Akne

Stand: 15.05.2012, Autor: Onmeda-Redaktion  

Therapie

Bei einer Akne ist eine frühzeitige Therapie wichtig, da sich so verhindern lässt, dass Narben und Komplikationen entstehen. Viele Versuche, die Akne alleine zu bekämpfen, führen zu einer Verschlimmerung der Hauterkrankung: Dies ist zum Beispiel, der Fall, wenn Sie die Pickel und Mitesser (Komedonen) ausdrücken, die Haut zu intensiv reinigen oder desinfizieren oder die Hautunreinheiten mit Make-up kaschieren. Obwohl die Hautkrankheit in den meisten Fällen im Erwachsenenalter von selbst abheilt, ist es daher ratsam, immer ärztliche Hilfe (z.B. durch einen Hautarzt) bei der Behandlung von Akne in Anspruch zu nehmen.

Welche Massnahmen gegen die Akne zum Einsatz kommen, hängt in erster Linie von ihrer Form und ihrem Schweregrad ab. Bedenken Sie dabei: Die Behandlung einer Akne braucht Zeit – und nicht jedes Mittel gegen Akne zeigt bei jedem Menschen die gleiche Wirkung. Daher ist es für eine erfolgreiche Akne-Behandlung wichtig, ausdauernd zu sein und, wenn eine schnelle Heilung ausbleibt, die Therapie nicht voreilig abzubrechen oder zusätzlich eigene Massnahmen zu ergreifen.

Die Akne-Therapie zielt darauf ab, die überschiessende Talgbildung der Haut zu unterdrücken, Entzündungen und bakterielle Infektionen zu bekämpfen und die Haut zu desinfizieren, Verhornungsstörungen zu beseitigen und die Neubildung der Haut anzuregen.

Bei leichter Akne kann dies gelingen, indem Sie Ihre Haut regelmässig mit tensidfreien Wässern, Tinkturen oder Cremes aus der Apotheke oder der Drogerie reinigen und pflegen. Fetthaltige Salben und Kosmetika sind bei Akne zu vermeiden. Bei einem schweren Verlauf sind ärztlich verordnete Mittel zur Behandlung empfehlenswert, die Sie je nach Ursache, Form und Ausprägung der Akne örtlich auf die Haut auftragen (z.B. als Creme, Salbe, Lotion) oder in schwereren Fällen als Tabletten (systemisch) einnehmen. Die Mittel sind einzeln oder zusammen anwendbar.

Zu den für die Akne-Behandlung geeigneten Mitteln zählen unter anderem Benzoylperoxid, Azelainsäure, Isotretinoin (Vitamin-A-Präparat), Salizylsäure und Zink sowie Antibiotika. Darüber hinaus soll milde UV-Bestrahlung die Akne günstig beeinflussen (übertriebene Sonnenbäder oder Besuche im Solarium sind jedoch zu vermeiden). Gegen eine schwere Akne kann entzündungshemmendes Kortison zum Einsatz kommen. Ausserdem ist bei Frauen mit sehr schwerer Akne eine Hormontherapie (Östrogentherapie) mit einer antiandrogen wirksamen Antibabypille zu erwägen. Zu beachten ist, dass die Mittel gegen Akne Nebenwirkungen haben und Sie einige nicht während der Schwangerschaft einnehmen dürfen.

Bei der schweren Akne namens Acne inversa mit Hautveränderungen im Analbereich oder im Bereich der Achselhöhlen, Leiste oder weiblichen Brüste reicht eine medikamentöse Behandlung alleine auf Dauer nicht aus; daher lassen Sie die Hautveränderungen am besten in einer Operation grossflächig herausschneiden. Wenn Sie von dieser Akneform betroffen sind und rauchen, ist es wichtig, unbedingt auf den weiteren Nikotinkonsum zu verzichten.

Bei durch äussere Einflüsse verursachten Akneformen (z.B. Akne durch Kosmetika, Medikamente oder Steroide) besteht die Therapie vor allem darin, die Ursache auszuschalten. Auch die richtige Ernährung kann bei Akne eine Rolle für eine erfolgreiche Behandlung spielen: Der übermässige Konsum von Milch und Milchprodukten sowie hochglykämische Nahrungsmittel (z.B. Schokolade, Honig, Marmelade und andere süsse Lebensmittel) führen dazu, dass sich die Hauterkrankung verschlimmert oder bessert. Daher kann zur Akne-Therapie eine entsprechende Diät sinnvoll sein.

  • Wie ein Pickel entsteht. (Video:teleDesign)