Foren

Der Beobachter stellt Ihnen verschiedene Foren zur Verfügung, in welchen Sie Ihre Meinung äussern, Fragen stellen, Tipps austauschen und miteinander diskutieren können.

Bitte halten Sie sich an unsere Forenrichtlinien und Netiquette

Sie sind nicht eingeloggt. Um Beiträge in den Beobachter-Foren erstellen zu können, müssen Sie sich einloggen.

Arbeitslose

Ist es wirklich sinnvoll, Arbeitslose zum Besuch von Kursen und zur Annahme von Jobs zu verpflichten, die sie nicht wollen? Lesen Sie hierzu den Artikel «Arbeitslose: BestRAVt statt beraten».
[Geschlossen] Berater überfordert und gleichgültig
Verfasst am: 18.10.2004 – 10:34
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Berater sich nicht wirklich für den Argbeitslosen interessieren. Sie sind überfordert und können einem nicht wirklich helfen. Ich habe gemerkt, dass man einfach mit massenhaft Links eingedeckt wird in denen Stellen angeboten werden. Das wars. Bei jedem Beratungstermin kommt einfach die Frage, ob man schon etwas in Aussicht hat. Keine Tips, nichtsl. Oft noch so eine sarkastische Bemerkung, dass es halt einfach fast unmöglich ist, bei dem Stellenpensum das ich suche etwas zu finden und dann die Frage, ob ich nicht doch mehr arbeiten könnte. Zudem werden die Berater oft bei kritischen Fragen sauer, geben einem keine richtige Antwort und machen einem einfach klar, dass es Sanktionen geben wird, wenn man dies und das nicht befolgt. Nach meiner Ansicht ist der Bezug Berater und Stellensuchender ein richtiges Machtspiel. Der Berater sagt wie es läuft und wenn man nicht pariert, dann gibt es Einstelltage. Bei uns im RAV nennt sich der Leiter sogar "Hausherr" und hat mir in einen Schreiben ganz klar mitgeteilt, dass er bestimmt wer in die Räumlichkeiten des RAV eintreten darf und wer nicht. Für mich ein richtiger Kindergarten.
 
Verfasst am: 18.10.2004 – 12:12
wenn sich ein rav-hausherr überlegen muss, ob er gegen mich ein hausverbot ausspricht, würde ich mir mal meinen anteil an der geschichte überlegen - sorry, aber zum streiten brauchts normalerweise mindestens zwei...
 
Verfasst am: 18.10.2004 – 16:14
Hallo maximus
Ihr Posting zeigt ein Maximum an Arroganz und ein Minimum an Einfühlungsvermögen.
 
Verfasst am: 18.10.2004 – 19:05
Ich sehe in vielen Berichten einen Komentar von raptor_maximus den in der Art fast nur ein RAV Mitarbeiter schreiben kann. Oder einer der noch nie arbeitslos war und keine Ahnung hat, wie diese Schikanen sind. Kann es sein, dass sie hier die Mitarbeiter der RAV (und somit evtl. sich selber) in Schutz nehmen wollen?
 
Verfasst am: 18.10.2004 – 21:07
Ich bin eine rav-beraterin (früher auch stellenlos) und bin sehr erschrocken, was da alles über die rav's und deren mitarbeiterInnen geschrieben wird. meine aufgabe sehe ich darin, stellensuchende zu unterstützen, zu motivieren und auch ein vertrauen meinem gegenüber zu schenken. denn wir (klientIn und ich) verfolgen ja das immer gleiche ziel. das ziel kann nur gemeinsam erfolgreich erreicht werden. zwei sieger und keine verlierer.

dass mit der stellenlosigkeit sehr viele probleme verbunden (familie, freunde, finanzen) sind, ist klar. und gerade diese für uns tagtäglichen (ich kann es nicht anders ausdrücken) probleme der klientInnen gehen auch vielen rav-beraterInnen an die "nieren". manchmal ist es auch eine gewisse ohnmacht, nicht "helfen" zu können und nicht über genügend passende stellen zu verfügen. damit will ich jedoch auf keinen fall ein "unangebrachtes" verhalten entschuldigen. wir sind menschen (wenn auch manchmal mit einigen fehlern) und die stellensuchenden auch.

mein leitsatz lautet: "meine klientInnen sind so mit respekt zu behandeln wie ich es mir wünschte, sollte ich stellenlos sein." sprecht doch bei problemen der kommunikation eure/n rav-beraterIn einmal darauf an.

ich möchte allen stellensuchenden mut machen nie aufzugeben eine passende stelle zu finden. es lohnt sich, auch wenn es halt manchmal etwas länger dauert.

ps. ich bin 51-jährig und seit 7 jahren rav-beraterin und das immer noch mit voller überzeugung.
 
Verfasst am: 19.10.2004 – 23:30
Hallo Berner Rävlerin
Noch vor 4 Monaten wusste ich gar nicht so recht was das RAV eigentlich ist, leider wurde ich stellenlos und lernte das RAV ganz schnell kennen. Meine Beraterin ist sehr hilfsbereit und motiviert, eine passende Stelle für mich zu finden.
Jetzt lese ich, dass du auch stellenlos warst und jetzt RAV Beraterin bist, das interessiert mich sehr. Als ich das erste mal bei meiner Beraterin war, fand ich diese Arbeit sehr engagiert und sinnvoll. Hast du eine Ausbildung gemacht oder schon im früheren Beruf in dieser Art gearbeitet?
Mich würde diese sinnvolle Arbeit sehr interessieren. Danke für deine Antwort
 
Verfasst am: 20.10.2004 – 11:53
Hi

Ja so eine RAV-Beraterin hätte ich mir auch gewünscht. Meine erste RAV-Beraterin war das pure Gegenteil. Ich fühlte mich nicht als Mensch behandelt sondern eher als "Nr 324 nehmen sie Platz".

Auch bekam ich Stellenzuweisungen wo klar war, dass ich den Anforderungen unmöglich genügen kann (Führerschein nötig ich hatte keinen, einmal waren ital. Kenntnisse von Nöten und ich kann die Sprache nicht, es wurden Ausbildungen/Kenntnisse zwingend verlangt die ich def. nicht hatte) resp. die Arbeit aus gesundheitlichen Gründen nicht machen konnte ( Sachbearbeiterin mit Mitarbeit im Lager. Es wurde explizit gute Kondition verlangt und ich hatte erst ein Jahr zuvor 2 Handoperationen so dass ich nicht schwer heben konnte.. dies auch durch Arztzeugnis belegt)... egal dennoch bewerben...

Das war mehr als frustrierend weil mir einfach klar angedroht wurde, dass wenn ich mich bei denen nicht bewerbe, ich mit Sanktionen zu rechnen hätte. Es war ja nicht so, dass ich mich anderweitig nicht beworben habe. Ich schrieb 20-30 Bewerbungen im Monat, habe Freunde und Kollegen angefragt ob sie was wüssten. In meiner Verwandschaft ist eine Personalverantwortliche die ich angefragt hatte, ob sie was wüsse. Ich war also alles andere als untätig.

Zum Glück wurde ich dann einem anderen RAV zugeteilt (wegen Umzug) und dort bekam ich einen guten Berater der mich engagiert unterstützt hat und mit dessen Hilfe ich auch meine heutige Stelle erhalten habe. Es darf also nicht generell über RAV hergezogen werden weil es halt doch einige Berater hat, die sich wirklich engagieren.

Gruss

Xenia
 
Verfasst am: 20.10.2004 – 17:41
hallo riga

es ist schön, auch mal etwas positives zu lesen.

nun zu deiner frage: ich habe eine kaufmännische grundausbildung gemacht. war dann in der informatik und im personalwesen tätig.

es gibt immer wieder stellen in den rav's zu besetzen. siehe doch im internet bei deiner entsprechenden kantonsverwaltung nach. da werden die stellen ausgeschrieben (im kanton bern müssen diese publiziert werden).

nun wünsche ich dir viel glück , denn das gehört heute bei der stellensuche leider dazu.
 
Verfasst am: 21.10.2004 – 22:42
Hy Berner Rävlerin
Da hast du ganz recht, es braucht sehr viel Glück und vielleicht auch etwas Vitamin B um eine Stelle zu erhalten. Viele sind sehr enttäuscht vom RAV, vielleicht erwartet man zuviel oder dann stimmt die Chemie zwischen Berater und Client nicht. Schlussendlich sind es doch die Kassen die bestimmen.
Ich hoffe sehr, dass es mir nicht geht wie den vielen Schreibern hier denen nicht geholfen wird vom RAV. Meine Beraterin war bis jetzt sehr kooperativ, ich war auch erst 3mal bei ihr, auf jeden Fall biin ich sehr froh gibt es das RAV. Ich habe bis jetzt im Marketing Tourismus gearbeitet und mir würde eine andere Tätigkeit auch sehr gefallen vorallem im Bereich Beraten, Kommunikation und vorallem im Sozialenbereich. Na ja mal sehen. Ich frage einfach das nächste mal meine Beraterin wegen einer Anstellung beim RAV. Aller Anfang ist schwer.
Danke für deine Antwort und dir wünsche ich viele kooperative Clienten. Es liebs Grüessli
Riga