn et cetera), sind das schon mal gute Voraussetzungen. Wenn Sie genügend Platz und einen guten Leumund haben, sind die Chancen gut. Sie haben die Wahl, ein Dauer-Zuhause, ein Entlastungs-, Wochenend-/Ferien- oder SOS-Zuhause für ein Pflegekind zu schaffen.
Pflegeeltern haben Anspruch auf ein Pflegegeld, bestehend aus einer Entschädigung für Wohnen und Ernährung und einem bescheidenen Entgelt für die Erziehungsarbeit. Der Pflegevertrag kommt in der Regel zwischen der platzierenden Behörde oder der Platzierungsorganisation und den Pflegeeltern zustande.
Wichtig: Das Pflegekind muss für Schäden, die es Ihnen oder Dritten zufügen könnte, versichert sein.
Die Aufnahme eines Pflegekindes ist bewilligungspflichtig, zuständig sind meist die Vormundschaftsbehörden. Noch. Ab 2010 sollen zentrale kantonale Fachstellen geschaffen werden. Auch die Aufsicht und die Beratung der Pflegeeltern wird professionalisiert.
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© Beobachter Ausgabe 22 vom 29. Okt 2009 - Alle Rechte vorbehalten
Pflegeeltern werden
Wir wollen ein Pflegekind. Wie gehen wir vor?
Frage: Unsere Kinder sind schon grösser und werden wohl bald ausfliegen. Wir haben viel Platz im Haus und überlegen uns, ein Pflegekind aufzunehmen. Welche Voraussetzungen braucht es da? Wohin wenden wir uns? Wo gibt es Unterstützung?
Wenden Sie sich an eine Platzierungsorganisation wie Tipiti, Espoir, eine der Pflegekinder-Aktionen oder direkt an Ihre Wohngemeinde. Der Vorteil einer Pflegekinder- Platzierungsorganisation: Sie können einen Vorbereitungskurs besuchen, und Sie werden von Anfang an begleitet.
Man wird Ihre Eignung als Pflegeeltern prüfen. Eigene Kinder sind kein Nachteil, sondern vielfach erwünscht. Pflegeeltern dürfen jedoch insgesamt höchstens vier Kinder betreuen. Der Entscheid für ein Pflegekind muss von der ganzen Familie mitgetragen werden. Für gewisse Pflegeverhältnisse wird zudem eine pädagogische oder psychologische Ausbildung verlangt. Haben Sie und Ihre Kinder einen natürlichen Altersabstand zum Pflegekind, sind Sie gesund und belastbar, flexibel, tolerant und geduldig und verfügen Sie über ein unterstützendes Netz (Familie, Freunde, Nachbarn et cetera), sind das schon mal gute Voraussetzungen. Wenn Sie genügend Platz und einen guten Leumund haben, sind die Chancen gut. Sie haben die Wahl, ein Dauer-Zuhause, ein Entlastungs-, Wochenend-/Ferien- oder SOS-Zuhause für ein Pflegekind zu schaffen.
Eine Bewilligung ist notwendig
Pflegeeltern haben Anspruch auf ein Pflegegeld, bestehend aus einer Entschädigung für Wohnen und Ernährung und einem bescheidenen Entgelt für die Erziehungsarbeit. Der Pflegevertrag kommt in der Regel zwischen der platzierenden Behörde oder der Platzierungsorganisation und den Pflegeeltern zustande.
Wichtig: Das Pflegekind muss für Schäden, die es Ihnen oder Dritten zufügen könnte, versichert sein.
Die Aufnahme eines Pflegekindes ist bewilligungspflichtig, zuständig sind meist die Vormundschaftsbehörden. Noch. Ab 2010 sollen zentrale kantonale Fachstellen geschaffen werden. Auch die Aufsicht und die Beratung der Pflegeeltern wird professionalisiert.
Weitere Infos
www.tipiti.ch
www.pflegekinder.ch
www.fachstellekinder.ch
www.vereinespoir.ch
Buchtipp:
Franziska Frohofer, Kathrin Barbara Zatti: Vanessa – Pflegekinder in der Schweiz, 192 Seiten, CHF 39.80, ISBN 978-3-7193-1474-3
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