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Psychische Probleme am Arbeitsplatz

Der Umgang mit schwierigen Mitarbeitern

Ausgabe:
26/11

Im Rahmen der Studie zu psychischen Problemen am Arbeitsplatz wurden die Chefs nach der Reaktion von Arbeitskollegen wie auch nach ihren eigenen Handlungen befragt.

Was stört das Arbeitsklima am stärksten?

Die Frage an Vorgesetzte und Personalverantwortliche lautete: Welche ­Typen von Mitarbeitern verschlechtern das Arbeitsklima am stärksten (Mehrfachantworten möglich)? Die Grafik zeigt die am häufigsten erwähnten Spitznamen für Angestellte, die sich negativ auf das Team auswirken.

«Notzki» (nörgelnd) 50%
«Guru» (angeberisch) 49%
«Hexe» (giftig) 44%
«Nervensäge» (mühsam) 43%
«Ängeli» (nett) 38%
«Rambo» (agressiv) 38%
«Tschumpeli» (dumm) 31%
«Suffi» (süchtig) 29%
«Happy» (fröhlich) 28%
«Psycho» (seltsam) 21%
«Speedy» (manisch) 20%
«Angsthase» (ängstlich) 20%
«Depri» (depressiv) 18%
«Jo-Jo» (instabil) 13%
  • Forum zur Eingliederung von IV-Rentnern:


    Was unternehmen Sie, wenn ein Kollege «schwierig» wird?

Wie reagieren die Arbeitskollegen?

698 Vorgesetzte und Personalverantwortliche wurden befragt, wie Arbeitskollegen von «schwierigen» Mitarbeitern auf diese reagieren (Mehrfachantworten möglich).

Ungeduld, Unverständnis, Ärger 61%
Besorgnis, Mitleid, Hilfeimpuls 48%
Stress, Überforderung 46%
Unsicherheit 44%
Rationalisieren 42%
Wut, Aggression 39%
schwankende Gefühle 33%
Bagatellisierung, Verleugnung 30%
Suche nach Schuldigen 15%

Was unternehmen Chefs?

654 Vorgesetzte und Personalverantwortliche wurden befragt, wie sie auf die Problemsituationen reagiert haben. Dazu wurde ihnen obige Liste mit 15 möglichen Handlungen vorgegeben (Mehrfachantworten möglich). Die Grafik zeigt: Externe Stellen wie die IV wurden sehr selten konsultiert.

Gespräche, persönliche Unterstützung 88,2%
Arbeitsorganisation diskutieren 72,2%
an Pflichten und Konsequenzen erinnern 70,9%
Arbeitskollegen informieren, unterstützen 62,8%
an Leistungsmotivation appellieren 57,6%
anregen, sich zusammenzureissen 46,9%
Situation beobachten und zuwarten 46,5%
Arbeitsaufgaben anpassen 44,3%
an Arzt/Psychologen verweisen 39,3%
direkten Vorgesetzten coachen 30,9%
arbeitsrechtliche Massnahmen einleiten 28,9%
Kontakt mit HR/Sozialdienst/Betriebsarzt 23,7%
Gespräch mit Angehörigen 19,4%
zu einer Auszeit raten 18,5%
externe Stellen beiziehen 16,8%

Quelle: Bericht im Rahmen des mehrjährigen Forschungsprogramms zu Invalidität und Behinderung (FoP-IV): «‹Schwierige› Mitarbeiter. Wahrnehmung und Bewältigung psychisch bedingter Problemsituationen durch Vorgesetzte und personalverantwortliche», im Auftrag des Bundesamts für Sozialversicherungen, Mai 2011

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© Beobachter Ausgabe 26 vom 22. Dez 2011 - Alle Rechte vorbehalten

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