• Anzeige:

  • Papa steht seinen Mann

    Von der Kunst, Vater zu sein und Mannsbild zu bleiben

  • Erziehungs-Beratung

    Haben Sie Fragen zum Umgang mit Kindern?

    Beratungs-Hotline für Beobachter-Mitglieder:


    043 444 54 08

    (Mo-Fr 9 bis 13 Uhr)


  • Erziehung

    Expertentipps zum
    Umgang mit Kindern
    und Jugendlichen

    zum Dossier


  • Haustier-Test

    Welches Tier passt zu mir? Machen Sie den Test:

    zum Test

  • «Vaterfreuden»

    Erziehung, Familie
    und Partnerschaft aus Männersicht.

    zum Dossier

  • Meistgelesene Artikel

    1. Strafrecht
      Was heisst «lebenslänglich»?
    2. Das System Sozialhilfe
      Problemfall Sozialhilfe
    3. Mietwohnung
      Mein Nachbar zahlt weniger
    4. Fallpauschalen
      Mit Sonden und Fesseln
    5. Schulden
      Pfändung - was heisst das?
  • Motivierte Kinder

    Tipps und Ideen zum Spielen, Lernen und Zusammenleben

  • Anzeige:

Verdingkinder

Entschuldigung

Text:
  • Dominique Strebel
Bild:
  • Peter von Haller
Ausgabe:
18/11

Der Bundesrat will sich bei Verdingkindern, Zwangssterilisierten und misshandelten Heimkindern entschuldigen.

Standbild aus dem Film «Verdingbub» von Markus Imboden, der am 3. November 2011 in die Kinos kommt.

Ein Beispiel macht Schule: Letztes Jahr bat Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf in Hindelbank bei den administrativ Versorgten um Entschuldigung für das Unrecht, das der Staat ihnen angetan hatte. Bis 1981 hatten Vormundschaftsbehörden Menschen ohne Urteil weggesperrt, nur weil sie als liederlich, verwahrlost oder arbeitsscheu galten. Der ­Beobachter, der die Fälle publik gemacht hatte, forderte einen vergleichbaren Anlass auch für Verdingkinder, Zwangssterilisierte und misshandelte Heimkinder (siehe Artikel zum Thema).

Diese Forderung findet nun Gehör. «Der Bundesrat ist bereit, eine ähnliche Veranstaltung auch für die Verdingkinder zu organisieren», schreibt er zu einem Vorstoss von SP-Nationalrätin Jacqueline Fehr. Und gibt zu, dass es bei fremdplatzierten Kindern auch heute noch gros­sen Handlungsbedarf gebe: «veraltete Pflegekinderverordnung, die den Kantonen zu viel Raum lässt, häufig mangelnde Professionalität, fehlende Statistiken und lückenhafte historische Aufarbeitung des Pflegekinderwesens».

Offen bleibt, ob auch Zwangssterilisierte und misshandelte Heimkinder bald mit einer vergleichbaren Entschuldigung rechnen können. Der Beobachter bleibt dran.

Anzeige:

  • Kommentar Formular

© Beobachter Ausgabe 18 vom 01. Sep 2011 - Alle Rechte vorbehalten

created by snowflake productions gmbh