Streit mit Banken So sichern Sie sich ab

Streit mit der Bank
Notieren Sie bei Telefonaten mit Ihrer Bank Datum, Zeit, Gesprächspartner, Inhalt des Gesprächs und Beschlüsse. Im Streitfall sind diese Angaben hilfreich.

Wer sich von seiner Bank schlecht beraten fühlt, hat im Streitfall gute Chancen, wenn er taktisch vorgeht – aber von Anfang an.

aktualisiert am 03. Jun 2016 15:39

Am Banktermin sind meistens der Bankberater und der Anleger anwesend. Weitere Zeugen gibt es nicht. Die Anlagen bespricht man mündlich. Allenfalls erhält der Bankkunde noch eine Informationsbroschüre über die empfohlenen Produkte. Meistens entscheidet er sich schnell für eine Anlage. Aber hat er die Risiken des Fonds oder des strukturierten Produkts wirklich verstanden, und hat ihn der Bankberater tatsächlich darüber aufgeklärt? Passt die Anlage zu seinem Anlageprofil?

Seit der Teilrevision des Kollektivanlagegesetzes im Jahr 2014 besteht für Banken und Vermögensverwalter eine Protokollierungspflicht (KAG Art. 24 Abs. 3). Kundenberater müssen demnach persönliche Empfehlungen zum Erwerb von kollektiven Kapitalanlagen schriftlich festhalten. Dieses Schriftstück, beziehungsweise der entsprechende Datenträger muss der Kundin oder dem Kunden jederzeit in unveränderter Form ausgehändigt werden können.

Guider – der digitale Berater des Beobachters

Checkliste «Beratungsprotokoll» bei Guider, dem digitalen Berater des Beobachters

Sind Sie unsicher, ob der Finanzexperte Sie seriös berät? Mitglieder von Guider erhalten mit der Checkliste «Anforderungen an ein Beratungsprotokoll» eine zusätzliche Übersicht, welche Punkte bei einem Gespräch mit dem Bankberater nicht nur erwähnt, sondern auch schriftlich festgehalten werden sollten.

Autor:
  • Martin Müller
Bild:
  • Thinkstock Kollektion