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Lärm

Müssen Kinder schweigend spielen?

Text:
  • Daniel Leiser
Bild:
  • Jupiterimages
Ausgabe:
10/09

Wenn es wärmer wird und abends länger hell ist, zieht es die Kinder nach draussen – oft zur Freude der Eltern. Viele Anwohner aber freuen sich gar nicht über Kinder, die sich im Freien austoben.

Wenn Kinder draussen spielen können, schont das nicht nur das Mobiliar in der Wohnung, sondern auch die Nerven der Eltern: Die Kinder toben sich an der frischen Luft aus, haben abends ordentlich Appetit und schlafen die Nacht dann viel zufriedener durch. Für Kinder und Eltern gibt es also eigentlich nichts Besseres – wären da nicht die Nachbarn, die keine Kinder (mehr) haben. Sie empfinden das Gebrüll oder Gejaule von sich austobenden Kindern als echte Bedrohung ihres Erholungsprozesses. Dementsprechend häufig sind Anfragen zu Kinderlärm im Beobachter-Beratungszentrum. Das Problem ist, dass schweizweit weder spezifische Grenzwerte für Kinderlärm gelten noch ein Verbot bestimmter lärmträchtiger Kinderspiele existiert. Und da Lärm von den Betroffenen subjektiv sehr unterschiedlich empfunden wird, ist es im Konfliktfall sehr schwierig, eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung zu finden. Dennoch sollten Sie das Ruhebedürfnis Ihrer Nachbarn ernst nehmen und versuchen, Ihre Kinder so gut wie möglich im Zaum zu halten.

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© Beobachter Ausgabe 10 vom 14. Mai 2009 - Alle Rechte vorbehalten

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