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Forum Trennung/Scheidung

Trennungen oder gar Scheidungen sind schwierige Lebensphasen - tauschen Sie sich aus.
Mit geht langsam die Galle hoch
Verfasst am: 20.08.2013 – 10:46
Hallo zusammen, ich hoffe doch sehr dass Ihr mir weiterhelfen könnt.

Ich bin seit 2005 glücklich geschieden von meinem Mann, wir haben eine gemeinsame Tochter welche nun 13 Jahre alt ist.
Bei der Scheidung hat mein Mann freiwillig auf das Sorgerecht verzichtet das Obhutsrecht ist bei mir. Er holt unsere Tochter alle 2 Wochen zu sich ( Besuchsrecht). Was jedoch erst seit etwa 5 Jahren reibungslos funktioniert.
Seit einiger Zeit jedoch nimmt er sich etwas zuviel heraus.
Er bestellt ohne mein Wissen einen Pass für die Kleine, er lässt die Kleine ohne mein Wissen freie Tage in der Schule beziehen und unterschreibt diese. Vor ein paar Wochen verlangte er dass die Kleine ihre ID mitbringen soll, da unsere Tochter jedoch nicht ohne Schlüssel an die ID kommt ist dies dann auch ausgekommen. Ich weigerte mich daraufhin ihm die ID auszuhändigen wenn er mir nicht sagt wiso er diese braucht.. Er antwortete und reagierte nicht darauf, im Gegenteil, er stiftete daraufhin unsere Tochter an die ID einfach zu nehmen wenn ich es nicht bemerken würde.. Sms von ihm an unsere Tochter..
Er hält sich an keine Abmachungen und informiert mich nicht.
Entscheidungen trifft er mit unserer Tochter, manchmal erfahr ich es nur durch Zufall Wochen später.
Langsam geht mir die Luft sowie die Geduld aus, was soll dass?
Bitte helft mir, ich weis echt nicht was ich tun soll dieser Zustand frisst mich noch auf.

liebe Grüsse
 
Verfasst am: 27.08.2013 – 01:12
Immerhin kümmert sich dein Mann um das junge Fräulein.

Mit 13 sollte ein Heranwachsender schon über Identitätspapiere verfügen, an gewissen Orten (Kino z.B.) gibt es Altersgrenzen und da ist es immer hilfreich, einen Ausweis dabei zu haben. In Deutschland z.B. ist es Bürgerpflicht, immer einen Ausweis auf sich zu tragen. Ich weiss nicht wo ihr wohnt, aber in Grenznähe ist es durchaus sinnvoll, den Ausweis bei sich zu haben, wenn man z.B. kurz hinter die Grenze zum Einkaufen fährt.

Sollte der Göttergatte z.B. in eine polizeiliche Kontrolle kommen und hat eine 13-jährige auf dem Beifahrersitz, welche sich nicht ausweisen kann, sind ungemütliche Fragen bereits vorprogrammiert.

Dass das junge Fräulein in diesem Alter mehr unternimmt als nur im Sandkasten zu spielen dürfte klar sein. Ein Vater ist halt immer noch das grosse Vorbild für eine Tochter (und umgekehrt die Mutter meistens für einen Sohn) und in der Pubertät läuft vieles nicht mehr wie im Kleinkindalter, da haben die Damen Geheimnisse und werden zickig und berichten nicht mehr alles brühwarm zu Hause.

Ich würde das auf jeden Fall nicht überbewerten. Kinder werden grösser und irgendwann fliegen sie aus.

Und: Immer schön zusammenarbeiten mit dem Vater, das tut der Familie besser als wenn man gegeneinander arbeitet!

 
Verfasst am: 07.10.2013 – 12:12
Werter Eidgenoss,
ich hab mich schön an deine Zeilen gehalten, schliesslich haben mir Ihre Worte auch eingeläuchtet.. nun aber sind wir so weit dass der Kindsvater mir die Tochter nicht mehr zurückbringt und vorenthaltet obschon er sie am 29.9.2013 zurückbringen sollte.. Auf tel und sms antwortet er sowie die Tochter nicht... Was nun??
Wäre es oft nicht auch dem Kindsvater ans Herz zu legen dass er doch bitte auch mit der Frau zusammen arbeiten sollte und nicht dagegen?!
Es gibt bestimmt die " Bösen EX-Frauen" es gibt aber auch solche wie mich die immer wieder Kompromisse in kauf nahm und nun dass!! Bitte nicht verallgemeinern ich tus ja auch nicht!
Nun ist es so dass ich mit einem Scheidungsurteil da sitze, mir die Augen ausweine, nicht weis wo mein Kind ist, und mir das Sorge- Obhuts und das Aufenthaltsbestimmungsrecht ansehen kann denn mehr nützt es mir nicht... die Vormundschaftsbehörde, sowie die Polizei und auch die KESB geniessen zurückhaltung und helfen will keiner!!
 
Verfasst am: 07.10.2013 – 23:28
hallo epinefrine,

wäre ich in deiner situation würde ich bei den amststellen solange auf der matte stehen, bis die mir helfen würden!
 
Verfasst am: 08.10.2013 – 01:05
Oje...das tönt nicht nach friedlicher Lösung. Ich würde auf jeden Fall schnell reagieren,
einen Anwalt einschalten und auch sonst bei den Behörden verlangen dass sie Dir helfen
dass Dein Kind wieder nach Hause kommt. Wahrscheinlich würde ich eine Anzeige wegen
Freiheitsberaubung oder Entführung prüfen, er darf das Kind nicht zurückhalten!
Auch hat er kein Recht einen Pass zu bestellen oder solche Sachen.
Dem Frieden zuliebe muss auch er sich an die Abmachung halten. Kann es sein dass er
sich mit dem Kind davonmachen will?
Wenn Du kein Geld für einen Anwalt hast wird dieser Dir sicher helfen einen Antrag zu stellen, aber es
lohnt sich sicher, dass einer zugezogen wird.
Viel Glück wünscht Dir Arielle
 
Verfasst am: 13.10.2013 – 23:21
Anwalt eingeschaltet, KESB, Vormundschaftsbehörde, Gemeinde, Schulleitung, Polizei auch... Kind immer noch nicht zuhause, helfen will immer noch keiner so wirklich.. Hab jetzt eine Gefärdungsmeldung gemacht, die kann niemand ignorieren !
Meine Tochter hätte Morgen in die Schule gehen sollen!! Mitlerweile sind die Geschwister in Behandlung bei der EB auf mein drängen hin, und ich werde vom Arzt unterstützt. So sieht es leider zur Zeit aus.. In der Schweiz wird msn alls Alleinerziehende im Stich gelassen von Sämtlichen Instanzen. ?
 
Verfasst am: 14.10.2013 – 00:54
Da kann ich Dir nur zustimmen *seufz*.

Das war schon früher so, und heute ist es nicht besser.

Ich wurde svor 25 Jahren ungewollt schwanger von einem Schläger und es war mir klar, dass ich den nicht heiraten würde. Habe meine Tochter auch alleine grossgezogen. Der hat mich andauernd gestalkt, was das Zeugs hält, von der Arbeit abgepasst, mich im Tram mit einem Messer bedroht, damit ich ruhig war usw.usf.Ich hatte immer einen Zettel dabei, um die Leute darauf aufmerksam zu machen, aber das war unmöglich. Er hat meine Fenster eingeschlagen und mich vor meiner Tochter halb tod geschlagen icon_frown.gif

Als diese 6 Jahre alt war ging ich mit ihr zusammen zur Polizei, um Klage gegen den einzureichen. Was sagten diese Idioten:

"Die blauen Flecke können sie sich selber zugefügt haben und ihre 6-jährige Tochter ist keine Zeugin*!


Ich weiss noch, wie wütend ich wurde und denen sagte, dass man bei ihnen erst tod sein müsse, bis etwas unternommen wird. Das ist auch so. Aber für unnötige Verkehrskontrollen und so Müll haben die Zeit. Dafür dürfen wir grausige Steuern bezahlen.

Das war zwar 1995 - mir kommt es vor wie gestern.

Immer mehr Gesetze und Verbote, aber Hilfe bekommt man von nirgends. Wenn sich an diesen Missständen nicht bald was ändert, dann Gnade uns allen Gott.

Dir wünsche ich unbekannterweise viel Kraft, diese grässliche Situation durchzustehen, ohne in Depressiionen zu landen wie ich. Alles Gute!
 
Verfasst am: 14.10.2013 – 13:07
Hallo epinefrine

Heute hat/hätte für deine 13-jährige Tochter die Schule wieder angefangen. Ist deine Tochter nun zurück?

Da ich "hautnah" erfahren habe, was es heisst, ein Kind zu vermissen, kann ich mir vorstellen, wie verzweifelt du bist - zu gerne möchte ich hoffen, ich dürfte schreiben "warst" anstelle von "bist"...

Falls du noch immer nicht weisst, wo deine Tochter sich aufhält, würde ich mal beim Arbeitgeber des Vaters nachfragen, ob sie dir irgendwie weiterhelfen können aufgrund von Infos, evtl. Ferienabwesenheit, evtl. wo in den Ferien usw. Falls der Arbeitgeber die Natelnr. des Vaters besitzt, könnte evtl. dieser mal versuchen, ihn zu erreichen? Vielleicht wurde ja das alles schon versucht. - Gibt es irgendwelche Verwandte, Bekannte, Freunde, welche informiert sein könnten, wo sich Vater und Tochter aufhalten?

Ist es denn nicht möglich, dass das Natel der Tochter "geortet" werden kann von der Polizei?

Irgendjemand, irgendeine Stelle müsste doch Bescheid wissen, ob Vater und Tochter überhaupt wohlauf sind. Und falls nicht, sollte dem sowieso nachgegangen werden. - Gibt es denn niemanden, der den Vater vermissen würde, wenn er einfach sang- und klanglos verschwunden wäre?

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Zuversicht!

Gruss

Regentropfen
 
Verfasst am: 14.10.2013 – 14:42
Hallo Regentropfen, nur kurz an alle...
Tochter immer noch weg!!!
Behörde will zuwarten, Anwälte auch, immer noch kein Kontakt zu KV und Kind...
Verzweiflung, Ohnmacht, Trauer... sehr gross
Geschwister in Behandung, ich auch....
langsam aber sicher verliere ich den Glauben an unser Rechtssystem.... leider
 
Verfasst am: 14.10.2013 – 14:42
Hallo Regentropfen, nur kurz an alle...
Tochter immer noch weg!!!
Behörde will zuwarten, Anwälte auch, immer noch kein Kontakt zu KV und Kind...
Verzweiflung, Ohnmacht, Trauer... sehr gross
Geschwister in Behandung, ich auch....
langsam aber sicher verliere ich den Glauben an unser Rechtssystem.... leider
 
Verfasst am: 14.10.2013 – 15:11
Hallo liebe epinefrine

Es ist unfassbar! Hattest du denn schon Kontakt mit dem Arbeitgeber des Vaters?

Gibt es tatsächlich niemand in deinem ganzen Umfeld, der in Kotakt steht mit dem Vater oder in den letzten Tagen ein Lebenszeichen von ihm erhalten hat?

Gibt es evtl. Freunde, Schulkolleginnen/-kollegen deiner Tochter, welche eine Simse von ihr erhalten haben oder Facebook-Kontakt mit ihr pflegen? Evtl. könnte der Lehrer eine diesbezügliche Frage in die Klasse stellen?

In lieben Gedanken an dich, auch wenn ich dich nicht kenne

Regentropfen
 
Verfasst am: 15.10.2013 – 09:49
Tochter beantwortet keine Mails Sms oder Tel, egal ob Lehrer, Freunde, Familie, Pate usw tel, beim KV das selbe!!!
Niemand steht in Kontakt mit ihnen deshalb auch meine Verzweiflung.
Mein Anwalt machte Ihn gestern darauf aufmerksam dass er bis Mittwoch die letze Möglichkeit hat die kleine zu bringen...
Weiter warten heisst das für mich.
 
Verfasst am: 15.10.2013 – 22:56
liebe epinefrine,

mit tut es auch sehr leid, dass du gerade so eine schwierige zeit durchmachen musst. die reaktionen der involvierten stellen finde ich sehr enttäuschend und wünsche dir von herzen, dass sich die dinge schon ganz bald zum guten wenden mögen.
 
Verfasst am: 20.10.2013 – 10:11
In einer solchen Situation sind glaub alle Empfehlungen falsch.

Grundsätzlich, so blöd wie's tönt, ist Schritt zum Anwalt oder ähnlichem kaum richtig. Dass jedoch die Aemter nicht einschreiten kann man so auch nicht nachvollziehen. Dass sich der Vater nicht korrekt verhält ist auch klar. Wenn die Mutter jedoch jetzt "tobt" treibt sie die Tocher erneut zum Vater und dieser bekommt immer mehr in die "Hand".

Das sind so die effektiven Situationen im Leben, bei denen man tun oder lassen kann was man will, und es ist falsch.

So schwer wie's tönt. Vielleicht nützt es, dass Du versuchst den "Gleichgültigen" rauszuhängen. Dem Vater mitzuteilen, dass er für die Tochter nun zuständig ist (in seiner Obhut), für diese Aufkommen muss und darf. Wenn er dann plötzlich "erwacht" was das bedeutet, könnte es sein, dass sich das Blatt sehr schnell wendet, und er sie loswerden will.

Schlecht ist jedenfalls, dass man an der Tochter "rumreisst". Aber auch da... je mehr Du Dich "anstrengst" umso mehr zerrt das an der Tochter rum und nicht am Vater. Dieser nützt lediglich Deine Emotionen aus. Nutzt die emotionelle Verbindung von Dir und der Tochter aus um etwas zu bewirken. Was auch immer.

Schwirige Situation - Vielleicht nicht Anwalt oder ähnliches, sondern einen Therapeuten für Dich, damit Du das "überstehst". Lernst Deine "Wut/Galle" in den Griff zu bekommen und damit einen "freien" Kopf um das "Richtige" zu tun.

ToiToiToi
 
Verfasst am: 20.10.2013 – 19:42
Grundsätzlich geht es doch darum, dass die Mutter wissen möchte, wo die Tochter - sie ist noch keine 18 Jahre alt! - ist und ob sie wohlauf ist. Ich bezeichne es als Psychoterror und Instrumentalisierung des Kindes, wenn ein Elternteil mit dem Kind sang- und klanglos verschwindet, um den andern Elternteil fertig zu machen. Man stelle sich auch die Situtation für das Kind vor, welches beide Elternteile liebt. Und dann vom betreffenden Elternteil die Auflage aufgezwungen erhält, sich dem von Sorge fast zugrunde gehenden Elternteil zu verweigern, damit dieser möglichst denkt, es sei ihm was zugestossen oder es lebe gar nicht mehr. Nichts Niederträchtigeres, als die Gefühle eines Menschen dermassen mit Füssen zu treten.

Zudem befindet sich ein 13-jähriges Kind in der obligatorischen Schulzeit, was bedeutet, dass da nicht nach Lust und Laune Ferien bezogen werden können...

Ja, ich habe mich in den letzten Tagen oftmals gefragt, ob epinefrine nun weiss, ob es ihrer Tochter gut geht und wo sie überhaupt ist - oder ob sie wieder daheim ist. ich wünsche es ihr von ganzem Herzen - wie auch ihrer Tochter...

Gruss

Regentropfen
 
Verfasst am: 21.10.2013 – 17:36
danke für die Tips doedel, bin tatsächlich in Therapie wie meine andern Kinder auch... Tochter immer noch nicht gesehen oder gehört.. ich hab mich bewusst zurück gezogen, denn die Geschwister brauchen mich und nur da kann ich helfen... So brutal es klingen mag, zur Zeit opfere ich meine Tochter um den Geschwistern beiseite Stehen zu können, auch wenn dies bedeutet dass mein Herz nun zerbrochen ist.. Ich bin ausserstande meine Gefühle zu beschreiben...
Liebe Grüsse Epinefrine
 
Verfasst am: 21.10.2013 – 18:38
liebe epinefrine,

ich wünsche dir viel kraft um diese belastende zeit durchstehen zu können.
alles liebe für dich und deine kinder.