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Politik

Diskussionen zu Wahlen und Abstimmungen, über Bundesbern oder über kantonale und kommunale Politik.
[Geschlossen] politisches IV Debakel
Verfasst am: 12.12.2013 – 09:53
In der Kassensturzsendung vom 29.10.2013 zum Thema IV Probleme habe ich das Interview von Herrn Bortoluzzi (SVP Politiker) gehört. Was er da zu sagen hatte, war schlicht unglaublich und beschämend. Er äusserte sich dahingehend, dass er 4 bis 4,5 Tausend IV Bezüger von insgesamt 290‘000 betroffenen die Zeche zahlen lasse, weil – Zitat „in den letzten 20 Jahren zu lasch umgegangen wurde. Die einzelnen Betroffenen können ja die Rechtsmittel ergreifen“. Solche Äusserungen sind unsensibel, technokratisch, lobbyorientiert und sozial-inkompetent.
Für die meisten der Betroffenen ist der Rechtsweg praktisch aussichtslos und finanziell wohl kaum tragbar. Zudem ist es für den einzelnen Betroffenen demütigend, ja würdelos, dem juristischen Trauerspiel durch alle gerichtlichen Instanzen zu folgen. Die Kassensturzsendungen vom 29.10.2013 und 22.5.2012 zeigen dazu vernichtende Fallbeispiele. Das Reglement für die BV versicherte Person stützt sich im Leistungsfall in den meisten Fällen auf die IV ab. In der Summe, ein super Geschäft für die Pensionskassen und der Versicherungen. Zu schlechter Letzt wird der Versicherte noch mit dem Wegfall des ALV Taggeldes bestraft. Die finanzielle Sicherheit, wofür der Betroffene sein ganzes Leben lang hart gearbeitet und gespart hat, ist mit einem politischen Federstrich verloren. Solche tragischen, in die Öffentlichkeit getragenen, Einzelschicksale haben leider keine genügende Wirkung auf die Politik.
Diese Unglaublichkeiten haben mich veranlasst, mich vertieft zu diesem Thema zu informieren und einzuarbeiten. Die Bedeutung des Zitats aus der genannten Kassensturzsendung „Im Rahmen der IV Revision soll bis im Jahr 2018 17‘000 vor allem psychisch angeschlagene Personen wieder ins Arbeitsleben zurückgeführt werden. Das entspricht 12‘000 Renten. Bis Ende des nächsten Jahres sollen bis 4‘500 dieser Rentenbezüger die Unterstützung gestrichen werden“, Dabei ist leicht festzustellen, dass:
die Kosten dieses „Vorhabens“ sich zusätzlich und jährlich wiederkehrend auf
CHF 700 Millionen belaufen. Es wird dafür der Gegenwert von jährlich 35‘000 mittleren IV Renten eingesetzt. Wie ist das der Bevölkerung zu erklären?
(600 Integration, 45 Gutachter, 53 Personalausbau nach NZZ, nachfolgend erläutert)
Das lässt nur eine Schlussfolgerung zu: Das ist der Worst Case der Schweizer Politik. Diese setzt den Gegenwert von jährlich 35‘000 IV Renten ein um ein Sparziel bis ins Jahr 2018 von 17‘000 Renten zu erreichen.
Mit einer geringen Erhöhung der IV Prämienprozente ab dem Jahr 2006, wäre diese heutige politische Schändlichkeit kein Thema. Die Schweizer Politik versagt kläglich, wenn sie es in den genannten 20 Jahren nicht fertig brachte, dieses Problem zu beheben.
Über eine mögliche Mitwirkung der Wirtschaft (Arbeitgeber) finde ich keine Hinweise.
Der politische Sparwille wird mit nachstehenden Fakten mehr als in Frage gestellt:
Frauen und Männer mit einer IV Rente haben bereits in den Jahren von 2008 bis 2012 um 17‘000 auf 271‘000 Personen abgenommen. Obwohl die Bevölkerung in der Schweiz im gleichen Zeitraum um 349‘000 Personen zugenommen hat. Die Personalkosten der IV haben in den Jahren von 2008 bis 2011 um knapp CHF 35 Millionen auf CHF 194 Millionen zugenommen. Die noch in Abklärung oder seit dem Jahr 2008 abgelehnten IV Gesuche sind in den Erhebungen nicht inbegriffen. Es würde interessieren wie hoch die Ablehnungsquote bei den IV Anträgen ist.
Wäre der Prämien %-Satz für die IV Versicherung ab Jahr 2006 von gegenwärtig 1,4% um 0,6% auf 2,0% angehoben worden, hätte dies CHF 13 Milliarden mehr Prämieneinnahmen gebracht. Die Verschuldung mit über CHF 13 Milliarden wäre kein Thema und der Arbeitgeber würde nur um 0,3% mehr Prämie belastet. Heute beträgt die Belastung der Arbeitgeber an die Sozialversicherungen fast 18% der AHV-pflichtigen Lohnsumme. Die Prämie für die EO, sprich „Mutterschaftstaggeld während 17 Wochen“ wurde im Jahr 2011 auch ohne Probleme entsprechend erhöht.
Im Internet findet man heute 22 MEDAS Zentren. Gemäss Aussagen des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) waren es im Jahr 2012 18 MEDAS Zentren. Gemäss vorgenanntem Kassensturzbericht kostet eine MEDAS Abklärung pauschal CHF 9‘000. Beispielsweise werden die abzuklärenden Personen dort für 3 Übernachtungen mit Stundenplan ins Zentrum aufgeboten. Der Stundenplan für eine gesamte Abklärung sieht z.B. 3 – 4 Sitzungen mit irgendeinem Arzt von je max. 60 Minuten plus eine Schlussbesprechung vor. (z.B. eine Kinderärztin für die Anamnese) Spezialabklärungen (MRI, etc.) werden normalerweise abgelehnt: Sei zu teuer. Sehr einträglich für ein privatrechtlich geführtes Zentrum.
Gemäss Kassensturzsendung vom 22.5.2012 bezahlt die IV jährlich bis CHF 45 Millionen für Gutachten. Bei einer mittleren IV Rente pro Jahr könnten 2‘300 Personen dafür eine Rente/Jahr erhalten. Im Jahr 2011 wurden gemäss Stefan Richter Vizedirektor des BSV gegen CHF 600 Millionen jährlich für Massnahmen (Wiedereingliederung und Integration) ausgegeben. Das entspräche etwa für 30‘000 Personen eine mittlere IV Rente/Jahr. Wohin geht das Geld, wenn die Rentenbezüger in den letzten 5 Jahren bereits um 17‘000 Personen abgenommen haben? Im Jahr 1990 wurden an private Haushalte CHF 3,3 Milliarden Leistungen an Versicherte erbracht. Bis zum Jahr 2005 ist diese Summe bereits auf CHF 9 Milliarden angewachsen. (Wieviele von der Arbeitswelt wurden in die IV „Ausgemusterte“ entsorgt?) Bis zum Jahr 2012 haben diese Leistungen an Versicherte auf CHF 8,1 Milliarden wieder abgenommen.
Gemäss Taschenstatistik 2013 der Sozialversicherungen weist die Gesamtrechnung der Sozialversicherungen für Sozialleistungen CHF 120 Milliarden aus. Der Anteil der IV beträgt lediglich CHF 8 Milliarden, also 6.67% aller Leistungen an die Versicherten. Die Verwaltungs- und Durchführungskosten sowie übrigen Ausgaben verschlingen auch noch CHF 1 Milliarde.
Im Gesamten gesehen, sind diese Turbulenzen rund um die IV von der Politik hausgemacht. Ein Sturm im Wasserglas! Aber mit so viel Vernichtungspotenzial für die Betroffenen und letztlich nur eine Umverlagerung an die Sozialhilfe. Gespart wird also nichts. Im Gegenteil! In beiden Fällen bezahlt es der Steuer- und Prämienzahler.
Herrn Bortoluzzis politischen Tätigkeiten werden vom Steuerzahler bezahlt, auch von diesen Personen, die er hier in die „Pfanne“ haut. Als Mitglied der sozialen Sicherheit und Gesundheit wie auch der Sicherheitspolitik sollte er eigentlich Fürsprecher für das soziale System und Sicherheit der Bürger sein. Aber nein, wir steuern rasend schnell in den Generationenkonflikt rein, den die ältere Generation verlieren wird.
Auch bei der beruflichen Vorsorge ist eine Anpassung zur einheitlichen Prämienlast für Jung und Alt ebenfalls dringendst notwendig. Die Prämienabstufung in 4 Altersgruppen ist längst überholt! Die jungen Versicherten benachteiligt es im Leistungsfall durch zu kleines angespartes Kapital und die älteren Versicherten benachteiligt es bei der Stellensuche. Im Leistungsfall kann es in beiden Fällen auch zum Fürsorgeproblem führen. Jung kommen sie und Alt werden sie in der Arbeitswelt. Die Jungen bringen frisches Gedankengut und die alten bewährte Berufserfahrung.
Die soziale Sicherheit und der Generationenvertrag sollten auch zwischen ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen durch die demographische Entwicklung gewährleistet sein. Das durch Prämienzahlungen angehäufte Vermögen der gesamten Sozialversicherungen beträgt gemäss Taschenstatistik 2013 per 2011 CHF 702 Milliarden. Die IV Schulden per 2010 mit CHF 14,912 Milliarden haben innert zwei Jahren um CHF 5,560 Milliarden auf CHF 9,352 Milliarden abgenommen. Der Anteil des Vermögens der beruflichen Vorsorge beträgt CHF 620 Milliarden.
In der NZZ vom 12.11.2013 habe ich den Artikel „Wo der Bund Personal ausbaut“ aufmerksam gelesen.
Die Soziale Wohlfahrt wurde in den Jahren 2007 bis 2012 um insgesamt 249 Stellen ausgebaut. Das entspricht über 27% des genannten gesamten Stellenausbaus. Jede Stelle kostete für das Jahr 2008 CHF 192‘000 und bereits über CHF 213‘00 für Jahr 2012. Nur Personalkosten. Ein Zuwachs pro Stelle um über 11%. Zusätzlich sind noch die Arbeitsplatzkosten und Übriges aufzurechnen. Dieser Stellenausbau für die Bewältigung des Abbaus der IV Rentner bringt zusätzliche Personalkosten von über CHF 53 Millionen/Jahr.

Quellenverweise:
Finanzstatistik/Berichterstattung = http://www.efv.admin.ch/d/dokumentation/finanzstatistik/beri...
Taschenstatistik 2013/Sozialversicherungen = http://www.bsv.admin.ch/shop/00006/00025/index.html?lang=de&...
Kassensturzsendung 29.10.2013 = http://www.srf.ch/konsum/themen/versicherungen/rente-weg-iv-...
MEDAS Zentren = https://www.suissemedap.ch/Pages/MedasMap.aspx
 
Verfasst am: 13.12.2013 – 08:40
Hermesplus, meinen Respekt für diesen fundierten und ausgezeichnet recherchierten Beitrag zum ganzen IV-Debakel! Der Artikel ist hervorragend geeignet, um über die Medien und sozialen Netzwerke verbreitet zu werden. Denn es ist an der Zeit, die irreführende und beschönigende Lügenpropaganda der PR-Abteilung Invalidenversicherung beim Bundesamt für Sozialversicherungen schonungslos zu entlarven. Und es ist Zeit, dass die in Politik und Verwaltung Verantwortlichen dieses menschenverachtenden und dazu noch aus Steuergeldern finanzierten IV-Willkürapparats zur Rechenschaft gezogen werden.
 
Verfasst am: 15.12.2013 – 19:14
Die Machenschaften der IV hängen damit zusammen, dass es jeden Tag mehr Arbeitslose in der Schweiz gibt. Viele davon werden im Laufe Ihres Lebens, durch den Verlust der Arbeit, zu psychischen Wracks. Schuld daran ist unser Sozialhilfesystem, welches die Leute durch finanziellen Druck & Schikanen in die Sklaverei bis hin zum Suizid treibt.

Der einzige Ausweg aus dieser lebensbedrohlichen Situation ist die Anmeldung bei der IV. Dort herrscht keine degenerierte Rückzahlungspflicht und Hilfsbedürftige erhalten einen verünftigen Betrag ausgezahlt

Ich wäre dafür, dass IV und Sozialhilfe abgeschafft werden und daraus eine neue Einheitskasse entsteht. Seien wir doch mal ehrlich: Geld hats genug im Kässli, es wird nur falsch verteilt.
 
Verfasst am: 16.12.2013 – 13:36
Hermesplus, meinen Respekt für diesen fundierten und ausgezeichnet recherchierten Beitrag zum ganzen IV-Debakel!
Dieser Bericht ist einmalig und ich bedanke mich bei Ihnen von Herzen!!
 
Verfasst am: 16.12.2013 – 14:18
hermesplus hier können Sie Ihren Super Artikel in einem Politiker Forum das sehr viel benützt wird, auch publizieren!
http://www.vimentis.ch/
http://www.politnetz.ch/
Sie können sich anmelden und somit Ihre Meinung einbringen.
Bringen Sie sich ein und schlagen Sie der Politik Ihre Lösungen vor !!
 
Verfasst am: 16.12.2013 – 21:49
Es ist an der Zeit, dass das Reizthema IV nicht länger nur einigen wenigen Hardlinern überlassen wird, sondern diese Diskussion endlich auf sachlicher und breiter Basis geführt wird.

In diesem Zusammenhang war der Auftritt von Rechtsprofessor Thomas Gächter von der Uni Zürich im Kassensturz-Studiogespräch vom 29.10.2013, in welchem er in kompetenter Weise seine kritische Haltung gegenüber der heutigen IV-Willkürpolitik einbrachte, sehr begrüssenswert.
Das 6:32 Minuten dauernde Studiogespräch zwischen Ueli Schmezer und Prof. Thomas Gächter ist eingebettet im SRF-Online-Artikel "Rente weg: IV macht Kranke per Gesetz gesund" von Peter Basler, auf welchen bis zur Schliessung der Kommentarfunktion nicht weniger als 672 (!) Kommentare eingegangen sind:
http://www.srf.ch/konsum/themen/versicherungen/rente-weg-iv-... (zum Studiogespräch mit Prof. Gächter ganz hinunter scrollen).

Gerade kompetente und glaubwürdige Stimmen wie die von Prof. Gächter sind bei dem schon viel zu lange überfälligen Korrekturbedarf der IV zurück zu einer humanen und glaubwürdigen Sozialversicherung sehr wertvoll und werden in der Öffentlichkeit wahrgenommen.

Denn es geht nicht an, dass einige wenige Hardliner sich weiterhin völlig ungehindert gegen die Schwächsten unserer Gesellschaft austoben können. Wie im Fall von Bortoluzzi (von hermesplus ganz am Anfang dieses Threads bereits erwähnt), verlautbarend, dass er 4 bis 4,5 Tausend IV-Bezüger/Innen von insgesamt 290‘000 Betroffenen die Zeche zahlen lasse, weil – Zitat „in den letzten 20 Jahren zu lasch umgegangen wurde. Die einzelnen Betroffenen können ja die Rechtsmittel ergreifen“. Ich gehe einig mit Threaderöffner hermesplus: Solche Äusserungen sind unsensibel, technokratisch, lobbyorientiert und sozial-inkompetent.

Im gleichen Atemzug muss aber auch die Rolle unserer instrumentalisierten und korrupten Justiz hinterfragt werden. Denn man darf nicht vergessen, dass das Bundesgericht bei der systematischen Entrechtung von IV-Versicherten mit zahlreichen höchst zweifelhaften Urteilen eine aktive und wenig rühmliche Rolle spielt. Diese penetrante schein-rechtsstaatliche Allianz zwischen der Politik, einer korrupten höchstrichterlichen Justiz und dem Bundesamt für Sozialversicherungen ist ein Problem, welches unbedingt vermehrt in den Fokus der Medien gestellt werden muss.

 
Verfasst am: 17.12.2013 – 05:27
Man muss halt immer auch beide Seiten sehen, die Fälle die im Kassensturz gezeigt werden sind natürlich ernüchternd. Vorallem weil ja da bereits Schicksale und Ereignisse hintendrin stehen, welche den Leidenden die Sache noch schwerer machen.

Wie ist es dazu gekommen ? Jahrzehntelang war die IV ein Selbstbedienungsladen und selbst heute wird immer noch Missbrauch betrieben. Sehr viele Renten gehen ins Ausland zu Bezügen, die mal erlickt hatten, wie einfach man hier zu Geld kommt. In der Praxis sind die Rechtmässigkeiten dieser Bezüge wohl kaum prüfbar und es wird weiterhin fleissig bezahlt. Schweizer Renten ins Ausland - mit diesen Beträgen auf CH Niveau lässt sich in manchen Ländern eine ganze Familie ernähren. Desweiteren gab/gibt es auch hier und er Schweiz immer wieder Fälle von Missbrauch, die publik gemacht wurden. Die Iv veröffentlicht natürlich keine Zahlen, private Rentenversicherer haben eine Quote von um die 10%. Es ist anzunehmen, dass die Quote beid er IV vielleicht gar höher ist. Die Sozialdetektive, die ja die letzten Jahre immer öfter aktive erden sind erfolgreich und decken Missbräuche auf.

Ich möchte aber auch noch darauf hinweisen, dass es durchaus Arbeitgeber gibt, die sozial benachteiligte und IV-Fälle eingliedern. Mein AG ist so einer, wir haben einige IV Fälle, welche bei uns eine Beschäftigung finden in einem Nischenarbeitsplatz. Eigentlich eine tolle Sache für beide Seiten. Doch leider gibt es auch hier solche die sich wirklich bemühen und einen guten Job erledigen und die andern, welche nur da sind und profitieren.

Wie wollt Ihr denn immer mehr Renten finanzieren ? Wie soll das aufgehen ?
Kommt mir jetzt nicht mit Märchenlösungen wie dem BGE ...
 
Verfasst am: 17.12.2013 – 08:49
Peter schrieb:
Jahrzehntelang war die IV ein Selbstbedienungsladen und selbst heute wird immer noch Missbrauch betrieben. Sehr viele Renten gehen ins Ausland zu Bezügen, die mal erlickt hatten, wie einfach man hier zu Geld kommt. In der Praxis sind die Rechtmässigkeiten dieser Bezüge wohl kaum prüfbar und es wird weiterhin fleissig bezahlt. (...) Die Iv veröffentlicht natürlich keine Zahlen, private Rentenversicherer haben eine Quote von um die 10%. Es ist anzunehmen, dass die Quote beid er IV vielleicht gar höher ist. Die Sozialdetektive, die ja die letzten Jahre immer öfter aktive erden sind erfolgreich und decken Missbräuche auf.


"Quote bei der IV gar höher"?

Es sei erinnert an den Beo-Thread "BSV ist gefordert: Wo bleibt die offizielle "Scheininvaliden"-Betrugsquote?"
http://www.beobachter.ch/foren/uebersicht/foren/list_post/f/...

Gemäss dem im Thread verlinkten BAZ-Artikel http://bazonline.ch/schweiz/standard/Deutlich-weniger-IVRent... wurden im Jahr 2012 an die IV-Versicherten 234'600 sogenannt gewichtete Renten ausbezahlt (bei der Gewichtung der Renten werden ganze Renten einmal gezählt, Dreiviertelsrenten 0,75-mal, halbe Renten 0,5-mal, Viertelsrenten 0,25-mal). Die genaue Gesamtzahl der Rentenbezüger geht aus dem Artikel nicht hervor.
Wenn wir also die 234'600 sogenannt gewichteten (ganzen) Renten den im Zusammenhang mit der Missbrauchsbekämpfung eingesparten "umgerechnet 300 ganzen Renten" (gem. BAZ-Artikel in oben erwähntem Thread verlinktem BAZ-Artikel) gegenüberstellen, ergibt sich somit eine Missbrauchsaufdeckung und Renten-Einsparungsquote in Höhe von läppischen 0,13%.

Dank neuem IV-"Missbrauchsbekämpfungsmanagement" inkl. Detektivüberwachungen und von der Bevölkerung anonym einreichbaren Denunziationsformularen wissen wir also jetzt: 99,87% sind rechtmässige IV-Renten.

In welchem Bereich sonst gibt es so eine geringe Missbrauchsquote?

Das BSV windet sich übrigens, diese Tatsache anzuerkennen. Ist ja klar warum. Man würde den Hardlinern den Wind aus den Segeln nehmen und könnte dem "Volk" nicht länger Sand in die Augen streuen. Auffallend ist jedenfalls, dass eine offizielle und überprüfbare "Scheininvaliden"-Betrugsquote seitens BSV immer noch ausstehend ist...




 
Verfasst am: 17.12.2013 – 15:03
Die Invalidenversicherung​ zählte 2010 450’000 LeistungsbezügerInnen​ (250’000 Männer und 200’000 Frauen). Von diesen hatten rund 420’000 ihren Wohnsitz in der Schweiz. 2010 wurden 280’000 Invalidenrenten ausbezahlt. Drei Viertel davon waren ganze IV-Renten.
 
Verfasst am: 17.12.2013 – 15:03
Neue Revision-Neue Lügen am Volk-Die derzeitige IV ist die korrupteste Versicherung, welche es je in der Schweiz gab! Die Invaliden haben das Milliarden-Loch nicht in Kasse geschlagen. Es war die IV-Hauseigene Bürokratie, welche kläglich versagt seit Jahren bis dato. Statt das Geld Invaliden zukommen zu lassen, hat man seit der letzten Revision mit “kranken” Tricks diese Bürokratie nur noch weiter ausgebaut und die vor allem einheimischen Behinderten schikaniert und bürokratisch “beackert”
Das IV-Verfahren und die Praxis der Gutachter/innen mit Ihrem UNSELIGEN Motto: aus
Krank oder Unfall Patienten machen wir wieder gesunde Patienten! Werden Menschliche Tragödien und Schicksale in gröbster fahrlässiger, rechtlicher völlig fragwürdiger vorgehensweise Geschichte geschrieben. Noch niemals in der Schweiz konnte eine andere Versicherung solche Wagnisse eingehen den sie wären subito im Konkurs!
Bedenken wir, dass wir hier von Kranken oder als Unfallfolge geplagten Patienten sprechen, die Jahrelange Leiden mit Schmerzeen und deren Folgen zu kämpfen haben und jetzt kommt noch der Hammer nämlich eine obligatorische Versicherung mit dem Namen Invalidenversicherung​ und sorgt willkürlich wenn nicht sogar bösartig für weiteres Probleme: Ihnen wird die finanzielle Grundlage für die Lebenshaltungskosten verweigert.
Niemals kann dies Gutgehen!!! Das Defizit der IV resultiert bestimmt nicht aus den Renten, die verschleudern das Geld für unlautere Gutachter, Scheinjobs, Observationen, sinnlose Eingliederungen und vor allem für zu hohe Beamtensaläre - daraus resultiert dieser Verlust und bestimmt nicht wegen der Handvoll "schwarzer Schafe". Werdet endlich wieder normal!
Im Rahmen der IV-Revision soll die Invalidenversicherung​ bis im Jahr 2018 17'000 vor allem psychisch angeschlagene Personen wieder ins Arbeitsleben zurückführen. Das entspricht 12'000 Renten.
Die werden nicht mal 17 IV-Rentner eingliedern. Aber ich wette sie werden ca.16'973 auf die Sozialhilfe rüberschieben. Schliesslich ist jeder der erfolgreich eine Steckdose zusammenbasteln kann 100% arbeitsfähig, obwohl die Betroffenen, ja eine halbe Apotheke Medikamente täglich schlucken müssen, dass er/sie sich überhaupt bewegen können. Aber schliesslich ist das ein Bomben Geschäft für die Pharmamultis. Solange IV-Rentner auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt sind, ist das alles Blabla. Nicht nur, dass Behinderte weniger Geld für dieselbe Arbeit bekommen, oft werden diese gar nicht erst eingestellt, weil die Verantwortlichen Probleme fürchten. Solange die Wirtschaft nicht in die Pflicht genommen wird diese Leute zu beschäftigen, ist jeder Anreiz eine blosse Ausrede um auf deren Buckel Geld zu sparen. Behindertenwerkstätte​ sind die Aussatzhäuser der Moderne.
Die IV muss modernisiert werden.
Ab den 1990 wurde die IV von den Firmen verbreitet als Auffangbecken für überzählig gewordene Arbeitskräfte missbraucht (neben der Privatwirtschaft auch von Staatsbetrieben wie SBB und Post). Ein Stellenabbau konnte problemlos teilweise über die Invalidisierung älterer Mitarbeiter abgewickelt werden. Schon die seelische Belastung einer Entlassung konnte als Begründung für Arbeitsunfähigkeit ausreichend sein. Schön, die Politik kümmert sich um den angerichteten Schaden, aber sicher nicht soooo!
Es geht ja nicht darum IV-Bezüger einzugliedern sondern auszugliedern sprich. auf die Sozialhilfe abzuschieben. Spart kurzfristig Geld, und führt langfristig zu Massenarmut.
Gesunde​ 50+ finden keine Arbeit mehr Wie sollen dann IV-Bezüger/innen 50+ Arbeit finden Nach einer Arbeitsintegrationsma​ssnahme werden IV-Bezüger/innen auf die Strasse gestellt und müssen einen Job finden. Viele davon 50+ viele davon, die Jahrelang nicht mehr im Erwerbsleben standen Viele davon die starke Gesundheitliche Probleme haben. IV-Rente wird gestrichen und sie landen am Schluss beim Sozialamt denn sie alle finden keinen Job mehr Wenn schon gesunde gut ausgebildete 50+ keinen Job finden.
Und jetzt noch eine Frage an die Verantwortlichen, wie wollt Ihr diese machen?
Im Moment sind 188.000 Personen am suchen für eine Stelle und es gibt 14.000 offene Stellen.
Wie um Himmelswillen wollt Ihr da Kranke Personen in den ersten Arbeitsmarkt bringen??
Die IV-Verantwortlichen müssen früher oder Später zu solchen Vorwürfen die massenhaft in den Medien verbreitet werden, eines Tages Antwort geben.
 
Verfasst am: 17.12.2013 – 15:59
Die ganze vorgeschobene Bekämpfung eines vermeintlichen "Missbrauchs" dient eh nur der Ablenkung von ganz anderen Zielen bei der IV.
Denn mit der ewig neu aufgekochten Missbrauchsdiskussion soll damit abgelenkt werden, dass die ganze Zwängerei der vom BSV samt korrupter Justiz orchestrierten Rentenstreichungen bei etwa 4 1/2 Tausend IV-Rentner/Innen - notabene trotz unverändert vorhandenen Invaliditätsfaktoren! - eine nicht bundesverfassungs- und nicht EMRK-konforme Sparübung zulasten dieser schwachen und von keiner Lobby geschützten Bevölkerungsgruppe ist.

Rechtsprofessor Thomas Gächter (Uni Zürich) sagt zu diesem unhaltbaren Zustand ab Minute 3:23 in seinem Kassensturz-Interview mit Ueli Schmezer:
Ich finde es entwaffnend ehrlich. Er (Bortoluzzi) steht offen dazu, dass es ums Sparen gegangen ist, das ist eines von den Zielen gewesen von der 6. IV-Revision. Und er sagt auch, wir brauchen (!) 4 bis 5 Tausend Renten zum Streichen, um die IV wieder einigermassen finanziell ins Lot zu bringen. Und mit dieser Regelung hat er eine Gruppe identifiziert, wo das möglich ist um das zu machen. Und er findet auch, dass das Problem "nur mässig gross ist", weil es ja "nur" 4 1/2 Tausend von 290'000 Rentnern sind, also findet er, auch wenn es im Einzelfall zu Härten kommen kann, es "durchaus verträglich".
Ueli Schmezer: Das finden Sie nicht?
Prof. Gächter: Das finde ich ganz entschieden nicht verträglich!

Ganzes Interview von Ueli Schmezer mit Prof. Thomas Gächter: http://www.srf.ch/player/tv/kassensturz/video/studiogespraec...

Den dafür verantwortlichen BSV-Departementsvorsteher (Alain Berset, SP), wie auch den Gesamt-Bundesrat, scheint es interessanterweise nicht zu stören, wenn also "nur" 4 1/2 Tausend rechtmässige IV-Bezüger/Innen unter Umständen, welche die Bundesverfassung und die EMRK verletzen, nachträglich entrechtet und diskriminiert werden.

Frage an unsere Landesregierung:
Weshalb hat sich eigentlich Frau BR Simonetta Sommaruga im Namen des Gesamt-Bundesrats erst vor wenigen Monaten bei den staatlich entrechteten "administrativ Verwahrten" und den Verdingkindern entschuldigt, wenn heute tausenden von IV-Versicherten wieder ähnliche staatliche Gewalt und Entrechtung angetan wird? Hat unsere Landesregierung aus all dem nichts gelernt? Hofft man in Bundesbern, dass es das "Volk" nicht stört, weil es ja mit bloss 4 1/2 Tausend zu entrechtenden Personen nur wenige und dazu noch schwache und lobbylose Betroffene sind?

 
Verfasst am: 17.12.2013 – 17:24
Die Mehrwertsteuer wurde zu Gunsten der IV um 0,4 % erhöht, befristet bis 2018 um jährlich mit etwa 1.2 Milliarden zusätzlichen Einnahmen die IV Rechnung wieder ins Gleichgewicht zu bringen.Die Invalidenversicherung​ zählte 2010 450’000 LeistungsbezügerInnen​ (250’000 Männer und 200’000 Frauen). Von diesen hatten rund 420’000 ihren Wohnsitz in der Schweiz. 2010 wurden 280’000 Invalidenrenten ausbezahlt. Drei Viertel davon waren ganze IV-Renten. Im Jahr 2010 betrugen die Ausgaben der Invalidenversicherung​ 9.2 Milliarden Franken und die Einnahmen 8.2 Milliarden Franken, was einen Fehlbetrag von 1.0 Milliarden Franken ergibt. Die 1.2 Milliarden zusätzlichen Einnahmen bringt die Mehrwertsteuer und somit die Invalidenversicherung​ wieder in das Finanzielle Gleichgewicht.
Die IV hat jahrzehntelang immer mehr Renten ausbezahlt, war unterfinanziert und verzeichnete ein jährliches Defizit in Milliardenhöhe.
Seit​ 19 Jahren ist die Invalidenversicherung​ (IV) defizitär.
Die Schweizerische Politik wartete viel zu lange, bis die Mehrwertsteuer zu Gunsten der IV um 0,4 % erhöht wurde.
Und dies führt nun zu "existenziellen Problemen" für die Betroffenen Menschen, die durch unverschuldete Krankheiten und Unfallfolgen schon genug an Leiden und Schmerzen haben.
Die IV-Verwaltung befindet sich in rechtlicher Grauzone mit "willkürlichen Handlungenen" durch Gutachter/innen,Verfa​hrensverzögerungen und viele Schikanen.
 
Verfasst am: 17.12.2013 – 17:38
Invalidenversicherung. Mediator oder Ombudsmann: Eingereichter Text von Rossini Stéphane Conseiller national Canton Valais Der Bundesrat wird beauftragt, eine Bestimmung in das Bundesgesetz über die Invalidenversicherung einzufügen, mit der die Funktion einer Mediatorin oder eines Mediators beziehungsweise einer Ombudsperson für die Invalidenversicherung geschaffen werden kann.Antwort vom Bundesrat: Zusätzliche Instrumente wie eine Ombudsstelle hält der Bundesrat nicht für zweckmässig!
 
Verfasst am: 17.12.2013 – 17:45
Die meisten Menschen mit einer Behinderung sind auf Versicherungsleistungen angewiesen. Nicht selten geraten sie jedoch bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche derart in die Mühlen der Verwaltung, dass sie auf fachliche Hilfe angewiesen sind. Bis die IV und die Gerichte und die Gutachter und die Verwaltung und, und eine Rente gesprochen haben, sind die meisten Betroffenen vollständig Fix und fertig gemacht worden durch die langen Verfahrensdauer die Mutwillig durch die Verwaltung gesteuert wird.

Fakt ist: Für IV-Bezüger sowie für Menschen mit häufigen Absenzen am Arbeitsplatz lassen sich kaum Jobs finden Über 17'000 IV-Rentner will der Bundesrat bis Ende 2017 wieder eingliedern. Diese Ziele sind ambitiös. Denn in der Praxis zeigt sich, dass viele ein Job-Coaching mitmachen, danach aber ohne Stelle bleiben.
 
Verfasst am: 17.12.2013 – 17:56
Das ganze Theater würde sich erübrigen, wenn Sozialhilfebezüger gegenüber IV-Bezügern gleichgestellt wären.

Es macht keinen Sinn Sozialhilfebezüger finanziell schlechter zu stellen bzw. zu "reizen". Das einzige was "gereizt" bzw. vermindert wird ist die Hemmschwelle an dieser Situation etwas zu ändern. Es gibt keine Arbeitsstellen, auch nicht im prekären Niedriglohnsektor, für die täglich steigende Zahl an Arbeitslosen. Das kann es auch garnicht, denn wir rationalisieren Arbeitsprozesse laufend.

Statt dieser Tatsache endlich ins Auge zu blicken und die Wirtschaft diesem Umstand anzupassen, driftet die Schere zwischen arm & reich immer weiter auseinander. Dass es nicht ewig so weitergehen kann ist aber auch den Armutsprofiteuren klar. Es wird zu Aufständen kommen.
 
Verfasst am: 17.12.2013 – 19:10
Milliarden für die Entwicklungshilfe in das Ausland mit dem Betrag von 2.3 Milliarden im Jahr 2013. Und die Schwächsten Schweizer und Behinderten werden in den Abgrund getrieben. Was zum Teufel ist in der Schweiz los ?

Wer Erfahrung im Arbeitsleben hatt, weiss genau wie schwierig es für Gesunde ist, eine Stelle zu finden und zu behalten und somit gibt es nun mal fast keine Arbeitsplätze für Behinderte Die IV müsste den Beweis erbringen das genug Arbeitsplätze da sind und nicht nur fordern. Die angestrebte und wünschbare Eingliederung von Behinderten klappt nur, wenn es dafür auch genügend Arbeitsplätze gibt. Der Zwang zur Eingliederung ohne genügend Stellen ist nichts anderes als Schikane für die Behinderten.
Eingliederung wird jetzt zum Spar-Instrument und zur Zwangsmassnahme. Neu ist jede Massnahme zumutbar, «die der Eingliederung der versicherten Person dient». Was der Eingliederung dient, wird aber ausschliesslich von der zum Sparen verpflichteten IV-Stelle beurteilt. Das gibt ihr enorme Macht und artet in der Praxis sehr schnell in Willkür aus. Stoppen wir dieses Vorgehen, denn hier wird durch den Schweizerstaat, Elend und Armut Willentlich produziert.
 
Verfasst am: 17.12.2013 – 19:53
mikel schrieb:

Wann stoppt die Politik endlich die mutwillige Verlagerung der Kosten von der IV hin zur Sozialhilfe?


Falsche Frage. Die Frage ist, warum man als Sozialhilfebezüger mit "Rückzahlungspflichten" bedroht wird und finanziell schlechter gestellt ist als ein IV-Bezüger. Arbeitslos ist arbeitslos, warum spielt finanziell gesehen keine Rolle. Nahrungsmittel kosten uns alle genau gleich viel.

Wir brauchen auch keine RAV's die Arbeitslose zwingen ständig Bewerbungen zu schreiben. Kein Unternehmen wühlt durch 200-300 Bewerbungen. Wir brauchen auch keine Sozialämter, da ein bewusst tief gehaltenes Existenzminimum die Stellensuche nicht fördert. Wie auch bei diesem Ungleichgewicht zwischen Angebot & Nachfrage? Deshalb kann die IV auch darauf verzichten Unsummen an Steuergeldern für Gefälligkeitsgutachten zu veruntreuen.

Unser heutiges Sozialsystem ist nicht mehr zeitgemäss und völlig realitätsfremd.
 
Verfasst am: 18.12.2013 – 08:41
Peter schrieb:
Die Detektive konnten nur Bezüge in der Schweiz überprüfen. Darf ich daran erinnern, dass man vorletztes Jahr Kontrolleure aus Albanien unter Gewaltandrohung zurück in die Schweiz schickte ?

Das bezieht sich auf entsprechende Vorkommnisse im Kosovo. Du verschweigst, dass aus diesem Grund die Zahlungen von IV-Renten in den Kosovo vollständig sistiert wurden.


Peter schrieb:
Unsere IV wird sich hüten die Zahlen zu veröffentlichen, und er die Missbrauchsfälle und vorallem der Link zur Herkunft angegeben ist. Denn diese Daten wären verheerend und würden das ganze System in Frage stellen. Ein gefundenes Fressen also für die von Dir so verhassten SVP Hardliner.

Das glaubst Du ja selbst nicht. Aktueller Wissensstand (siehe mein Beitrag weiter oben mit Quellenangabe) ist, dass selbst dank neuem IV-"Missbrauchsbekämpfungsmanagement" inkl. Detektivüberwachungen und von der Bevölkerung anonym einreichbaren Denunziationsformularen sich eine Missbrauchsaufdeckung und Renten-Einsparungsquote in Höhe von geradezu läppischen 0,13% ergab und somit 99,87% rechtmässig ausbezahlte IV-Renten sind. Das sind aktuell die Fakten.
Wann immer neue Fakten auf dem Tisch liegen, nehme ich diese gerne entgegen. Aber bitte nicht nur Mutmassungen aufgrund rein persönlicher Einschätzungen.


Peter schrieb:
Vielleicht führst Du Dir mal die gestern publizierten Zahlen in Sachen Sozialhilfemissbrauch zu Gemüte - Zuwachs etwas über 6%, davon viele Junge (wohl meist mit Migrationshintergrund). Wie lange können wir uns diese tollen Systeme wie IV und SH noch leisten ?

Schon wieder die geliebte SH-Missbrauchsdiskussion? Interessanterweise wird kaum je über Steuermissbrauch und -Trickserei, z.B. an der Zürcher Goldküste, gesprochen. Da geht es um Beträge, die noch gaaanz anders einschenken.


Peter schrieb:
Ich finde es tragisch für die wirklich echt Bedürftigen, denen genau darum Beiträge gekürzt oder nicht zugesprochen werden.

Wer zieht die Grenze zwischen den "echt Bedürftigen" Wer entscheidet, wie viel invalide ist invalide genug, dass man eine IV-Rente haben "darf"? Die SVP? Oder etwa korrupte Bundesrichter? Und gleichzeitig werden die Anspruchsvoraussetzungen ständig weiter angehoben und die Rechtssicherheit faktisch demontiert...
 
Verfasst am: 18.12.2013 – 20:06
Nach längerer Pause wieder mal ein hervorragender und äusserst lesenswerter Beitrag von Marie Baumann auf ivinfo, unter dem Titel "Integration bedingt Motivation bedingt Wertschätzung":
http://ivinfo.wordpress.com/2013/12/18/integration-bedingt-m...
 
Verfasst am: 19.12.2013 – 05:32
Sonderkurier schrieb:

Peter schrieb:
Die Detektive konnten nur Bezüge in der Schweiz überprüfen. Darf ich daran erinnern, dass man vorletztes Jahr Kontrolleure aus Albanien unter Gewaltandrohung zurück in die Schweiz schickte ?

Das bezieht sich auf entsprechende Vorkommnisse im Kosovo. Du verschweigst, dass aus diesem Grund die Zahlungen von IV-Renten in den Kosovo vollständig sistiert wurden.


Peter schrieb:
Unsere IV wird sich hüten die Zahlen zu veröffentlichen, und er die Missbrauchsfälle und vorallem der Link zur Herkunft angegeben ist. Denn diese Daten wären verheerend und würden das ganze System in Frage stellen. Ein gefundenes Fressen also für die von Dir so verhassten SVP Hardliner.

Das glaubst Du ja selbst nicht. Aktueller Wissensstand (siehe mein Beitrag weiter oben mit Quellenangabe) ist, dass selbst dank neuem IV-"Missbrauchsbekämpfungsmanagement" inkl. Detektivüberwachungen und von der Bevölkerung anonym einreichbaren Denunziationsformularen sich eine Missbrauchsaufdeckung und Renten-Einsparungsquote in Höhe von geradezu läppischen 0,13% ergab und somit 99,87% rechtmässig ausbezahlte IV-Renten sind. Das sind aktuell die Fakten.
Wann immer neue Fakten auf dem Tisch liegen, nehme ich diese gerne entgegen. Aber bitte nicht nur Mutmassungen aufgrund rein persönlicher Einschätzungen.


Peter schrieb:
Vielleicht führst Du Dir mal die gestern publizierten Zahlen in Sachen Sozialhilfemissbrauch zu Gemüte - Zuwachs etwas über 6%, davon viele Junge (wohl meist mit Migrationshintergrund). Wie lange können wir uns diese tollen Systeme wie IV und SH noch leisten ?

Schon wieder die geliebte SH-Missbrauchsdiskussion? Interessanterweise wird kaum je über Steuermissbrauch und -Trickserei, z.B. an der Zürcher Goldküste, gesprochen. Da geht es um Beträge, die noch gaaanz anders einschenken.


Peter schrieb:
Ich finde es tragisch für die wirklich echt Bedürftigen, denen genau darum Beiträge gekürzt oder nicht zugesprochen werden.

Wer zieht die Grenze zwischen den "echt Bedürftigen" Wer entscheidet, wie viel invalide ist invalide genug, dass man eine IV-Rente haben "darf"? Die SVP? Oder etwa korrupte Bundesrichter? Und gleichzeitig werden die Anspruchsvoraussetzungen ständig weiter angehoben und die Rechtssicherheit faktisch demontiert...


Kosovo ist ja auch nur ein genanntes Land - es gibt noch viele andere - Mazedonien, Bosnien, Türkei, Portugal etc.

Da gibts aber Dokumente welche ganz andere Zahlen nennen in Sachen Missbrauch
http://www.bsv.admin.ch/dokumentation/publikationen/00096/03...
(sorry für den langen Link) - hier werden Zahlen von knapp 10 % genannt. Diese Zahl entspricht auch den Angaben von privaten Versicherungsanbietern.

Die nicht direkt nachweisen leiden wie psychische Krankheiten haben die letzten Jahre hier massiv zu Rentenforderungen geführt. Ich erinnere mich an den 21-jährigen Serben (?) auf SF TV, der arbeitsunfähig wurde, weile ich seine Freundin von ihm getrennt hatte. Mit den notwendigen psychiatrischen Gutachten erhielt er eine IV-Rente ! und das mit 21.
Weil die Lage der IV immer miserabler wird müssen Neugesuche mittlerweile sehr restriktive geprüft werden und Bezüge werden gekürzt. Darunter hat es auch Unfallopfer u.ä. mit echten, Sicht- oder messbaren Schäden, welche nun weniger kriegen. Das finde ich nicht in Ordnung.

Und genau deswegen muss der Missbrauch bekämpft werden. Hier werden oft die Kosten für Ermittlungen in Frage gestellt und diese in Relation zum Rentenbezug. Gerechnet wird hier aber die Jahresrente und nicht die Lebensrente. Ein 21-jähriger Bezüge belastet die IV nicht mit seinen 40'000 CHF pro Jahr sondern mit 2'000'000 angenommen er wird 71 und seine Rente würde gleich bleiben !

Wieso muss ein Bezüger in Portugal denselben Betrag bekommen wie ein Bezüger und er Schweiz ? 2000 CHF sind bei uns eher Bescheidnen, in anderen Länger aber ein sehr komfortables Einkommen,
 
Verfasst am: 19.12.2013 – 06:10
mikel schrieb:

Und jetzt noch eine Frage an die Verantwortlichen, wie wollt Ihr diese machen?
Im Moment sind 188.000 Personen am suchen für eine Stelle und es gibt 14.000 offene Stellen.
Wie um Himmelswillen wollt Ihr da Kranke Personen in den ersten Arbeitsmarkt bringen??


Garnicht, und darum wird auch der Bestand an Sozialhilfebezügern nicht sinken sondern steigen. Um sozialen Spannungen, Werteverfall und Kriminalität vorzubeugen bin ich deshalb schon lange dafür die bewusst tief gehaltene, schwer zugängliche und auf existenzielle Drohungen ausgerichtete Sozialhilfe abzuschaffen.

Diese sogenannten "Sozial"ämter sind eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit. Das wissen auch unsere Politiker, denn sonst hätten sie die IV Taggelder schon lange auf Sozialhilfeniveu gesenkt.

Ich empfehle allen IV-Rentnern die um Ihre Rente fürchten unsere Politiker einmal zu fragen, warum Sozialhilfebezüger mit weniger Geld leben müssen.
 
Verfasst am: 19.12.2013 – 06:37
Peter schrieb:

Ein 21-jähriger Bezüge belastet die IV nicht mit seinen 40'000 CHF pro Jahr sondern mit 2'000'000 angenommen er wird 71 und seine Rente würde gleich bleiben !

Warum rechnen Sie hier mit CHF 3333.-- pro Monat? Schön wärs. Das Problem ist nicht Missbrauch bei der IV, sondern der fehlende Wille allen Arbeitslosen, egal ob krank oder nicht, ein menschenwürdiges Taggeld auszuzahlen.

Peter schrieb:

2000 CHF sind bei uns eher Bescheidnen, in anderen Länger aber ein sehr komfortables Einkommen,

Niemand erhält CHF 2000.-- IV ins Ausland überwiesen.
 
Verfasst am: 20.12.2013 – 15:15
@hermesplus
Ein super Beitrag!! Vielen Dank!
(und bitte mehr davon) (-:

Dazu passt mein neuer IV-Infotrail:

IV- Infotrail: IV-Integration / Die Wahrheit!

Die Antwort auf:

http://ivinfo.wordpress.com/2013/12/18/integration-bedingt-m...

Die Realität ist:


http://www.srf.ch/player/tv/10vor10/video/schweizer-jobs-wer...

Aus 10vor10 vom Montag, 21:50 Uhr
Schweizer Jobs werden ausgelagert

Wieder werden 330 Stellen werden gestrichen. 330 Arbeitslos, damit gesellen sich die Betroffenen von Bosch zu den insgesamt 38‘000 Arbeitslosen Industriearbeitern. Welche seit 2008 in der Schweiz generiert wurden.

Wenn schon gut ausgebildete Schweizer Fachkräfte massenweise auf die Strasse gestellt werden, weil die Schweiz für immer mehr Unternehmen zu teuer ist wie um Alles in der Welt! Sollen gesundheitlich Angeschlagene, Invalide, wenig Belastbare, weinig gut Ausgebildete in der Schweiz bitte schön einen Job finden? In der freien Marktwirtschaft?

Und wer bitte schön kauft solch Sinnloses Zeug wie diese Stifthalter aus Velorahmen?
Und wie lange wohl wird diese Firma existieren?

So lange, die Thurgauerfirma Beiträge von IV erhält für die Leute welche sie einstellt. Denn ohne Arbeitgeber Zuschüsse vom RAV, oder Integrationszuschüsse von AHV und IV, kann heute keine Firma in der Schweiz mehr „nicht lukrative“, „ausgemusterte“ Arbeitnehmer einstellen.
Zu „nicht lukrativ“ und „ausgemustert“ gehören IV-Integration, ALV-Integration PvB von Langzeitarbeitslosen und AHV-Integration +50!

Nur solange, wie Beiträge vom Staat bezahlt werden für die Beschäftigung von „Ausgemusterten“, werden solche „Ausgemusterte“ beschäftigt und eingestellt. Dies aber auch nur für 6Mt.. weil so lange die sog. „Einarbeitungszuschüsse“ von den Sozialversicherungen bezahlt werden.

Im Falle der des Thurgauerbeispiels erhält die Thurgauer Firma: Einmal die „Rente von der Betroffenen“ und dazu nochmal einen Fixbetrag, des Versicherten Verdiensts der IV-Bezügerin. Somit hat die Thurgauer Firma keine Lohn und Personalabgaben.
Sie tut sich wie schon etliche Beispiel vor Ihr mit einer eigentlichen Unwahrheit hervor und wichtig! Diese Beispiele von sog. „erfolgreicher Integration in die Arbeitswelt“ sind Allesamt Augenwischerei und Verklärung des Tatsächlichen!

Hier ein Musterbeispiel wie das läuft mit der IV-Integration und was die sog. Integrationsfirmen dafür bekommen von der IV, für sog. Einstellung eines „Ausgemusterten“.

IV-Stelle geht neue Wege???
Aber was für einen Weg und wohin der wohl führt!!!

Der Betrieb erhält 85Fr. pro IV-Bezüger der dort arbeitet. Und stellt sich als Wohltäter dar!!!
Der IV-Bezüger bekommt weiterhin seine Rente. Aber sehen Sie selbst.

http://www.srf.ch/player/tv/schweiz-aktuell/video/iv-stelle-...

Wenn der Mann eine IV-Rente von 1800.-Fr. bekommt dann kommt das in Etwa mit dem Taggeld von 85,-Fr, pro Arbeitstag bei 100% und 21Arbeitstagen pro Mt. hin. Sprich er macht eine Tubeli Arbeit für ca. 10Fr. pro Stunde.
Der Betrieb bekommt somit sein Taggeld. Dafür das einer eine Arbeit macht, nur damit er eine Arbeit macht, die und solche Arbeit es aber in der freien Wirtschaft nicht (mehr) gibt. Dank Computer und Maschinen.
Dumme Leute glauben dann auch noch, dass sie mit so einer Referenz einen Job finden und sind einverstanden damit, dass man ihnen die Rente streicht nach dem sie das sog. „erfolgreiche“ Arbeitsintegrationsprogramm absolviert haben.
Jeder Arbeitgeber in der freien Wirtschaft lacht laut, wenn er so eine Referenz liest und sagt, „Tut uns leid, aber so Einen brauchen wir nicht und braucht auch sonst niemand.“
Der Betroffene landet Schlussendlich beim Sozialamt, wie viele andere „erfolgreich“ Arbeitsintegrierte EX-IV-Bezüger/innen auch.



 
Verfasst am: 20.12.2013 – 21:55
@memo Sie haben den SRF Beitrag richtig interpretiert. Es handelt sich um eine Scheinintegration. Nachdem die Betriebe die IV-Taggelder über 6 Monate eingesackt haben, schickt man die Behinderten zum Sozialamt.

Anschliessend zwingt das Sozialamt die "gesunden Behinderten" sich gleichzeitig beim RAV zu melden um dort festzustellen, dass es a) keine offenen Stellen hat und b) ohne "Bonus" niemand einen Behinderten anstellt. Eine Integrationszulage für einen behinderten Sozialhilfebezüger? Keine Chance. Es gibt ohnehin nicht annährend genug "Integrationsmöglichkeiten" für 250'000 Sozialhilfebezüger. Aber das wusste die SKOS schon, als Sie die Sozialhilfe mit dem Vorwand "Integrationszulage" gesenkt hat. Hinterhältige Volksbetrüger.

Wenn ich als Sklaventreiber 3 Sklaven zur Auswahl habe: Eine arbeitslose Ausländerin, einen arbeitslosen Schweizer und einen behinderten Sozialhilfeempfänger.

Wen nehme ich da wohl der Reihe nach? Schliesslich bin ich an keinen Mindestlohn gebunden.

Darum nochmal: Sozialhilfe und IV Taggelder gehören zusammengelegt. Damit erübrigt sich die kostenintensive Differenzierung von erwerbsfähig und erwerbsunfähig. Sparen bei den Ärmsten führt unweigerlich zu sozial- und sicherheitspolitischen Problemen, was den Staat unterm Strich weit mehr kostet.

Die Einwaderung von jungen Arbeitslosen *muss* begrenzt. Armutsverwaltung darf nicht länger Aufgabe von Städten/Gemeinden sein, sondern wieder Chefsache werden. Das heutige Existenzminimum ist zu gering für dieses Land. Die IV-Taggelder wären ein realistisches Existenzminimum.
 
Verfasst am: 20.12.2013 – 21:58
Eine unverändert zentrale Rolle bei der willkürlichen Aufhebung tausender von IV-Renten spielen auch Ende 2013 die fingierten Schein-Gutachten zulasten den IV-Versicherten. Die IV-Versicherten werden dabei gezwungen bzw. genötigt, diese "Gutachten" ausschliesslich bei einer der wenigen von der IV zugelassenen und mit dieser in einem direkten Auftrags- und Abhängigkeitsverhältnis stehenden Gutachterstelle machen zu müssen!. Für diese unseriösen und diskriminierenden Schein-Gutachten werden sie von der IV bekanntlich mit je ca. 9'000 Franken belohnt. Die IV behauptet, dass die Zuweisung "nach dem Zufallsprinzip" erfolgt, verschweigt aber, dass dabei nur ihre wenigen "zugelassenen", sprich befangenen Gutachterstellen zum Zuge kommen.

Anträge und Einigungsvorschläge zur Begutachtung bei einer unabhängigen und für beide Seiten neutralen Gutachterstelle werden den IV-Versicherten kompromisslos verwehrt. Alleine schon diese Tatsache ist höchst verdächtig und zeigt, dass man bei der schweizerischen Invalidenversicherung offenbar sehr viel zu verbergen hat und kein Interesse an einem rechtstaatlich glaubwürdigen und fairen Begutachtungsverfahren hat.
Die offenkundig korrupte und instrumentalisierte Justiz bis hinauf auf Stufe Bundesgericht leistet ihr bei dieser beschämenden Praxis unverändert willige Hilfestellung.


Der Artikel "Begutachtung: Korrekturen dringend notwendig" von Kurt Pfändler, Rechtsanwalt Zürich, ist unverändert aktuell (erschienen in Plädoyer 6/10 vom 29. November 2010, aktualisiert am 7. Oktober 2013)
http://www.plaedoyer.ch/artikel/d/begutachtung-korrekturen-d...


Auf ivinfo erschienen zum Thema der skandalösen Begutachtungspraxis bereits mehrfach kritische Beiträge:

Juristisches Gutachten kritisiert Rechtsprechung des Bundesgerichts bezüglich Schmerzstörungen (31. Dezember 2012)
http://ivinfo.wordpress.com/2012/12/31/jursitisches-gutachte...

Aber... man hat's doch versprochen! (14. Dezember 2012)
http://ivinfo.wordpress.com/2012/12/14/aber-man-hats-doch-ve...

Irrungen & Wirrungen - Ein Streifzug durch die Geschichte der medizinisch-psychiatrischen Begutachtung (11. Dezember 2012)
http://ivinfo.wordpress.com/2012/12/11/irrungen-wirrungen-ei...

Anklage gegen IV-Gutachter wegen Urkundenfälschung (26. März 2012)
http://ivinfo.wordpress.com/2012/03/26/anklage-gegen-iv-guta...

Fliegende MEDAS-Gutachter aus Deutschland (3. Juni 2011)
http://ivinfo.wordpress.com/2011/06/03/fliegende-medas-gutac...

IV-Gutachter übersehen Tumore (29. Mai 2011)
http://ivinfo.wordpress.com/2011/05/29/iv-gutachter-ubersehe...

Newsnetz "Berner Gutachter macht gute Geschäfte mit leichtgläubiger IV" (19. Mai 2011)
http://ivinfo.wordpress.com/2011/05/19/newsnetz-%C2%ABberner...

Flinke IV? Faule Gutachter? Faule Gutachten? (29. April 2011)
http://ivinfo.wordpress.com/2011/04/29/flinke-iv-faule-gutac...

Einmal mehr: Die Hofgutachter der IV (9. März 2010)
http://ivinfo.wordpress.com/2010/03/09/einmal-mehr-die-hofgu...

Gutachterpraxis der IV in der Kritik (17. Februar 2010)
http://ivinfo.wordpress.com/2010/02/17/gutachterpraxis-der-i...

 
Verfasst am: 20.12.2013 – 23:06
@Sonderkurier
Erklären Sie mir mal, warum es überhaupt eine IV braucht!

Auch bei Ihnen habe ich das Gefühl, dass Sie das Problem völlig falsch angehen. Die Symptome (befangene IV-Gutachter) lösen sich von alleine wenn man das Grundproblem angeht: Die Differenzierung von Erwerbsfähig- und unfähigen.

Eine solche Differenzierung ergibt nur Sinn, wenn es mehr Arbeitsstellen als Arbeitskräfte am Markt hat.

Alleine der Wegfall der IV-Abklärungen hat enormes Sparpotenzial. In erster Linie muss man aber wieder zur Vernunft kommen und begreifen, dass auch Arbeitslose Teil der Gesellschaft sind und nicht Menschen 2. Klasse. Sozialhilfebezüger sind zudem nicht weniger wert als IV-Bezüger.

Jeder hat ein menschenwürdiges Dasein, dem Wohlstand des Landes entsprechend, verdient. Das Arbeitslosengeld löst sich ja auch nicht einfach in Luft auf sondern wird grösstenteils in diesem Land wieder reinvestiert. Wenn die Sozialversicherungen gestärkt werden, bemühen sich auch mehr Ausgesteuerte Ihren Beitrag an die Gesellschaft zu leisten.

Die Löhne werden sowieso sinken, auch ohne bewusst tief gehaltene Sozialhilfe. Anderst ausgedrückt: Eine tiefe Sozialhilfe ist nicht nötig um die Schweiz konkurrenzfähig zu halten. Genausowenig wie grenzenlose Einwanderung.
 
Verfasst am: 20.12.2013 – 23:51
Wenn wir schon vom Sparpotenzial der IV Bezüger sprechen: Warum wurde bei der Debatte eigentlich kein Wort über das Sparpotenzial der öffentlichen Ämter verloren? Warum greift da die Wirtschaftskrise nicht? Es ist höchste Zeit über "Lohnverhandlungen" mit dem Steuerzahler zu sprechen.

Wie diese Typen denken wissen wir ja seit dem skandalösen Vorfall in Bern...
 
Verfasst am: 21.12.2013 – 05:11
IV-Revision 6c: IV wird abgeschafft, da korrupt und nicht länger vertrauenswürdig. Keine teuren Pauschalgutachten mit abgetippten Sätzen mehr. Ich bin mir bewusst, dass damit viel Personal aus der IV entlassen werden muss. Allerdings darf man nicht vergessen, dass es sich dabei um Eingliederungsspezialisten handelt. Die werden sich schon irgendwo eingliedern, stimmts?. icon_wink.gif

Auch die Missbrauchsdebatte und andere teuren Hetzkampagnen wären somit vom Tisch.

Wie gesagt bin ich der Meinung, dass eine Differenzierung von erwerbsfähig und unfähig nicht länger zeitgemäss ist. Für diese Differenzierung fehlen die zu besetzenden Stellen. Um die Sicherheit des Landes nicht zu gefährden und den sozialen Zusammenhalt zu stärken muss auch das Existenzminimum wieder auf ein vernünftiges Niveau angehoben werden. Diese unsägliche Pflästerlipolitik ist nicht länger tragbar.
 
Verfasst am: 21.12.2013 – 10:20
@Schwarzrose:
Meine Rede, ich gehe mit Ihren Ausführungen einig. Ich frage mich aber, WER in dieser Nation soll und wird diese Änderungen denn einleiten? Der Filz von Politik samt korrupter Justiz setzt ja alleine auf Repression und Einschüchterung, natürlich alles immer unter dem Deckmäntelchen der "Missbrauchsbekämpfung"und der ständig weiter erhöhten "Schadenminderungs- und Mitwirkungspflicht" der Betroffenen. Denn wer arm, schwach oder behindert ist, gilt im System primär als Schadenfaktor.

Keine der Parteien (inkl. den SP-Cüplisozialisten) möchte daran etwas ändern. Die Maxime der Schreibtischtäter in Politik, Verwaltung und instrumentalisierter Justiz lautet offensichtlich "Keine Schneeflocke in der Lawine wird sich je verantwortlich fühlen".

Zu Ihrer Frage "Erklären Sie mir mal, warum es überhaupt eine IV braucht!": Wie Sie wissen, plädiere ich schon lange nicht nur für eine Abschaffung dieser staatlichen IV-Willkürorganisation, sondern auch für die Abschaffung der "Sozial"hilfe samt der ganzen aufgeblähten Industrie dahinter. Und ich frage mich, wie lange das Volk noch braucht um zu begreifen, dass in Ersatz der bisherigen staatlichen Sozialwerke ein bedingungsloses Grundeinkommen die richtige Antwort auf die heutigen Probleme darstellt.
 
Verfasst am: 21.12.2013 – 12:02
Möchte mal behaupten, dass ¾ der IV-Gelder an die Administration, Gutachter, Beratungsfirmen, Berater, Integrationsfirmen, Scheinfirmen Einarbeitungszuschüsse an Firmen geht.
Lediglich ¼ an die Versicherten, IV-Renten Rentenbezüger/innen.

Aber genau bei dem Viertel will Herr und Frau Schweizer sparen! Denn Herr und Frau Schweizer wird eingeredet, dass sie nie krank werden, nie einen Unfall haben werden, nie Erwerbslos werden, usw. Herr und Frau Schweizer sind gut versichert! Haben ja für sich und nicht für andere immer einbezahlt. Darum finden es Herr und Frau Neidgenossen, auch eine Sauerei, dass andere wenn diese krank, erwerbslos usw. dann eine Versicherungsleistung bekommen. Dass es sich bei den Sozialversicherungen um eine Kollektivversicherung handelt und um überhaupt eine Versicherung, wissen viele Schweizer nicht mal und wollen es vielleicht nicht wissen. Es lebt sich schliesslich besser mit der Annahme und dem Glaube die Sozialversicherungen sind nur für mich und nicht für die andern.
 
Verfasst am: 21.12.2013 – 12:44
Wer? Um die IV und Sozialhilfe abzuschaffen bzw. zu "sanieren" braucht es nicht viel. Der Ruf dieser Institutionen ist bereits ruiniert. Eine Volksinitiative ist völlig ausreichend.

Man denke nur an all die Sozialfirmen, IV-Gutachter, Eingliederungsberater- und zuschüsse, Stellvermittler usw. All diese Dinge haben in einem übersättigten Arbeitsmarkt keine Daseinsberechtigung.

Bevor über ein Grundeinkommen diskutiert wird sollte man eine Zwischenetappe mit einem erhöten Existenzminimum und EL einlegen -für alle Arbeitslosen, egal ob krank oder nicht.

 
Verfasst am: 22.12.2013 – 11:17
memo schrieb:

Möchte mal behaupten, dass ¾ der IV-Gelder an die Administration, Gutachter, Beratungsfirmen, Berater, Integrationsfirmen, Scheinfirmen Einarbeitungszuschüsse an Firmen geht.
Lediglich ¼ an die Versicherten, IV-Renten Rentenbezüger/innen.

Aber genau bei dem Viertel will Herr und Frau Schweizer sparen!

Wieso behaupten Sie einfach, dass ¾ der IV-Gelder an die Administration, Gutachter, Beratungsfirmen, Berater, Integrationsfirmen, Scheinfirmen Einarbeitungszuschüsse an Firmen gehen?

Wieso informieren Sie sich nicht einfach darüber wie hoch der Anteil der Verwaltungsausgabe an den Gesamtausgaben der Invalidenversicherung tatsächlich ist?

Haben Sie selbst eine Behinderung, welche Sie daran hindert sich darüber zu informieren (einen Computer können Sie anscheinend bedienen?

Ist es Ihnen egal, Behauptungen aufzustellen, obwohl diese nicht stimmen könnten, falls Sie sich vorher nicht darüber informiert haben?

memo schrieb:

Denn Herr und Frau Schweizer wird eingeredet, dass sie nie krank werden, nie einen Unfall haben werden, nie Erwerbslos werden, usw. Herr und Frau Schweizer sind gut versichert! Haben ja für sich und nicht für andere immer einbezahlt. Darum finden es Herr und Frau Neidgenossen, auch eine Sauerei, dass andere wenn diese krank, erwerbslos usw. dann eine Versicherungsleistung bekommen. Dass es sich bei den Sozialversicherungen um eine Kollektivversicherung handelt und um überhaupt eine Versicherung, wissen viele Schweizer nicht mal und wollen es vielleicht nicht wissen. Es lebt sich schliesslich besser mit der Annahme und dem Glaube die Sozialversicherungen sind nur für mich und nicht für die andern.

Kennen Sie sämtliche Schweizer persönlich um behaupten zu können, dass diese alle "Neidgenossen" sind und Neid gegenüber Kranken, Erwerbslosen und Bezügern von IV-Renten empfinden?

Ist Ihnen bewusst, dass es hierzulande verschiedene politische Parteien und verschiedene Medien gibt? Behaupten Sie ernsthaft, dass alle politischen Parteien den Menschen einreden, dass diese nie krank werden, nie einen Unfall haben werden, nie erwerbslos werden undsoweiter?

Welcher Politiker, welche politischen Parteien und welcher konkreten Beiträge und Artikel in den Medien sollen den Menschen je eingeredet haben, dass diese nie krank werden, nie einen Unfall haben werden, nie erwerbslos werden undsoweiter?
 
Verfasst am: 22.12.2013 – 11:58
Sozialversicherungsberater schrieb:
Wieso behaupten Sie einfach, dass ¾ der IV-Gelder an die Administration, Gutachter, Beratungsfirmen, Berater, Integrationsfirmen, Scheinfirmen, Einarbeitungszuschüsse an Firmen gehen?

Wieso informieren Sie sich nicht einfach darüber wie hoch der Anteil der Verwaltungsausgabe an den Gesamtausgaben der Invalidenversicherung tatsächlich ist?


SVB, ich denke Userin memo liegt mit dieser Angabe durchaus nicht falsch und ich bedaure, dass Sie ihr lediglich in schulmeisterlichem und herablassendem Ton antworten, ohne selbst etwas zu dieser interessanten Fragestellung beizutragen.

Der Anteil der reinen IV-Verwaltungsausgaben ist bekanntlich nur ein kleiner Teil der Gesamtrechnung. Gemäss BSV-link http://www.bsv.admin.ch/dokumentation/zahlen/00093/00426/ind... betrugen per 2012 alleine die reinen Verwaltungs- und Durchführungskosten der IV 655 Millionen Franken.

Die Informationsbeschaffung einer echten Gesamtrechnung, welche die von memo aufgelisteten Faktoren alle vollständig einschliesst, gestaltet sich wesentlich schwieriger. Meines Wissens existiert eine solche Gesamtrechnung nicht und bildet damit immer noch eine grosse Informationslücke, welche endlich Gegenstand eines von unabhängiger Seite zu realisierenden Studienprojekts sein sollte, um mehr Licht in diese verschachtelte IV-Industrie zu bringen und die wahren Relationen aufzuzeigen.

Falls Ihnen aber eine solche wie von memo beschriebene, alles umfassende aktuelle Vollkostenrechnung bekannt sein sollte, wären wir Ihnen für Quellenangaben dankbar.




 
Verfasst am: 22.12.2013 – 12:25
Sozialversicherungsberater schrieb:

Kennen Sie sämtliche Schweizer persönlich um behaupten zu können, dass diese alle "Neidgenossen" sind und Neid gegenüber Kranken, Erwerbslosen und Bezügern von IV-Renten empfinden?

Ist Ihnen bewusst, dass es hierzulande verschiedene politische Parteien und verschiedene Medien gibt? Behaupten Sie ernsthaft, dass alle politischen Parteien den Menschen einreden, dass diese nie krank werden, nie einen Unfall haben werden, nie erwerbslos werden undsoweiter?

Welcher Politiker, welche politischen Parteien und welcher konkreten Beiträge und Artikel in den Medien sollen den Menschen je eingeredet haben, dass diese nie krank werden, nie einen Unfall haben werden, nie erwerbslos werden undsoweiter?


@Sozialversicherungsberater
Memo hat da schon was richtig erkannt. Nur handelt es sich dabei nicht um Neid.

Vielmehr ist es die Angst vor dem eigenen, drohenden Stellenverlust, welcher auf die Arbeitslosen projeziert wird.

Deshalb funktioniert auch der Sozialabbau im Namen der "Integration" so gut, trotz absolut miserabler Arbeitsmarktlage. Den Arbeitern wird das Gefühl vermittelt "integriert" zu sein und die Arbeitslosen sind einfach zu dumm oder zu faul sich zu integrieren. Dass wir ca. 20x mehr Arbeitslose als ausgeschriebene Stellen haben wird dabei zur Nebensache.

 
Verfasst am: 24.12.2013 – 11:38
Sonderkurier schrieb:

SVB, ich denke Userin memo liegt mit dieser Angabe durchaus nicht falsch und ich bedaure, dass Sie ihr lediglich in schulmeisterlichem und herablassendem Ton antworten, ohne selbst etwas zu dieser interessanten Fragestellung beizutragen.

Ich habe memo sachliche Fragen gestellt. Der Tonfall war weder schulmeisterlich noch herablassend. Kaum teilt man eine Meinung oder Vorurteile nicht oder erlaubt sich nach konkreten Belegen für Behauptungen zu stellen, wird man persönlich angegriffen.

Sonderkurier schrieb:

Der Anteil der reinen IV-Verwaltungsausgaben ist bekanntlich nur ein kleiner Teil der Gesamtrechnung. Gemäss BSV-link http://www.bsv.admin.ch/dokumentation/zahlen/00093/00426/ind... betrugen per 2012 alleine die reinen Verwaltungs- und Durchführungskosten der IV 655 Millionen Franken.

Die Informationsbeschaffung einer echten Gesamtrechnung, welche die von memo aufgelisteten Faktoren alle vollständig einschliesst, gestaltet sich wesentlich schwieriger. Meines Wissens existiert eine solche Gesamtrechnung nicht und bildet damit immer noch eine grosse Informationslücke, welche endlich Gegenstand eines von unabhängiger Seite zu realisierenden Studienprojekts sein sollte, um mehr Licht in diese verschachtelte IV-Industrie zu bringen und die wahren Relationen aufzuzeigen.

Falls Ihnen aber eine solche wie von memo beschriebene, alles umfassende aktuelle Vollkostenrechnung bekannt sein sollte, wären wir Ihnen für Quellenangaben dankbar.

Eine detaillierte Rechnung ist einfach auffindbar. Sie können gerne selbst feststellen, wie falsch Memo mit diesen abstrusen, offensichtlich nicht vorher abgeklärten Zahlen, liegt.

Rest des Beitrags gelöscht, denn Werbung für kommerzielle Dienstleistungen sind untersagt.
Mit bestem Dank fürs Verständnis, Ihre Online-Redaktion
 
Verfasst am: 26.12.2013 – 08:54
Sonderkurier schrieb:

Die Informationsbeschaffung einer echten Gesamtrechnung, welche die von memo aufgelisteten Faktoren alle vollständig einschliesst, gestaltet sich wesentlich schwieriger. Meines Wissens existiert eine solche Gesamtrechnung nicht und bildet damit immer noch eine grosse Informationslücke, welche endlich Gegenstand eines von unabhängiger Seite zu realisierenden Studienprojekts sein sollte, um mehr Licht in diese verschachtelte IV-Industrie zu bringen und die wahren Relationen aufzuzeigen.

Falls Ihnen aber eine solche wie von memo beschriebene, alles umfassende aktuelle Vollkostenrechnung bekannt sein sollte, wären wir Ihnen für Quellenangaben dankbar.

Sozialversicherungsberater schrieb:

Eine detaillierte Rechnung ist einfach auffindbar. Sie können gerne selbst feststellen, wie falsch Memo mit diesen abstrusen, offensichtlich nicht vorher abgeklärten Zahlen, liegt.

Rest des Beitrags gelöscht, denn Werbung für kommerzielle Dienstleistungen sind untersagt.
Mit bestem Dank fürs Verständnis, Ihre Online-Redaktion


@Beobachter Online-Redaktion: Wenn mich jemand, wie oben steht, quasi auffordert für ihn Recherchearbeiten zu machen und dabei anscheinend davon ausgeht, dass ich das gratis mache, behalte ich mich das Recht vor dies abzulehnen und darauf hinzuweisen, dass ich eine solche Arbeit nur gegen Honorar erledige. Das ist keine Werbung, da nicht ich zuerst eine Dienstleistung angeboten habe, sondern mich jemand aufgefordert hat eine Leistung zu erbringen und anscheinend davon ausgeht, dass ich so etwas gratis erledige. Ich werde wohl noch sagen dürfen, dass ich eine Arbeit nicht gratis erledige.
 
Verfasst am: 26.12.2013 – 11:00
Sozialversicherungsberater schrieb:

Sonderkurier schrieb:

Die Informationsbeschaffung einer echten Gesamtrechnung, welche die von memo aufgelisteten Faktoren alle vollständig einschliesst, gestaltet sich wesentlich schwieriger. Meines Wissens existiert eine solche Gesamtrechnung nicht (...).
Falls Ihnen aber eine solche wie von memo beschriebene, alles umfassende aktuelle Vollkostenrechnung bekannt sein sollte, wären wir Ihnen für Quellenangaben dankbar.

Sozialversicherungsberater schrieb:

Eine detaillierte Rechnung ist einfach auffindbar. Sie können gerne selbst feststellen, wie falsch Memo mit diesen abstrusen, offensichtlich nicht vorher abgeklärten Zahlen, liegt.

Rest des Beitrags gelöscht, denn Werbung für kommerzielle Dienstleistungen sind untersagt.
Mit bestem Dank fürs Verständnis, Ihre Online-Redaktion


@Beobachter Online-Redaktion: Wenn mich jemand, wie oben steht, quasi auffordert für ihn Recherchearbeiten zu machen und dabei anscheinend davon ausgeht, dass ich das gratis mache, behalte ich mich das Recht vor dies abzulehnen und darauf hinzuweisen, dass ich eine solche Arbeit nur gegen Honorar erledige. Das ist keine Werbung, da nicht ich zuerst eine Dienstleistung angeboten habe, sondern mich jemand aufgefordert hat eine Leistung zu erbringen und anscheinend davon ausgeht, dass ich so etwas gratis erledige. Ich werde wohl noch sagen dürfen, dass ich eine Arbeit nicht gratis erledige.


@SVB:

Nochmals zur Vollkostenrechnung, mit allen von memo aufgeführten Faktoren der völlig aufgeblähten IV-Industrie (Administration, Gutachter, Beratungsfirmen, Berater, Integrationsfirmen, Scheinfirmen, Einarbeitungszuschüsse an Firmen, etc., etc.).

Sie schreiben zuerst "eine detaillierte Rechnung ist einfach auffindbar".

Dann, in Ihrer Antwort an die Beobachter Online-Redaktion, schreiben Sie jedoch, dass dazu "Recherchearbeiten" nötig sind, die Sie, gemäss dem von der Online-Redaktion gelöschten Textteil, offenbar wegen des grossen Rechercheaufwands sogar als kostenpflichtig (!) betrachten.

Also müssen die Leser/Innen hier davon ausgehen, dass eine detaillierte IV-Vollkostenrechnung eben doch nicht so einfach auffindbar ist. Und das ist noch reichlich untertrieben. Trotz hartnäckigem Recherchieren lässt sich im Internet keine von unabhängiger Seite vorgenommene Vollkostenstudie finden, die sämtliche von memo genannten Faktoren einbezieht und endlich mal schonungslos offenlegt, was dieser menschenunwürdige IV-Entrechtungs- und Willkürapparat gesamthaft an Steuergeldern verheizt. Die vernebelnde Lügenpropaganda der PR-Abteilung IV beim BSV ist dazu nämlich wenig geeignet.
 
Verfasst am: 26.12.2013 – 13:30
Sonderkurier schrieb:

@SVB:

Nochmals zur Vollkostenrechnung, mit allen von memo aufgeführten Faktoren der völlig aufgeblähten IV-Industrie (Administration, Gutachter, Beratungsfirmen, Berater, Integrationsfirmen, Scheinfirmen, Einarbeitungszuschüsse an Firmen, etc., etc.).

Sie schreiben zuerst "eine detaillierte Rechnung ist einfach auffindbar".

Dann, in Ihrer Antwort an die Beobachter Online-Redaktion, schreiben Sie jedoch, dass dazu "Recherchearbeiten" nötig sind, die Sie, gemäss dem von der Online-Redaktion gelöschten Textteil, offenbar wegen des grossen Rechercheaufwands sogar als kostenpflichtig (!) betrachten.

Also müssen die Leser/Innen hier davon ausgehen, dass eine detaillierte IV-Vollkostenrechnung eben doch nicht so einfach auffindbar ist. Und das ist noch reichlich untertrieben. Trotz hartnäckigem Recherchieren lässt sich im Internet keine von unabhängiger Seite vorgenommene Vollkostenstudie finden, die sämtliche von memo genannten Faktoren einbezieht und endlich mal schonungslos offenlegt, was dieser menschenunwürdige IV-Entrechtungs- und Willkürapparat gesamthaft an Steuergeldern verheizt. Die vernebelnde Lügenpropaganda der PR-Abteilung IV beim BSV ist dazu nämlich wenig geeignet.

Eine detaillierte Aufstellung als jene, welche Sie mit einem Link oben erwähnt haben ist ganz einfach auffindbar. Ich habe nirgends etwas von einem grossem Rechercheaufwand behauptet. Im Gegenteil ich habe ausdrücklich gesagt, dass eine detaillierte Rechnung einfach auffindbar ist. "Einfach" impliziert ohne grossen Aufwand. Wenn Sie diese nicht finden können, ist das nicht mein Problem. Ich erledige keine Gratisarbeiten für politische Propaganda.
 
Verfasst am: 26.12.2013 – 15:02
Verschiedentlich haben Sie (Sozialversicherungsberater) Antworten schon angezweifelt und unterlassen aber selber Richtigstellungen oder nähere Angaben einzubringen! Zu den Bundesfinanzen mit Berichterstattung gibt es noch andere Quellennachweise: ZB
http://www.efv.admin.ch/d/dokumentation/finanzstatistik/beri...
Schauen Sie dort mal rein und erfahren Sie die Komplexitäten der Bundesfinanzen. Sie werden leicht feststellen können, dass in den verschiedenen und öffentlichen Berichtsquellen unterschiedliche Darstellungen zu finden sind. Was auch immer hier debattiert wird, nichts verändert die Ratlosigkeit mit dem politischen IV Debakel, welches schon lange Zeit nicht mehr finanzierbar ist.

Das sehr grosse Interesse an diesem politischen IV-Debakel manifestiert den gewaltigen Unmut (vorallem) der Betroffenen und bekräftigt die Wichtigkeit.

Nochmals kurz zusammengefasst: mit der IV-Revision 6a sollen innerhalb von 6 Jahren 17‘000 resp. 12‘500 gewichtete Renten abgebaut und davon 4‘500 Renten ersatzlos gestrichen werden. Dafür setzt die Politik JÄHRLICH den Gegenwert von 35‘000 mittlere Einzelrenten, resp. CHF 700 Millionen ein. Die Gesamteinsparung jedoch beträgt lediglich CHF 250 Millionen, der Anteil pro Jahr CHF 41 Millionen. Leicht zu rechnen: die Kosten sind etwa 17-mal höher als das von der Politik angesagte und gesamte Sparziel. Das und mehr ist im Faltblatt „Die IV-Revision 6a“ nachzulesen unter http://www.bsv.admin.ch/themen/iv/00021/03189/?lang=de
Leider fallen die abgewiesen IV Antragsteller nicht in die darin beschriebene aktiv begleitete Wiedereingliederung in die Arbeitswelt, und das betrifft doch die meisten! Fehlleistungen der Politik haben die einzige Konsequenz, dass es der steuerzahlende Bürger zu bezahlen hat. Dazu gibt es genügende Beispiele. Eine Firma aber muss den Ertrag selber erwirtschaften und erträgt keine so grossen Führungsfehler wie in der Politik, schafft sie dies nicht, ist das Ende der Firma besiegelt.

Wie ich es verstehe, hat die Politik ihre Tagesordnung mit entsprechender Traktandenliste. An sich ist das eine gute Ordnung. Wenn in der Realität aber etwas aus dem Ruder läuft und die Politik nicht hinsieht, ist dies NICHT in Ordnung. Bekanntlich sagt man: „die Hand die dich füttert, darfst du nicht beissen“ gilt auch für die Politiker. Jeder Bürger kann die Tätigkeit seiner nahestehenden Politiker, wie Wortabgabe und Abstimmung unter http://www.parlament.ch/ab/frameset/d/index.htm verfolgen. Stimmt sein Abstimmungsverhalten nicht mit dem abgegebenen Wahlversprechen überein, kann man sich seine nächste Wiederwahl überlegen.

Bemerkenswert ist auch, dass der Arbeitgeber zu einer geringen Prämienerhöhung für die Verbesserung der IV Kasse nicht herangezogen wird. Das nenne ich eine ausgezeichnete Lobbyarbeit.

Wie wäre es, wenn die durch die IV geprellten Personen, auch mit einer starken Lobby kämpfen könnten? Das würde der Wahrnehmung dieses Problems viele Möglichkeiten eröffnen. Ideen dazu sind gefragt. Angesprochene bitte melden sie sich. Entweder als Antwort auf diesen Beitrag,
oder http://www.ivinfo.wordpress.com
http://www.selbstbestimmung.ch/kategorie/politik/
 
Verfasst am: 26.12.2013 – 15:42
Der Arbeitsmarkt greift nur dann auf IV-Bezüger zurück solange der Staat kräftig subventioniert. Eine Firma die durch den Staat subventioniert wird hat weniger Ausgaben und zwingt die Konkurrenz entweder die Löhne zu senken oder auf billige Ausländer zurückzugreifen.

Sprüche wie "Integration statt Rente" verfolgen wie beim Sozialamt nur den Zweck die Profite der Arbeitgeber zu steigern, indem ein Teil des Gewinns durch Steuergelder finanziert wird.

Aber diese unbequeme Wahrheit wollen ja selbst die IV-Bezüger hören.
 
Verfasst am: 26.12.2013 – 15:43
*nicht hören
 
Verfasst am: 28.12.2013 – 14:14
Habe besagte Sendung nicht gesehen, kann somit auch keine Stellung zu dieser Sendung beziehen.

Fakt ist jedoch, dass der grösste Missbrauch von der IV-Bürokratie selbst begangen wird.

40 000 vorwiegend Schweizer Ehepaaren "klaute" man nach der IV-Revision 2006 innerhalb 6 Monaten die Paarrente. Ausländer durften aus sprachlichen Gründen jeweils eine Begleitperson zu den MEDAS-Verhören mitnehmen, Schweizer/Innen durften keine Begleitperson mitnehmen. Versteht sich von selber, dass Schweizer diskriminiert wurden, Ausländer hatten Zeugen.

Medas (IV-abhängie Gutachter) beschäftigtwelche gar sog. Aerzte ohne CH-Arbeitsbewilligung für die IV Berichte verfassen durften:
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Berner-Gutachte...

Als Selbstbetroffene, kenne ich die Misswirtschaft der IV in allen Facetten. Aus mir (geboren mit cerebralen Bewegungsstörungen/Spondylose, durch IV anoperierter Klumpfuss in den Jugendjahren) wollten diese mehr als fragwürdigen "Herrschaften" mittels eines Gefälligkeitszeugnisses eines Ex-Hausarztes, zu Gunsten der IV, eine minderintelligente, psychisch labile Frau basteln. (Weil ich merkte dass da einiges mehr als fragwürdig ablief, setzte ich mich ein und kam zur Kopie des beschrieben verlogenen Arztzeugnisses, nach langem zermürbenden Suchen).

Die IV teilte mir dann mit, ich bekäme meine Teilrente nicht, da ich nicht kooperiere mit den MEDAS-Aerzten. Konnte ich nicht mit solch korrupt anmutenden Machenschaften konnte ich mich nicht unterwerfen. Sehe es aus heutiger Sicht positiv, denn aus meinen Erfahrungen ist entstanden, dass ich mich gegen Misswirtschaft und für Betroffene nun engagiere. Es dauerte lange, habe mich aber selbst gefangen, ohne Hilfe, ohne Aerzte, ohne Medikamente. Es gab Augenblicke, nachdem ich hinter diese verlogenen Machenschaften kam, wo ich nicht wusste ob ich mich vor einen Zug werfen soll. Doch etwas sagte mir, du wirst noch gebraucht...

Nun schaue ich vorwärts, denn unsere Behinderten, Betagten und Kranken brauchen politische Stimmen mehr denn je/erlaube mir hiermit mein Engagement vorzustellen:

http://www.svp-stadt-bern.ch/index.php?ConObj=1294&mediaID=2...

In dem Sinne allen, vor allem allen Betroffenen die besten Wünsche für das 2014

Derzeit ist man dabei zig-tausend Behinderte OHNE Abklärungen, rein bürokratisch in einen Arbeitsmarkt zu reintegrieren (wie es die IV so schön nennt). Es ist eher ein Rauswurf aus der IV, rein nur damit die IV geschönte Statistiken veröffentlichen kann.
 
Verfasst am: 29.12.2013 – 17:23
Habi schrieb:

Fakt ist jedoch, dass der grösste Missbrauch von der IV-Bürokratie selbst begangen wird.

40 000 vorwiegend Schweizer Ehepaaren "klaute" man nach der IV-Revision 2006 innerhalb 6 Monaten die Paarrente.

Fakt ist, dass nicht die Mitarbeiter der IV, sondern Ihre Partei die SVP, Frau Habegger im Parlament auch noch die Zusatzrenten von Menschen, die bereits (teilweise jahrzehntelang) eine Zusatzrente der IV erhalten haben, gestrichen haben. Die Mitarbeiter der IV müssen nur das ausführen, was die Nationalräte und Ständeräte im Parlament beschliessen, egal ob das Mitarbeitern der IV gefällt oder nicht.

Ich gehe davon aus, dass sich sogar ehemalige Telefonistinnen bei der PTT darüber informieren können, welche Mitglieder des Nationalrats von welcher Partei damals im Nationalrat für die Streichung der Zusatzrenten gestimmt haben. Die PTT ist übrigens ein Staatsbetrieb und die SVP ist ja gegen staatliche Wirtschaft und für die private Wirtschaft. Aber wenn einem der "böse" Staat Lohn oder Geld bezahlt (zum Beispiel international zu den höchsten zählende Landwirtschaftssubventionen), dann nehmen es die ach so glaubwürdigen SVP-Parteimitglieder natürlich an.

Der Beweis:
========
Hier findet man die Botschaft des Bundesrats zur 5. IV-Revision, also die Erläuterungen des Bundesrats zum Entwurf des Gesetzes. Man beachte die Dossiernummer 05.052. Auf Seite 4576 sieht man, dass durch eine Änderung der Schlussbestimmungen der Änderung vom 21. März 2003 die Zusatzrenten gestrichen werden sollten.
http://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/2005/4459.pdf
Und hier findet man den Entwurf des Gesetzes in dem auf Seite 4619 durch die Aufhebung von Buchstabe e der Schlussbestimmungen der Änderung vom 21. März 2003 die Zusatzrenten gestrichen werden sollten.
http://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/2005/4603.pdf
Und dann kann man schauen wer in der Frühjahrssession des Nationalrats 2006 wie in der Abstimmung zu diesem Punkt abgestimmt hat.
http://www.parlament.ch/poly/Abstimmung/47/out/vote_47_3074....

+ steht für Ja also für eine Zustimmung zur Streichung der Zusatzrenten wie man unten auf der Seite sieht.
V steht dafür, dass jemand zur Fraktion der SVP gehört (die Namen der SVP-Nationalräte kennen viele Personen auswendig).

Von 56 Nationalräten der SVP, haben 48 für die Streichung der Zusatzrenten der IV gestimmt, 1 Nationalrat der SVP hat sich für das Fernbleiben von der Abstimmung entschuldigen lassen (Walter Schmied aus dem Kanton Bern) und 7 Nationalräte der SVP haben nicht an der Abstimmung teilgenommen. Kein einziger Nationalrat der SVP hat gegen die Abstimmung der Streichung der Zusatzrenten der IV gestimmt.

Es gab übrigens noch eine zweite Abstimmung. Aber auch da hat kein einziger Nationalrat der SVP gegen die Streichung der Zusatzrenten der IV gestimmt.
http://www.parlament.ch/poly/Abstimmung/47/out/vote_47_3075....

Und in der Schlussabstimmung über das gesamte Gesetz mit dem die Zusatzrenten der IV gestrichen wurden hat auch kein einziger Nationalrat der SVP gegen die Streichung der Zusatzrenten der IV gestimmt.
http://www.parlament.ch/poly/Abstimmung/47/out/vote_47_3083....

Wenn Sie das "Klauen" Zusatzrenten der IV so stört, dann seien Sie konsequent und treten Sie aus der SVP aus. Alles andere ist unglaubwürdig.

Und welche Parteien haben GEGEN die Streichung der Zusatzrenten der IV gestimmt? Die SP (Sozialdemokratische Partei) und die GP (Grüne Partei).
 
Verfasst am: 29.12.2013 – 20:22
@Sozialvesicherungsberater

Wüsste nicht, was Sie legitimiert über meine Mitgliedschaft bei der SVP zu richten und einen Austritt zu fordern. Zumal die SVP mich als Teilbehinderte 2012 als Stadtratskanditatin nominierte und mich bei meinem Engagement für Behinderte, Kranke und Betagte unterstützt.

Als Versicherungsberater wäre es eventuell zu empfehlen den Ball etwas flacher zu halten heutzutage, vor allem, wenn man um die korruppte Misswirtschaft gegenüber Schweizer Behinderten weiss.

Dazu ein interessantes Schreiben:

http://selbstbestimmung.ch/politik/offener-brief-an-urs-schw...

Danke und ein schönes 2014.

Bea Habegger
http://www.svp-stadt-bern.ch/index.php?ConObj=1294&mediaID=2...
 
Verfasst am: 30.12.2013 – 05:51
Hallo SVB

Darf man denn Nachfragen, wie Dein Rezept gegen den totalen Crash ausschaut. Wenn Du jedes Jahr mehr ausgibst als reinkommt hast Du genau zwei Möglichkeiten. Entweder Du verminderst die Ausgaben (was ja jetzt passiert) oder aber Du füllst oben mehr Geld rein. Und woher soll dieses Geld kommen ? MWST ? Steuererhöhungen ? Umschichten aus ... ?

Ich staune immer wieder wie es unsere Oberlinken schaffen, einerseits vom Staat zu nehmen was sie kriegen oder gar vom Sozialsystem zu leben und parallel immer mehr zu fordern. Seien es subventionierte Krippenplätze, verschenken des Nationalbank Goldes (!) etc. und ganz zu schweigen von den politischen Forderungen, welche uns an den Rand des Abgrundes bringen können wie Bankgeheimnis, EU Beitritt etc.

 
Verfasst am: 30.12.2013 – 07:54
Wie hoch wären die jährlichen Einsparungen, wenn man die Löhne der Staatsangestellten um 20% senkt?

Die Frage ist durchaus ernst gemeint. Wenn man bei der Sozialhilfe und der IV kürzen kann, dann geht das bei Staatsangestellten bestimmt auch, oder? Wird ja auch alles mit Steuergeld bezahlt. Vergessen wir nicht, dass diese "Löhne" von der Wirtschaftskrise völlig unberührt blieben.

 
Verfasst am: 30.12.2013 – 08:46
Habi schrieb:

@Sozialvesicherungsberater

Wüsste nicht, was Sie legitimiert über meine Mitgliedschaft bei der SVP zu richten und einen Austritt zu fordern. Zumal die SVP mich als Teilbehinderte 2012 als Stadtratskanditatin nominierte und mich bei meinem Engagement für Behinderte, Kranke und Betagte unterstützt.

Ich brauche keine "Legitimation" irgendeiner Art um eine Meinung zu haben und dieser in einem Land, in dem Meinungsfreiheit herrscht zu äussern. Wenn man sich das tatsächliche Stimmverhalten der SVP anschaut, dann bekomme ich den Eindruck, dass sich gerade die SVP nicht für Sozialleistungen und Rechte für Behinderte einsetzt. Ich werde auch in Zukunft jeden Widerspruch zwischen Ihren Aussagen und dem tatsächlichen Stimmverhalten der SVP schonungslos aufdecken. Die Wähler sind nicht so ahnungslos, wenn Sie über das tatsächliche Stimmverhalten von Politikern und Parteien informiert sind.

Habi schrieb:

Als Versicherungsberater wäre es eventuell zu empfehlen den Ball etwas flacher zu halten heutzutage, vor allem, wenn man um die korruppte Misswirtschaft gegenüber Schweizer Behinderten weiss.

Ich bin kein "Versicherungsberater", da ich keine privatrechtlichen Versicherungen vermittle oder dafür Werbung mache. Und ich werde auch den Ball nicht flach halten, sondern schonungslos die Widersprüche zwischen Ihren Äusserungen und dem tatsächlichen Stimmverhalten ihrer Partei aufdecken.

Sie reden von angeblich korrupter Misswirtschaft gegenüber Schweizer Behinderten? Und welche Parteien haben im Bundesrat die Mehrheit und können somit die Gesetzesentwürfe und Verordnungen im Bereich Invalidenversicherung bestimmen? Und welche Parteien haben im Nationalrat und im Ständerat die Mehrheit und können somit die Gesetze in diesem Bereich bestimmen? Die bürgerlichen Parteien, darunter auch die SVP. Denn die SP und die GP sind in der Minderheit (die GP ist im Bundesrat sogar überhaupt nicht vertreten) sodass meist eine bürgerliche Mehrheit für eine Kürzung der Sozialleistungen für Invalide stimmt und für eine Verschlechterung der Rechte von Behinderten stimmt. Die IV-Stellen der kantonalen Sozialversicherungsanstalten/kantonalen Ausgleichskassen und die kantonalen Sozialversicherungsgerichte werden übrigens von den Kantonen überwacht. Und wer hat wohl in den meisten Kantonen im Regierungsrat und im kantonalen Parlament (Kantonsrat, Grosser Rat, etc.) die Mehrheit und kann somit die Führungskräfte der kantonalen Sozialversicherungsanstalten/kantonalen Ausgleichskassen bestimmen und überwachen und die Richter an den kantonalen Sozialversicherungsgerichten wählen bzw. nicht wiederwählen? Die bürgerlichen Parteien zu denen auch die SVP gehört. Und wer hätte somit schon längst etwas gegen angebliche Missstände unternehmen können? Die SVP.

Ich bewerte Politiker und Parteien nach ihrem tatsächlichen Stimmverhalten und nicht nachdem was sie behaupten um Stimmen von uninformierten Wählern einzufangen.
 
Verfasst am: 30.12.2013 – 14:16
Sehr geehrte7n Sozialversicherungsberater/In

danke für Ihr Feedback.

- Dann ist Ihr Blogname schon mal Vorspielung falscher Tatsachen, was ich mir nicht antun würde, mitttels eines Nicknames, Vorspielung falscher Tatsachen zu begehen. Tretet lieber öffentlich auf und vertrete meine Meinung

- Viel Glück beim kämpfen tönt nach (Mein Kampf = Buch von Hitler), nicht mein Ding und schon gar nicht SVP-Ausrichtung, diese Partei vertritt die Bevölkerung nicht Diktatur

- ENGAGIERE mich für Behinderte, Betagte und Kranke Schweizer/Innen welchen man zusehends der Besitzstandswahrung beraubt um diese in alle Richtungen zu verschenken oder in überdimensionierten und unfähigen Bürokratien versanden lässt (federführend SP)

Betagte, Behinderte und Kranke Schweizer/Innen haben ein Recht auf selbstbestimmtes Leben, nicht Klau jeglicher Renten etc. dafür ENGAGIERE ich mich.

Kämpfen bzw. krampfen sie ruhig weiter um den Betroffenen hierzulande zu nehmen (schaden), wofür diese, wie ihre Vorfahren erarbeitet haben. Meine Hilfe biete ich lieber Geschädigten/Betroffenen.

Alles Gute im Neuen Jahr

Bea Habegger

http://www.svp-stadt-bern.ch/index.php?ConObj=1294&mediaID=2...
 
Verfasst am: 30.12.2013 – 17:03
Habi schrieb:

Betagte, Behinderte und Kranke Schweizer/Innen haben ein Recht auf selbstbestimmtes Leben


Nur Behinderte und Kranke? Warum sollten Sozialhilfebezüger schlechter gestellt sein?
 
Verfasst am: 30.12.2013 – 17:35
Habi schrieb:

- ENGAGIERE mich für Behinderte, Betagte und Kranke Schweizer/Innen welchen man zusehends der Besitzstandswahrung beraubt um diese in alle Richtungen zu verschenken oder in überdimensionierten und unfähigen Bürokratien versanden lässt (federführend SP)


Habi, ich begrüsse Dein Engagement. In Deinem Beitrag vom 28.12.2013 14:14 Uhr hast Du geschrieben:
"40 000 vorwiegend Schweizer Ehepaaren "klaute" man nach der IV-Revision 2006 innerhalb 6 Monaten die Paarrente. Ausländer durften aus sprachlichen Gründen jeweils eine Begleitperson zu den MEDAS-Verhören mitnehmen, Schweizer/Innen durften keine Begleitperson mitnehmen. Versteht sich von selber, dass Schweizer diskriminiert wurden, Ausländer hatten Zeugen."

Ich gehe mit Deiner Kritik einig, gerade auch was die nachweislich bundesverfassungs- und EMRK-widrige "Begutachtungs"-Praxis der IV angeht.

Im Zusammenhang mit der heutigen IV-Willkürpolitik irritiert Deine Werbung für die SVP dann aber schon etwas. Die SVP-Landwirte erhalten bekanntlich sehr gerne ein staatliches Grundeinkommen in Form von Landwirtschaftssubventionen in zweistelliger Milliardenhöhe. Gleichzeitig ist es gerade auch die SVP, welche keine Gelegenheit auslässt, aus allen Rohren gegen die schweizerischen IV-Rentner/Innen zu feuern und immer noch mehr Repression und "Missbrauchsbekämpfung"zu fordern.

Persönlich bin ich parteilos eingestellt und betrachte - gerade was das heutige menschenunwürdige IV-Debakel angeht - KEINE der etablierten Parteien als wählbar. User "Sozialversicherungsberater" (SVB) hat sich die Mühe gemacht, in seinem Beitrag von 29.12.2013 17:23 Uhr die politisch Verantwortlichen für den von Dir zu Recht kritisierten Rentenklau (Streichung der Ehepaarrenten) klar aufzuzeigen, mit zahlreichen verlinkten Quellenangaben. SVB hat nachgewiesen, dass es die SVP, und nicht etwa die SP war, welche diesen Rentenklau mit grossem Ja-Anteil (48 von 56 SVP-Nationalräten) befürwortete. Kein einziger Nationalrat der SVP hat bei der Abstimmung gegen die Streichung der Zusatzrenten der IV gestimmt.

Von daher fragen sich die User/Innen hier (inkl. der Schreibende), was Du in diesem IV-Thread mit Deiner SVP-Propaganda eigentlich genau bezweckst.



Sozialversicherungsberater schrieb:

Der Beweis:
========
Hier findet man die Botschaft des Bundesrats zur 5. IV-Revision, also die Erläuterungen des Bundesrats zum Entwurf des Gesetzes. Man beachte die Dossiernummer 05.052. Auf Seite 4576 sieht man, dass durch eine Änderung der Schlussbestimmungen der Änderung vom 21. März 2003 die Zusatzrenten gestrichen werden sollten.
http://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/2005/4459.pdf
Und hier findet man den Entwurf des Gesetzes in dem auf Seite 4619 durch die Aufhebung von Buchstabe e der Schlussbestimmungen der Änderung vom 21. März 2003 die Zusatzrenten gestrichen werden sollten.
http://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/2005/4603.pdf
Und dann kann man schauen wer in der Frühjahrssession des Nationalrats 2006 wie in der Abstimmung zu diesem Punkt abgestimmt hat.
http://www.parlament.ch/poly/Abstimmung/47/out/vote_47_3074....

+ steht für Ja also für eine Zustimmung zur Streichung der Zusatzrenten wie man unten auf der Seite sieht.
V steht dafür, dass jemand zur Fraktion der SVP gehört (die Namen der SVP-Nationalräte kennen viele Personen auswendig).

Von 56 Nationalräten der SVP, haben 48 für die Streichung der Zusatzrenten der IV gestimmt, 1 Nationalrat der SVP hat sich für das Fernbleiben von der Abstimmung entschuldigen lassen (Walter Schmied aus dem Kanton Bern) und 7 Nationalräte der SVP haben nicht an der Abstimmung teilgenommen. Kein einziger Nationalrat der SVP hat gegen die Abstimmung der Streichung der Zusatzrenten der IV gestimmt.

Es gab übrigens noch eine zweite Abstimmung. Aber auch da hat kein einziger Nationalrat der SVP gegen die Streichung der Zusatzrenten der IV gestimmt.
http://www.parlament.ch/poly/Abstimmung/47/out/vote_47_3075....


Und in der Schlussabstimmung über das gesamte Gesetz mit dem die Zusatzrenten der IV gestrichen wurden hat auch kein einziger Nationalrat der SVP gegen die Streichung der Zusatzrenten der IV gestimmt.
http://www.parlament.ch/poly/Abstimmung/47/out/vote_47_3083....


Wenn Sie das "Klauen" Zusatzrenten der IV so stört, dann seien Sie konsequent und treten Sie aus der SVP aus. Alles andere ist unglaubwürdig.

Und welche Parteien haben GEGEN die Streichung der Zusatzrenten der IV gestimmt? Die SP (Sozialdemokratische Partei) und die GP (Grüne Partei).
 
Verfasst am: 31.12.2013 – 14:10
@Sozialversicherungsberater, Ihr Link für die von Ihnen genannte Abstimmung betrifft die 5. IV-Revision aus dem Jahr 2003. Wir sollten doch über aktuelle Daten reden, oder?

Wie hier zum Thema „politisches IV-Debakel“ geschrieben wird, ist erstaunlich, sehr beschämend und gegenüber den vielen Betroffenen unwürdig. Gleich wie auf der nationalen politischen Ebene, so wird auch hier im Forum debattiert und dabei wird die Realität einfach nicht zur Kenntnis genommen. Es geht nicht um den Austausch von Gehässigkeiten, sondern hier im Forum sollte vielmehr über Möglichkeiten zur Richtigstellung des politischen IV-Debakels geschrieben werden. Zur Lösungsfindung braucht es von allen Involvierten guten Willen.

Fakt ist, dass für das politisch angesagte und gesamte Sparziel, innert 6 Jahren 12‘500 gewichtete Renten eingespart werden sollen. Bei einer mittleren Rente entspricht es einem Gegenwert von CHF 250 Millionen resp. mal Faktor 1,5 (weil nicht alles erst nach den 6 Jahren zu tragen kommt), wäre also CHF 375 Millionen. Demgegenüber stehen jährliche Kosten von CHF 700 Millionen Mal 6 Jahre, das entspricht den Gesamtkosten von CHF 4,2 MILLIARDEN. (Nachzulesen in meiner Antwort vom 26.12.2013 - 15:02 hier im Forum)

Wollen wir noch mehr Verwaltungs- und Kontrollstellen, welche die Heerschar der Unproduktiven überwachen usw.
NEIN, derartiger und überflüssiger Verwaltungsaufwand geht notabene finanziell auch zu Lasten der Renten. In den letzten 6 Jahren wurden für die soziale Wohlfahrt insgesamt 249 neue Stellen geschaffen. Eine Vollzeitstelle würde etwa 10 mittleren IV-Renten entsprechen. Laut Recherchen der Berner Zeitung gibt es monatlich über 500 neue Beamtenstellen.
http://www.bernerzeitung.ch/schweiz/standard/Das-Schweizer-J...

Ausländeranteil bei den Schweizer Sozialwerken
Quelle: http://www.svp.ch/g3.cms/s_page/88300/s_name/extrablattjanua... - Seite 5 unten
Quelle: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/02/bla...

Bevölkerung Schweiz 2012 = 8‘039‘100 (im Jahr 2006 = 7‘508‘700)
Ausländeranteil Bevölkerung 2012 = 23,3%
Ausländeranteil Arbeitslose Nov 2013 = 47,0%
Ausländeranteil Sozialhilfebezüger 2011 = 45,4%
Ausländeranteil IV-Bezüger 2012 = 46,2%

Es sollte vielmehr über Forderungen an die nationalen Räte (BR, NR, SR) verhandelt werden.

Zum Beispiel:
- Alle abgewiesenen IV-Fälle der letzten Jahre, in denen begründete Zweifel an der Rechtmässigkeit der Abweisung bestehen, müssen neu aufgerollt werden. (ärztliche Fehler der Gutachter, irreführende Arztberichte, Tatbestände unterdrückende Gutachten und Berichte, usw.)
- Sind massgebliche Berichte von nicht zugelassenen Ärzten rechtens? Kann geprüft werden unter
http://www.bag.admin.ch/themen/berufe/00411/08023/index.html...
http://www.medregom.admin.ch/
- Wie können Verantwortliche für das politischen IV-Debakel zur Rechenschaft gezogen werden?
- Die Frage der Schadenersatzforderung wäre zu prüfen.
- Die falsch angesetzte Zielsetzung zur Kosteneinsparung bei der IV ist sofort zu stoppen.

Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr 2014. Gute Gesundheit und ein erfolgreiches neues Jahr.
 
Verfasst am: 31.12.2013 – 15:41
hermesplus schrieb:

Fakt ist, dass für das politisch angesagte und gesamte Sparziel, innert 6 Jahren 12‘500 gewichtete Renten eingespart werden sollen. Bei einer mittleren Rente entspricht es einem Gegenwert von CHF 250 Millionen resp. mal Faktor 1,5 (weil nicht alles erst nach den 6 Jahren zu tragen kommt), wäre also CHF 375 Millionen. Demgegenüber stehen jährliche Kosten von CHF 700 Millionen Mal 6 Jahre, das entspricht den Gesamtkosten von CHF 4,2 MILLIARDEN. (Nachzulesen in meiner Antwort vom 26.12.2013 - 15:02 hier im Forum)

Wollen wir noch mehr Verwaltungs- und Kontrollstellen, welche die Heerschar der Unproduktiven überwachen usw.
NEIN, derartiger und überflüssiger Verwaltungsaufwand geht notabene finanziell auch zu Lasten der Renten. In den letzten 6 Jahren wurden für die soziale Wohlfahrt insgesamt 249 neue Stellen geschaffen. Eine Vollzeitstelle würde etwa 10 mittleren IV-Renten entsprechen. Laut Recherchen der Berner Zeitung gibt es monatlich über 500 neue Beamtenstellen.
http://www.bernerzeitung.ch/schweiz/standard/Das-Schweizer-J...

Ausländeranteil bei den Schweizer Sozialwerken
Quelle: http://www.svp.ch/g3.cms/s_page/88300/s_name/extrablattjanua... - Seite 5 unten
Quelle: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/02/bla...

Bevölkerung Schweiz 2012 = 8‘039‘100 (im Jahr 2006 = 7‘508‘700)
Ausländeranteil Bevölkerung 2012 = 23,3%
Ausländeranteil Arbeitslose Nov 2013 = 47,0%
Ausländeranteil Sozialhilfebezüger 2011 = 45,4%
Ausländeranteil IV-Bezüger 2012 = 46,2%

Es sollte vielmehr über Forderungen an die nationalen Räte (BR, NR, SR) verhandelt werden.

Zum Beispiel:
- Alle abgewiesenen IV-Fälle der letzten Jahre, in denen begründete Zweifel an der Rechtmässigkeit der Abweisung bestehen, müssen neu aufgerollt werden. (ärztliche Fehler der Gutachter, irreführende Arztberichte, Tatbestände unterdrückende Gutachten und Berichte, usw.)
- Sind massgebliche Berichte von nicht zugelassenen Ärzten rechtens? Kann geprüft werden unter
http://www.bag.admin.ch/themen/berufe/00411/08023/index.html...
http://www.medregom.admin.ch/
- Wie können Verantwortliche für das politischen IV-Debakels zur Rechenschaft gezogen werden?
- Die Frage der Schadenersatzforderung wäre zu prüfen.
- Die falsch angesetzte Zielsetzung zur Kosteneinsparung bei der IV ist sofort zu stoppen.

Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr 2014. Gute Gesundheit und ein erfolgreiches neues Jahr.


Diesen von "hermesplus" angeführten Forderungen an die nationalen Räte (BR, NR, SR) schliesse ich mich uneingeschränkt an. Es war die Politik, welche dieses ganze menschenunwürdige IV-Debakel erst herbeiführte und die Folgen dieses Handelns zu verantworten hat. Deshalb ist es auch die gleiche Politik, welche nun diese unseres Landes völlig unwürdige IV-Willkürpolitik endlich zu stoppen und die Verantwortlichen dieses IV-Debakels zur Rechenschaft zu ziehen hat. In diesem Zusammenhang stellt sich ausserdem die Frage von juristischen Strafklagen gegen die verantwortlichen Drahtzieher.

Zum Jahresende ein gutes neues Jahr mit Gesundheit und Glück an alle.

 
Verfasst am: 02.01.2014 – 15:39
In einem von NR Christian Lohr am 13.12.2013 im NR-Plenum eingereichten Postulat wird der Bundesrat beauftragt in einem Bericht darzulegen, wie er auf der Grundlage des bestehenden schweizerischen Behindertengleichstellungsrechts und der kürzlich ratifizierten Uno-Behindertenrechtskonvention eine kohärente nationale Behindertenpolitik zu entwickeln und umzusetzen gedenkt. Sie soll Menschen mit einer Behinderung Perspektiven geben. Die rund 1,4 Millionen Menschen mit einer Behinderung in der Schweiz werden nach wie vor in erster Linie als Kostenfaktor und als sogenannt invalid wahrgenommen.

Heute agieren Bund, Kantone, Sozialversicherer und weitere Beteiligte im besten Fall unkoordiniert nebeneinander; im schlechteren Fall wirken sie gegeneinander. Auf der Strecke bleibt eine jährlich zunehmende Zahl von IV-Betroffenen, welche, durch fingierte Schein-Gutachten à pauschal 9'000 Franken zuerst systematisch entrechtet, zwischen Bank und Stuhl fallen, um am Schluss als Langzeit-Fälle bei der auf Repression ausgerichteten "Sozial"hilfe landen und im Rahmen ihrer "Mitwirkungs- und Schadenminderungspflicht" zu staatlicher "Workfare"-Zwangsarbeit genötigt werden.

http://selbstbestimmung.ch/politik/postulat-kohaerente-behin...
 
Verfasst am: 04.01.2014 – 15:56
"Ein unwürdiges Schauspiel". Unter diesem Titel hat der Tages-Anzeiger am 03.01.2014 einen neuen IV-kritischen Artikel von René Staubli publiziert, welcher ein weiteres Mal das immer absurder werdende Ausmass des politischen IV-Debakels offenlegt und das unlautere Vorgehen des aus Steuergeldern finanzierten IV-Willkürapparats beleuchtet.

Kurze Auszüge daraus:

"Wie schon bei früheren Recherchen hatte der TA auch diesmal Direktor Franz Stähli von der Zürcher IV-Stelle um ein Interview respektive um Antworten auf schriftlich gestellte Fragen gebeten. Vergeblich. Die IV-Stelle – mit Steuergeldern finanziert und der Öffentlichkeit Rechenschaft schuldig – will nicht angeben (!), wie viele Renten sie im Zuge der Revision 6a aufgehoben oder gekürzt hat. Sie will auch nicht sagen, wie viele von den angeblich wieder integrierbaren Betroffenen tatsächlich eine Arbeit gefunden haben."

"Laut TA-Recherchen beissen sich die kantonalen IV-Stellen am Arbeitsmarkt die Zähne aus: Bislang liess sich offenbar nur für jeden 300sten (!), dem die Rente im Gefolge der 6a-Revision gekappt wurde, ein Job finden. Das Bundesamt für Sozialversicherungen dementiert die Zahl nicht, will sie aber auch nicht bestätigen, weil viele Fälle noch nicht abgeschlossen seien."

"In diesem System ist die Lauterkeit auf der Strecke geblieben. Es geht nicht mehr primär um die vorbehaltlose Abklärung des tatsächlichen Gesundheitszustands und der Leistungsfähigkeit eines Menschen, sondern immer öfter um die Durchsetzung von geschäftlichen Interessen und politischen Sparaufträgen."

Zum Artikel:
http://www.tagesanzeiger.ch/ipad/schweiz/Ein-unwuerdiges-Sch...

 
Verfasst am: 07.01.2014 – 10:25
Die stümperhafte und wenig vertrauenserweckende "Kommunikation" des Luzerner IV-Direktors Donald Locher: Was kümmern uns die Details...

Und wer richtig nachfragt, erfährt, dass der Betrugsquotient unter den 10'682 IV-Rentner/Innen im Kanton Luzern per 2012 mit gerade mal 21 Fällen (!) bei 0,2% liegt, was auch etwa dem landesweiten Durchschnitt entsprechen dürfte. Wobei das BSV sich auffallenderweise bis heute windet, diese Tatsache endlich mal ordentlich zu kommunizieren.

http://ivinfo.wordpress.com/2014/01/06/kommunikation-des-luz...


Kurze Auszüge daraus:

"Im 20 Minuten vom 30. Januar 2011 wurde Herr Locher folgendermassen zitiert: «Zudem konnten wir rund 140 Betrüger selbst überführen». Weil ich 140 Betrüger allein aus dem Kanton Luzern für ziemlich viel hielt, habe ich damals bei Herrn Herr Locher nachgefragt; er antwortete, er sei beim Wandern auf seinem Handy angerufen worden und hätte von «140 bearbeiteten und erledigten Verdachtsfällen im 2010 gesprochen». Auf meine nochmalige Nachfrage hin, wieviele der Verdachtsfälle sich denn nun tatsächlich als Betrug herausgestellt hätten, erhielt ich keine Antwort. Richtigstellung scheinbar unwichtig (!)."

"Am 12. Juli 2013 erschien in der neuen Luzerner Zeitung ein Artikel (nicht online) unter dem Titel «IV deckt mehr Missbräuche auf» – Noch mehr als die vom 20 Minuten berichteten 140 im Jahr 2010? Kriminelles Pflaster, dieses Luzern… Nun ja, der Artikel spricht von 21 aufgedeckten Betrugsfällen im Jahr 2012. Was der Artikel verschweigt: die Gesamtzahl der IV-Bezüger im Kanton Luzern im Jahr 2012 beträgt 10’682. Der Betrugsquotient läge damit (allerdings nur aufs aktuelle Jahr gerechnet natürlich) bei 0,2%."

"Aber an solchen 'Details' hält sich Herr Locher nicht auf. Lieber erwähnt er stolz, dass 2012 (aufgrund erfolgreicher Eingliederung) 1047 Personen «von der Liste der IV-Bezüger entfernt werden konnten». Auch das ist so nicht richtig. Dem Jahresbericht der IV-Stelle Luzern ist nämlich zu entnehmen, dass diese 1047 Personen «vermittelt und eingegliedert» wurden. Datei handelt es sich aber in den meisten Fällen nicht um IV-Bezüger, sondern um sogenannte «Früherfasste» die vorher gar keine IV-Rente bezogen. Der Jahresbericht zeigt auf, dass effektiv nur 335 IV-Renten aufgehoben wurden."
 
Verfasst am: 07.01.2014 – 11:05
Habi schrieb:

Sehr geehrte7n Sozialversicherungsberater/In

danke für Ihr Feedback.

- Dann ist Ihr Blogname schon mal Vorspielung falscher Tatsachen, was ich mir nicht antun würde, mitttels eines Nicknames, Vorspielung falscher Tatsachen zu begehen. Tretet lieber öffentlich auf und vertrete meine Meinung

Mein Nickname (es ist kein Blogname, da dies hier kein Blog ist) ist KEINE Vorspiegelung falscher Tatsachen. Soll ich Sie über die strafrechtlichen Konsequenzen aufklären, jemanden mit übler Nachrede die Vorspiegelung falscher Tatsachen zu unterstellen?

Ihr Kommentar erweckt den Eindruck, dass Sie fachlich keine Ahnung haben was eine SOZIALversicherung ist. Eine Sozialversicherung dient der gegenseitigen sozialen Hilfe ihrer Mitglieder. Meist werden unter dem Begriff Sozialversicherung nur jene der zuvor erwähnten Versicherungen verstanden, bei denen eine gesetzliche Versicherungspflicht besteht und das Versicherungsverhältnis durch öffentliches Recht geregelt wird.

Ich habe am 30.12.2013 um 08:46 geschrieben, dass ich nicht wie von Ihnen behauptet ein "Versicherungsberater" bin, da ich keine Privatversicherungen vermittle oder keine Werbung für Privatversicherungen mache. Im Gegensatz zu Sozialversicherungen wird bei Privatversicherungen (oder Individualversicherungen) das Versicherungsverhältnis auf Grund eines zwischen dem Versicherungsnehmer und dem Versicherer abgeschlossenen privatrechtlichen Versicherungsvertrags geregelt. Wenn Sie anscheinend den Unterschied zwischen einer Sozialversicherung und einer Privatversicherung nicht kennen ist das nicht mein Problem.

In diesem Forum ist es üblich einen Nickname zu benutzen. Mein Nickname ist SOZIALversicherungeberater, da ich unter anderem Personen, welche Fragen über Sozialversicherungen haben, berate.

Habi schrieb:

- Viel Glück beim kämpfen tönt nach (Mein Kampf = Buch von Hitler), nicht mein Ding und schon gar nicht SVP-Ausrichtung, diese Partei vertritt die Bevölkerung nicht Diktatur

Ich habe weder den Begriff Kampf noch den Begriff kämpfen verwendet. Als Mitglied einer Partei, welche ständig gegen Ausländer und Fremde hetzt, sollten Sie vorsichtig mit der Erwähnung von nationalsozialistischen Büchern sein.

Habi schrieb:

- ENGAGIERE mich für Behinderte, Betagte und Kranke Schweizer/Innen welchen man zusehends der Besitzstandswahrung beraubt um diese in alle Richtungen zu verschenken oder in überdimensionierten und unfähigen Bürokratien versanden lässt (federführend SP)

Betagte, Behinderte und Kranke Schweizer/Innen haben ein Recht auf selbstbestimmtes Leben, nicht Klau jeglicher Renten etc. dafür ENGAGIERE ich mich.

Hohle Worte. Was haben Sie konkret für Betagte, Behinderte und Kranke erreicht? Haben Sie je in einem Rechtsmittelverfahren für einen Behinderten einen Einwand gegen einen Vorbescheid, eine Einsprache gegen eine Verfügung, eine Beschwerde bei einem kantonalen Sozialversicherungsgericht gegen eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid oder eine Beschwerde beim Bundesgericht gegen ein Urteil eines kantonalen Sozialversicherungsgerichts eingereicht und dabei einen Erfolg für die betroffenen Personen erzielt? Wurde je im Nationalrat- oder Ständerat auf Anregung von Ihnen von einer Mehrheit des Nationalrats oder Ständerats eine Motion angenommen, welche durch eine spätere umgesetzte Gesetzesänderung zur einer konkreten Verbesserung der Situation von Betagten, Behinderten oder Kranken geführt hat? Was haben Sie konkret nachweisbar erreicht?

Ich setze mich übrigens nicht nur für betagte, behinderte oder kranke "Schweizer/Innen", sondern für betagte, behinderte oder kranke Bewohner dieses Landes ein, egal ob es sich um Schweizer/innen oder um AUSLÄNDER handelt!

Wenn man das konkrete Stimmverhalten anschaut und anschaut welche Parteien auf Bundesebene und auf Ebene der Kantone in der Regierung und in den Parlamenten die Mehrheit haben, dann sieht man, dass es die bürgerliche Mehrheit und nicht die in der Minderheit befindliche SP ist, welche die sozialversicherungsrechtlichen Besitzstände von Betagten, Behinderten und Kranken nicht wahrt beraubt und es die bürgerliche Mehrheit ist welche die Führungskräfte in den angeblich überdimensionierten und unfähigen Bürokratien ernennen und überwachen kann. Die SVP ist gemeinsam mit den bürgerlichen Parteien bereits lange an der Macht. Wenn es also angeblich Missstände gibt, hätte die SVP schon lange etwas machen können. Welche Partei stimmt fast immer für die Streichung von Sozialversicherungsleistungen? Welche Partei hat dafür gestimmt, dass die Kosten von Beschwerden bei kantonalen Gerichten in sozialversicherungsrechtlichen Beschwerden in Zukunft nicht mehr kostenlos sein sollen? Dadurch werden Versicherte in Zukunft durch Kosten hunderten und tausenden Franken abgeschreckt sich gegen Fehlentscheide der Verwaltung zu wehren.

Habi schrieb:

Kämpfen bzw. krampfen sie ruhig weiter um den Betroffenen hierzulande zu nehmen (schaden), wofür diese, wie ihre Vorfahren erarbeitet haben. Meine Hilfe biete ich lieber Geschädigten/Betroffenen.

Alles Gute im Neuen Jahr

Bea Habegger

http://www.svp-stadt-bern.ch/index.php?ConObj=1294&mediaID=2...

Auf Grund welcher Informationen unterstellen Sie mir hier darum zu kämpfen den Betroffenen hierzulande zu nehmen (schaden), wofür diese, wie ihr Vorfahren gearbeitet haben?
 
Verfasst am: 07.01.2014 – 11:50
Weshalb muss dieser Thread wieder mal durch einen rein privaten Schlagabtausch zwischen zwei Usern (Habi und Sozialversicherungsberater) gehijackt werden? Der jüngste Beitrag vom 07.01.2014 – 11:05 hat jedenfalls NULL Bezug zum Threadthema "politisches IV-Debakel"...
 
Verfasst am: 07.01.2014 – 15:53
Sonderkurier schrieb:

Weshalb muss dieser Thread wieder mal durch einen rein privaten Schlagabtausch zwischen zwei Usern (Habi und Sozialversicherungsberater) gehijackt werden? Der jüngste Beitrag vom 07.01.2014 – 11:05 hat jedenfalls NULL Bezug zum Threadthema "politisches IV-Debakel"...

Wenn mich jemand angreift, wehre ich mich. Ich halte nicht die andere Backe hin.

Beschwerden Sie sich bei der SVP-Politiker, welche in diesem Forum auf Stimmfang geht und welche anscheinend nicht zugeben kann, dass ihre eigene Partei für die Streichung der Ehepartner-Zusatzrenten gestimmt hat, über welche sie sich aufregt um sich bei Invaliden lieb Kind zu machen.
 
Verfasst am: 07.01.2014 – 16:41
Sonderkurier schrieb:

Die stümperhafte und wenig vertrauenserweckende "Kommunikation" des Luzerner IV-Direktors Donald Locher: Was kümmern uns die Details...

Und wer richtig nachfragt, erfährt, dass der Betrugsquotient unter den 10'682 IV-Rentner/Innen im Kanton Luzern per 2012 mit gerade mal 21 Fällen (!) bei 0,2% liegt, was auch etwa dem landesweiten Durchschnitt entsprechen dürfte. Wobei das BSV sich auffallenderweise bis heute windet, diese Tatsache endlich mal ordentlich zu kommunizieren.

http://ivinfo.wordpress.com/2014/01/06/kommunikation-des-luz...


Kurze Auszüge daraus:

"Im 20 Minuten vom 30. Januar 2011 wurde Herr Locher folgendermassen zitiert: «Zudem konnten wir rund 140 Betrüger selbst überführen». Weil ich 140 Betrüger allein aus dem Kanton Luzern für ziemlich viel hielt, habe ich damals bei Herrn Herr Locher nachgefragt; er antwortete, er sei beim Wandern auf seinem Handy angerufen worden und hätte von «140 bearbeiteten und erledigten Verdachtsfällen im 2010 gesprochen». Auf meine nochmalige Nachfrage hin, wieviele der Verdachtsfälle sich denn nun tatsächlich als Betrug herausgestellt hätten, erhielt ich keine Antwort. Richtigstellung scheinbar unwichtig (!)."

"Am 12. Juli 2013 erschien in der neuen Luzerner Zeitung ein Artikel (nicht online) unter dem Titel «IV deckt mehr Missbräuche auf» – Noch mehr als die vom 20 Minuten berichteten 140 im Jahr 2010? Kriminelles Pflaster, dieses Luzern… Nun ja, der Artikel spricht von 21 aufgedeckten Betrugsfällen im Jahr 2012. Was der Artikel verschweigt: die Gesamtzahl der IV-Bezüger im Kanton Luzern im Jahr 2012 beträgt 10’682. Der Betrugsquotient läge damit (allerdings nur aufs aktuelle Jahr gerechnet natürlich) bei 0,2%."

"Aber an solchen 'Details' hält sich Herr Locher nicht auf. Lieber erwähnt er stolz, dass 2012 (aufgrund erfolgreicher Eingliederung) 1047 Personen «von der Liste der IV-Bezüger entfernt werden konnten». Auch das ist so nicht richtig. Dem Jahresbericht der IV-Stelle Luzern ist nämlich zu entnehmen, dass diese 1047 Personen «vermittelt und eingegliedert» wurden. Datei handelt es sich aber in den meisten Fällen nicht um IV-Bezüger, sondern um sogenannte «Früherfasste» die vorher gar keine IV-Rente bezogen. Der Jahresbericht zeigt auf, dass effektiv nur 335 IV-Renten aufgehoben wurden."



Also nochmals. Eine effektive IV-Missbrauchsquote im Promillebereich, aber staatliche IV-Willkür und Diskriminierung ohne Ende. Dazu der von Threaderöffner @hermesplus mit überprüfbaren Fakten belegte Verhältniswahnsinn bei der Kosten-Nutzen-Rechnung. Und ein Politfilz, der sich nicht diesen Tatsachen stellen will, sondern bei jeder Gelegenheit lieber die "Missbrauchs"-Diskussion weiter anheizt. Das muss geändert werden.

Alle Leser/Innen hier, welche mit diesen perfiden staatlichen IV-Machenschaften nicht einverstanden sind, sind eingeladen sich noch aktiver als bisher einzubringen.

Ein paar weitere Vorschläge dazu:

1.) Es ist Zeit, endlich eine unabhängige parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) zu fordern, damit die unter dem bewusst falschen "Missbrauchsbekämpfungs"-Vorwand betriebenen menschenrechtswidrigen Machenschaften beim BSV und auf den IV-Stellen näher beleuchtet werden. Diese Kommission ist unbedingt durch zwei namhafte IV-dossiersichere und nicht korrumpierbare Staatsrechtler zu unterstützen, vorab schon mal ein Vorschlag: Prof. Dr. Jörg Paul Müller.

2.) Die Bundes- und Kantonssteuern sind auf ein Sperrkonto einzubezahlen, bis mehr Licht in den vom BSV gewerblich betriebenen IV-Machtmissbrauch gebracht ist (unter Mitteilung an die Kant. und Eidg. Steuerverwaltung).

3.) Setzt einen Gegenpunkt zur vorsätzlich lügenhaften BSV-Propaganda: Beteiligt euch an der Weiterverteilung der mittlerweile fast täglich neuen IV-Enthüllungen und verbreitet diese auf allen bekannten Online-Diskussionsforen, Blogs, oder per Twitter, Facebook, etc.
Sendet jeden neuen Fall staatlicher IV-Diskriminierung auch an weitere IV-kritische Verlage und Medienhäuser, damit über dieses Thema nicht nur hier im Beobachter omnipräsent berichtet werden kann. Wer schriftliches Englisch beherrscht, soll diese Fälle auch Verlagen in Übersee zukommen lassen (z.B. USA, Kanada, Japan). Denn nichts ist für unsere eitle aber offenbar menschenverachtende Landesregierung heilsamer, als wenn der Aussenminister des "Vorzeigelands der Menschenrechte" während seiner Reisen unerwartet mit der Frage konfrontiert wird, was es eigentlich mit der staatlich organisierten flächendeckenden Entrechtung und Diskriminierung abertausender schweizerischer Landesbürger/Innen, denen offenbar ihre verfassungsmässigen Bürgerrechte und Menschenrechte gem. EMRK vorenthalten werden, auf sich hat.

4.) Alle IV-kritischen Jurist/Innen und Rechtsanwält/Innen sind eingeladen, von allen ihnen persönlich bereits bekannten IV-Entrechtungsfällen möglichst lückenlose Dossiers bereitzuhalten, um diese Fälle in einer späteren Phase, z.B. im Zusammenhang mit Sammelklagen gegen das BSV und die verantwortlichen IV-Stellen, als Beweismittel zur Verfügung stellen zu können.

5.) Ganz wichtiger Punkt, vor allem für alle von staatlichem Machtmissbrauch und IV-Willkürpolitik direkt Betroffenen: Nicht einschüchtern lassen! Wenn ihr von staatlichen IV-Organen wie den IV-Stellen und den mit ihnen kollaborierenden MEDAS diskriminiert werdet, protestiert schriftlich dagegen und behaltet eine Kopie. Zeigt Stärke und den Mut zum Widerstand, anstatt euch von überbezahlten IV-Schreibtischtätern brechen zu lassen. Legt, sofern ihr in der Lage seid, schriftlichen Protest (ob kurz oder lang spielt keine Rolle) bei der Landesregierung, beim BSV-Vorsteher (BR Berset) und beim BSV selbst ein. Behaltet ALLE Antworten auf. Falls ihr aber erst gar keine (!) Antwort erhaltet, dann macht euch gerade auch darüber eine beweiskräftige Notiz. Schliesst euch zusammen, kämpft für die euch gem. Bundesverfassung und EMRK zustehenden Rechte und lasst euch nicht widerstandslos an den Repressionsapparat "Sozial"hilfe entsorgen.

Weitere Vorschläge willkommen.



 
Verfasst am: 10.01.2014 – 11:41
Die Radioumfrage vom Radio SRF 1 – „Fragen an den Bundespräsidenten ..“ haben mich veranlasst, meine Frage heute direkt per E-Mail an den gesamten Bundesrat zu richten.

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Didier Burkhalter

Radio SRF 1 startete eine Radioumfrage „Fragen an den Bundespräsidenten – stimmen Sie ab!“

Ich erlaube mir, meine Frage direkt an Sie zu stellen.

Weshalb nimmt das Bundesratskollegium und das Parlament nicht zur Kenntnis, dass das politisch angesagte Sparziel die IV finanziell noch mehr aus dem Ruder laufen lässt: Innert 6 Jahren wollen Sie 12‘500 gewichtete Renten einsparen, bei einer mittleren Rente entspricht dies einem Gegenwert von CHF 250 Millionen resp. mal Faktor 1,5 (weil nicht alles erst nach den 6 Jahren zu tragen kommt), wäre dies CHF 375 Millionen, demgegenüber stehen jährliche Kosten von CHF 700 Millionen mal 6 Jahre, das entspricht Gesamtkosten von CHF 4,2 MILLIARDEN. Es wird für das Sparziel also annähernd 12 Mal soviel ausgegeben.

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, wie erklären Sie das der Öffentlichkeit?

Mit vorzüglicher Hochachtung
 
Verfasst am: 10.01.2014 – 15:42
 
Verfasst am: 10.01.2014 – 15:50
hermesplus schrieb:

Weshalb nimmt das Bundesratskollegium und das Parlament nicht zur Kenntnis, dass das politisch angesagte Sparziel die IV finanziell noch mehr aus dem Ruder laufen lässt: Innert 6 Jahren wollen Sie 12‘500 gewichtete Renten einsparen, bei einer mittleren Rente entspricht dies einem Gegenwert von CHF 250 Millionen resp. mal Faktor 1,5 (weil nicht alles erst nach den 6 Jahren zu tragen kommt), wäre dies CHF 375 Millionen, demgegenüber stehen jährliche Kosten von CHF 700 Millionen mal 6 Jahre, das entspricht Gesamtkosten von CHF 4,2 MILLIARDEN. Es wird für das Sparziel also annähernd 12 Mal soviel ausgegeben.

Sie machen einen Fehler, was den Vergleich zwischen der Höhe der möglichen Einsparung und der Höhe der möglichen Kosten anbelangt.

Die mögliche Einsparung für die IV (denn vielleicht bezahlt's zum Teil die Sozialhilfe) ist nicht der Betrag, den die aufgehobenen IV-Renten PRO JAHR ausmachen, sondern der Betrag den die aufgehobenen IV-Renten vom Zeitpunkt der Aufhebung bis zum AHV-Rentenalter der Person ausmachen, da IV-Renten sonst bis zum Erreichen des AHV-Alters jedes Jahr bezahlt werden.

Die möglichen Kosten für die IV zur Aufhebung einer Rente für einen Rentner fallen für diesen einen Rentner aber nicht JEDES Jahr an, sondern fallen nur einmal als Gutachtenskosten an oder fallen bei Kosten für Eingliederungsmassnahmen nur zwei Jahre lang an.

Wenn die alten Renten aufgehoben sind, fallen die Zusatzkosten für Gutachten, Eingliederungsmassnahmen für die Aufhebung der alten Renten nicht mehr an. Dann gibt es nur noch kleinere Zusatzkosten um bei Personen, welche neu einen IV-Antrag stellen zu schauen ob man diese mit Eingliederungsmassnahmen nicht wieder in den Arbeitsmarkt eingliedern kann oder diese mit Massnahmen nicht wieder an ihre alte Arbeitsstelle können.

Woher haben Sie die Kosten von 700 Millionen Franken? Bitte sagen Sie jetzt nicht aus irgendeinem NZZ-Artikel, für den hier auch kein Link ist und für den hier auch nicht angegeben hat aus welcher hoffentlich seriösen Quellen die NZZ diese Zahl hat.

Man sollte sich zuerst sicher sein, dass man die richtigen Zahlen hat und dann Äpfeln mit Äpfeln und nicht Äpfeln mit Birnen vergleichen.

An Ihrer Stelle hätte ich lieber die Frage gestellt, wann es eine wissenschaftliche Studie geben wird mit der überprüft wird wie viele Personen, deren IV-Renten aufgehoben wurden tatsächlich eine Stelle gefunden haben, von der diese leben können und wie hoch die Kosten bei der Sozialhilfe für diese Personen waren und die tatsächlichen Einsparungen, welche nicht einfach nur auf die Sozialhilfe verschoben wurden mit den Kosten für die Aufhebung der Renten vergleicht. Ob sich das lohnt oder nicht, weiss bis heute niemand.
 
Verfasst am: 10.01.2014 – 16:23
Eine wissenschaftliche Studie soll untersuchen, inwiefern die Einsparungen bei ALV/IV/Sozialhilfe auf die Unternehmersteuerreform II zurückzuführen sind.
 
Verfasst am: 10.01.2014 – 16:51
Schwarzrose schrieb:

Eine wissenschaftliche Studie soll untersuchen, inwiefern die Einsparungen bei ALV/IV/Sozialhilfe auf die Unternehmersteuerreform II zurückzuführen sind.

Meinen Sie im ernst, dass es möglich wäre zu untersuchen, ob die Einsparungen bei ALV/IV/Sozialhilfe auf die Unternehmersteuerreform II zurückzuführen sind?

Die einzelnen National- und Ständeratsmitglieder werden einem wohl kauf auf die Nase binden, ob Sie die Höhe der Steuerausfälle aus der Unternehmenssteuerreform II überhaupt kannten und nur deswegen irgendwelche Kürzungen bei Sozialleistungen beschlossen haben.
 
Verfasst am: 10.01.2014 – 17:34
Ja, Sie können es untersuchen. Fragen Sie alle National- und Ständeratsmitglieder mal was sie mit 10 Milliarden Mehreinnahmen machen würden. Ob die tatsächlichen Steuerausfälle bekannt waren ist dabei zweitrangig.
 
Verfasst am: 10.01.2014 – 17:56
@Sozialversicherungsberater

Bitte lesen Sie u.a. nochmals meine Threaderöffnung vom 12.12.2013. Dort finden Sie meine Quellennachweise. Aber hier, jener welcher, der auf Ihre Frage direkten Zugang auf Ihre Unsicherheit ermöglicht.

http://www.srf.ch/konsum/themen/versicherungen/unfaire-iv-gu...

ab Laufzeit 09:28 finden Sie das Interview mit Stefan Ritler (Chef der IV resp. Vicedirektor des Bundesamtes für Sozialversicherungen).

Ihre Voten lassen leider die Vermutung zu, dass Sie ein Lobbyist für die IV-Revision 6 sind. Ich hoffe aber nicht, dass das so ist?

Das darf doch nicht sein, dass die Schicksale dieser unverzeihlich verfehlten Politik, nur zu Lasten der Betroffenen gehen. Weder Sie, noch ich, noch die Politik und Andere, können im Spiegel das genaue finanzielle Resultat voraus sagen noch hellsehen! Seien die gesamten Ausgaben gegenüber dem gesamten Sparziel jetzt das 12-fache oder nur das 4-fache, die Kosten sind leider unverantwortlich (immer höher als das erklärte Sparziel) und im unverhältnismässigen Nachteil für die Betroffenen. Dahinter steht immer ein betroffener Mensch. Vergessen Sie das nicht! Selbstverständlich bin ich gegen den Missbrauch, aber nicht im „politischen Blindflug“!
 
Verfasst am: 10.01.2014 – 19:22
hermesplus schrieb:

Das darf doch nicht sein, dass die Schicksale dieser unverzeihlich verfehlten Politik, nur zu Lasten der Betroffenen gehen. Weder Sie, noch ich, noch die


Was überrascht Sie daran so sehr?

Bei der ALV und bei der Sozialhilfe sind die Kürzungen bereits vollzogen worden. Ist doch logisch, dass es nun der IV an den Kragen geht. Das Volk hat es in der Hand die Unternehmersteuerreform II rückgängig zu und eine Strafsteuer für die Rekrutierung von billigem Frischfleisch aus der EU einzuführen. Wenn man einfach ohnmächtig zuschaut, wird sich auch nichts ändern.

Die Leute sind ja sogar so blöd sich von irgend einem Verwaltungsgericht einreden zu lassen, bei einer MEDAS Begutachtung dürfe man keine Zeugen vorladen. hahahaha icon_biggrin.gif

Und keine Sorge, die Reichen werden das Boot schon verlassen bevor es untergeht. Der Ritler auch.



 
Verfasst am: 10.01.2014 – 22:42
hermesplus schrieb:

Die Radioumfrage vom Radio SRF 1 – „Fragen an den Bundespräsidenten ..“ haben mich veranlasst, meine Frage heute direkt per E-Mail an den gesamten Bundesrat zu richten.

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Didier Burkhalter

Radio SRF 1 startete eine Radioumfrage „Fragen an den Bundespräsidenten – stimmen Sie ab!“

Ich erlaube mir, meine Frage direkt an Sie zu stellen.

Weshalb nimmt das Bundesratskollegium und das Parlament nicht zur Kenntnis, dass das politisch angesagte Sparziel die IV finanziell noch mehr aus dem Ruder laufen lässt: Innert 6 Jahren wollen Sie 12‘500 gewichtete Renten einsparen, bei einer mittleren Rente entspricht dies einem Gegenwert von CHF 250 Millionen resp. mal Faktor 1,5 (weil nicht alles erst nach den 6 Jahren zu tragen kommt), wäre dies CHF 375 Millionen, demgegenüber stehen jährliche Kosten von CHF 700 Millionen mal 6 Jahre, das entspricht Gesamtkosten von CHF 4,2 MILLIARDEN. Es wird für das Sparziel also annähernd 12 Mal soviel ausgegeben.

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, wie erklären Sie das der Öffentlichkeit?

Mit vorzüglicher Hochachtung


Gut gemacht, @hermesplus. Ich habe dem Bundesrat bereits zuvor ein paar weitere IV-kritische Fragen gestellt. Viele weitere haben es bereits getan, oder werden es noch tun. Unsere Landesregierung realisiert gegenwärtig, dass "dem Volk" zum Thema IV nicht länger Sand in die Augen gestreut werden kann, sondern dass sich gegen diese beschämende staatliche IV-Willkürpolitik zunehmend Widerstand formiert und unbequeme Fragen gestellt werden. Und wir stehen erst am Anfang, denn das Gros der direkt Betroffenen beginnt eben erst sich zu formieren und nicht länger alles widerstandslos zu erdulden.

An alle, die mit der staatlichen IV-Willkürpolitik nicht einverstanden sind und nicht länger passiv und gleichgültig wegschauen wollen: Schreibt jetzt an den Bundesrat und/oder den verantwortlichen BSV-Vorsteher (BR Berset), protestiert und bekundet klar und deutlich euren Unmut.
 
Verfasst am: 11.01.2014 – 12:21
Sozialversicherungsberater schrieb:

Sie machen einen Fehler, was den Vergleich zwischen der Höhe der möglichen Einsparung und der Höhe der möglichen Kosten anbelangt.

Woher haben Sie die Kosten von 700 Millionen Franken? Bitte sagen Sie jetzt nicht aus irgendeinem NZZ-Artikel, für den hier auch kein Link ist und für den hier auch nicht angegeben hat aus welcher hoffentlich seriösen Quellen die NZZ diese Zahl hat.

Man sollte sich zuerst sicher sein, dass man die richtigen Zahlen hat und dann Äpfeln mit Äpfeln und nicht Äpfeln mit Birnen vergleichen.


Sie haben es nicht verstanden und gehen leider von einer falschen Voraussetzung aus. Das Faktum ist: Der politische Auftrag ist: innert 6 Jahren die besagten 12‘500 gewichtete Renten abzubauen. Der Aufwand dazu dauert halt eben auch solange bis das Sparziel (Rentenabbau – Personen und nicht „Fränkli“) erreicht ist. In diesem Thread finden Sie alle Quellennachweise, welche die jährlichen Kosten von CHF 700 Millionen dokumentieren. Es war verschiedentlich schon zu hören, dass der Vollzug erhebliche Verspätung haben soll. Das würde bedeuten, dass die Kosten von CHF 4,2 Milliarden noch höher ausfallen könnten.

Haben Sie, für Ihren „Äpfel“ Vergleich, die richtigen Zahlen? Wäre sicher von allgemeinem Interesse
 
Verfasst am: 11.01.2014 – 13:15
hermesplus schrieb:

Sie haben es nicht verstanden und gehen leider von einer falschen Voraussetzung aus. Das Faktum ist: Der politische Auftrag ist: innert 6 Jahren die besagten 12‘500 gewichtete Renten abzubauen. Der Aufwand dazu dauert halt eben auch solange bis das Sparziel (Rentenabbau – Personen und nicht „Fränkli“) erreicht ist. In diesem Thread finden Sie alle Quellennachweise, welche die jährlichen Kosten von CHF 700 Millionen dokumentieren. Es war verschiedentlich schon zu hören, dass der Vollzug erhebliche Verspätung haben soll. Das würde bedeuten, dass die Kosten von CHF 4,2 Milliarden noch höher ausfallen könnten.

Ich habe Sie konkret nach einem Link auf Ihr Quelle gefragt damit man konkret die Quellen für die angeblichen 700 Millionen Franken Koten pro Jahr (600 Millionen Franken für "Integration", was immer das heissen soll, pro Jahr, 45 Millionen Franken pro Jahr für "Gutachter", wahrscheinlich eher für Gutachten weil die Gutachter nicht als Arbeitnehmer bei der IV angestellt sind und 53 Millionen Franken pro Jahr für Personalausbau) haben und ich habe Sie gefragt, wenn die Quelle die NZZ ist, aus welcher Quelle die NZZ diese angeblichen Zahlen hat.

Bis jetzt haben Sie keine einzige dieser Fragen beantwortet. Somit ist nicht überprüfbar woher diese Zahlen stammen und wie verlässlich diese sind. Saubere nachvollziehbare Quellenangaben sind das A und O wenn man jemand Anderem vorwirft Geld zu verschwenden, in dem angeblich die Kosten die Einsparungen überschreiten.

hermesplus schrieb:

Haben Sie, für Ihren „Äpfel“ Vergleich, die richtigen Zahlen? Wäre sicher von allgemeinem Interesse

Ich muss gar keine richtigen Zahlen haben um irgendwelche Äpfel mit Äpfeln zu vergleichen, weil ich mir im Gegensatz zu Ihnen nicht anmasse zu behaupten, dass die Kosten die Einsparungen überschreiten ohne, dass ich seriöses Datenmaterial über die möglichen Kosten und wie lange diese auftreten und die möglichen Einsparungen und wie lange diese wirken habe. Zudem weiss ich nicht wie viele Menschen tatsächlich eine Arbeit gefunden haben oder finden werden, von der diese leben können und wie viele bei der Sozialhilfe landen werden und wie hoch die Sozialhilfe sein wird und wie lange diese Sozialhilfe bis zum AHV-Rentenalter bezahlt werden muss.

Haben Sie je ins IVG und ins ATSG bzw. in die Verwaltungsweisungen geschaut und sich je informiert, welche Arbeitsschritte notwendig oder eben nicht notwendig sind um bei Invaliden, deren Beschwerden gemäss IV-Revision 5 und IV-Revision 6a nicht mehr als IV-Rentenbegründend umdefiniert wurden die Rente aufzuheben? Da braucht es im Normalfall nicht einmal ein Gutachten und keine Kosten für einen Gutachter, weil die Verwaltung in solchen Fällen nicht nachweisen muss, dass sich der Sachverhalt (Gesundheitszustand) nachträglich verbessert hat, weil auch der alte Gesundheitszustand nach der Gesetzesänderung eben nicht mehr Grund für eine IV-Rente gilt. Haben Sie schon einmal reingeschaut ob die Kosten für Eingliederungsmassnahmen per Gesetz zeitlich befristet sind?

Ihre Unterstellungen, ich wäre ein Lobbyist für die 6. IV-Revision nur weil ich mir nicht anmasse zu behaupten, dass die Kosten die Einsparungen übersteigen weil ich keine seriösen Daten habe und mich deshalb keinen Vorurteilen hingebe, können Sie sich sparen.
 
Verfasst am: 11.01.2014 – 23:10
Wie weit will die IV noch gehen, bis sie dem hintersten und letzten IV-Bezüger/innen, die Würde genommen haben?

Hirn-Scanner für IV-Bezüger

Die Invalidenversicherung Luzern setzt bei der Überprüfung von IV-Bezügern bereits herzhaft auf die Messung der Hirnströme. So soll der Schweregrad der Behinderung präziser eruiert und die Leistungen entsprechend angepasst werden. Die Methode ist allerdings heftig umstritten.

http://www.srf.ch/sendungen/10vor10/flucht-vor-al-kaida-umst...

Eine Mail zu dem Thema:


Lieb…………………………………………..
Wie geht s Dir?
Danke für Dein Invotrail. Demnach bist Du nicht mehr im Spital. Ist alles gut verlaufen?
Melde Dich mal, wenn Du Zeit hast. Hab immer noch das Weihnachtsgeschenk für Dich parat.

Du bei so einem Hirnscan war ich! Im Neuropsychologischen Institut in Zürich Unispital.
Den Lutz Jänke, kenn ich.
Musste einen ganzen Tag lang.
So Test s, Reaktortest, Abstraktionstest, Rechnen und Schreiben und mit Builder und Farben. Dann auch mit so Elektro am Kopf. EEG. Dann auch noch Röhre.

Dann kam das Ergebnis, es war noch schlimmer als befürchtet. Du kennst meine Probleme mit den Anfällen, Schwindel, Orientierung und Konzentration mit dem Unfall. Die IV hat mich trotzdem abgelehnt, obwohl das Ergebnis von dem Züriuni und dem anderen viel schlechter raus gekommen sind, als ich selber gemeint habe. Das von der Epi und bei Fragile Suisse war ich auch noch. Bin immer noch beim Anwalt wegen den Versicherungen. An Weihnachten war ich dann bei meinen Eltern. Das kam ja dann kurz vorher. Habe es Dir glaub ich noch erzählt oder?
Weiss gar nicht mehr. Ich vergesse ja immer so viel. Es regt dann die andern auf, wenn zweimal oder mehr das gleiche erzähle.
Gesunde verstehen eben Kranke nicht.

Wegen was anderem wollte ich Dich auch noch fragen. Bevor ich es wieder vergesse. Du hast doch dieses Lavendlöl mal gemacht. Mast du das noch?
…………………….
(AuzugMail)

Auch mit „Hirnscan“ lehnt die IV ab!
Wozu also Hirnscan?
Um die Leute noch mehr zu demütigen?
Um den Leuten noch mehr Angst zu machen?

Mit Lügendetektoren hat ein EEG (Elektroenzephalogramm Hirnstrommessung) nichts zu tun!
Es arbeiten zwar beide Methoden mit Elektrogrammen, das ist aber schon die einzige Gemeinsamkeit.

X Menschen welche Todkrank sind, werden ein intaktes und gutes EEG haben. Das EKG (Elektrokardiogramm Herz) hingegen könnte beim einen oder andern katastrophal sein.

Ist sich die IV Bewusst, was so ein Neuropsychologischer Untersuch mit allem drum und dran kostet?
Wie oben steht, geht das einen ganzen Tag!
Dazu kommt noch ein CT (Computertomographie), und MRT (Magnetresonanztomographie)! Beides recht teure Bildgebende Verfahren.
Ebenso Personal, welche die Untersuchungen leitet.
Dann noch die Kosten für die Expertise, Codierung und den IV-Bericht, sowie das Gutachten.

Wie Prof. Lutz Jänke richtig sagt im Beitrag SRF, müssen noch andere Kriterien beachtet werden und es darf nicht alleine auf den Befund des Neuropsychologischen Gutachten abgestützt und beurteilt werden.

Macht das dann die IV?
Oder macht die IV es nur wenn ein Ergebnis schlechter als Erwartet die Folge ist? Kauft sich dann, wie schon sehr oft zuvor und wie meistens immer, einen Gutachter, der den Patient, Antragsteller und Befund „per Verfügung „Gesund „schreibt?“
Was diese „Gutachter“ in meinen Augen „Ungutachter“ kosten, wurde schon mehrfach publik gemacht.

Wann endlich merkt der Hinterste und Letzte in diesem Land, dass die Kosten der IV nicht die Folge von angeblichen Rentenbetrug und Scheininvaliden sind, sondern von der IV selber generiert werden?! (Administration, die immer grösser wird, Auslagerungen, Scheinfirmen, Integrationsfirmen, externe Gutachter etc. Sie Alle hängen wie die Zecken an ner Kuh, an der IV. Das sind die wahren Parasiten und Kostenverursacher der IV, nicht die Rentenbezüger und Antragsteller!)

Und!! Wann endlich mal, merken und sehen die im Parlament, DAS!!
Das sieht ja mittlerweile ein Blinder mit dem Krückstock!! (Deutsche Redensart)

Die IV ist keine Versicherung mehr, sondern schlicht weg nur noch eine Einzige Verunsicherung! Nicht nur für die Bezüger und Antragsteller, sondern auch für die Steuerzahler und das Volk.


Zu dem Thema passt auch noch:

Glarus‘ Wink mit dem Zaunpfahl
Renitente Sozialhilfebezüger sorgen immer wieder für negative Schlagzeilen. Der Kanton Glarus will mit einem Gesetz ein klares Signal gegen den Missbrauch setzen und sieht in einem neuen Entwurf vor, dass unkooperativen Kunden die Sozialhilfe gänzlich gestrichen werden kann. Der Passus wird von linker Seite heftig kritisiert.
http://www.srf.ch/sendungen/10vor10/keine-raserfahrt-klimawa...

Rund ¼ Million Menschen in der Schweiz bezieht Sozialhilfe.

Die Anzahl steigt und wird steigen!
Denn IV-Bezüger nach sog. Integration, landen bei der Sozialhilfe, wenn sie keine ERWERBS- Arbeit gefunden haben nach der sog. „Erfolgreichen Integrationsmassnahme in den Arbeitsmarkt“.

Wie Einstein schon sagte:

Die Produktion ist für den Profit da – nicht für den Bedarf. Es gibt keine Vorsorge dafür, dass all jene, die fähig und bereit sind, zu arbeiten immer Arbeit finden können." (A. Einstein)

Fähig zu arbeiten, oder einen kleinen Teil zu arbeiten, sind sowohl Sozialhilfebezüger, aber auch einen Teil der IV-Bezüger und IV-Antragsteller.
Das Problem ist aber nicht die Arbeit, sondern der ERWERB! Die EXISTENZGRUNDLAGE, das EIKOMMEN!
Und das für jeden und Jede welche von IV oder SH betroffen ist.

All diese Scheinfirmen und Integrationsarbeitsplätze, rentieren nicht, sondern leben vom Staat, leben von Gelder, welche sie für die befristete Einstellung einer in „Arbeitsintegrationsmassnahme“ befindlichen Person / Personen.

Zusätzliche Kosten, an die Versicherungen und Staat. Die sich nicht lohnen! Denn die „Massnahmengeschädigten“ landen wieder beim RAV, IV, Sozialhilfe, ergo beim Staat. Profitiert haben ein paar „Zeckenfirmen“.

Wenn der Staat keine Langfristigen, Existenzsichernde Arbeitsplätze für, meist nicht voll Leistungsfähige, gesundheitlich Angeschlagene, Menschen mit Handicap, bereit stellen kann, ist er notabene, gezwungen, Schweizer Arbeitgeber in die Pflicht zu nehmen.
Das hätte schon Längstens geschehen sollen!
Bis anhin wurden Schweizer Arbeitgebern, „Einarbeitungszuschüsse“, „Massnahmenzuschüsse“ und noch weitere Subventionen in Millionen Höhe bezahlt. Ohne Erfolg! Die meisten Betroffenen landeten wieder beim RAV, SH, oder IV.
Es ist ein Millionengeschäft! Man nimmt sich alle 6 Monate einen neuen „Mitarbeiter“ vom RAV und die ALV zahlt den Lohn. Wenn die Einarbeitungszuschüsse abgelaufen sind, heisst es für den Betroffenen „Probezeit nicht bestanden“ und er kann wieder beim RAV oder SH anstehen. Der Arbeitgeber holt sich den Nächsten beim RAV. Ein ewiger Kreislauf auf Kosten des Staates und des Steuer und Beitragszahlers.
Das gleiche mit SH und IV- Integrationsmassnahmen!

Die Regierung und Regierenden müssen nun endlich die Schweizer Arbeitgeber in die Pflicht nehmen, wenn das mit der Integration von IV und SH Bezügern in den Arbeitsmarkt, was werden soll!
Und die Betroffenen müssen vom Staat eine Garantie erhalten, für einen lebenslänglichen Existenzsichernden Arbeitsplatz. Nur dann ist eine Arbeitsintegrationsmassnahme Sinnvoll und Gerechtfertigt. Und bringt dem Staat tatsächliche Einsparungen!
Alles andere ist Geldverschwendung, Schieberei und Verschieberei, auf Kosten von Menschenleben, deren Würde, Gesundheit und Existenz!
 
Verfasst am: 15.01.2014 – 10:26
Auszug aus dem AZ-Artikel "Deutlicher Anstieg: Betreibungen haben um 5 Prozent zugenommen" vom 14.01.2014:

“Man stellte auch fest, dass Leute, die krankheitshalber aus dem Arbeitsprozess ausschieden und eine IV-Rente beantragten, zuerst zu Betreibungsschuldnern würden, ehe ihnen, falls überhaupt, eine Rente zugesprochen werde.”

Dies kommt einer Bankrotterklärung unseres vielgerühmten "Sozialstaats" gleich.

http://selbstbestimmung.ch/gesellschaft/deutlicher-anstieg-b...
 
Verfasst am: 15.01.2014 – 20:42
Hanne Müller stellt Fragen zu den fragwürdigen Methoden der IV-Stelle Luzern:

http://selbstbestimmung.ch/politik/audio-hanne-mueller-stell...
 
Verfasst am: 16.01.2014 – 14:59
Anleitungen zur Kränkung
Mit pseudowissenschaftlichen Untersuchungen will die IV möglichst viele Menschen mit psychischen Beschwerden aus der Versicherung kippen. Der neuste Schrei: Hirnstrommessungen.

http://selbstbestimmung.ch/politik/invalidenrenten-anleitung...

Kurze Auszüge daraus:

"Verfassungsrechtliche Fragen
David Husmann von der Rechtsberatung für Unfallopfer und Patienten vertritt regelmässig IV-BezügerInnen. Er begründet die Unrechtmässigkeit der Hirnstrommessung zu solchen Zwecken mit einem Bundesgerichtsentscheid: «Nach Ansicht einiger Fachleute können Schleudertraumaverletzungen mit der Magnetresonanztomografie nachgewiesen werden. Das Bundesgericht hat in diesem Zusammenhang klar festgehalten, dass einer solchen Methode erst Beweiswert zukommt, wenn ein Konsens der Wissenschaftlichkeit vorliegt.» Nun sei aber auch die Hirnstrommessung nicht anerkannt. «Die Ärzte praktizieren quasi in einem rechtsfreien Raum, sie können mehr oder weniger machen, was sie wollen.»

Husmann hat beim Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) eine Aufsichtsbeschwerde deponiert: «Bis heute ist die vom BSV in Aussicht gestellte Aufsichtsstelle, in der auch Rechtsvertreter von Versicherten vertreten sein müssten, nicht umgesetzt.» Problematisch sei auch, dass für die medizinischen Gutachten zuhanden der IV-Stellen bloss die meist privatwirtschaftlichen, tendenziell versicherungsfreundlichen medizinischen Abklärungsstellen (Medas) und kaum je Universitätskliniken beigezogen würden.

Husmanns Kollege Alex Beeler von der Rechtsberatungsstelle für Unfallopfer und Patienten in Luzern vertritt bereits einen ersten Klienten, der in Luzern zur Prüfung seiner psychischen Invalidität diverse Tests über sich ergehen lassen musste – und nun einen negativen Rentenbescheid erhalten hat. Beeler verweist auf ein Urteil des Bundesgerichts, nach dem die Verwendung von Lügendetektoren als Methode der Wahrheitsfindung unzulässig ist. «Dieses im Strafrecht ergangene Urteil», so Beeler, «trifft auch auf das IV-Verfahren und die von der IV verwendete Hirnscanmethode zu.» Er will deshalb mit dem Fall vor das Kantonsgericht.

Ein Akt der Entmenschlichung
Noch klarere Worte findet der Zürcher Anwalt Philip Stolkin, Spezialist für Sozialversicherungsrecht und Menschenrechte: «Die Hirnstrommessung entstammt dem geradezu paranoiden und menschenverachtenden Misstrauen der Sozialversicherungen, die sich nicht zu schade sind, die Menschen zu erniedrigen, um Leistungen zu sparen.» Es handle sich um einen pseudowissenschaftlichen Vorwand, um Menschen in psychischen Notlagen notwendige Leistungen vorzuenthalten. «Meines Erachtens verstossen die Hirnstrommessungen gegen das Recht auf Menschenwürde und Privatsphäre.»

Die Chance, dass folgenschwere Methoden wie die Hirnstrommessung zu solchen Zwecken in naher Zukunft gerichtlich verboten werden, schätzt Stolkin als gering ein: «Da der Grundrechtsschutz in der Schweiz nur schlecht ausgebildet ist, werden wir wohl bis nach Strassburg gehen müssen. Es wird daher viele Jahre dauern, bis ein Entscheid des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte solche Praktiken überhaupt verbieten könnte.»"

 
Verfasst am: 17.01.2014 – 00:14
Die meisten IV-Bezüger/innen sind IV geworden durch ihre Arbeit, ihre berufliche Tätigkeit!
Die Studie prognostiziert wieder eine Zunahme der IV-Bezüger, durch Burn Out s.
Ein Grund mehr, dass der Bund ENDLICH Schweizer Arbeitgeber, Schweizer Firmen in die Pflicht nimmt!
Mit zusätzlichen Abgaben als potentielle Schadensverursacher!
Mit der Pflicht „angeschlagene, nicht voll leistungsfähige“ Menschen mit einem LANZEITARBEITSVERTRAG! Ein zu stellen!
Und /Oder sogenannter Pflichtersatzgebühr zu belangen!
«Tagesschau» vom 16.1.2014
• Heute, 19:30 Uhr
This video will open in a new window: Video 'Tagesschau vom 16.01.2014, 19:30' abspielen.

• IV-Renten: Neurenten auf Rekordtief
Im Vergleich zum Jahr 2002 hat die Zahl der IV-Neurenten um die Hälfte abgenommen. 2012 wurde sogar ein neuer Tiefststand erreicht. Doch die Zahl der IV-Neurenten wird in den nächsten Jahren wieder zunehmen, so eine Studie.

http://www.srf.ch/sendungen/tagesschau



 
Verfasst am: 17.01.2014 – 08:39
TA-Artikel: Zahl der IV-Neurenten steigt an.
Die Zahl der IV-Neurenten in der Schweiz wird in den nächsten Jahren wieder zunehmen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität St. Gallen und des Versicherers PKRück.

Per dato mit 53 sehr lesenswerten Kommentaren.

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Zahl-der-IVNeur...

 
Verfasst am: 18.01.2014 – 09:14
Der Chef der Invalidenversicherung, Stefan Ritler, nimmt erstmals Stellung zu den umstrittenen «Hirnscans». Er erläutert auch die finanzielle Situation der IV, verteidigt die Gutachten und macht eine Versprechung.
http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/alleine-angewandt-waeren-s...

Natürlich verteidigt Ritler einmal mehr die einseitige und nachweislich diskriminierende Gutachterauswahl zulasten der IV-Versicherten:

Interviewer: Die Medizinischen Abklärungsstellen (Medas) sind wirtschaftlich von der IV abhängig. Gleichzeitig erstellen sie IV-Gutachten. Ergibt sich hier nicht ein problematischer Interessenkonflikt?

Ritler: Die Gutachter sind fachlich unabhängig von uns. Sie werden durch Zufallsprinzip ausgewählt. So wird verunmöglicht, dass eine IV-Stelle eine dieser polydisziplinären Abklärungsstellen bevorzugen kann. Es stimmt nicht, dass wir nur versicherungsfreundliche Gutachter im Boot haben. Was die Fachausbildungen der in den Medas Beschäftigten angeht, gibt es klare Kriterien. Zudem prüfen wir die Einhaltung dieser Verträge. Personen, die begutachtet werden sollen, haben überdies Mitspracherecht und gleich lange Spiesse.

Interviewer: Trotzdem: Die Hand, die einen füttert, beisst man nicht.

Ritler: Noch einmal: Die Aufträge werden zufällig verteilt, und die Gutachter müssen sich an die formalen Kriterien des Tarifvertrags halten. Es ist gerade umgekehrt: Die IV schaut ganz genau hin, damit diese Gutachterstellen ihr Urteil unabhängig fällen.


Fazit:
Der oberste Direktor der IV verbreitet somit ein weiteres Mal vorsätzlich seine Lügenpropaganda der angeblich von der IV unabhängigen Gutachterstellen. Er tut dies entgegen besseren Wissens. Denn im sogenannten Gutachtertopf befindet sich nur eine sehr kleine Auswahl von einseitig von der IV ausgewählten Gutachtern, welche mit der IV in einem direkten Auftrags- und Abhängigkeitsverhältnis stehen. Die von Ritler und dem BSV jeweils wortreich propagierte Auswahl nach dem "Zufallsprinzip" ist in Wirklichkeit eine menschenverachtende Farce und völliger Mumpitz. Dazu kommt noch, dass den Versicherten im Sinne einer Einigungslösung bis heute keinerlei Mitspracherecht (!) bei der Gutachterauswahl zugestanden wird. Das ist höchst verdächtig.


Zur einseitigen und nachweislich diskriminierenden Gutachterauswahl siehe z.B. hier:
http://www.srf.ch/konsum/themen/versicherungen/unfaire-iv-gu...

Auszug daraus:

"Eine neutrale Beurteilung ist nicht garantiert
Die IV zahlt für ein Gutachten 9'000 Franken. Insgesamt vergibt sie den Medas jährlich Aufträge für 40 bis 45 Millionen Franken. Heikel dabei: Medas machen 80 bis 90 Prozent ihres Umsatzes dank solcher Gutachten. Das schafft Abhängigkeiten von den Auftraggebern.

Einige der 18 Medas-Stellen stehen im Verdacht, sich mit harten Gutachten – zu Ungunsten der Versicherten – bei IV, Suva und privaten Versicherungen beliebt zu machen und Aufträge zu sichern.

«Ein Medas-Gutachter wird seinen Bericht im vorauseilenden Gehorsam verfassen», sagt Kurt Pfändler. Er ist Fachanwalt für Haftpflicht- und Sozialversicherungsrecht in Zürich. «Dieses System bietet keine Gewähr für eine faire Beurteilung.»

Bundesgericht beanstandet Verfahren
Für die Kontrolle der Gutachter ist das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV zuständig. Thomas Gächter, Professor für Sozialrecht an der Universität Zürich, sagt, das BSV habe die Gutachter zu wenig kontrolliert: «Es ist nun nachgewiesen, dass verschiedene Dinge früher aus dem Ruder gelaufen sind. Das ist in einem selten deutlichen Votum in einem Bundesgerichtsurteil zu lesen.» Tatsächlich hatte das Bundesgericht die Arbeitsweise der Gutachter arg kritisiert."
 
Verfasst am: 18.01.2014 – 09:51
Hallo remo80

Du schreibst mir aus dem "Herzen" - und genau aus diesem Grund. Ein NEIN für den neuen Fond ÖV. Wir müssen und sollten endlich der Politik einen Riegel schieben. Wir laufen überall Gefahr, dass wir den gleichen Grössenwahn betreiben wir dies die EU tut. Und wir sollten unser Abstimmungssystem nun endlich so nutzen, dass WIR die Politk betreiben und nicht die "Schummelpolitiker" die pausenlos mit Psychotricks unsere Wirtschaft, Uns und damit auch unsere Schweiz und deren Landschaft für Ihre "Geldgier", "Grössenwahn" manipulieren.

Wir sind ein kleines Land, ein effektives und innovatives Land, und wenn wir weiterhin so unsere Politiker "machen lassen" werden wir, wie die Andern. Wir Schweizer waren und sollten nie so sein wie die Andern. Auf solches sollten wir uns zurück besinnen. Wir sind Stark indem wir sind, was wir sind und nicht indem wir das tun, was uns eine Übermacht vorgaukelt.

Wir sind David und der hat den Goliat auch "besiegt" - daher ist es gut, wenn solche Dinge aufgedeckt werden. Es ist gut, dass man seine Meinung darüber äussert und vorallem, dass man sich eine Meinung bildet.

Doch.... Wiso nicht einfach mal Hirnscanns zulassen? Diese sind bringen vielleicht einen Fortschritt. Und solche Ideen brauchen wir. Nur müssen wir verhindern, dass man das Neue dann gleich als Faktum betrachtet. Sondern einfach als evtl. Hilfsmittel einer Meinungsbildung. Und das sollte die Politik miteinbeziehen. Leider haben da aber unsere Politiker und damit auch die Machthabenden der Wirtschaft sofort wieder ein Instrument, das man gegen das Volk verwenden kann. Und das müssen wir verhindern, und nicht einen evtl. Fortschritt.
 
Verfasst am: 19.01.2014 – 17:07
In meiner Threaderöffnung vom 12.12.2013 habe ich auf die guten Geschäfte mit der beruflichen Vorsorge (BVG) hingewiesen.
„Das Reglement für die BV versicherte Person stützt sich im Leistungsfall in den meisten Fällen auf die IV ab. In der Summe, ein super Geschäft für die Pensionskassen und der Versicherungen. Zu schlechter Letzt wird der Versicherte noch mit dem Wegfall des ALV Taggeldes bestraft. Die finanzielle Sicherheit, wofür der Betroffene sein ganzes Leben lang hart gearbeitet und gespart hat, ist mit einem politischen Federstrich verloren.“

Im neuen Ktipp Nr. 1 / 2014 wird meine Aussage mehr als nur bestätigt. Für den Leistungsfall müssen weit mehr als 3% Risikoprämie auf der BVG versicherten Lohnsumme bezahlt werden. In den Jahren 2005 bis 2012 hatten die Versicherungen damit mehr als 94% Gewinne erzielt, in den 8 Jahren sind das zusammen CHF 12 Milliarden, oder pro Jahr CHF 1.5 Milliarden.
Nachzulesen: http://www.ktipp.ch/artikel/d/praemien-fuer-pensionskasse-si...

Ab dem 25. Altersjahr beginnt das BVG Alterssparen mit 7% und erhöht sich in vier Etappen bis auf 18% des jeweiligen BVG zu versichernden Jahreslohn. In die Versicherungspflicht kommt, wer einen AHV-pflichtigen Jahreslohn mehr als CHF 24‘570 verdient. Rechnungsbeispiel: Ist das durchschnittliche AHV pflichtige Jahreseinkommen CHF 65‘000 oder im Monat 5‘000, resultiert bei gleichbleibendem Lohn und nach 40 Jahren ein BVG hochgerechnetes und jährlich mit 1.5% verzinstes Sparkapital von CHF 270‘000. Mit dem Umwandlungssatz von gegenwärtig 6.8% beträgt die BVG Jahresrente CHF 18‘365 und pro Monat CHF 1‘530. Zuzüglich noch der möglichen Kinder-, Witwen- oder Waisenrenten.

Weil die IV-Rente bei vorhandenem BVG mitfinanziert wird, ist das Ergebnis des politischen Sparauftrages bei der IV noch kleiner. Sofern die 12‘000 abzuschaffenden IV-Rentner beruflich nicht wieder eingegliedert werden können, fällt auch der Teil des BVG weg.

In der NZZ Nr. 14 von 18./19.1.2014 ist über Hirnscans unter anderem zu lesen:

Vorsicht ist angebracht
Bei der Interpretation von ERP-Resultaten sei grosse Vorsicht nötig, sagt auch Erich Seifritz, Direktor an der Psychiatrischen Universitätsklinik in Zürich. Denn das Verfahren sei für die Diagnose psychischer Störungen noch nicht validiert und damit nicht anerkannt. Laut Seifritz, der die Methode zu Forschungszwecken einsetzt, sind die ermittelten Potenziale für die meisten Fragestellungen zu unspezifisch. Das heisst, es gibt immer Kranke, die normale ERP-Signale haben, und Gesunde mit falsch positivem Befund. Daher könne man vorderhand nur Aussagen über eine Gruppe von Patienten machen, nicht aber über einzelne Patienten, sagt Seifritz. Es bleibt zu hoffen, dass diese methodischen Grenzen auch in Luzern beachtet werden.“

Herr Stefan Ritler, heisst das, dass über die IV jetzt auch noch teure Forschung mitfinanziert wird?

Hier der Link zum ganzen NZZ Artikel
http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/ein-zusaetzliches-puzzlete...

Die Frage sei hier noch erlaubt: Wie lange wollen wir solche Versicherungen noch akzeptieren, wenn die Leistungsvereinbarungen mit den (obligatorischen) Versicherungen zu Ungunsten der Versicherten verwässert werden und wesentlich nur der Bonus- und Gewinnoptimierung der Versicherungen dienen und den Betroffenen schlussendlich nur der Weg zum Sozialamt bleibt, welches notabene vom Steuerzahler bezahlt werden muss.
 
Verfasst am: 19.01.2014 – 19:27
hermesplus schrieb:

Die Frage sei hier noch erlaubt: Wie lange wollen wir solche Versicherungen noch akzeptieren, wenn die Leistungsvereinbarungen mit den (obligatorischen) Versicherungen zu Ungunsten der Versicherten verwässert werden und wesentlich nur der Bonus- und Gewinnoptimierung der Versicherungen dienen und den Betroffenen schlussendlich nur der Weg zum Sozialamt bleibt, welches notabene vom Steuerzahler bezahlt werden muss.

Sie übersehen, dass wir in einer Marktwirtschaft leben. Erstens betreiben grössere Unternehmen meist ihre eigene Pensionskasse. Diese sind nicht gewinnorientiert. Dort gibt es keinen Gewinn, sondern höchstens Reserven und wenn diese Reserven später zur Senkung der Pensionskassenbeiträge der versicherten aktiven Arbeitnehmer verwendet werden, dann bezahlen die Arbeitnehmer auf lange Frist gesehen über ihre Beiträge auch nur die tatsächlichen Aufwendungen für die Invalidenrenten der invaliden Arbeitnehmer bzw. Altersrentner.

Kleinere oder mittlere Unternehmen (KMU) haben oft keine eigene Pensionskasse, sondern lagern diese an eine Versicherung aus. Aber niemand hindert die KMU daran sich Angebote von anderen Versicherungen einzuholen und zu schauen ob diese nicht tiefere Risikobeiträge für das Risiko Invalidität verlangen und zu einer günstigeren Versicherung zu wechseln. Zudem haben KMU die Möglichkeit sich zusammenzuschliessen und genossenschaftlich eine eigene Pensionskasse für eine ganze Branche oder für KMUs aus einer bestimmten Region zu gründen. Wenn der Wettbewerb nicht durch die Bildung eines Kartells ausgehebelt wird, gibt es in einer Marktwirtschaft über eine längere Frist wegen des Wettbewerbs keine abnormal hohen Renditen für die Anbieter von Versicherungen. Wenn Sie also einen Schuldigen suchen, dann sind die arbeitgebenden Unternehmen und die Arbeitnehmer selbst schuld, wenn sie nicht darauf drängen sich einen anderen Anbieter zu suchen, der es günstiger für tiefere Beiträge macht. Haben Sie je den Arbeitgeber oder die Arbeitnehmervertreter (Betriebskommission) gefragt, wie es bei ihrer Versicherung aussieht und ob man nicht Angebote von anderen Versicherungen einholen sollte?
 
Verfasst am: 21.01.2014 – 19:46
Eidgenössische Volksinitiative gegen das bestehende IV-Gesetz.
Die Frage ist nur wer hatt die Re­sour­cen und Fi­nan­zen???
Wir Bürger/innen sollten zwingend eine Eidgenössische Volksinitiative gegen das bestehende IV-Gesetz lancieren!!
Bei einer eidgenössischen Volksinitiative verlangen Schweizer Stimmberechtigte eine Revision der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Damit eine Volksinitiative auf Bundesebene zustande kommt, müssen innerhalb von 18 Monaten 100'000 Unterschriften von Stimmberechtigten gesammelt werden. Ist dies erreicht, so kann schliesslich – zumeist zwei bis drei Jahre später – das gesamte Schweizer Stimmvolk an der Urne zur entsprechenden Vorlage Stellung nehmen. Wie jede Verfassungsänderung erfordert auch die Annahme einer eidgenössischen Volksinitiative nebst der Zustimmung der Mehrheit der Abstimmenden ebenfalls das Ständemehr (Mehrheit der Kantone). Volksinitiativen gehen von Bürgern, Interessenverbänden und Parteien aus, nicht von der Regierung oder vom Parlament.
 
Verfasst am: 24.01.2014 – 08:05
Ausschluss der Schmerzpatienten/-innen aus der Invalidenversicherung (IV)
http://www.humanrights.ch/de/Schweiz/Inneres/Gruppen/Behinde...

Kurzer Auszug daraus:

"Bundesgericht auf Abwegen
Wie die Umsetzung der IV-Sparziele mit gewissen Menschenrechten kollidiert, zeigt exemplarisch ein Bundesgerichtsurteil vom 31. Okt. 2013.
Das Bundesgericht hatte die Beschwerde einer Frau zu beurteilen, deren seit 1997 bezogene IV-Rente wegen eines Schleudertraumas nach einer Neubeurteilung im Jahre 2012 eingestellt worden war. Die Frau machte geltend, die Aufhebung der Rente verstosse gegen das Fairnessgebot sowie gegen das Diskriminierungsverbot. Letzteres, weil Personen mit psychosomatischen Krankheitsbildern gegenüber solchen mit rein körperlichen Leiden von den IV-Stellen systematisch benachteiligt würden.
Um diesen Vorwurf zurückzuweisen, bemüht das Bundesgericht eine in 10-jähriger Rechtsprechung entwickelte pseudomedizinische Begriffsapparatur, mit Unterscheidungen wie «selbständiger Gesundheitsschaden» (d.i. somatisch bedingt), «soziale Faktoren», «psychische Ursachen» etc. Das Argument lautet, vereinfacht gesagt: Bei den «unklaren Beschwerden» gibt es keinen «naturwissenschaftlich verfolgbaren Wirkungszusammenhang zwischen somatischer Ursache» und Schmerz. Den unklaren psychosomatischen Krankheitsbildern mangle es deshalb an Objektivierbarkeit. Dies sei ein sachlicher Grund für die «Sonderbehandlung» (E 5.8 ), welcher Personen mit unklaren Beschwerdebildern unterzogen werden. Weil dieser sachliche Grund vorliege, handle es sich um eine gerechtfertigte Ungleichbehandlung und nicht um eine Diskriminierung."
 
Verfasst am: 24.01.2014 – 08:52
Sonderkurier schrieb:

Ausschluss der Schmerzpatienten/-innen aus der Invalidenversicherung (IV)
http://www.humanrights.ch/de/Schweiz/Inneres/Gruppen/Behinde...

Kurzer Auszug daraus:

"Bundesgericht auf Abwegen
Wie die Umsetzung der IV-Sparziele mit gewissen Menschenrechten kollidiert, zeigt exemplarisch ein Bundesgerichtsurteil vom 31. Okt. 2013.
Das Bundesgericht hatte die Beschwerde einer Frau zu beurteilen, deren seit 1997 bezogene IV-Rente wegen eines Schleudertraumas nach einer Neubeurteilung im Jahre 2012 eingestellt worden war. Die Frau machte geltend, die Aufhebung der Rente verstosse gegen das Fairnessgebot sowie gegen das Diskriminierungsverbot. Letzteres, weil Personen mit psychosomatischen Krankheitsbildern gegenüber solchen mit rein körperlichen Leiden von den IV-Stellen systematisch benachteiligt würden.
Um diesen Vorwurf zurückzuweisen, bemüht das Bundesgericht eine in 10-jähriger Rechtsprechung entwickelte pseudomedizinische Begriffsapparatur, mit Unterscheidungen wie «selbständiger Gesundheitsschaden» (d.i. somatisch bedingt), «soziale Faktoren», «psychische Ursachen» etc. Das Argument lautet, vereinfacht gesagt: Bei den «unklaren Beschwerden» gibt es keinen «naturwissenschaftlich verfolgbaren Wirkungszusammenhang zwischen somatischer Ursache» und Schmerz. Den unklaren psychosomatischen Krankheitsbildern mangle es deshalb an Objektivierbarkeit. Dies sei ein sachlicher Grund für die «Sonderbehandlung» (E 5.8 ), welcher Personen mit unklaren Beschwerdebildern unterzogen werden. Weil dieser sachliche Grund vorliege, handle es sich um eine gerechtfertigte Ungleichbehandlung und nicht um eine Diskriminierung."



Dank diesem exemplarischen Urteil vom 31.10.2013 des Bundesgerichts wissen wir jetzt also:
Im berühmten Vorzeigeland der Menschenrechte gibt es bei der Entrechtung der IV-Rentenbezüger/Innen eine "gerechtfertigte Ungleichbehandlung" (!) und nicht etwa eine Diskriminierung. Amtlich bewilligt und vom höchsten Gericht abgesegnet.
 
Verfasst am: 24.01.2014 – 12:46
Sonderkurier schrieb:

Sonderkurier schrieb:

Ausschluss der Schmerzpatienten/-innen aus der Invalidenversicherung (IV)
http://www.humanrights.ch/de/Schweiz/Inneres/Gruppen/Behinde...

Kurzer Auszug daraus:

"Bundesgericht auf Abwegen
Wie die Umsetzung der IV-Sparziele mit gewissen Menschenrechten kollidiert, zeigt exemplarisch ein Bundesgerichtsurteil vom 31. Okt. 2013.
Das Bundesgericht hatte die Beschwerde einer Frau zu beurteilen, deren seit 1997 bezogene IV-Rente wegen eines Schleudertraumas nach einer Neubeurteilung im Jahre 2012 eingestellt worden war. Die Frau machte geltend, die Aufhebung der Rente verstosse gegen das Fairnessgebot sowie gegen das Diskriminierungsverbot. Letzteres, weil Personen mit psychosomatischen Krankheitsbildern gegenüber solchen mit rein körperlichen Leiden von den IV-Stellen systematisch benachteiligt würden.
Um diesen Vorwurf zurückzuweisen, bemüht das Bundesgericht eine in 10-jähriger Rechtsprechung entwickelte pseudomedizinische Begriffsapparatur, mit Unterscheidungen wie «selbständiger Gesundheitsschaden» (d.i. somatisch bedingt), «soziale Faktoren», «psychische Ursachen» etc. Das Argument lautet, vereinfacht gesagt: Bei den «unklaren Beschwerden» gibt es keinen «naturwissenschaftlich verfolgbaren Wirkungszusammenhang zwischen somatischer Ursache» und Schmerz. Den unklaren psychosomatischen Krankheitsbildern mangle es deshalb an Objektivierbarkeit. Dies sei ein sachlicher Grund für die «Sonderbehandlung» (E 5.8 ), welcher Personen mit unklaren Beschwerdebildern unterzogen werden. Weil dieser sachliche Grund vorliege, handle es sich um eine gerechtfertigte Ungleichbehandlung und nicht um eine Diskriminierung."



Dank diesem exemplarischen Urteil vom 31.10.2013 des Bundesgerichts wissen wir jetzt also:
Im berühmten Vorzeigeland der Menschenrechte gibt es bei der Entrechtung der IV-Rentenbezüger/Innen eine "gerechtfertigte Ungleichbehandlung" (!) und nicht etwa eine Diskriminierung. Amtlich bewilligt und vom höchsten Gericht abgesegnet.



Und zur Frage, wer eigentlich in unserer höchsten Gerichtsinstanz auf Kosten der Steuerzahler/Innen ein derart absurdes und pseudo-rechtstaatliches "Urteil" fällt (siehe Urteilsbegründung Punkt E 5.8, mit Verteidigung einer diskriminierenden "Sonderbehandlung" von Personen mit unklaren Beschwerdebildern:

Gem. Bundesgerichts-Urteil 8C_972/2012 vom 31. Oktober 2013 http://entscheide.weblaw.ch/cache/f.php?url=links.weblaw.ch%... haben folgende Bundesrichter/Innen der I. sozialrechtlichen Abteilung dieses weitere, für unser ganzes Land beschämende Unrechts-Urteil zu verantworten:

Susanne Leuzinger-Naef (SP), Präsidentin
Rudolf Ursprung (SVP)
Jean-Maurice Frésard (PS)
Marcel Maillard (CVP)
Alexia Heine (SVP)

 
Verfasst am: 24.01.2014 – 16:19
Sonderkurier schrieb:

Und zur Frage, wer eigentlich in unserer höchsten Gerichtsinstanz auf Kosten der Steuerzahler/Innen ein derart absurdes und pseudo-rechtstaatliches "Urteil" fällt (siehe Urteilsbegründung Punkt E 5.8, mit Verteidigung einer diskriminierenden "Sonderbehandlung" von Personen mit unklaren Beschwerdebildern:

Gem. Bundesgerichts-Urteil 8C_972/2012 vom 31. Oktober 2013 http://entscheide.weblaw.ch/cache/f.php?url=links.weblaw.ch%... haben folgende Bundesrichter/Innen der I. sozialrechtlichen Abteilung dieses weitere, für unser ganzes Land beschämende Unrechts-Urteil zu verantworten:

Susanne Leuzinger-Naef (SP), Präsidentin
Rudolf Ursprung (SVP)
Jean-Maurice Frésard (PS)
Marcel Maillard (CVP)
Alexia Heine (SVP)


Und woher haben Sie das Wissen im Sozialversicherungsrecht, im Verfassungsrecht und im Völkerrecht um sich anzumassen beurteilen zu können, dass dies ein "Unrechts-Urteil" ist? Ob dieses Urteil rechtlich korrekt ist oder nicht, können Sie wahrscheinlich gar nicht beurteilen.

Und wenn Sie gross von der Verantwortung einzelner Richter reden, so wissen Sie wahrscheinlich nicht, wie jeder der einzelnen Richter abgestimmt hat. Denn es steht nirgends, ob es eine öffentliche mündliche Urteilsberatung gegeben hat, und wie welcher Richter dort abgestimmt hat. Sie wissen also gar nicht, ob das Urteil einstimmig gefällt wurde. Abgesehen davon hat die Beschwerdeführerin im Urteil teilweise obsiegt (siehe Dispositiv Ziffer 1 des Urteils). Die Bundesrichter haben der Beschwerdeführerin also teilweise recht gegeben und das kantonale Urteil bzw. die Verfügung aufgehoben mit der die Rente gestrichen wurde und die Sache zur medizinischen Abklärung an die IV-Stelle zurückgewiesen.

Schon einmal an einer öffentlichen mündlichen Urteilsberatung beim Bundesgericht in Luzern gewesen und dort notiert wie welcher Bundesrichter bzw. Bundesrichterin gestimmt hat? Ich schon.
 
Verfasst am: 26.01.2014 – 17:03
Sonderkurier schrieb:

Sozialversicherungsberater schrieb:

Abgesehen davon hat die Beschwerdeführerin im Urteil teilweise obsiegt (siehe Dispositiv Ziffer 1 des Urteils). Die Bundesrichter haben der Beschwerdeführerin also teilweise recht gegeben und das kantonale Urteil bzw. die Verfügung aufgehoben mit der die Rente gestrichen wurde und die Sache zur medizinischen Abklärung an die IV-Stelle zurückgewiesen.


Ist mir nicht entgangen. Die Beschwerdeführerein hat trotzdem schon verloren. Denn machen wir uns doch nichts vor, SVB:

Das "teilweise recht gegeben" bedeutet nur, dass die IV-Stelle wieder (fast) auf Platz 1 anfängt. Wieder schön langsam und gemütlich, wie gewohnt seitens IV-Stellen wegen der "chronischen Überlastung".
Wenn dann in einem Jahr wieder eine Verfügung der IV-Stelle vorliegt, mit der die Beschwerdeführerin nicht einverstanden ist, kann sie dagegen wieder Beschwerde einlegen vor Sozialversicherungsgericht. Das dauert bekanntlich meistens "nur" ca. 1 bis 1/2 Jahre. Falls dagegen erneut wieder eine Beschwerde vor Bundesgericht nötig ist, dauert das mindestens nochmals die gleiche Zeit...

Ich brauche Ihnen bestimmt nicht näher zu erläutern, was so ein absurder und lebensfremder Ablauf bei den direkt Betroffenen bewirkt, in allen Bereichen ihrer Existenz und ihres Schicksals. Ganz abgesehen davon, dass die IV-Stelle in dieser ganzen Zeit natürlich keine Rente bezahlt!

Ganz legal und rechtstaatlich korrekt kann man Menschen so vollkommen brechen und aufreiben.

Sie scheinen voller Voreingenommenheit und Vorurteilen zu sein.

Die Verfügung mit der die IV-Rente aufgehoben wurde, wurde vom Gericht aufgehoben. Das bedeutet, dass die Beschwerdeführerin nun wieder die IV-rente erhält. Ob die angeordnete medizinische Begutachtung in einer MEDAS später zu einer Aufhebung der IV-Rente führen wird oder nicht, wissen Sie nicht. Sollte die Rente später aufgehoben werden, wissen Sie nicht, ob das kantonale Sozialversicherungsgericht einen Antrag der Beschwerde gegen die Aufhebung der Rente die aufschiebeende Wirkung zu erteilen gutheissen wird oder nicht. Davon hängt ab, ob nach einer Beschwerde gegen eine Aufhebung der Rente die Rente bis zum Urteil weiterbezahlt wird oder nicht.
 
Verfasst am: 26.01.2014 – 21:28
Aus dem Bundesgerichts-Urteil 8C_972/2012 vom 31. Oktober 2013 http://entscheide.weblaw.ch/cache/f.php?url=links.weblaw.ch%... geht ausserdem indirekt hervor, dass die MEDAS-Abklärungsstelle offenbar einmal mehr ein unseriöses "Gutachten" erstellte, welches - wie nicht anders zu erwarten - zum vollen Nachteil der Beschwerdeführerin ausfiel und eine volle Renteneinstellung bewirkte. (Bekanntlich fallen 9 von 10 MEDAS Schein-Gutachten zum Nachteil der IV-Versicherten aus.)

Unter Punkt A.a. des Bundesgerichts-Urteils ist nämlich lakonisch festgehalten:
"Mit Verfügung vom 25. Februar 2010 stellte sie (die IV-Stelle Schwyz) die Rentenleistungen auf der Basis einer interdisziplinären Expertise der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) vom 11. November 2009 nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens auf Ende März 2010 ein. Eine dagegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz gut und verpflichtete die IV-Stelle, D.________ weiterhin eine halbe Rente
auszurichten (rechtskräftiger Entscheid vom 27. September 2010)."

Fazit:
IV-Versicherten wird also zugemutet, sich dringend um professionellen Rechtsbeistand bemühen zu müssen, und sich immer erst nachträglich gegen solche offenkundig fingierten bzw. unseriösen Scheingutachten der mit der IV kollaborierenden MEDAS-Stellen wehren zu können. Wer das - aus welchen Gründen auch immer - nicht kann, hat verloren. Und die IV-Stellen wieder einen Fall "gelöst" und an die Endstation "Sozial"hilfe entsorgt.
 
Verfasst am: 30.01.2014 – 13:06
Guten Tag,
all dieses Geld wäre vorhanden, wir müssten nur die Unternehmenssteuerreform II rückgangig machen. Die Reichen der Reichen profitieren jährlich von Milliardengeschenken und das Fussvolk bleibt aussen vor. Nicht einmal Selbständigerwerbende und Kollektivgesellschaften profitieren davon. (Ausser der Nachfolgeregelung)
Da wären Milliarden jährlich, die man der IV zusprechen konnte. Denn das ist echt verschenktes Geld an Leute, die dafür gar keine Leistung erbracht haben.
 
Verfasst am: 31.01.2014 – 19:04
Fazit:
IV-Versicherten wird also zugemutet, sich dringend um professionellen Rechtsbeistand bemühen zu müssen, und sich immer erst nachträglich gegen solche offenkundig fingierten bzw. unseriösen Scheingutachten der mit der IV kollaborierenden MEDAS-Stellen wehren zu können. Wer das - aus welchen Gründen auch immer - nicht kann, hat verloren. Und die IV-Stellen wieder einen Fall "gelöst" und an die Endstation "Sozial"hilfe entsorgt.

Habe jetzt einiges hier zu diesem Thema gelesen, aber dieser Absatz hat mich am meisten beeindruckt! Es ist die Wahrheit!
Trotz Rechtschutzversicherung kämpfe ich schon seit 6 Jahren für mein Recht, habe alle Stationen schon teilweise mehrfach hinter mir und es ist kein Ende in Sicht. Trotzdem aufgeben werde ich nicht, denn was mir geblieben ist, ist meine Würde und die lasse ich mir von niemandem nehmen. Obwohl vieles entwürdigend ist was da geschieht.
Wer weiss vielleicht ändert der 9 Februar gewisse Meinungen?
Viele erzielen hier grosse Gewinne, nur sind es leider die Falschen.
 
Verfasst am: 31.01.2014 – 20:33
klösterli schrieb:

"Fazit:
IV-Versicherten wird also zugemutet, sich dringend um professionellen Rechtsbeistand bemühen zu müssen, und sich immer erst nachträglich gegen solche offenkundig fingierten bzw. unseriösen Scheingutachten der mit der IV kollaborierenden MEDAS-Stellen wehren zu können. Wer das - aus welchen Gründen auch immer - nicht kann, hat verloren. Und die IV-Stellen wieder einen Fall "gelöst" und an die Endstation "Sozial"hilfe entsorgt."

Habe jetzt einiges hier zu diesem Thema gelesen, aber dieser Absatz hat mich am meisten beeindruckt! Es ist die Wahrheit!
Trotz Rechtschutzversicherung kämpfe ich schon seit 6 Jahren für mein Recht, habe alle Stationen schon teilweise mehrfach hinter mir und es ist kein Ende in Sicht. Trotzdem aufgeben werde ich nicht, denn was mir geblieben ist, ist meine Würde und die lasse ich mir von niemandem nehmen. Obwohl vieles entwürdigend ist was da geschieht.
Wer weiss vielleicht ändert der 9 Februar gewisse Meinungen?
Viele erzielen hier grosse Gewinne, nur sind es leider die Falschen.


Klösterli, willkommen hier in diesem Thread!

Geben Sie keinesfalls auf. Vergessen Sie nicht: Es ist IHR einzigartiges Leben und IHRE unwiederbringlich verrinnende Lebenszeit. Deshalb: Wehren Sie sich, bringen Sie sich ein, wenden Sie sich an die Medien, um der Öffentlichkeit Ihre leidvollen Erfahrungen mit der Invalidenversicherung mitzuteilen. Jede einzelne Stimme zählt! Die öffentliche Meinung ist nicht in Stein gemeisselt und wird auf diese unablässige, für unser Land wenig schmeichelhafte IV-Berichterstattung reagieren. Es gibt abertausende IV-Betroffene wie Sie, die mittlerweile schon seit zahlreichen Jahren schwer unter dieser staatlichen, verfassungs- und EMRK-widrigen Entrechtung leiden. Aber leider alles mit sich machen lassen, weil sie völlig eingeschüchtert und verängstigt sind. Angst ist aber immer ein schlechter Ratgeber.

Der Widerstand tausender von IV-Willkür-Betroffenen beginnt sich eben erst zu formieren. Rechtsanwälte, aber auch Staatsrechtler werden in letzter Zeit vermehrt aktiv im Zusammenhang mit den zunehmend faschistoiden und nicht länger hinnehmbaren Vorgängen rund um diese staatliche "Sozialversicherung" namens IV, welche zu einem der grössten Schandmale unserer berühmten Menschenrechts-Nation verkommen ist.

Eine parlamentarische Untersuchungskommission (PUK-IV) zu diesen unhaltbaren Vorgängen in der IV ist längst überfällig. Bei der Suche nach den Verantwortlichen muss insbesondere auch die Rolle des zuständigen Departementsvorstehers (BR Alain Berset, SP) näher beleuchtet werden, dem offenbar die Kraft oder der Wille fehlt, sich gegen die "bürgerlichen" Hardliner bzw. Volksverhetzer durchzusetzen und dieses politische IV-Debakel endlich zu stoppen.
Auch seine Amts- und Parteikollegin BR Simonetta Sommaruga, die sich im Namen der Landesregierung eben erst für das staatliche Unrecht gegenüber den "administrativ Versorgten" entschuldigte, schaut beim heutigen menschenunwürdigen IV-Debakel lieber angestrengt weg.
Das passt - leider! - gut zur SP, die sich selbst reduziert hat zu einer völlig überflüssigen Wohlstandspartei von Cüpli-Sozialisten, welche alle Verschärfungen im IV-Bereich jeweils passiv abnickten.
 
Verfasst am: 01.02.2014 – 11:44
Sonderkurier schrieb:

Das passt - leider! - gut zur SP, die sich selbst reduziert hat zu einer völlig überflüssigen Wohlstandspartei von Cüpli-Sozialisten, welche alle Verschärfungen im IV-Bereich jeweils passiv abnickten.

Die Abstimmungsergebnisse im Nationalrat werden im Internet veröffentlicht. Seitdem die Abstimmungen per Handaufheben im Ständerat gefilmt werden, kann auch nachgeschaut werden welcher Ständerat bzw. welche Ständerätin von welcher Partei wie abgestimmt hat.

Wo sind die Beweise für Ihre Unterstellung, dass die Nationalräte bzw. Ständeräte der SP Verschärfungen im IV-Bereich zugestimmt haben?

Ich habe damals gegenüber Frau Habegger von der SVP, welche gegen die SP und gegen die Streichung der Zusatzrenten für Ehepartner gewettert hat an Hand der im Internet veröffentlichten Abstimmungsergebnisse nachgewiesen, dass alle Nationalräte der SP (und auch der Grünen) bei dieser Abstimmung gegen die Streichung der Zusatzrenten und damit gegen die Verschärfung waren und alle Nationalräte der SVP für die Streichung der Zusatzrenten und damit für die Verschärfung waren.

Also welche Verschärfungen bei der IV gab es und wie haben die Nationalräte der SP dabei abgestimmt?

Oder geben Sie hier nur Vorurteile über die SP von sich ohne je vorher nachgeschaut zu haben wer wann wie abgestimmt hat?
 
Verfasst am: 01.02.2014 – 12:08
Sozialversicherungsberater schrieb:

Oder geben Sie hier nur Vorurteile über die SP von sich ohne je vorher nachgeschaut zu haben wer wann wie abgestimmt hat?


Beim Thema der staatlichen IV-Willkürpolitik fiel und fällt die SP vor allem durch passive Untätigkeit auf. Die SP hat sich nie wirklich engagiert gegen die von "bürgerlichen" Volksverhetzern seit Jahren geschürte und unverändert anhaltende Hetze zulasten der IV-Versicherten gestellt. Mit diesem weitgehend passiven Verhalten hat die SP einigen bornierten Volksverhetzern und IV-Hardlinern aus SVP, FDP und CVP die Plattform erst überlassen, welche diese heute medienwirksam dominieren.
 
Verfasst am: 01.02.2014 – 13:24
Geben Sie keinesfalls auf. Vergessen Sie nicht: Es ist IHR einzigartiges Leben und IHRE unwiederbringlich verrinnende Lebenszeit. Deshalb: Wehren Sie sich, bringen Sie sich ein, wenden Sie sich an die Medien, um der Öffentlichkeit Ihre leidvollen Erfahrungen mit dem staatlichen Willkürapparat Invalidenversicherung mitzuteilen. Jede einzelne Stimme zählt! Die öffentliche Meinung ist nicht in Stein gemeisselt und wird auf diese unablässige, für unser Land wenig schmeichelhafte IV-Berichterstattung reagieren. Es gibt abertausende IV-Betroffene wie Sie, die mittlerweile schon seit zahlreichen Jahren schwer unter dieser staatlichen, verfassungs- und EMRK-widrigen Entrechtung leiden. Aber leider alles mit sich machen lassen, weil sie völlig eingeschüchtert und verängstigt sind. Angst ist aber immer ein schlechter Ratgeber.

Keine Sorge aufgeben werde ich nicht, habe auch einen sehr Kompetenten Anwalt der mich unterstützt. Ich kann in der heutigen Zeit nur jedem empfehlen eine Rechtschutzversicherung abzuschliessen(egal in welchem Alter), denn ohne Hilfe von einem Anwalt ist man wirklich verloren
Nach meinen Erfahrungen ist das das best. Investierte Geld, da verzichte ich gerne mal auf etwas anderes.
Das schwierige an der ganzen Sache ist das lange hinziehen von jedem Schriftverkehr.
Es kommt mir so vor wie im Tennis über 5 Sätze und dann das Tiebreak immer wieder hin und her bis zum geht nicht mehr,
und Jeder sagt dem Anderen wie unfähig dieser doch ist. Das geht von IV, Suva, Anwälten, Ärzten, Gutachter und Gerichten hin und her.
Vor allem ist all diesen das wirkliche Befinden des Betroffenen scheissegal Hauptsache der Rubel rollt.
Mit all diesem Geld könnte viel gutes getan werden hier in der Schweiz.
Aber damit steht man eben nicht auf der Titelseite am anderen Tag
Mein Kampf um mein Menschenrecht auch als Schweizer gebe ich sicher nicht auf.
Wünsche allen Betroffenen die nötige Energie und Kraft dazu!

 
Verfasst am: 01.02.2014 – 18:19
Absender
……..

OFFENER BRIEF AN

Bundesamt für Sozialversicherungen BSV
Geschäftsfeld Invalidenversicherung
Stefan Ritler
Effingerstrasse 20
3003 Bern

……….., 1. Februar 2014

Ihr Antwortschreiben vom 20. Januar 2014
Ihr Zeichen ………

Sehr geehrter Herr Ritler

Ich danke Ihnen für Ihr oben aufgeführtes Antwortschreiben. Meine beiden Emails waren an den Bundesrat und an das Parlament gerichtet, deshalb habe ich eine Antwort vom Bundesrat erwartet.

Bemerkenswert ist, dass Sie meinen Berechnungen nichts entgegenhalten. Ihre Antworten eröffnen keine Neuigkeiten. Sie geben im Wesentlichen die politische Traktandenliste wieder.

Auszug aus dem Brief vom BSV
„Erstes Ziel der Invalidenversicherung (IV) ist es, Menschen die durch eine gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbslos geworden sind, in die aktive Arbeitswelt wieder einzugliedern oder falls dies nicht möglich ist, ihnen die Existenz zu sichern. Dieses Ziel wird dank den Frühinterventions- und Früherfassungsmassnahmen der 5. IVG-Revision und den verstärkten Eingliederungsmassnahmen der 6. IVG-Revision sichergestellt.“

Die Politik nimmt einfach nur die finanzielle Fehlentwicklung der IV-Rechnung, ungeachtet der tragischen einzelnen Schicksale, zur Kenntnis. Gemäss dem Interview von Herrn Bortoluzzi im Kassensturz vom 29.10.2013 sei das aus dem Ufer laufende Finanzproblem schon seit etwa 20 Jahren bekannt, und das ist dem Unvermögen der Politik zuzuschreiben. Die Beweisgründe finden Sie in meinem Email an BR und Parlament vom 12. Dezember 2013. Hier nochmals meine wesentlichen Argumente:

- statt dass das politisch angesagte Sparziel für die IV erreicht wird, verbleiben aus dieser fehlgeleiteten Sparübung unter dem Strich Mehrkosten über CHF 3‘8 MILLIARDEN, das entspricht etwa der 12-fachen Renteneinsparung der 12‘000 Rentner, welche Sie beruflich wieder eingliedern wollen.
- der Tatbeweis für die erfolgreiche Wiedereingliederung dieser 12‘000 Rentenbezüger kann das BSV nicht erbringen. Solange landen diese betroffenen Personen bei der Sozialhilfe, resp. müssen vorerst ihre hart verdienten Ersparnisse verzehren.

- die Lebenshaltungskosten betragen ca. CHF 50‘000 pro Jahr, bei zehn Jahren ganze CHF 500‘000. Zuerst werden die Ersparnisse der Betroffenen aufgebraucht und danach muss der Steuerzahler über die Sozialhilfe bezahlen. Die Kosten eines mehrjährigen Rechtsstreites mit der IV sind exorbitant. Wer arbeitsunfähig ist, kann nicht Arbeiten oder Stempeln, umgekehrt ist es, weil er sich selbst eingliedert, kein IV-Antragsteller mehr, ein „Teufelskreis“.

- Wenn Sie nicht wissen wie es den Betroffenen und den Betrogenen da draussen wirklich geht, können Sie nicht sozialgerecht Handeln. In der Broschüre 4.09 „Berufliche Eingliederungsmassnahmen der IV“ im Artikel 12 ist zu lesen, „…Sie soll der versicherten Person eine Tätigkeit ermöglichen, die ihr ein Erwerbseinkommen gewährleistet, das gleich hoch ist, wie das vor der gesundheitlichen Beeinträchtigung erzielte Einkommen.“ Wird von der IV verweigert!
Hier der Link: http://www.ahv-iv.info/andere/00134/00186/index.html?lang=de
Weil die Betroffenen im Ereignis und in der Auseinandersetzung mit der IV bezüglich Rechtsgrundlagen, Richtlinien und Verordnungen keine Kenntnis und Erfahrung haben, frage ich mich, werden diese amtlich und schamlos betrogen?

- Es ist einfach zynisch, wenn Sie aussagen „ … in die aktive Arbeitswelt wieder einzugliedern oder falls dies nicht möglich ist, ihnen die Existenz zu sichern“.

Auszug aus dem Brief vom BSV
„Die finanzielle Situation der Invalidenversicherung ist Ihnen bekannt. Die Realität der verschuldeten IV zwang uns zum Handeln. Die Schulden betrugen Ende 2010 rund 15 Milliarden. Das Schweizer Volk hat in der Volksabstimmung vom 27. September 2009 die Zusatzfinanzierung für die IV angenommen und damit auch klar seinen Willen ausgedrückt, dass die IV finanziell saniert werden soll. Das finanzielle Gleichgewicht der IV einzig durch zusätzliche Mittel wieder herzustellen, ist leider unmöglich, und es sind leistungsseitige Einsparungen notwendig. Diese Leistungseinsparungen werden jedoch genau abgewogen und auf die soziale Tragbarkeit geprüft.“

- Sie sagen „die IV-Schulden zwingen uns zum handeln“. Warum erst jetzt, wenn das Problem schon seit 20 Jahren bekannt ist. In der Privatwirtschaft hätten solche gigantische Fehlleistungen längst zur Entlassung geführt!
- Sie erwähnen 15 Milliarden Schulden per Ende 2010. Mittlerweile sind wir aber in 2014 angelangt. Die Verschuldung der IV Rechnung ist heute bereits wesentlich geringer, als die Politik es in der Öffentlichkeit kund tut.
- Wie genau können Sie behaupten, die soziale Tragbarkeit zu prüfen, wenn Sie die Konsequenzen dieses politischen fehlenden Willens nicht wissen oder nicht erkennen wollen.

Auszug aus dem Brief vom BSV
„Wir gehen mit Ihnen einig, dass Beitragserhöhungen eine Lösung wären, die finanzielle Lage der IV zu verbessern und ins Gleichgewicht zu bringen. Bei dieser Variante würden jedoch einzig aktive Personen das Defizit der IV tragen. Aus diesem Grund wurde eine Erhöhung der Mehrwertsteuer als sozialer und solidarischer bewertet.“

- Der Bedarf für die auszurichtende IV-Rente wird über Lohnprozente der AHV-pflichtigen Lohnsumme, also der Erwerbstätigen, bezahlt. Weil die Politik dieses IV Problem schon seit 20 Jahren verschlampt, haben wir heute das politische IV Debakel, für welche die Steuerzahler durch Erhöhung der Mehrwertsteuer aufkommen müssen.
- Aber, wie sie auch sagen, müssen die Kosten der IV von der erwerbstätigen aktiven Bevölkerung beglichen werden. Deshalb meine Rüge: Weshalb ist die minimale Erhöhung der Lohnprozente für die IV auch heute noch unantastbar und wird nicht eingeführt?

Auszug aus dem Brief vom BSV
„Unsere Aufgabe ist, den heutigen guten Standard für die kommenden Generationen zu sichern. Es gilt nicht nur das Erreichte zu bewahren, sondern vorausschauend Reformen einzuleiten, die den sich verändernden gesellschaftlichen Voraussetzung Rechnung tragen.“

- Ihre Hoffnung den guten Standard für die kommende Generation zu sichern, wird aber eindeutig und massiv mit den gescheiterten Eingliederungsmassnahmen der 6. IVG-Revision und mittels Abdrängen der IV-Rentenbezüger in die Sozialhilfe bewältigt.


Ein NZZ Artikel schreibt über eine Verdreifachung der Sozialkosten. Hier der Link:
http://www.nzz.ch/aktuell/zuerich/uebersicht/sozialhilfe-nic...

Die durch den Projektleiter Christopher Prinz „OECD zu Arbeit und Gesund“ aufgeworfene Frage, ob Jugendlichen überhaupt eine IV-Rente zu gewähren sei, gibt Anlass zur Sorge! Hier der Link:
http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/die-schweiz-tut-zu-wenig-1...


Ich danke Ihnen für Ihre Kenntnisnahme und verbleibe

mit freundlichen Grüssen

sig. ……………….


Ebenfalls spannend ist der Link zum aktuellen Faktenblatt „Die IV-Revision 6a“

http://www.bsv.admin.ch/themen/iv/00021/03189/?lang=de

 
Verfasst am: 01.02.2014 – 20:43
Sonderkurier schrieb:

Aus dem Bundesgerichts-Urteil 8C_972/2012 vom 31. Oktober 2013 http://entscheide.weblaw.ch/cache/f.php?url=links.weblaw.ch%... geht ausserdem indirekt hervor, dass die MEDAS-Abklärungsstelle offenbar einmal mehr ein unseriöses "Gutachten" erstellte, welches - wie nicht anders zu erwarten - zum vollen Nachteil der Beschwerdeführerin ausfiel und eine volle Renteneinstellung bewirkte. (Bekanntlich fallen 9 von 10 MEDAS Schein-Gutachten zum Nachteil der IV-Versicherten aus.)

Unter Punkt A.a. des Bundesgerichts-Urteils ist nämlich lakonisch festgehalten:
"Mit Verfügung vom 25. Februar 2010 stellte sie (die IV-Stelle Schwyz) die Rentenleistungen auf der Basis einer interdisziplinären Expertise der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) vom 11. November 2009 nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens auf Ende März 2010 ein. Eine dagegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz gut und verpflichtete die IV-Stelle, D.________ weiterhin eine halbe Rente
auszurichten (rechtskräftiger Entscheid vom 27. September 2010)."

Fazit:
IV-Versicherten wird also zugemutet, sich dringend um professionellen Rechtsbeistand bemühen zu müssen, und sich immer erst nachträglich gegen solche offenkundig fingierten bzw. unseriösen Scheingutachten der mit der IV kollaborierenden MEDAS-Stellen wehren zu können. Wer das - aus welchen Gründen auch immer - nicht kann, hat verloren. Und die IV-Stellen wieder einen Fall "gelöst" und an die Endstation "Sozial"hilfe entsorgt.


Ergänzung hierzu:

Bis heute haben IV-Versicherte im berühmten "Vorzeigeland der Menschenrechte" keinerlei Mitspracherecht (!) bei der Auswahl der völlig einseitig von der IV diktierten, nachweislich korrupten MEDAS-"Gutachter"stellen. Sondern sie werden unter Sanktionsandrohung genötigt sich bei einer der korrupten und mit der IV kollaborierenden MEDAS-"Gutachter"stellen "untersuchen" lassen zu müssen, welche dann in den allermeisten Fällen fingierte bzw. unseriöse Scheingutachten zum vollen Nachteil der IV-Versicherten erstellen.
Dies ist eine völlige Pervertierung unseres Rechtsstaats, verletzt die elementarsten Menschen- und Bürgerrechte und ist eine gewerbsmässige Nötigung gem. Art. 181 Strafgesetzbuch.


Schweizerisches Strafgesetzbuch Art. 181, Nötigung:
"Wer jemanden durch Gewalt oder Androhung ernstlicher Nachteile oder durch andere Beschränkung seiner Handlungsfreiheit nötigt, etwas zu tun, zu unterlassen oder zu dulden, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft."


Diese von einer staatlichen Sozialversicherung (!) betriebene gewerbsmässige Nötigung ist umso verwerflicher, weil es sich bei den allermeisten IV-Versicherten um besonders schwache und hilflose Mitbürger/Innen handelt. Anstatt dass aber der Staat sich schützend vor diese Mitbürger/Innen stellt, hilft er aktiv mit bei der systematischen und orchestrierten Entrechtung und Entsorgung dieser Personen an den Repressionsapparat "Sozial"hilfe, samt angegliederter (Workfare-) Zwangsarbeitsindustrie.

IV-Entrechtung durch gewerbsmässige Nötigung? Das gehört schleunigst abgestellt im berühmten "Vorzeigeland der Menschenrechte".








 
Verfasst am: 03.02.2014 – 07:43
Offener Brief von @Hermesplus an Stefan Ritler, Direktor Geschäftsfeld IV beim Bundesamt für Sozialversicherungen, vom 1. Februar 2014:
http://www.politnetz.ch/artikel/20623-offener-brief-super-gu...

@Hermesplus, ganz grosses Chapeau für diesen hervorragenden offenen Brief an Ritler! Ritler's Antwort besteht offenbar aus den üblichen vorgekauten leeren Worthülsen, ohne dass er Ihren Fakten irgendetwas Glaubwürdiges oder Konstruktives entgegen zu setzen hätte. Ein jämmerliches Armutszeugnis des BSV auf der ganzen Linie. Ich hoffe Sie haben eine Kopie an seinen verantwortlichen Chef, BSV-Departementsvorsteher BR Alain Berset, gesandt. Es ist Zeit für personelle und politische Konsequenzen.
 
Verfasst am: 04.02.2014 – 23:00
Hallo Leute

Mit sehr grossem Interesse habe ich diesen Thread durchgelesen.
An dieser Stelle möchte ich zuerst hermesplus für seine ausführliche Recherche danken.
In vielen Foren dieser Art, welche die unselige Haltung der IV behandelt zu Lasten vieler Betroffenen, habe ich selbst oft in ähnlicher Form darauf hingewiesen wie es hermesplus viel detaillierte und vor allem mit Fussnoten gemacht hat. Das verdient Respekt!

Als Betroffener weiss ich um die Einstellungen der IV und kenne leider auch die Haltung der Abklärungsstellen. Aus diesem Grund kann ich viele Kommentare verstehen, aber auch viele nicht verstehen, die eher den Eindruck erwecken, als würde man einem Hirngespenst nachjagen, der aus der Unzufriedenheit Betroffener stammt und die realen Fakten als Unwahr zu beschreiben versucht.

Ich bin keiner, obwohl schreibgewandt, der hier konstruktive Kommentare bilden kann, welche eher in Rechtsbüchern zu finden sind mit seinen Phrasen des gehobenen Niveau, sondern schreibe frei von der Leber weg und mit gesundem Menschenverstand. Auch habe ich nicht die nötige Zeit und leider auch nicht das Wissen, hier geeignete Recherchen anzustellen, um eine Behauptung zu untermauern, was eh schon längst in verschiedenen Medien publiziert wurde. Der Einfachhalber benutze ich lieber Fakten, die bereits hinlängst bekannt sind und jeder nachlesen kann.

Ursprünglich wollte ich trotz Betroffenheit hier kein Kommentar abgeben, denn als IV Rentner ist man eben auf Gedeih und Verderb auf den Godwil dieser Behörde angewiesen und muss sich fügen, auch wenn Abklärungen von Ärzten gemacht werden, die diesen Ruf überhaupt nicht verdienen.
Ich habe nun doch geschrieben, weil mir in diesem Thread auch einige Kommentare auffielen, welche die Abschaffung der IV forderten.

Ich habe mir darüber Gedanken gemacht und bin zum Schluss gekommen, das es durchaus Sinn hat, wenn es keine IV mehr gäbe. Aber kehrum fragte ich mich dann wie es mit uns Behinderten und anderen KRanken weitergehen soll?
Daher kam ich zum Schluss, das man die IV nicht abschaffen sollte, aber dafür völlig neu aufstellen mit sinnvollen Rahmenbedingungen, welche es allen Betroffenen erlaubt, ohne Angst ihr reduziertes und eingeschränktes Leben leben zu können.
Es ist nämlich nicht schön, mit einer Angst zu leben, welche die gesundheitlich schlechte Verfassung zusätzlich noch belastet und jedes Mal, wenn ein Brief der IV im Kasten liegt, der Blutdruck nach oben schnellt und Ängste auslöst, die nahe der Herzattacke zum Stehen kommt.

Die meisten Betroffen geben ihren Unmut an der IV ja nicht deshalb zum Besten, weil sie ein besseres Leben wollen, sondern weil ihnen die IV die Würde und Menschenrechte stiehlt und mit Füssen tritt. Natürlich wäre eine angemessene finanzielle Unterstützung auch ein Thema, doch dies erst in zweiter Linie, nicht primär.

Das Problem der Betroffenen ist ja, das sie keine Lobby haben, was mit der Änderung der Kostenfolge bei Rechtstreitigkeiten im Sozialwesen, welche vorher kostenlos und jetzt kostenpflichtig gemacht wurde, zusätzlich erschwert wird.
Die vielen Behindertenverbände sind leider viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als das auch hier eine Einigkeit herrscht, um gegen diese Willkür der IV, welche durch bürgerliche Parteien bestimmt wurden, entgegen zu handeln.

So sehr hier mit knallharten Fakten recherchiert und veröffentlcht wurden, es wird sich kaum ändern, weil Medien das Thema zu wenig aufgreift, während die polit. Propaganda scheinbar ungestraft sich über die Formen verschiedener Richtlinien hinwegsetzen kann. Solche Schlagwörter und Bilder kommen bei einem Volk immer gut an, wenn es nur patriotisch genug daher kommt und man nur genug negative Fälle ausplaudert.

Das ist ein gefährliches Spiel, vor allem deshalb, weil diese blinden Wähler dabei nicht merken, das es auch ihnen ans EIngemachte geht. Das ist ehrlich gesagt, schon ziemlich grotesk und erinnert an die Vergangeheit, wo auch ein ganzes Volk an die Nase herum geführt wurde, bis es in einem bösen Erwachen die brutale Realität erkennen musste.

In verschiedenen Beiträgen habe ich diese Vergangenheit auf die heutige Problematik umgesetzt und des Öfteren erwähnt, das die Aktionen der IV und auch das Verhalten etlicher bürgerlicher Politiker nichts anderes ist, als eine moderne, aber versteckte Selektion.

Betroffen, also Kranke und Behinderte werden einem Schicksal preisgegeben, denen sie noch weniger entfliehen können, als ohnehin schon in der IV. Die Lebenssituation wird sich noch mehr verschärfen, wenn die Endstation Sozialamt heisst. Wievieole dieser MEnschen wird es den Lebensnerv rauben, wieviele dieser Menschen wird es gesundheitlich auf die Rutschbahn in die Grube werfen?

So schön all diese Fakten auch sind, welche die schonungslose Wahrheit bekunden, das falsche Spiel aufdecken, den Betrug am Steuerzahler erklären, zu denen kurioser Weise ja auch die Betroffenen zählen, was alles kann das bringen?

Wenn ein Mensch wie Blocher poltert, einer wie Mörgeli seine Intrigen spinnt, egal wer was aus diese Equipe macht, man klatscht Beifall, man kreuzt seine Stimme, man jubelt und frohlockt, weil nur diese Leute die Schweiz retten können. Ja, klar, dabei retten sie nur ihre eigenen Interessen, aber das ist so schön eingepackt, das es eben jeder glaubt.

Aber was machen all die anderen Genossen? Sie verhalten sich passiv, meist jedenfalls, das hat SVB wirklich mal auf den Punkt gebracht. Mit passiver Haltung wurde noch nie ein Ei hartgekocht.

Will es mal so sagen. Für jeden Haferkäs lanciert man eine Initiative oder macht einen Vorstoss zur Gesetzesänderung oder was weiss ich, doch über diese Problematik wird nur diskutiert, Zahlen präsentiert und endlose Foren aufgeschaltet, wo jeder seine Situation preisgibt, auf das sie Mitleid erweckt oder Bedauern erhascht.

Wir Betroffene brauchen weder Mitleid noch Bedauern, sondern harte Fakten, die das Dilemma beenden, oder bestenfalls im ersten Schritt mal entschärfen, statt umgekehrt. Aber in diese Richtung geschieht nichts, und wenn, viel zu wenig! Hätte ich genug Geld, so würde ich etwas bewegen und versuchen, auch etwas zu verändern, auf das man weitere Mitstreiter findet, die auf diesen Zug springen und für eine würdigere und menschliche Behandlung Betroffener sorgen wie auch die Veränderungen der IV bewirken.

Ich werde diesen Thread, auf den ich von einem anderen Betroffenen aufmerksam gemacht worden bin, weiterhin verfolgen.

An dieser Stelle wünsche ich euch noch viel Spass beim Diskutieren und es würde mich sehr freuen, würde es doch Veränderungen bewirken.

Gruss Jackman
 
Verfasst am: 05.02.2014 – 09:19
Jackman schrieb:

Die meisten Betroffen geben ihren Unmut an der IV ja nicht deshalb zum Besten, weil sie ein besseres Leben wollen, sondern weil ihnen die IV die Würde und Menschenrechte stiehlt und mit Füssen tritt. (...)

Das Problem der Betroffenen ist ja, das sie keine Lobby haben, was mit der Änderung der Kostenfolge bei Rechtstreitigkeiten im Sozialwesen, welche vorher kostenlos und jetzt kostenpflichtig gemacht wurde, zusätzlich erschwert wird.


Ja, Jackman. In jedem anderen Bereich wären schon längst GPK's und PUK's aktiv geworden, um eine derartige staatliche, systematisch geplante Diskriminierung zulasten von abertausenden betroffenen Personen zu untersuchen und zu stoppen. Die IV-Rentner/Innen haben zwar keine Lobby. Umso wichtiger ist es daher, dass diese von sich aus selbst an die Medien gehen und ihren Unmut auch direkt an oberster Stelle bei unserer Landesregierung kundtun. Zusammen mit den unablässigen Bemühungen von Leuten wie @Hermesplus, welche echte staatsbürgerliche Courage und Verantwortung zeigen, wird sich diese staatliche, verfassungs- und EMRK-widrige IV-Willkürpolitik nicht aufrecht erhalten lassen.
 
Verfasst am: 05.02.2014 – 12:25
Jackman schrieb:

Das Problem der Betroffenen ist ja, das sie keine Lobby haben, was mit der Änderung der Kostenfolge bei Rechtstreitigkeiten im Sozialwesen, welche vorher kostenlos und jetzt kostenpflichtig gemacht wurde, zusätzlich erschwert wird.
Die vielen Behindertenverbände sind leider viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als das auch hier eine Einigkeit herrscht, um gegen diese Willkür der IV, welche durch bürgerliche Parteien bestimmt wurden, entgegen zu handeln.

Jackman schrieb:

So sehr hier mit knallharten Fakten recherchiert und veröffentlcht wurden, es wird sich kaum ändern, weil Medien das Thema zu wenig aufgreift, während die polit. Propaganda scheinbar ungestraft sich über die Formen verschiedener Richtlinien hinwegsetzen kann. Solche Schlagwörter und Bilder kommen bei einem Volk immer gut an, wenn es nur patriotisch genug daher kommt und man nur genug negative Fälle ausplaudert.

Was soll die Behauptung hier wären knallharte Fakten recherchiert und veröffentlicht worden? Es gibt hier keinerlei knallharte Fakten. Es gibt hier erstens keine ausreichend detaillierten Fakten aus offiziellen Quellen. Zweitens müssen für Behauptungen, dass die Kosten einer Massnahme angeblich den Nutzen nicht rechtfertigen würden und angeblich Verschwendung wären die Kosten und der Nutzen über die richtigen Zeitperioden verglichen werden und nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden.

1. Wie viel die Untersuchungen zur Überprüfung der Aufhebung und allfällige Eingliederungsmassnahmen für die Revision 6a-Rentner kosten ist nicht bekannt.

2. Kann man diese Kosten pro Jahr nicht mit der Höhe dieser Renten pro Jahr als "Nutzen" vergleichen. Denn her potentielle "Nutzen" und ich sage bewusst potentiell und "Nutzen" unter Anführungszeichen ist nicht nur die eingesparte Rente pro Jahr, sondern die Summe der eingesparten Renten über alle Jahre bis zum Erreichen des AHV-Rentenalters (denn dann muss ohnehin die AHV zahlen).

3. Ob die Aufhebungen tatsächlich zu einer Einsparung führen und wie hoch diese ausfallen wird, weiss niemand. Denn es gibt schlicht noch nicht genug Erfahrungen wie viele Personen tatsächlich eine Arbeit finden konnten, von der sie leben können und wie viele Personen auch nach längerer Suche nach der Aufhebung der Rente nichts finden konnten, ihr Vermögen aufbrauchen mussten und dann eben tiefere Kosten bei der Sozialhilfe verursacht haben so dass die Nettoeinsparung oder der "Nettonutzen" nur die Differenz zwischen den höheren IV-Renten, Invalidenrenten der Pensionskassen bzw. Ergänzungsleistungen zu IV-Renten und der tieferen Sozialhilfe waren.

Es gibt also nur unbewiesene Behauptungen und Vermutungen. Es gibt keine nach wissenschaftlichen Kriterien durchgeführte Studie ob die Kosten den Nutzen rechtfertigen oder nicht.

Jackman schrieb:

Das ist ein gefährliches Spiel, vor allem deshalb, weil diese blinden Wähler dabei nicht merken, das es auch ihnen ans EIngemachte geht. Das ist ehrlich gesagt, schon ziemlich grotesk und erinnert an die Vergangeheit, wo auch ein ganzes Volk an die Nase herum geführt wurde, bis es in einem bösen Erwachen die brutale Realität erkennen musste.
In verschiedenen Beiträgen habe ich diese Vergangenheit auf die heutige Problematik umgesetzt und des Öfteren erwähnt, das die Aktionen der IV und auch das Verhalten etlicher bürgerlicher Politiker nichts anderes ist, als eine moderne, aber versteckte Selektion.

Betroffen, also Kranke und Behinderte werden einem Schicksal preisgegeben, denen sie noch weniger entfliehen können, als ohnehin schon in der IV. Die Lebenssituation wird sich noch mehr verschärfen, wenn die Endstation Sozialamt heisst. Wievieole dieser MEnschen wird es den Lebensnerv rauben, wieviele dieser Menschen wird es gesundheitlich auf die Rutschbahn in die Grube werfen?

Bravo. Sie sind anscheinend eine der wenigen Personen, die erkennt, dass die Art der Propaganda und deren Hetzen gegen Minderheiten als Sündenböcke für angebliche Probleme an die Propaganda der Nazis und anderer faschistischer Regimes erinnert. Warum diese Art von Propaganda hierzulande keinen Aufschrei der Empörung auslöst und das toleriert wird, ist mir ein Rätsel.

Jackman schrieb:

Wenn ein Mensch wie Blocher poltert, einer wie Mörgeli seine Intrigen spinnt, egal wer was aus diese Equipe macht, man klatscht Beifall, man kreuzt seine Stimme, man jubelt und frohlockt, weil nur diese Leute die Schweiz retten können. Ja, klar, dabei retten sie nur ihre eigenen Interessen, aber das ist so schön eingepackt, das es eben jeder glaubt.

Möglicherweise fehlt es an ausreichender Bildung im Schulunterricht mit welcher Propaganda gegen Minderheiten totalitäre Regimes entstanden sind, und, dass man sich in der Schweiz nicht einfach als unschuldiger neutraler Dritter im zweiten Weltkriegt sehen sollte, sondern die eigene Mitschuld sehen sollte und sich bemühen sollte, dass nicht mehr gegen Minderheiten gehetzt wird (Behinderte, Ausländer, Muslime, Juden, etc.). Es hat die Bergier-Historikerkommission gebraucht um endlich aufzuarbeiten, inwieweit der Handel mit kriegswichtigen Gütern mit dem Naziregime den Krieg verlängert hat und inwieweit man Juden dem Tod ausgeliefert hat, in dem man diese an der Grenze einfach zurück geschickt hat und gesagt hat, es hätte schon zu viele Ausländer hier. Jetzt läuft im Kino ein Film über einen mutigen Grenzbeamten, der sich über das Verbot jüdische Flüchtlinge hereinzulassen hinweggesetzt hat und diese hereingelassen hat und für seine Menschlichkeit vom Schweizer Staat bestraft wurde.

Jackman schrieb:

Aber was machen all die anderen Genossen? Sie verhalten sich passiv, meist jedenfalls, das hat SVB wirklich mal auf den Punkt gebracht. Mit passiver Haltung wurde noch nie ein Ei hartgekocht.

Ich weiss nicht, was Sie mit der Aussage meinen, dass sich die anderen "Genossen" meist "passiv" verhalten. Wenn Sie mit "Genossen" die SP und die Grünen meinen so haben diese im National- und Ständerat gegen Einsparungen bei den Sozialversicherungsleistungen gestimmt. Wenn Einsparungen nicht bereits im National- und Ständerat abgelehnt wurden, haben SP und Grüne bzw. deren verwandte Organisationen wie die Gewerkschaften Stimmen für eine Volksabstimmung gegen diese Einsparungen bei den Sozialversicherungsleistungen gesammelt. Die SP und die Grünen waren also keineswegs passiv. Allerdings wurden Sie von den bürgerlichen Parteien, welche die Mehrheit im National- und Ständerat haben und welche bei Volksabstimmungen dank üppigerer nicht offen gelegter Parteispenden mehr Werbung schalten konnten und von Mehrheiten der Stimmbürger überstimmt:

Volksabstimmung vom 17. Juni 2007 Kürzung von Leistungen der Invalidenversicherung
http://www.parlament.ch/d/wahlen-abstimmungen/volksabstimmun...

6. IV-Revision erster Massnahmenpaket unter Geschäftsnummer 10.032 suchen wer wie abgestimmt hat:
http://www.parlament.ch/d/wahlen-abstimmungen/abstimmungen-i...

Volksabstimmung vom 26. September 2010 Kürzung von Leistungen der Arbeitslosenversicherung
http://www.parlament.ch/d/wahlen-abstimmungen/volksabstimmun...

Volksabstimmung vom 7. März 2010 Kürzung der Höher der monatlichen Pensionskassenrenten
http://www.parlament.ch/d/wahlen-abstimmungen/volksabstimmun...

Jackman schrieb:

Will es mal so sagen. Für jeden Haferkäs lanciert man eine Initiative oder macht einen Vorstoss zur Gesetzesänderung oder was weiss ich, doch über diese Problematik wird nur diskutiert, Zahlen präsentiert und endlose Foren aufgeschaltet, wo jeder seine Situation preisgibt, auf das sie Mitleid erweckt oder Bedauern erhascht.

In Foren herumzujammern und zu beklagen, wie ungerecht man doch angeblich behandelt wird bringt gar nichts. Da sich kurzfristig die Rechtslage und die politischen Mehrheiten nicht ändern werden, muss man eben schauen was man innerhalb der bestehenden Rechtslage machen kann, um zumindest zu versuchen sich mit den bestehenden Rechtsmitteln zu wehren. Präzedenzurteile vor Bundesgericht oder Änderungen der bestehenden Rechtsprechung können etwas bewirken. Aber man muss es zumindest probieren und nicht einfach nur rumjammern. Politische Mehrheiten zu finden braucht viel Zeit und meist auch viel Geld für Wahl- und Abstimmungswerbung.
 
Verfasst am: 05.02.2014 – 12:29
Sonderkurier schrieb:

Ja, Jackman. In jedem anderen Bereich wären schon längst GPK's und PUK's aktiv geworden, um eine derartige staatliche, systematisch geplante Diskriminierung zulasten von abertausenden betroffenen Personen zu untersuchen und zu stoppen. Die IV-Rentner/Innen haben zwar keine Lobby. Umso wichtiger ist es daher, dass diese von sich aus selbst an die Medien gehen und ihren Unmut auch direkt an oberster Stelle bei unserer Landesregierung kundtun. Zusammen mit den unablässigen Bemühungen von Leuten wie @Hermesplus, welche echte staatsbürgerliche Courage und Verantwortung zeigen, wird sich diese staatliche, verfassungs- und EMRK-widrige IV-Willkürpolitik nicht aufrecht erhalten lassen.

Leere Worte von Sonderkurier. Wo bleiben Ihre Strafanzeigen wegen angeblicher Nötigung, wenn Sie sich angeblich so sicher sind, dass es sich um Nötigung handelt? Oder sind Sie nicht bereit die Konsequenzen von solchen Strafanzeigen zu tragen?

Also bitte keine Propaganda, keine leeren Worte, sondern konkrete Taten, die dann bitte aber auch Erfolg haben sollten und Invaliden und auf Sozialversicherungsleistungen angewiesenen Menschen tatsächlich helfen.