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Gesundheitsforum

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Fibromylagie/Chronisch Fatigue-Syndrom = Impfschaden?
Verfasst am: 07.03.2004 – 13:08
Als persönlich von einer fiesen Krankheit, deren Ursache man bisher nicht rausgefunden hat, bin ich auf diverse Informationen betreffend Impfungen gestossen. Speziell interessiert hat mich die Thematik der Polio-Impfungen. Da wurden vor Jahren Massenimpfungen mit Lebend-Viren durchgeführt. Die damals verwendeten Impfstoffe sind heute verboten. Vermutlich weil akute Poli-Erkrankungen direkt auf Impfungen zurückgeführt werden konnten http://www.groma.ch/news/Polio.htm
In diesem Link kann man lesen, dass 125 von 133 gemeldeten Polio-Fällen in den USA von 1980 bis 1994 direkt auf Impfungen mit abgeschwächten Viren zurückzuführen sind.

Ebenfalls bin ich auf die Information gestossen, dass max. 2% der akuten Infektionen mit typischen Symtomen einer Kinderlähmung einhergehen. Beim happigen Rest von 98 % läuft ein solcher akuter Infekt höchstens mit Symptomen einer Grippe ab und wird deshalb nicht als Polio-Infekt erkannt http://www.m-ww.de/meldungen/news_archive.html?id=850 Interessant ist in diesem Link auch die Hochrechnung.

Ungefähr 10 bis 30 Jahre nach einem akuten Infekt, entwickeln die Patienten ein Post-Polio-Syndrom dessen Symptome stark an ein Fibromyalgie- und/oder Chronisch-Fatigue-Syndrom erinnern http://www.polio.sh/sites/polio-PPS-05-Symptome.shtm

Da damals mit Lebend-Viren geimpft wurde, welche den Körper über den Darm wieder verlassen, die Kläranlagen unbeschadet oder mutiert passieren und so in unsere Gewässer gelangen, frage ich mich, ob die Polio-Impferei nichts anderes als ein riesiger Impfunfall darstellt http://www.impfschaden.info / (Titel: Immunität). Die Durchsicht meines Impfausweises hat ergeben, dass ich mehrmals gegen Polio geimpft wurde, auch später noch, als die Krankheit nahezu ausgerottet war.

Auf der Suche nach entsprechenden Impfstatistiken bin ich auf keine brauchbaren Informationen gestossen. Da zum Beispiel ein Fibromyalgie-Syndrom eine neuzeitliche Krankheit darstellt, frage ich mich, ob unter Berücksichtigung der zeitlichen Verzögerung ein FMS oder CFS nichts anderes als ein Post-Polio-Syndrom ist.

Wurden in solchen Zusammenhängen schon einmal geforscht? Ist es möglich, dass bei nicht erkannten immungeschwächten Personen eine solche Impfung zu einem akuten Infekt und später zu einem Post-Polio-Syndrom führen kann? Diese Frage geht speziell ans Medgate-Team. Bin aber auch über Informationen von Forumsteilnehmern dankbar, möglichst mit Quellenangaben. Eigenartig ist, dass weder in den Infos über Fibromyalgie noch über Chronisch-Fatigue-Syndrom ein Post-Polio-Syndrom differential-diagnostisch erwähnt wird. Ist das Post-Polio-Syndrom mitverantwortlich für Blochers explodierende Scheininvalidenstatistik der nicht gesicherten rheumatischen und/oder psychischen Diagnosen?

Entsetzt bin ich darüber, dass die bei uns mittlerweile verbotenen Impfstoffe in die armen Länder dieser Welt verkauft werden oder wurden. Womöglich unter dem Deckmantel der Barmherzigkeit. Wer schaut eigentlich den Pharmas diesbezüglich auf die Finger? Niemand? Wirtschaftliches Interesse zu gross? Interesse für geschädigte Patienten zu klein. An den betroffenen Patienten lässt sich mit der symptomatischen Behandlung der Spätfolgen einer solchen Impfung ja wieder einiges verdienen. Ein Impfschaden nach Monaten oder Jahren nachzuweisen ist praktisch unmöglich. Das wäre höchstens mit einer gross angelegten Studie möglich, an der sicher (ausser den betroffenen Patienten) niemand Interesse hat.
 
Verfasst am: 07.03.2004 – 15:39
Wie ist das mit der Hepatitis B - Impfung?

Hast Du auch mal zu anderen Impfungen geforscht? Würde mich echt mal interessieren!

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Verfasst am: 15.03.2004 – 16:19
http://www.aramis-research.ch/d/14236.html#basicinformation

Warum führt die Schweiz ein solches Forschungsprojekt durch? Die werden doch nicht ohne begründeten Verdacht unsere Steuergelder verschleudern.

Wie können Impfpolio-Viren in unsere Umwelt gelangen?
 
Verfasst am: 16.03.2004 – 02:03
Hä? Ist Polio wirklich noch eine solche grosse Gefahr? Ich dachte, die sei ausgerottet!
 
Verfasst am: 20.03.2004 – 17:48
in der schweiz scheint sie ausgerottet zu sein und man muss nicht mehr impfen. doch weltweit ist sie noch nicht ausgerottet.
 
Verfasst am: 20.03.2004 – 18:02
die schulmedizin forscht vermutlich nicht in diesem gebiet, das scheint ihr eher zu weit her geholt (wie auch amalgambelastung usw.) interessieren würden sich eher kliniken oder praxen, die ganzheitsmedizinisch arbeiten.

abklären, ob dein körper durch eine solche belastung geschwächt ist, kannst du ev. durch eine bioresonanzabklärung.

unmöglich ist es sicher nicht, doch es muss nicht sein (wie auch amalgam nicht für alle ein problem ist).

doch bei fibromyalgie und CFS ist es sicher nötig, selbst auch nach möglichen ursachen und zusammenhängen zu suchen, denn dies sind eher beschreibungen als diagnosen - die ursachen sind nicht bekannt.

was schulmedizinisch nicht erklärbar ist, wird als psychisch abgetan.

alles gute!
 
Verfasst am: 24.03.2004 – 10:39
Hallo Ruth

Also das mit der Bioresonanz und der Hochfrequenz ist ehrlich gesagt ein bisschen Mist. Bioresonanz hat Coli-Bakterien gefunden und Hochfrequenz hat Borrelien gefunden. Ein anderes dubioses Gerät (weiss nicht mehr was das war) hat Hinweise auf einen Infekt mit EBV ergeben. Ich glaube, das mit den selbsternannten Naturheilern ist ein bisschen ein Problem. Ich möchte hiermit nicht behaupten, dass das alles Mumpiz ist, aber auf dem Gebiet gibts auch Scharlatane. Vermutlich mehr als man glaubt. Ausserdem kann ich mir die Naturheiler nicht mehr leisten, weil mich meine Krankheit pleite gemacht hat.

Gestern ist im Kassensturz die Sendung von den Kälbern gekommen. Da wurde erwähnt, dass das Immunsystem bei Kälbern bis 6 Wochen braucht, bis es ausgebildet ist. Bei einem Menschenkind dauert das sicher auch eine Weile. Wenn ich nun in meinem Impfausweis sehe, dass mir im Alter von 6 Tagen schon die erste Impfung reingedrückt wurde, stelle ich mir schon ein paar berechtigte Fragen, zumal ich schon als Kind unter allerlei Beschwerden zu leiden hatte, deren Ursachen nicht gefunden werden konnten und mit einer nicht beweisbaren Diagnose bedacht wurden.

Gruss
Regula
 
Verfasst am: 24.03.2004 – 11:41
Hier unsere Stellungsnahme :
Polioimpfung:
- Polio ist leider noch immer nicht ausgerottet, schön wäre es, den es würde einige 100 000 Erkrankungen, Tode und Behinderten pro Jahr, besonders in der Dritten Welt nicht mehr geben.
- Zurzeit läuft weltweit eine Kampagne der WHO um diese Krankheit auszurotten, dies Dank der Impfung (das klappte ja bekanntlich 1976 für die Pocken, nach jahrelangem , konsequentem durchimpfen der Weltbevölkerung). Leider ist die Polioimpfkampagne nicht so erfolgreich weil es heute viel mehr Länder gibt wo z.B Bürgerkrieg herrscht und dadurch keine Durchimpfung möglich ist.
- Auch in der Schweiz kann man sich theoretisch noch mit Polio anstecken, da in den letzten Jahren sich weniger Leute haben impfen lassen.Polio-Viren werden durch Tröpfcheninfektion sowie über Darmausscheidung weiterverbreitet. Eine "eingeschleppte" polio könnte so zu einer Epidemie führen.Reist man im Ausland ist man ohne Impfung gefährdet: in einigen Ländern um das Mittelmeer ist Polio noch immer vorhanden und es gibt einige Fälle pro Jahr.
- Massenpolioimpfungen mit der Schluckimpfung (Sabine) werden noch in vielen Länder praktiziert. In der Schweiz wurde dieser Impfstoff nicht mehr zugelassen weil das Risiko eine Impfpoliomyelitis zu machen (1/1Mio Impfung)theoretisch grösser ist als bei der Spritzimpfung,die heute in der Schweiz üblich ist. Dies war der Fall von Ihnen erwähnten Fall in den USA, weshalb die Schluckumpfung eingestellt wurde. Die 133 Fälle beziehen sich auf über 100 Millionen Impfungen, was statistisch dem Risiko enstspricht.

Post-Polio Syndrom:die aktiven (nicht die der Impfung) Polioviren bleiben lebenslang nach einer Erkrankung im Nervensystem und können leider zu diesem Syndrom führen.
Es bestehen keine wissensachtlich bewiesene Zusammenhänge mit FMS und CFS.
-
 
Verfasst am: 25.03.2004 – 08:18
Sehr geehrtes Medgate-Team

Ich weiss schon, dass keine wissenschaftlich bewiesenen Zusammenhänge bestehen. Wonach man nicht sucht, dass findet man nicht. Es war auch nur eine Überlegung, weil ich unter den Beschwerden zu leiden habe, wie sie beim Post-Polio-Syndrom beschrieben werden. Mein Hausarzt hat mich mittlerweile darüber aufgeklärt, dass es gewisse Beschwerdebilder gibt, die auf die verschiedensten Krankheiten hindeuten können und das sei deshalb sehr schwierig zu diagnostizieren. Mein Hausarzt ist wirklich ein cooler Typ.

Ich finde es nur ein bischen fragwürdig, dass ich seit Beginn meiner Krankheit psychiatrisiert wurde, ohne diesen möglichen Grunderkrankungen nachzugehen. Für einen psychisch gesunden Menschen ist so ein Vorgehen sehr demütigend, besonders wenn er einiges an Arbeit geleistet hat, Kindheitstraumas aufzuarbeiten und eine einigermassen normale Zukunft aufzubauen. Ich weiss nicht, wie eine nichtbewiesene psychosomatische Diagnose bei anderen Patienten ankommt. Bei mir hat sie Schuldgefühle ausgelöst und ich habe mich deswegen selbst sehr unter Druck gesetzt, was alles noch verschlimmert hat. Bevor ich krank wurde, war ich psychisch gesund. Die Behandlung durch die Ärzte, die ich in den letzten Monaten aufgesucht habe, haben mich noch kränker gemacht.

Was denken Sie, was mehr gesellschaftliche Akzeptanz findet? Eine psychosomatische Diagnose oder eine bewiesene Krankheit? Wenn man eine nicht beweisbare psychosomatische Diagnose aufgedrückt bekommt, dann hat das Umfeld das Gefühl, der Patient müsse sich "nur" zusammenreissen um wieder gesund zu werden. Mit diesen psychosomatischen Bequemlichkeitsdiagnosen wird sehr leichtfertig umgegangen. Sie heissen nichts anderes, als dass der Arzt keine Ahnung hat, was dem Patient fehlt, was nicht heisst, dass er nicht doch eine Krankheit hat, die eben bisher noch nicht rausgefunden wurde. Diese Bequemlichkeitsdiagnosen, wo nicht mal die mindesten Differentialdiagnostischen Überlegungen angestellt werden, schaden den Patienten, weil sie eine Verzögerungstaktik darstellen. Solche Diagnosen können unter Umständen irreparable Schäden bedeuten.

Mit freundlichen Grüssen
Regula
 



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