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Arbeitsforum

Hier ist Platz für Fragen, Tipps und Diskussionen rund um das Arbeitsleben.
Lehrgang Pflegehelfer vom SRK wer hat Erfahrung
Verfasst am: 07.02.2013 – 07:59
Nach 20 Jahren im Ausland möchte ich in der Schweiz wieder arbeiten. Ich bin 52 Jahre alt, weiblich.
Meinen erlernten Beruf in Graphischen Gewerbe gibt es nicht mehr.
Da ich mir gut vorstellen kann in der Pflege zu arbeiten, aber diesbezüglich keinerlei Erfahrung habe, dachte ich , dass es gut wäre den Lehrgang Pflegehelferin vom SRK zu besuchen.
Der Lehrgang kostet über 2000 sfr. , bevor ich mich endgültig dafür entscheide, möchte ich fragen , hat jemand Erfahrung mit diesem Kurs gemacht , und wie groß ist die Chance nach diesem Lehrgang auch eine Anstellung zu finden.
 
Verfasst am: 07.02.2013 – 09:42
Also mein Mann hat ebenfalls einen Kurs zum Pflegehelfer vom roten Kreuz besucht. Dort haben sich dann am Ende des Kurses 2 Pflegeheime vorgestellt die Personal brauchten. Dort wurde er dann auch genommen. Ob das allerdings immer so ist, habe ich keine Ahnung.
 
Verfasst am: 08.02.2013 – 10:01
Danke für die Antwort , das hört sich ja schon ganz gut an . Weisst du vielleicht auch , ob auch ältere Kursteilnehmer so schnell Arbeit gefunden haben ?
 
Verfasst am: 09.02.2013 – 13:32
Eine Möglichkeit wäre, sich beim Verband der Pflegeheime Curaviva zu erkundigen, ob der Verband weiss, ob Pflegeheime Absolventen des Lehrgangs Pflegehelferin des SRK ohne praktische Pflegeerfahrung einstellen und ob man auch ab einem gewissen Alter noch Chancen hat eingestellt zu werden. Vielleicht gibt es auch einen Verband oder eine Gewerkschaft der Pflegehelfer welche Auskünfte geben können.
 
Verfasst am: 09.02.2013 – 13:34
Wenn es den erlernten Beruf im graphischen Gewerbe nicht mehr gibt und Du Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung der Arbeitslosenkasse haben solltest, besteht die Chance, dass man Dir die Arbeitslosenversicherung eine Ausbildung für einen anderen Beruf bezahlt.
 
Verfasst am: 09.02.2013 – 19:11
Gute Idee, Danke ich habe soeben eine Mail an den Verband der Pflegeheime geschrieben. Ob es eine Gewerkschaft der Pflegehelfer gibt habe ich noch nicht herausgefunden.
Ich bin mal gespannt ob ich eine Antwort erhalte. Bis jetzt wurde mir noch keine Mail die ich an offizielle Stellen in der Schweiz geschickt habe beantwortet . Weder von der Berufsberatung , noch sonst was.
Arbeitslosengeld werde ich in der Schweiz keines erhalten. Ich bin zwar offiziell arbeitslos gemeldet , erhalte aber auch hier im Ausland keine Unterstützung , weil ich selbständig erwerbend war.
 
Verfasst am: 10.02.2013 – 21:27
hallo iasas

die chancen eine anstellung zu finden ist leider nicht sehr gross, wenn man über 40ig ist und keine berufserfahrung hat.
wenn man min. 1/2 jahr berufserfahrung in der pflege hat, wird es einfacher.

ich habe den kurs mit 39ig besucht und hatte enorme schwierigkeiten etwas zu finden obwohl ich auch noch dipl. gesundheits-masseurin bin.
ich hatte "glück" und fand nach langem suchen doch noch eine stelle (60km arbeitsweg). es war der absolute horror, die bewohner wurden wie tiere gehalten und ich war nicht sicher ob ich es dort ein halbes jahr durchhalte. ich bewarb mich dann an 7 orten und hatte 3 stellenangebote obwohl ich erst 4 monate in der pflege gearbeitet habe. ich hatte totales glück, denn so einfach geht es dann doch nicht immer. ich musste mich für ein angebot entscheiden und arbeite nun seit 3 jahren in einem wunderbaren altersheim. ich schätze meine arbeitsstelle sehr, denn es ist nicht selbstverständlich, dass man 100% mitspracherecht im team hat. oft ist eine pfelgehilfe nur eine billige arbeitskraft, die nichts zu sagen hat und an deren meinung niemand interessiert ist. mein team ist super und meine teamchefin genial. sie fördert mich wo sie nur kann. sie hat mich auch ermutigt, dass ich die nachholbildung zur fachfrau gesundheit starte. dann stehen viel mehr türen offen, die kompetenzen erweitern sich (als pflegehilfe dürfte man nicht einmal pulmex einreiben) und man verdient natürlich mehr.

also wenn du diesen kurs machen willst, wäre es gut, wenn du schon vorher eine stelle hättest. es gibt altersheime die solches unterstützen. du kannst teilzeit arbeiten und die schule besuchen. das 12 tägige praktikum musst du jedoch in einem anderen heim machen. doch praktikumsstellen findet man einfacher icon_wink.gif

viel glück und alles gute
 
Verfasst am: 11.02.2013 – 14:28
Hallo Kerzenschein

Du meinst wirklich es hat einen Sinn sich schon vor dem Kurs bei Pflegeheimen für eine feste Anstellung zu bewerben ?
Ich habe mir vorgenommen mich für das obligatorische Praktikum schon vor der Ausbildung zu bewerben. Das Praktikum muss mindestens 12 Tage dauern , aber das heisst ja nicht ,dass ich mich nicht gleich für 2 Monate oder noch mehr bewerben kann.
Oder gibt es vielleicht irgendein Gesetz , dass ein Praktikum nur so und so lang dauern darf ?
 
Verfasst am: 12.02.2013 – 00:53
hallo iasas

meine erfahrung ist, dass niemand im kurs ein problem hatte ein praktikumsplatz für die obligatorischen 12 tage zu finden. doch eine anstellung zu finden ist viel schwerer, wenn man keine pflegeerfahrung vorweisen kann ausser diesen 12 praktikumstagen. wir waren 14 schüler. davon hatten 4 bereits eine stelle und mit mir haben 4 eine stelle gefunden, doch davon waren 2 unter 30ig, eine in deinem alter und ich über 40ig. die über 50jährige arbeitete jedoch zuerst 2 jahre im büro bei einer krankenkasse und erst dann fand sie eine stelle in der pflege.
wie schon erwähnt: wenn man ein halbes jahr in der pflege gearbeitet hat, sind die chancen grösser.
meine erste stelle fand ich über ein stellenvermittlungsbüro, welches hauptsächlich in pflegeberufen vermittelt, doch ich musste täglich 120km fahren und hatte noch glück, da ich dort keine geteilten dienste hatte.
ich weiss ja nicht in welchem kanton du wohnst und ob dies eventuell kantonal gereglet ist. infomiere dich am besten in deiner region.
es gäbe noch die alternative, dass du als freiwillige helferin in den beruf reinschnuppers kannst, doch dafür bekommst du keinen lohn und du darfst nicht pflegen, sondern nur spazieren, basteln etc. doch eventuell besteht dann die chance auf eine anstellung, wenn du den kurs im sack hast.

hast du denn schon mal in den beruf reingeschnuppert und ihn ein paar tage erlebt? wenn nicht, bewirb dich doch mal in diversen heimen und schau mal erst in den beruf rein.
wenn du dich intressiert, fleissig und geschickt anstellst hast du vielleicht am schnupperort die chance eine anstellung zu bekommen. schreib dir viel auf, lerne die abläufe so schnell wie möglich, damit du ja nicht zu oft was fragen musst. jemand der sich schnell zurecht findet, die arbeit sieht und sucht hat viel die grössere chance, dass man übernommen wird.
mach unbedingt auch blindbewerbungen. meine stelle war nicht ausgeschrieben und ich habe sie persönlich vorbeigebracht und dem zentrumsleiter gleich in die hand gedrückt. es war nichts frei aber kurze zeit später suchten sie jemanden und riefen mich an. meine stelle war nie ausgeschrieben.

wenn du bald einen festen verdienst benötigst, würde ich mich nicht nur auf diesen beruf fixieren, sondern nehmen was du bekommst, am besten teilzeit, damit du den kurs nebenbei machen kannst und du trozdem dein fixes einkommen hast. der kurs ist nicht schwer. den besteht wohl fast jeder.

ich wünsche dir alles gute und viel erfolg
 
Verfasst am: 12.02.2013 – 15:06
Danke für diese ausführliche Antwort.
Ehrlich gesagt ich habe noch nie in den Beruf reinigeschnuppert.
Ich glaube einfach , dass es mir gefallen wird weil ich damals meine Schwiegermutter gepflegt hatte.
Sie konnte allerdings noch bis fast zuletzt aufstehen .
Also ich musste sie nicht im Bett waschen und auch zur Toilette haben wir es meist rechtzeitig geschafft.
Ich weiss also nicht wie man das macht wenn dann jemand nicht mehr aufstehen kann , aber dies werde ich ja dann eben im Kurs lernen.
Ich habe einfach gesehen , dass ich die Geduld die man so braucht mit den Alten Leuten habe .
Meine Schwiegermutter war oft sehr mürrisch , hatte immer mal wieder ihre Tabletten wieder ausgespuckt wollte sich nie die Haare waschen lassen usw. , aber wenn sie dann wieder frisch gewaschen in ihrem Bett war , dann waren wir eigentlich beide glücklich.
Das was du alles so schreibst , also erst mal als freiwillige Helferin arbeiten , hört sich gut an, aber ich bin ja noch nicht in der Schweiz , und sobald ich da bin muss ich Geld verdienen . Also schon diese zwei Wochen Kurs werden mich sehr wahrscheinlich mein letztes Erspartes kosten , wenn ich bedenke wie hoch die Lebenshaltungskosten sind in der Schweiz.
Dazu habe ich noch die Frage, bekommt man für die Praktikumtage Geld, oder kann man da froh sein , dass man überhaupt das Praktikum machen darf und bekommt nichts dafür ?
Irgend was sonst arbeiten bis ich eine Stelle in der Pflege habe werde ich natürlich , nur muss ich dazu auch erst etwas finden.
Gut hast du mir auch geschrieben , dass der Kurs einfach zu bestehen ist . Tatsächlich hatte ich auch schon befürchtungen , dass es ganz schön schwierig sein könnte.
 
Verfasst am: 14.02.2013 – 12:14
liebe iasas

sorry, doch die pflege von angehörigen ist absolut nicht zu vergleichen mit der arbeit in einem heim etc. zu hause hast du nur eine person und du hast viel zeit. in einem heim hast du viele bewohner und hast viiiiel weniger zeit. ich arbeite an einem ort wo wir viel zeit haben für die bewohner, doch dies erlebt man nur ganz selten.
die kunst in der pflege ist es geduld, fleiss, sauberes und rationelles arbeiten unter einen hut zu bringen. die pflege ist sehr anspruchsvoll und es wird an allen ecken gespart. wir arbeiten um die bewohner in einer fazinierenden ruhe, was alle besucher immer wieder erstaunt. doch wir arbeiten im hintergrund extrem schnell und genau.
ich weiss jedoch, dass es in den meisten heimen ganz anders zu geht. da hast du oft am morgen 6 oder mehr bewohner zum pflegen, das bedeutet, dass du nur wenig zeit hast pro person. also musst du innert 10-15 min die pflege durchhaben und auch noch das zimmer gerichtet haben. wir haben fast immer doppelt so viel zeit bei den bewohnern.

also iasas, ich weiss nicht ob das was ist für dich, denn du scheinst sehr auf den verdienst angewiesen zu sein. ich empfehle dir dich überall zu bewerben. als hilfskraft oder reinigungskraft egal ob im einkaufladen, im lager, im alterheim oder wo auch immer. heutzutage hast du ohne diplom kaum noch eine chance. erst recht nicht in deinem alter. du bist zu teuer.
ich habe 3 winter marroni verkauft, habe im pferdestall gearbeitet, war pflegmutter und habe alles angenommen, was ich fand. ich wollte unbedingt nicht mehr in meinem alten beruf (gastronomie) arbeiten. es war ein langer weg, habe oft mindere arbeiten verrichtet obwohl ich aus dem kader kam. ich habe 11 jahre benötigt bis ich in der pflege ankam. hätte nie gedacht, dass ich einmal dort arbeite. doch heute habe ich eine top stelle. nicht vom lohn her, doch geld ist mir schon lange nicht mehr wichtig, da ich schon lange untendurch gehe. ich habe dies (gerne) für meine kinder getan, denn sie waren nur einmal klein und ein mami die nie zu hause ist bringt nichts.
früher konnte hatte man kein problem eine stelle zu finden wenn man arbeiten musste, heute ist das extrem anders und ohne diplom hast du es schon schwer eine anständige putzstelle zu finden.

wenn du wirklich intresse hast an der pflege, dann schnuppere mal ein paar tage rein. dann merkst du schnell was ich meine icon_wink.gif

 
Verfasst am: 16.02.2013 – 09:55
Ich verstehe jetzt nicht was du meinst mit "ohne Diplom"
Ist Pflegehelfer ein Beruf für den man normalerweise eine Lehre machen muss ?
Ich dachte die Helfer haben alle nur einen Kurs gemacht .
Eben weil ich weiss , dass es schwierig sein wird eine Arbeit zu finden möchte ich diesen Kurs machen.
Bei einem Verband für Pflegeheime habe ich mich bereits erkundigt . Die Antwort war sehr positiv . Sie meinten , dass ich nach dem Kurs auch in meinem Alter noch gute Chancen hätte eine Stelle zu finden. Deine Antwort verunsichert mich nun wieder .
Ich wünschte der Kurs sei nicht so teuer , dann würde ich gar nicht gross überlegen sondern einfach machen.
Ich habe noch keine Antwort bekommen auf die Frage ob man für die Praktikumszeit bezahlt wird .
Ist die Frage doof?
Ich weiss das wirklich nicht und traue mich die Frage auch nicht direkt an ein Pflegeheim zu stellen.
 
Verfasst am: 18.02.2013 – 10:19
du musst schon richtig lesen. ich schrieb, dass es heutzutage schon schwer wird eine putzstelle zu finden ohne diplom.

ich habe nie ein praktikum gemacht, doch meines wissens bekommt man schon einen lohn, doch einen sehr geringen. ein paar hundert franken liegen da sicher drin, doch ich vermute, dass sind selten über 1000.- bei 100% einsatz. doch da musst du dich wo anderst erkundigen, ich weiss es wirklich nicht, habe noch nie eine praktikantin gefragt was sie verdient. es kommt sicher auch darauf an, in welchem kanton du dann wohnst.

da du dringend auf ein einkommen angewiesen bist, rate ich dir erst irgend eine stelle zu suchen, wo du dein einkommen sichern kannst. du kannst dann immer noch ein paar tage in den beruf reinschnuppern und dann entscheiden ob du die 2000.- für den kurs ausgeben willst. ich finde es wäre wichtig, dass du erst ein paar tage im beruf gearbeitet hast. vielleicht gefällt es dir ja gar nicht und dann hast du das geld zum fenster herausgeworfen.
im gegensatz zum verband für pflegeheime der dir sagt, dass man gute chance hat etwas zu finden, bin ich nicht dieser meinung. ich und meine mitschüler haben andere erfahrungen gemacht. es wird viel schön geredet auch im kurs. dann soll dir dieser verband adressen geben wo du dich bewerben kannst icon_wink.gif

ich kenne dich ja nicht...
doch wenn du belastbar, flexibel, geistig und körperlich extrem beweglich bist, keine berührungsängste hast (auch vor neuem inkl. PC), du eine schnelle auffassungsgabe hast, du fleissig, wirtschaftlich und rationell arbeiten kannst, dann hast du sicher eine chance. wir hatten bei uns letztes jahr 3 SRK pflegehelferinnen über 50ig. alle waren total von sich überzogen. hatten ja soooviel lebenserfahrung, doch sie haben es nicht geschafft sich in der probezeit so einzuarbeiten, dass sie übernommen wurden. wir hatten einen enormen mehraufwand, weil wir ihre arbeit miterledigen mussten und sie es einfach nicht auf die reihe gekriegt haben. dabei ist es bei uns wirklich easy im gegansatz zu anderen orten. wir haben tolles team, arbeiten den ganzen tag im team da wir eine offene station haben wo man nie alleine ist und wir haben aussergewöhnlich viel zeit für die bewohner.

so iasas... ich ende nun mal hier und wünsche dir viel glück für die zukunft. mehr infos kann ich dir nicht geben. schlussendlich liegt es an dir dich zu entscheiden. du musst dein arbeitsleben auf die reihe kriegen, nicht ich icon_wink.gif
 
Verfasst am: 19.02.2013 – 17:49
Es war jedenfalls gut deine Meinung zu lesen , auch wenn sie mir nicht geholfen hat eine Entscheidung zu fällen.Danke
 
Verfasst am: 24.02.2013 – 09:32
Hallo Iasas
Hätte noch eine andere Idee wo du ev. nach diesem Kurs Arbeit finden wirst, vielleicht kannst du ja beides miteinander verbinden.
Bei der Spitex und ähnlichen Organisationen werden doch immer wieder gute Leute gesucht. Dort wird dieser Kurs vom roten Kreuz sogar oft verlangt, auch das Alter spielt da keine grosse Rolle wenn du Fit genug bist.
Viel Glück dabei, noch was dieser Kurs ist nicht in der ganzen Schweiz gleich einfach oder schwierig habe ich mitgekriegt.
Habe ihn auch mit über 50 gemacht, nach vielen Jahren ohne Schulbank war es nicht ganz einfach habe es aber geschafft.
 
Verfasst am: 24.02.2013 – 18:28
Danke klösterli ! Wieder ein plus für den Kurs.
 
Verfasst am: 22.06.2014 – 03:22
Hallo Iasas,
Mit grossem Interesse habe ich dieses Forum gelesen. Ich bin in einer aehnlichen Situation wie Du warst. Ich bin Auslandschweizer und moechte gerne in die Schweiz zurueckkehren. Leider ist die Moeglichkeit in der grafischen Industrie zu arbeiten sehr gering. Ich habe mich bei mehreren branchenspezifischen Beratungsstellen gemeldet, aber leider ohne Erfolg.
Schon seit einer Weile mache ich mir Gedanken ob der SRK Kurs fuer mich das richtige waere oder nicht. Ich habe ein bisschen Erfahrung in dem Bereich und weiss dass es mir gefallen wird.
Hast Du unterdessen den Kurs gemacht? Wie war es? Wie steht es im Moment mit den Stellenmarkt?
Ich bin schon ueber 50 Jahre alt und weiss dass die Schulbank nicht das einfachste ist in diesem Alter, aber ich habe in den letzten Jahren mit Erfolg intensive Weiterbildungen gemacht.
 
Verfasst am: 23.06.2014 – 04:09
Von verschiedenen Seiten habe ich gehört, dass es sich lohnt, bevor Du einen Kurs selber belegst, den dazugehörenden Lehrstoff, Kursunterlagen, Sachbücher, usw. selber zu sichten, eventuell von einer Bibliothek, oder online, oder sie zu kaufen, neu oder second-hand.

Hast Du Dich erst mal etwas dadurch gearbeitet, weisst Du, ob den Fachgebiet Dich genügend interessiert.

Bist Du bereit, Teile davon wirklich selber zu erlernen, kannst Du diese Kenntnisse schon in Bewerbungsschreiben erwähnen, und in Vorstellungsgespräche anhand den von Dir mitgebrachten Unterlagen zeigen, welche Teile Du im Selbststudium Dir angeeignet hast. Das könnte Deine Chancen auf ein Praktikum oder sogar auf eine Dauerstelle erhöhen.

Viel Glück!
 
Verfasst am: 23.06.2014 – 04:23
Hier ist eine weitere Möglichkeit, in diesen Bereich der Pflegehilfe zu arbeiten.

Seit 2 Jahre besteht in der Schweiz eine neue Leistung für IV-RentnerInnen (Bezüger einer Invalidenrente), die dermassen beeinträchtigt (genannt "Hilflos") sind, dass sie ohne Hilfe nicht zu Hause würden leben können. Damit ihnen ein Heimeintritt erspart bleibt (was natürlich nicht nur emotional sondern auch finanziell sehr teuer wäre) werden IV-RentnerInnen unter Umständen und nach genauer Abklärung diese neue sogenannten "Assistenzbeiträge" verfügt.

Mit Assistenzbeiträge erhält die invalide Person von der SVA (Schweizerische Versicherungsanstalt, d.h. die Behörde, die für die IV-Renten zuständig ist) einen Beitrag an die Lohnkosten von angestellten Hilfspersonen für zu Hause. Je nach Bedürfnisse der IV-RentenbezügerInnen, müssten diese Assistenzpersonen nicht unbedingt eine Pflegeausbildung haben, sondern werden direkt im Haushalt angelernt, je nach den tatsächlichen Beeinträchtigungen und Wünsche der ArbeitgeberIn.

Um solche Stellen zu suchen, sind Websites mit Kleininserate nützlich, z.B. www.gratis-inserate.ch, www.tutti.ch, www.anibis.ch, www.olx.ch. (Ich hoffe, ich stosse nicht gegen den Beobachterforumregeln, durch diese Websites hier aufzulisten.)

Suchbegriffe darin sind z.B. Assistent, Assistentin, Assistenz, Assistenzperson, "Hilfe zu Hause", "leichte Pflege", selbstbestimmt, Hausangestellte, Hilfsperson im Privathaushalt, Rentner, Rentnerin, Plfegehilfe, PflegeassistentIn, usw.