Verlängerung der Hypothek
Besser fest oder variabel?
Frage: Wir haben von unserer Bank eine Offerte für die Erneuerung der auslaufenden Festhypothek von 550'000 Franken erhalten. Die offerierten Festzinsen sind attraktiv. Sollen wir nun wieder eine feste Hypothek abschliessen oder besser eine variable?
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Da niemand weiss, wie sich die Zinsen entwickeln werden, empfehle ich Ihnen einen Mix. Teilen Sie Ihren Kredit in drei Tranchen auf. Wählen Sie beispielsweise für je 200'000 Franken Festhypotheken auf vier und sieben Jahre und lassen Sie die restlichen 150'000 Franken variabel. Ihre Vorteile dabei:
- Sie müssen am Ende der Laufzeiten – vielleicht in einer Hochzinsphase – nicht die ganze Hypothek erneuern.
- Sie vermeiden massiv höhere Kosten bei einem Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus, weil ein Grossteil des Kredits fix ist.
- Mit dem variablen Teil profitieren Sie trotzdem, falls die Zinsen noch sinken sollten.
- Sie können auf Wunsch auch direkte Amortisationen leisten.
- Sie können den variablen Teil auch später noch in ein anderes Hypothekarmodell wandeln, falls sich die Konditionen noch weiter verbessern sollten.
Wägen Sie diese Vorteile gegen die Nachteile ab: Sie sind so lange an die Bank gebunden, wie die längste Festhypothek läuft. Ein vorzeitiger Ausstieg kann mit hohen Kosten verbunden sein. Und: Sollten die Zinsen weiter sinken, bleiben die Zinssätze Ihrer Festhypotheken unverändert.
Über Zinsen kann man verhandeln
Prüfen Sie in der momentanen Tiefzinsphase auch die Konditionen einer Liborhypothek, achten Sie aber darauf, dass diese mit einem Zinsdach versehen ist. Liborhypotheken sind derzeit am günstigsten, können sich aber bei steigenden Zinsen rasch verteuern.
Über die offerierten Zinssätze können Sie oft noch verhandeln. Haben Sie eine günstigere Konkurrenzofferte, stehen Ihre Chancen gut, dass Ihnen Ihre Bank noch entgegenkommt.
Aufgepasst: Lassen Sie sich nicht zum Abschluss drängen, schon gar nicht am Telefon. Sobald Sie – auch mündlich – zugesagt haben, sind Sie an den Vertrag gebunden. Ein Ausstieg ist nur noch mit enormen Kosten möglich.
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© Beobachter Ausgabe 21 vom 15. Okt 2009 - Alle Rechte vorbehalten




